Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
ruhige, zentrale Lage; sehr komortabel; nette Atmosphäre |
| Kontra: |
keine Spülmaschine ; - ) |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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***Allgemeines***
Früher oder später stellt sich jeder Student die Frage, ob er das Hotel Mama nicht endlich verlassen sollte. Nach 3 Semestern Studium in Bochum beschloss ich das heimische Nest endlich zu verlassen, da das Pendeln zwischen Heimatort und Uni einfach zu zeitaufwendig war (entgegen vieler Vorurteile ist mein Studium ein Full-Time-Job, der mir zugegebenermaßen sehr viel Spaß macht). Zuerst erkundigte ich mich beim Akafö an der Uni Bochum. Dabei handelt es sich um das Akademische Förderungswerk, das unter anderem erschwinglichen Wohnraum für Studenten zu Verfügung stellt. In Bochum hat man eine große Auswahl an Wohnheimplätzen: WG-Zimmer, Einzelappartements oder Wohnungen für Familien. Ich war auf der Suche nach einem Einzelappartement mit eigener Küche und eigenem Badezimmer in einem Wohnheim, von dem man bequem zu Fuß die Uni erreichen kann. Schließlich landete ich im Wohnheim Eulenbaumstraße.
***Fakten***
Bis Anfang des Jahres 2004 wurde das Wohnheim Eulenbaumstraße komplett saniert (und glaubt mir, das war nötig). Aus dem hässlichen Entlein wurde ein schöner Schwan. Die Anlage besteht aus 6 zusammenhängenden Häusern mit 2 bis 4 Etagen, die sehr modern in hellen Farben gestaltet wurden. Zur Anlage gehören außerdem eine Gartenanlage, die mit zahlreichen Rosen bepflanzt wurde und ein Grillplatz, der zum Verweilen an lauen Sommerabenden einlädt. Das Gelände ist insgesamt sehr liebevoll gestaltet und hebt sich von so manchem Betonklotzwohnheim in Bochum stark ab.
Im Wohnheim befinden sich 108 Einzelappartements, d.h. kleine Wohneinheiten (ab 19 qm) für eine Person, die mit einer Küchenzeile, einem separaten Bad und teilweise einem Balkon ausgestattet sind und 6 Wohneinheiten für zwei Personen. Die Monatsmiete für ein Einzelappartement liegen bei 235 bis 275 Euro, das Zweiraumappartement kann man ab 420 Euro monatlich mieten. Die Miete beinhaltet sämtliche Nebenkosten, aber auch Sat-TV, Interzugang per Unistandleitung. Es fallen also lediglich Zusatzkosten für Telefonanschluss oder ggf. GEZ an. Auf dem freiem Wohnungsmarkt kann man für den Preis in Bochum definitiv nicht unterkommen, auch wenn das Wohnheim sicherlich eines der teuersten in Bochum ist.
Außerdem wird die Anlage werktags von einem Hausmeister betreut, so dass man bei tropfendem Wasserhahn oder ähnlichen Problemchen immer einen Ansprechpartner hat, der sehr engagiert weiterhilft. Einmal wöchentlich werden außerdem die Treppenhäuser und Flure im Wohnheim von Reinigungskräften gründlich sauber gemacht. Die Anlage ist generell sehr gepflegt und sauber.
Vor dem Wohnheim stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Neben den Wohneinheiten gibt es außerdem einige Gemeinschaftsräume, so dass man in diesem Wohnheim nicht lange anonym bleibt und eine Waschküche.
***Lage***
Das Wohnheim liegt in einem sehr ruhigen Wohngebiet in Bochum an einer wenig befahrenen Straße. Die Uni selbst erreicht man nach 15 Minuten Fußweg. Nach 8 Minuten ist man im Uni-Center, wo man zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten vorfindet und in dessen unmittelbarer Nähe die zahlreichen Studentenkneipen liegen. Hier befindet sich einfach alles was man als Student braucht: Plus, Globus, Friseure, Schreibwarenladen, Sparkasse und Banken, Drogerien, Schwimmbad, Muckibude, Klamottenläden, Buchläden, Copy-Shops etc..
Bus- und U-Bahnhaltestelle sind etwa 5 Minuten vom Wohnheim entfernt, so dass man rasch z.B. in die Innenstadt von Bochum oder in der Vergnügungsmeile „Bermudadreieck“ ist.
Zusammenfassend lässt sich die Lage also als ruhig aber zentral beschreiben. Man ist auch ohne eigenes Auto sehr mobil, befindet sich aber dennoch etwas abseits vom Trubel.
***My home is my castle***
Ich bewohne ein 20 qm Appartement in der zweiten Etage, wobei sich auf der Etage noch 4 weitere Appartements befinden.
Mein Appartement besteht aus einem kombinierten Wohn-, Küchen-, Esszimmer und einem Badezimmer. Alle Appartements sind komplett möbliert. Zur Ausstattung gehört folgendes: sehr großer Einbauschrank, Bett, einklappbarer Esstisch, Schreibtisch, Schreibtischstuhl, Holzstuhl, Regalwand. Bei den Möbeln handelt es sich im Holzmöbel mit Birkefurnier, die sehr modern und robust sind. Im Appartement ist also eigentlich schon alles vorhanden, was man zum Wohnen braucht. Ich habe das Ganze noch mit einem kleinen Schränkchen, einer Couch, diversen Lampen und einem Couchtisch erweitert. Die Wände sind weiß gestrichen und alles wirkt insgesamt sehr hell und freundlich. In jedem Appartement befindet sich eine kleine Kochnische, die sehr großzügig ausgestattet wurde: Spüle, extra leiser Kühlschrank, Herd mit vier Herdplatten, Backofen, Mikrowelle mit Grillfunktion, Dunstabzugshaube und natürlich ein Küchenschrank. Diese Stundentenküche kann sich wirklich sehen lassen…fehlt nur noch die Spülmaschine ;-).
Die Arbeitsecke ist vom Wohn-, Küchenbereich etwas abgetrennt. Der Schreibtisch steht direkt am Fenster, das bis zum Boden reicht. Unter dem Schreibtisch befindet sich noch ein Schubladenelement mit zusätzlichem Stauraum. Seitlich des Schreibtischs ist die Regalwand angebracht, die sehr viel Platz für Bücher u.s.w. bietet.
Im hell gefliesten Badezimmer befinden sich Waschbecken mit Spiegel, Dusche und Toilette (wer hätte das gedacht??? ;-)). Schön ist die Heizung mit Balken, wo man die Handtücher zum Trocknen aufhängen kann. Ein kleines Fenster im Bad sorgt für frische Luft und Helligkeit.
Insgesamt ist das Appartement wirklich sehr komfortabel ausgestattet, da es alles beherbergt, was das Stundentenherz begehrt. Durch die großen Fenster, die hellen Wände und Möbel ist alles sehr hell und modern.
***Atmosphäre***
In Wohnheimen mit Einzelappartements besteht häufig die Gefahr, dass man sehr anonym bleibt und kaum Kontakte knüpft. Wer sich in seinem Zimmer verkriecht und den Kontakt zu seinen Nachbarn meidet, bleibt natürlich für sich. Wer auf andere Menschen zugeht, kann leicht neue Freundschaften schließen, denn ich habe die Bewohner als sehr offen kennen gelernt. In meinem vorherigen Wohnheim war es deutlich schwieriger die Leute kennen zu lernen, irgendwie war man dort weniger zugänglich, was aber vielleicht einfach Zufall war. In der Eulenbaumstraße führt zwar jeder sein Leben, die meisten Bewohner haben aber durchaus Interesse daran, was drum herum so passiert. Es liegt demnach also an Einem selbst, ob man anonym bleibt oder neue Bekanntschaften macht.
Ein wenig Toleranz und Rücksicht erfordert das Wohnheimleben natürlich auch. Wer die Musik auf volle Lautstärke dreht und täglich 20 Leute in sein Appartement einlädt, wird sich keine Freunde unter den Nachbarn machen, die vielleicht bis spät in die Nacht lernen müssen. Andererseits sollte man auch nicht zu empfindlich sein, was gelegentliche Party betrifft, schließlich ist ein Stundentenwohnheim kein Sanatorium.
***Fazit***
Ich hab den Schritt, in dieses Wohnheim zu ziehen, nie bereut, da ich mich sehr schnell zu Hause gefühlt habe. Alles was man braucht ist in der direkten Umgebung und man kann viel besser am studentischen Leben teilnehmen. Für weitere Infos einfach Kommentar ins Gästebuch!