Boa vs Python - Duell der Killerschlangen

Boa vs Python - Duell der Killerschlangen

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... Der heute besprochene Streifen „Boa vs Python – Duell der Killerschlangen“ allerdings weniger…im Ernst habe ich bisher nur wenig üblere Filme gesehen und ging eigentlich davon aus, dass so ein Schrott im Jahre 2004 nicht mehr gedreht werden würde. Warum ich diesen Film so daneben finde, ... Bericht lesen





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HORRORFILM OHNE HORROR!
Erfahrungsbericht von Darkhound über Boa vs Python - Duell der Killerschlangen
11.04.2005


Produktbewertung des Autors:   

Humor wenig humorvoll 
Spannung wenig spannend 
Action: geht so 
Romantik: null 

Pro: Nettes Genre vielleicht? ! ?
Kontra: Flache Story, schlechte Spezialeffekte, mitunter etwas langatmig

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo Leute,
nach längerer Zeit gibt’s heute mal wieder eine Filmbesprechung von mir. Diejenigen, die mich hier schon kennen, wissen, dass ich größtenteils auf Horrorfilme und Science Fiction stehe, doch auch einen gut gemachten Actionfilm lasse ich mir nicht entgehen. Wenn von all diesen Genres ein wenig vertreten ist, so klingt es für mich beinahe nach einem „Must-look“-Film.

Der heute besprochene Streifen „Boa vs Python – Duell der Killerschlangen“ allerdings weniger…im Ernst habe ich bisher nur wenig üblere Filme gesehen und ging eigentlich davon aus, dass so ein Schrott im Jahre 2004 nicht mehr gedreht werden würde. Warum ich diesen Film so daneben finde, soll der folgende Text klären. Viel Spaß beim Lesen!

P.S.: Ich lege den Bericht in der Filmdatenbank ab, weil ich größtenteils nur die Handlung beschreiben werde. Zwar habe ich ihn als Leihfilm aus der Videothek auf DVD gesehen, doch nach knapp 87 Minuten Nonsense habe ich keine großartige Lust, mir noch das Bonusmaterial dazu anzusehen. Es sei dazu gesagt, dass es sich eh nur um einen einzigen Trailer zu diesem Film handelt, also eigentlich kaum der Rede wert.

Die Story:
---------------
Plump und auf einen Satz gebracht: Gute Killerschlange (Boa) soll böse Killerschlange (Python) umbringen. Doch der Reihe nach…

In Philadelphia treibt sich eine zu Jagdzwecken von korrupten „Jägern“ eingeschleuste gigantische Riesenschlange herum, die durch Zufall gar noch einige Meter länger als normal wurde. Wir sprechen hier von einer Länge von etwa 20-25m, also schon beachtlich. Der Riesenpython ist zudem sehr gefräßig und macht auch vor Menschen nicht halt, daher sind die Bewohner in Panik. Nur FBI-Agent Sharpe und seine aus Miami stammende Biologin (und Freundin?) Monica kommen auf die Idee, eine Schlange könne man am besten mit einer anderen Schlange bekämpfen, daher suchen sie Hilfe beim Schlangenexperten Emmet.
Dieser hat sich seit Jahren auf die Zucht von Riesenschlangen spezialisiert und lebt fast isoliert den ganzen Tag in seinem Hochsicherheitslabor, wo er die größte Schlange der Welt mit 25m Länge züchten konnte. Die perfekte Abwehrwaffe gegen den Riesenpython, wie die Hauptdarsteller denken.
Da sich Schlangen niemals lange nur in einem Gebiet aufhalten, wird der Riesenboa zwecks Verfolgung ein Peilsender mit Kameras direkt ins Gehirn gepflanzt und kurze Zeit später unter militärischer Aufsicht in die Wasserversorgungsanlage gesetzt. Als Schutzmaßnahme dient ein 80.000 Volt Elektroschocker, der, falls es zu feindlich gesonnenen Angriffen auf das Forscherteam kommen sollte, die Boa sofort kampfunfähig machen soll.

So begibt sich die Truppe wagemutig in die Kanalisation und folgt dem Radarbild der Boa, die dank ihres feinen Geruchssinns auch sofort die Fährte der Pythonschlange aufnimmt und sie ausfindig macht.
Doch entgegen allen Hoffnungen scheinen die Schlangen sich halbwegs zu verstehen und produzieren Nachwuchs – zumindest legt der Python Eier, was normalerweise gar nicht möglich wäre. Danach trennen sich die Wege der beiden Schlangen, allerdings nur für kurze Zeit, schon sind sie (wie eigentlich ja auch vorgesehen) absolute Todfeinde und jagen einander quer durch den kanalisierten Untergrund.
Währenddessen hat sich eine Art Bürgerwehr (man könnte sie auch ruhmesgeile Jäger nennen) aus ein paar mutigen Männern gebildet, welche nun auf eigene Faust auf die große Schlangenjagd geht und dabei drastisch reduziert wird…

Dann findet Monica eines der Schlangeneier und ungeschickt, wie sie manchmal zu sein scheint, lässt sie es direkt vor den Augen der Riesenschlange fallen, so dass es zerbricht. Nun ist Schlange Nummer Eins natürlich richtig böse und bettelt förmlich um Rache. Einer nach dem anderen wird aus dem Forscher/Militärteam von der Schlange gefressen.
Wird es gelingen, die teuflische Pythonschlange zu töten? Wer möchte, sollte sich das (unspektakuläre) Ende selber ansehen, alles verraten möchte ich an dieser Stelle auch nicht.

Die Schauspieler:
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Zuerst muss ich anmerken, dass mir sämtliche Schauspieler bisher überhaupt nichts sagen und ich sie daher nur auflisten werde, ohne eine Wertung zu vergeben. Die Liste habe ich einer DVD-Filmdatenbank übernommen, da sich niemand unbekannte Schauspieler incl. Ihrer Namen merken kann. Ich hoffe, das geht in Ordnung. Ach so, ich habe hierbei nur die drei Hauptcharaktere aufgelistet, denn die zahlreichen Gastrollen der Army-Darsteller sind echt kaum der Rede wert.

-David Hewlett als Forscher Emmett,
-Jamie Bergman als Biologin Monica,
-Kirk B.R. Woller als Agent Sharpe.

Emmet ist ein recht eigensinniger Kauz, der viel mehr Zeit mit seinen Labortieren, als mit den Mitmenschen verbringt. Er lebt zurückgezogen in einem Hightech-Labor, welches dank der Sicherheitsmaßnahmen gut und gerne an die Area51 erinnern könnte. Monica und Sharpe gegenüber versucht er sich cool und gelassen zu geben, doch nach einigen Nachfragen von Seiten der „Agenten“ merkt man schnell, dass er eindeutig zu viel Laborluft geschnuppert hat.
(Monica: „Und wo ist nun Ihre Riesenboa?“ – „Sie stehen drauf“ *lol*)
Im Film spielt er meiner Meinung nach die drittgrößte Rolle, auch wenn diese ziemlich mager ausgefallen ist. Er übernimmt für das erste Drittel die Rolle des Schlangenexperten und ist ein paar Minuten im Bild zu sehen, schon durfte der Schauspieler David Hewlett sicher das Set verlassen. Immerhin ist sein einziger Auftritt nur der, dass er Sharpe und Monica in das Geheimnis seiner Riesenboa einweiht.

Monica ist Biologin und trainiert eigentlich mit Delphinen in Miami/Florida. Sie bildet diese Tiere für militärische Kampfeinsätze (z.B. Minentauchen) aus und soll Agent Sharpe eigentlich eine große Hilfe sein, wenngleich sie sich auch mitunter einfach nur peinlich benimmt und ins Fettnäpfchen tritt. Wenigstens kennt sie sich etwas mit Technik aus und pflanzt der Riesenschlange den Peilsender ein, um den Weg des Tieres zurückverfolgen zu können. Ansonsten fällt sie eigentlich nur dadurch auf, dass sie recht hübsch anzusehen ist und eine…erm…große Oberweite besitzt, mit der sie zu punkten weiß.
Im Netz habe ich irgendwo gelesen, dass sie in Wirklichkeit auch schon alle Hüllen für den Playboy fallen ließ…

FBI Agent Sharpe ist der Möchtegern-Indiana Jones in diesem Film. Er ist eigentlich derjenige, der sich überhaupt um die Menschen in Philadelphia sorgt und das Unternehmen ins Rollen bringt, da er vor Urzeiten schon seinen Bruder (?) durch eine Schlangenattacke verlor und nun auf Gerechtigkeit hofft.
Er macht zuerst den Anschein eines Stubenhockers oder Bürohengsts, aber kommt ziemlich schnell aus sich heraus und wird zum vermeintlichen Rambo. Er hat neben Monica die Hauptrolle im Film und ist der erste, der vorangeht, als das Abwassersystem erkundet werden soll.

Die Effekte:
-------------------
Zuerst sei erwähnt, dass dieser Film zum Großteil in dem Abflusssystem der Stadt spielt und viele vermeintlich gruselige Momente eigentlich nur durch die Dunkelheit erzeugt werden.
Dazu gibt es eine etwas nervige Thrillermusik als Untermalung, voilà, fertig ist euer Horrorthriller. So zumindest wurde der Film in der Videothek angesehen. Ich weiß zwar nicht, wo im gesamten Film die Thriller- und wo die Horrorelemente anzutreffen sind, aber wir lassen die Leute dort mal in dem Glauben. Eigentlich ist der Streifen nämlich nicht mehr als ein Actionfilm.

Die Schlangenmodelle sehen gelinde gesagt lächerlich aus. Es bedarf sicher auch nicht immens viel Aufwand, ein Eidechsenmodell (einmal in grün, einmal in rot-schwarz) zu bauen und diese per Tricktechnik am Computer in monströse Gestalten zu verwandeln. Die Köpfe der Schlangen sind der Härtefall, denn sie sind (bis auf die Schuppen vielleicht) überdimensioniert dick und zu kurz geraten, wirken somit plump.
Was darf in einem *guten* (Ironie!) Film Marke Hollywood an Effekten in keinem Actionstreifen fehlen? Richtig… brennende Menschen, die wirr durch die Gegend hüpfen und jede Menge Waffen, mit denen geballert wird. Das Militär wird eh wieder mal eingeschaltet bzw. zur Unterstützung gerufen, also wirklich nichts Neues. Alles schon tausendmal gesehen und mittlerweile auch überholt. Das ist leider auch schon alles, was den Film an Effekten kennzeichnet…ziemlich mager, wie ich finde.

Meine Meinung:
-----------------------
Ich weiß gar nicht genau wieso, aber irgendwie erinnert mich der Film an einen schlecht gemachten Film irgendwann aus den 70’er bzw. 80’er Jahren – Kategorie B-Movie. Zu dieser Zeit konnte man, sofern man eine halb fertige Story hatte, eigentlich jeden erdenklichen Action- oder Horrorfilm auf den Markt bringen. Mal waren es eben Megamonster wie Godzilla, dann wiederum Killerkrokodile, Riesenspinnen oder wie auch immer. An Filme dieser „Güte“ erinnert mich auch „Boa vs Python“ – es schaut aus wie ein Film, den man nebenbei über sich ergehen lässt und Chips futtert, ohne wirklich kaum auf die Handlung, Darsteller oder Effekte achten zu müssen.
Dafür passiert in dem ganzen Film ganz einfach viel zu wenig. Boa jagt Python, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Forscherteam rennt hinterher, Militär mischt sich ein, Bürgerwehr wird praktisch zerschlagen – that’s all.

Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass ich den Film keine Minute länger mehr ertragen könnte… 87 Minuten können eine verdammt lange Zeit sein! Ich wartete eigentlich von Minute zu Minute auf einen gewaltigen Showdown, doch irgendwie blieb dieser aus.

Die Schauspieler waren so ziemlicher Durchschnitt, eine besondere Leistung kann ich nicht ausmachen. Sie hätten bestimmt durch jeden x-beliebigen Laiendarsteller ersetzt werden können, denn die Dialoge sind erstens eh nicht so besonders zahlreich und zweitens des Öfteren ziemlich unpassend und plump.
Genauso plump wie die Schlangenmodelle, die kitschig aussehen und mit Schlangen m.E. nach nicht viel zu tun haben. Sie sehen eher aus wie Rieseneidechsen, die zu oft gegen die nächste Mauer gekrochen sind. Darüber hinaus fauchen sie oder brüllen wie ein Löwe.
Kleine bis mittelschwere Ungereimtheiten wirken störend auf die „Glaubwürdigkeit“ des Films:
Seit wann haben Schlangen außer ihren Fangzähnen richtig nadelscharfe Zähne? War eine Python nicht eine Würgeschlange? Warum frisst sie ihre Opfer denn gleich so? Einmal wurden die Schlangennamen vertauscht, denn das Forscher- bzw. Agententeam verfolgt schließlich die Boa, nicht die Python (die wollen sie ja erst finden!).

Zusammenfassend:
Wenn es später am Abend gewesen wäre, so wäre ich bestimmt vor der Flimmerkiste eingeschlafen. Hier stimmt einfach überhaupt nichts! Die Story ist so alt wie der ewige Krieg zwischen Gut und Böse, für die Effekte braucht man nicht einmal eine Hand, um sie nachzählen zu können.
Ich finde es lieb von meinem Schatz, dass er mir den Film ausgeliehen hat (ich selber war diesmal nicht mit in der Videothek), aber diesen Film noch mit 0,50€ Aufschlag als Neuerscheinung zu verleihen, grenzt schon an Dreistigkeit. Selten habe ich einen schlechteren Film gesehen und nicht mal als Kind hätte ich mich davor gegruselt. Ganz ehrlich reicht es nicht mal für zwei Sterne, das ist schon ziemlich traurig. Somit bleibt mir jedoch nur noch zu sagen: Finger weg!

Schlängelnde Grüße, euer Darky


   

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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

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01.01.1970

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