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Blutmale Tess Gerritsen
Meine bisherigen zwei Berichte zu Büchern von Tess Gerritsen (Scheintod & Todsünde) haben sicherlich deutlich gemacht, dass ich für mich eine neue Spitzenautorin gewonnen habe. Da war auch klar, dass ich für meine längere heimische Abwesenheit im Reisegepäck auch zwei weitere Bücher von ihr eingepackt habe: "Schwesternmord" und "Blutmale", letzteres ist Gegenstand dieses Berichtes.
___ Inhalt
Maura Isles, Pathologin, und Jane Rizzoli, Ermittlerin der Mordkommission, müssen sich mit einem schaurigen Mord auseinandersetzen: Eine junge Frau wird in ihrem haus ermordet aufgefunden. Die Frau wurde ausgeblutet, die Leiche im gesamten Haus verteilt. Im Esszimmer ist der Tisch mit vier Gedecken gedeckt, eine hand liegt auf einem Teller. Selbst hartgesottenen Mordermittlern stockt bei einem solchen Szenario der Atem. Am Tatort werden Symbole gefunden (auf dem Kopf stehende Kreuze sowie ein zunächst nicht verständlicher Schriftzug), die scheinbar einen rituellen bzw. satanischen Hintergrund vermuten lassen. Bei der Autopsie fällt Maura auf, dass die gefundene linke Hand nicht die Hand der Toten ist, sondern die hand einer anderen weiblichen Person. Vom Tatort wurde zur vermutlichen Tatzeit ein Anruf getätigt, die Zielnummer des Anschlusses gehört einer Psychiaterin, die oft als Gerichtsgutachterin hinzugezogen wurde und bei Maura und Jane nicht wirklich hoch im Kurs steht.
Kurz darauf wird eine junge Polizistin, die am Tatort des ersten Mordes ihren ersten Einsatz an einem Mordtatort hatte, im Garten eines ehemaligen Geschichtsprofessor ermordet aufgefunden, der zur Tatzeit im haus eine Gesellschaft zu gast hatte. Wie sich zeigt, hat diese Gesellschaft keinen geselligen Anlass gehabt: Die teilnehmenden Personen bilden eine Art Zirkel, die sich der Jagd von Dämonen (verkürzt gesagt) verschrieben haben. Zu dieser Gesellschaft zählt auch die Psychiaterin, die einen Anruf nach dem ersten Mord erhalten hatte. Diese hatte die junge Polizistin auf Eigeninitiative beschattet und hat scheinbar dort den Mörder getroffen.
Die Ermittlungen kommen allerdings kaum voran, denn Verbindungen zwischen den Morden und Tatorten bieten nur die Symbole, die mit Ockerfarben aufgetragen worden sind. Ocker hatte schon bei Neandertalern eine rituelle Bedeutung.
Für Jane und Maure sind die Mitglieder der Gesellschaft rund um den ehemaligen Geschichtsprofessor zunächst etwas durch geknallte und über geldmittel verfügende Möchtegernverbrecherjäger mit noch durch gedrehteren Theorien über mystische Mörderwesen.
Der Mord an der Psychiaterin freilich spitzt die Ermittlungsarbeit zu: Die Zahl der Morde steigt, aber noch immer wissen die Ermittler nicht wirklich, welche zusammenhänge bestehen.
Erst der weitere Mord weit entfernt von den bisherigen Tatorten in einem abgelegenen Kaff in einem einsam gelegenen haus bringt sie auf die richtige Fährte, denn in diesem Haus sind schon mehrere Menschen auf seltsame Art und Weise aus dem leben geschieden. Das Haus hat eine Geschichte und mit dem neuen Tatort fügen sich verschiedene Mosaiksteine zusammen denn endlich kann auch ein Zusammenhang zwischen zwei der Mordopfer hergestellt werden.
Die Ermittlungen scheinen vor einem Durchbruch zu stehen??????
_________ Meinung
Die direkte Beschreibung der Tatporte und der Mordopfer ist nicht jedermanns Sache, wirkt auf viele sicherlich abschreckend und abstoßend. Während Kathy Reichs vor allem die gerichtsmedizinische Prozedur des Ermittelns der Tatabläufe genauestes in den Blickpunkt nimmt, was schon erschreckend genug sein kann, sollte der Leser von Tess Gerritsen noch abgebrühter sein, den die Beschreibungen gehen ins Detail, die entstehenden Vorstellungen sind durchaus verstörend. Sie machen einerseits den "Reiz" des Lesens aus, ohne voyeuristische Tendenzen unterstützen zu wollen, verlangen vom Leser aber sehr gute nerven. Wer sie nicht hat oder meint sie nicht zu haben, sollte die Finger von der Lektüre lassen.
Wer sich aber damit arrangieren kann, der wird in dem Thriller Blutmale meisterhaft inszenierte und spannungsgeladene Lektüre finden, die von der erste bis zur letzten Seite fesseln kann. Natürlich bilden Maura und Jane, in diesem Band nun endlich richtige Freundinnen, die Sympathieträger, die auch eine "private" Geschichte haben, die natürlich auch weitererzählt wird. Vor allem aber die Kurven und Wendungen der Spannungsstraße, auf die Tess Gerritsen den Leser schickt, bieten so viel Handlungsspeed, dass das Buch gar nicht mehr aus der hand gelegt werden kann. Natürlich hat der Leser einen scheinbaren Vorteil dadurch, dass durch Zwischeneinwürfe ein Mehr an Informationen zur Verfügung zu stehen scheint, der Leser den Ermittlern also einen Informationsvorteil gegenüber zu haben scheint. Zwar handelt es sich hier nicht wirklich um eine Finte, der Show - Down des Buches aber ist so erstaunlich überraschend, dass man als Leser die Spannung aus den letzten Seiten zu tropfen zu sehen scheint. Nicht nur also die "Weiterentwicklung" der tragenden Handlungspersonen - an sich schon interessant, bringen das Buch voran, sondern die wie gehabt meisterhafte Verschachtelung von Hauptstrassen, Sackgassen, Umwegen und scheinbaren Abkürzungen der Ermittlungsarbeit, dass Einbauen von großen Fragezeichen und das setzen von treffenden und schockierenden Ausrufezeichen machen das lesen dieses Buches aus.
__ Fazit Du kannst beim lesen viel Spannung und auch schockierende Details ertragen? Dann ist Tess Gerritsen sicherlich einer der ernstzunehmenden Spitzenanwärtern für den Ehrenplatz in deinem Thriller- / Krimi -Buchregal. Meisterhaft gestrickte Spannungsfäden kitzeln den Leser auf jeder Seite und machen das lesen der Bücher fast schon suchtverdächtig. Deshalb für die oben genannte Lesergruppe: Der Lesetipp schlechthin!!!
e Leiche wurde offensichtlich für ein satanisches Ritual missbraucht. Die weihnachtliche Stimmung endet jäh, als Detective Jane Rizzoli zum Fundort einer weiblichen Leiche...
e Leiche wurde offensichtlich für ein satanisches Ritual missbraucht. Die weihnachtliche Stimmung endet jäh, als Detective Jane Rizzoli zum Fundort einer weiblichen Leiche...
nung aufgefunden. Die Spuren am Tatort deuten auf einen Ritualmord hin. Pathologin Maura Isles und Detective Jane Rizzoli müssen in Tess Gerritsens nervenaufreibendem Thriller...
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31.10.2011 16:51
Ich liebe diese Reihe
28.09.2011 18:41
Nix für mich...
01.01.2011 11:32
Nix für mich...