Bodysnatchers

Mehr Bilder

Bodysnatchers

Gesamtbewertung Bodysnatchers 3 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Jack Finneys Roman über eine fremde Spezies, die sich menschlicher Körper bedient, um in Menschengestalt auf der Erde zu existieren, wobei die Erdbewohner dabei das Zeitliche segnen, wurde bislang dreimal für das Kino visualisiert. 1956 war es Don Siegel, 1978 Philip Kaufman (1) und 1993 ... Bericht lesen





Bitte warten ....
Dieses Produkt bewerten:  
 
 


   
Schleichender Tod
Erfahrungsbericht von Posdole über Bodysnatchers
15.08.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Minimalismus der Inszenierung ergibt Spannung und Gruseln
Kontra: Eigentlich nichts

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht


Jack Finneys Roman über eine fremde Spezies, die sich menschlicher Körper bedient, um in Menschengestalt auf der Erde zu existieren, wobei die Erdbewohner dabei das Zeitliche segnen, wurde bislang dreimal für das Kino visualisiert. 1956 war es Don Siegel, 1978 Philip Kaufman (1) und 1993 Abel Ferrara („Das Begräbnis”, 1996), die sich des Stoffs annahmen. Siegel drehte seinen Film vor dem Hintergrund der Verfolgungen der McCarthy-Ära. Kaufman inszenierte den Stoff sozusagen als Abgesang auf den Fortschrittsoptimismus der 68er-Generation.

Der deutsche Filmtitel ist übrigens dämlich, denn die Außerirdischen fressen die Menschen nicht. To snatch bedeutet schnappen, zugreifen, kidnappen, klauen, jemandem etwas wegreißen. Und all diese Begriffe treffen eher zu als fressen.


• I N H A L T •

Steve Malone (Terry Kinney) arbeitet bei der Umweltschutzbehörde und hat den Auftrag, auf einem militärischen Stützpunkt die Gefährlichkeit der dort lagernden chemischen Kampfstoffe zu überprüfen. Malone hat seine Familie mitgenommen: seine zweite Frau Carol (Meg Tilly), seine Tochter aus erster Ehe Marti (Gabrielle Anwar), einen Teenager, und den kleinen Andy (Reilly Murphy). Der Kommandant des Stützpunkts, General Platt ®. Lee Ermey), ist nicht gerade begeistert von Malones Anwesenheit und möchte ihn schnell wieder los werden.

Inzwischen freundet sich Marti mit der Tochter des Generals Jenn (Christine Elise) an, während Andy in den Kindergarten geht. Dort hat der Junge ein schreckliches Erlebnis: Als die Lehrerin die Kinder auffordert, ein Bild zu malen, malen alle außer Andy das gleiche, blutrote Bild. Andy will nicht mehr in den Kindergarten. Der Soldat Tim (Billy Wirth) bringt den verstörten Jungen nach Hause – und verguckt sich in Marti. Zusammen mit Jenn und dem Soldaten Pete (G. Elvis Phillips) verbringt Marti einen fröhlichen Abend in einer Bar außerhalb des Stützpunkts.

Doch die Freude währt nicht lange. Andy findet seine Mutter tot im Bett. Kurz darauf ist sie verschwunden und eine Frau, die aussieht wie seine Mutter, geht durch das Haus. Keiner glaubt ihm, dass Carol tot ist. Als dann Marti in der Badewanne einschläft, wird offenbar, was auf dem Stützpunkt fast unmerklich passiert. Während Menschen schlaffen, dringen fremde Wesen in ihre Körper ein, saugen ihnen die Lebenskraft aus, um in den Menschen gleichenden Replikaten weiter zu existieren. Auch Steve schläft, nachdem ihn seine vermeintliche Frau massiert hat, ein ...


• I N S Z E N I E R U N G •

Ferrara drehte „Body Snatchers” auf einer erstaunlich minimalistischen Basis: keine Schnörkel, keine Überspitzungen, keine theatralisierten Szenen, keine Übertreibungen. Man könnte den Film sogar als äußerst sachlich inszeniert bezeichnen. Der Raum ist klar definiert, ein militärischer Stützpunkt, die Zahl der wichtigen Personen ist überschaubar, eine Familie plus drei, vier Militärs, das Thema ist eindeutig: Wie kann man diese Situation überleben?

Ein Familienkonflikt – Marti mag ihre Stiefmutter nicht und ist ihrem Vater böse, weil der ihre Mutter hat gehen lassen – wird durch die Ereignisse im wahrsten Sinn des Wortes überrollt. Denn die „böse Stiefmutter” ist die erste, die das Zeitliche segnet und in Gestalt einer Außerirdischen wieder geboren wird. Auch die Verankerung der Geschichte in einem Militärstützpunkt gibt der Handlung eine interessante Richtung. Denn das Verhalten von Militärs und der Charakter der Außerirdischen ähneln sich in vielem. Die fremde Rasse ist gefühllos und kennt keinen Individualismus; die Rasse ist das Wichtige, das Individuum zählt nichts. Durch diese Ähnlichkeit zur militärischen Logik sind die fremden Wesen unter den Angehörigen des Stützpunkts schwerer zu erkennen, als wenn die Handlung in irgendeinem Ort Amerikas spielen würde.

Dass die Geschichte innerhalb eines Militärstützpunktes spielt, hat aber noch einen anderen Vorteil. Dieser Umstand schafft eine klaustrophobische Atmosphäre, weil durch die Vermehrung der Außerirdischen die Fluchtmöglichkeiten immer geringer werden.

Ferrara platzierte zudem etliche spannende und adrenalintreibende Szenen in den zumeist in der Dunkelheit spielenden Film. Zum Beispiel eine Szene, in der der Militärarzt Major Collins (Forest Whitaker) von General Platt und anderen Soldaten, in denen inzwischen die Außerirdischen Gestalt angenommen haben, in die Enge getrieben wird. Oder die Badewannenszene, in der Marti einschläft und von oben die Tentakeln der Außerirdischen langsam in Ohren, Nase und Mund der Schlafenden eindringen, während ihrem Vater im Bett das gleiche passiert.

Ferrara zeigt zwar in einigen wenigen Szenen die Gestalt der ovalen, kürbisähnlichen Hülsen und ihren Inhalt. Aber insgesamt bleiben die Aliens eher unsichtbar, bis sie in Menschengestalt nach dem Aussaugen der Lebenskraft der menschlichen Körper wieder erscheinen. Die Situation spitzt sich zu, als nur noch äußerst wenige Menschen existieren, die darauf angewiesen sind, sich so zu verhalten wie die Aliens, gefühllos und kalt, um nicht aufzufallen und um eine Chance zu suchen, diesen Ort des Grauens verlassen zu können.

Dass der zum Alien mutierte General Platt Armeefahrzeuge los schickt, die in anderen Stützpunkten für die Vermehrung der Außerirdischen sorgen sollen, gibt der Handlung einen zusätzlichen Kick. Denn die Einvernahme des Militärs ist für die Aliens natürlich die beste Möglichkeit, sich auch des Rests der Bevölkerung zu bemächtigen.


• F A Z I T •

„Body Snatchers” macht horrormäßigen Spaß, und auch die Schlussszene, die nun wahrlich nicht von Optimismus für die Menschheit gekennzeichnet ist, verschafft – wie der Film insgesamt – ein unbehagliches Gefühl. So sollte es auch sein in diesem Genre. Oder? Und auch wenn mir die beiden ersten Versionen der Geschichte ein bisschen besser gefallen haben, ist es gerade der Minimalismus dieser Interpretation, die mich jedenfalls durchaus begeistern konnte.

Wertung: 8 von 10 Punkten.

(1) „Die Körperfresser kommen” (USA, 1978, 115 Minuten), Regie: Philip Kaufman, Darsteller: Donald Sutherland, Brooke Adams, Jeff Goldblum, Veronica Cartwright, Leonard Nimoy)
„Die Invasion der Körperfresser” (USA 1956, 80 Minuten), Regie: Don Siegel, Darsteller: Kevin McCarthy, Dana Wynter, Larry Gates, King Donovan

Body Snatchers – Angriff der Körperfresser
(Body Snatchers)
USA 1993, 87 Minuten
Regie: Abel Ferrara

Drehbuch: Stuart Gordon, Dennis Paoli, Nicholas St. John, nach dem Roman von Jack Finney
Musik: Joe Delia
Director of Photography: Bojan Bazelli
Schnitt: Anthony Redman
Produktionsdesign: Peter Jamison
Darsteller: Terry Kinney (Steve Malone), Meg Tilly (Carol Malone), Gabrielle Anwar (Marti Malone), Reilly Murphy (Andy Malone), Billy Wirth (Tim Young), Christine Elise (Jenn Platt),
R. Lee Ermey (General Platt), Kathleen Doyle (Mrs. Platt), Forest Whitaker (Major Collins), G. Elvis Phillips (Pete)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0106452

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) ( von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/1994/02/906614.html

© Ulrich Behrens 2004

   

weitere Erfahrungsberichte
*gäääääähn*
Bewertung für Bodysnatchers von XNick16

Pro: special effects so lala, story
Kontra: langweilig

Horror auf der Millitärbasis: Schon bei Ihrer Ankunft passieren Teenie - Girl Marti unheimliche Dinge. Eiseskälte, Gewalt; Bedrohung schlagen ihr entgegen. Eines Nachts blickt Marti der grausamen Wahrheit ins Auge: Wüste Mutanten fahren ihre Tentakeln aus ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

19.03.2000
relativ dünner Aufguss
Bewertung für Bodysnatchers von haiko

Pro:
Kontra:

Der Mann von den Umweltbehörden Dr. Malone soll auf einer Militärbasis einen giftigen Stoff finden. Es passieren komische Dinge, die Menschen wirken kalt, brutal, aggressiv und apathisch. Diese seltsame Krankheit macht auch vor der Familie Malone nicht ha ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
hilfreich

11.12.1999

Berichte die interessant sein könnten für Bodysnatchers    
Re-Animator meets Jerry Lewis?
Bewertung für Beverly Hills Bodysnatchers (DVD) von  Wuschel_F

Pro: vielleicht findet es ja der ein oder andere witzig?
Kontra: ich fands nicht sonderlich witzig, kein Horror außer man sieht die platten Witze als Horror, kein Blut, billiger Anklatsch vom Re-Animator

...Ebenfalls eine DVD die ich mal auf einer Tauschseite ertauscht habe ist "Beverly Hills Bodysnatchers". Hätte ich vorher gewusst, dass dieser Film auch den deutschen Titel "Flotte Jungs auf Zombiejagd" trägt hätte ich vielleicht die Finger davon gelassen *lach* Nun ja, jetzt ist es zu spät, dafür will ich euch über meine Erlebnisse mit den flotten Jungs berichten ;-) ₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪₪ ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970
Sehr gute Stimmung
Bewertung für Körperfresser kommen, Die (1978) von  haiko

Pro:
Kontra:

...die Eingangsszene ist gut gemacht, in der die Sporen von ihrem sterbenden Planeten auf die Erde getragen werden. Sehr schön gelungen. Die große Spannung des Filmes stammt aus der scheinheiligen heilen Welt der Großstadt, die unterschwellig schon völlig durchwandert ist. Entladen tut sich das Ganze dann in einem unmenschlichen Schrei am Schluß des Filmes, der einem durch Mark und Bein geht. Da ist die Stille beim Abspann wirklich bedrückend. Die Körperfresser fanden übrigens ein weiteres Remake in "BODYSNATCHERS" von Abel Ferrara.... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970
Sie komm auf unsern Bunker zu
Bewertung für Kampf der Welten von  AlexHentschke

Pro: alles
Kontra: nix

...Hallo !!! KDW ist eindeutig neben Invasion of the Bodysnatchers der beste ältere Scfi-Film der absoluten Kultstatus ereicht hat !!! Die Story war damals in den 50 Jahren sehr gefürchtet und eine Alieninvasionsangst brach bei den Menschen aus !!! Story : Aliens landen überall auf der Erde und beginnen mit der Vernichtung allen Lebens zur schaffung eines neuen des Ihren Lebensraumes!!! Ihre Raumschiffe sind vollständig durch einen Schutzschild gesichert, das noch nicht einmal die gute alte ATOMbombe was hilft !! Schnell müssen neuen Ideen her !! Ein Dr. ist am Forschen und findet letztendlich die Lösung !!! Nie vergessen werden ich den Satz : SIE KOMMEN AUF UNSEREN BUNKER ZU !! den ein Soldat nach der gescheiterten Atombombenexplosion sagt !! Er ratterte diesen satz in ungefähr 2 Sek runtre !!! Der Film ist einfach genial... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970

Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit Bodysnatchers

  • Alien
    (+) Für Freunde des leichten Weltraumhorrors (-) Zum Einschlafen nur für Abgehärtete geeignet (*)
  • Der Herr der Ringe - Die zwei Türme
    (+) spannend, abwechslungsreich, Action, Drama, Romantik, Humor, Gollum, Musik; Sound, Bild, Bonusmaterial (-) Bonusmaterial großteils nicht neu und oft werblich (*)
  • Alien 4 - Die Wiedergeburt (1997)
    (+) Action und die sehr gut gemachten Effekte, Winona Ryder & Ron Perlman (-) Nur mäßig spannend, ein Großteil der Darsteller inklusive Sigourney Weaver (*)
  • Priest (2011)
    (+) Paul Bettany, Maggie Q, Actionszenen (-) zu wenig 3D- Effekte, langweiliger Sound (*)
  • 200-Jahre-Mann, Der - Bicentennial Man (USA 1999)
    (+) Sehr gefühlvoll und trotzdem nicht kitschig. (-) An 1 Stelle ein grausamer Patzer beim Schnitt. (*)
  • Time Machine, The
    (+) Gute Neuverfilmung... (-) Aber die alte Version von 1960 ist doch einen Tick besser! (*)
  • Alien 3
    (+) Die Atmosphäre und die Kulissen, Sigourney Weaver (-) Nicht so spannend wie seine Vorgänger, oberflächliche Charaktere, teilweise schlechte Darstellung des Aliens (*)
  • Ghost in the Shell (Anime)
    (+) Philosophie, Bilder, Charaktere, Story (-) Nichts für Flachdenker (*)
  • Hollow Man - Unsichtbare Gefahr
    (+) ...die Effekte sehen teils verdammt gut aus, die Grundidee an sich ist nicht schlecht... (-) ...die Logik geht spätestens ab der Hälfte total flöten, heftige Lücken in der Story, absolut vorhersehbar, nicht wirklich spannend, mittelmäßige bis (*)
  • Star Trek 6 - Das unentdeckte Land
    (+) Erstklassiges Drehbuch & Darsteller (-) von meiner Seite absolut keines! (*)
  • Akte X - Der Film
    (+) Sehr actionreich und spannend, keine Minute langweilig! (-) Für Nicht-Akte-Xler etwas schwierig zu verstehen! (*)
  • Minority Report
    (+) rasante Story mit nur minimalen Haken, schauspielerische Leistung, hinterlassender Eindruck/Wirkung (-) leider typisches, spielbergsches Ende :/ (*)
  • Demolition Man (Film 1993)
    (+) einfach nur gute Unterhaltung (-) nichts (*)
  • Mumie, Die
    (+) ...füllt Sendezeit (-) ...füllt Sendezeit (*)
  • Lost In Space
    (+) Action, Spannung, Story (-) nix gravierendes (*)
(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


Sind Sie Hersteller/Anbieter von Bodysnatchers ? Klicken Sie hier