Da ich sehr gerne koche, verwende ich auch häufig Gewürze.
Als meine Kinder noch jünger waren, konnte ich sie damit gar nicht begeistern, aber mit zunehmenden Alter sind auch Kräuter bei ihnen immer beliebter geworden. Mir ging es als Kind ebenso.
Heute soll sich alles um das Bohnenkraut drehen, welches ich euch etwas näher vorstellen möchte.
1. Herkunft , Aussehen und Anbau:
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Bohnenkraut auch Pfefferkraut oder Wurstkraut genannt gehört zu der Familie der Lippenblütler .
Es ist eine mehrjährige Pflanze, die 20- 30 cm hoch wird.
Bohnenkraut wird im Garten entweder auf einem Extrabeet( aber nicht in Reih und Glied, sondern verstreut über die ganze Fläche) oder auch zwischen anderen Pflanzen, die später geerntet werden ausgesät.
Manche Leute geben den Samen auch einfach ausgetreut auf den Komposthaufen( dort gedeiht sie besonders gut). Hier bedarf es auch keiner besonderen Pflege, es wächst wie von selbst.
Wer möchte kann aber auch Töpfe auf der Fensterbank ziehen.
Bohnenkraut erntet man nach der Blütezeit, dann hängt man ihn zum Trocknen auf ( dazu später noch mehr).
Bohnenkraut stammt ursprünglich aus dem Gebiet des Mittelmeerraumes.
2. Verwendung:
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Kaum ein frisches Kraut passt so gut zu Bohnengerichten, egal ob man frische, zarte grüne Bohnen nimmt oder auch die getrockneten derben Kerne.
Dies ist nicht nur so, weil Bohnen und das Kraut so gut zueinander passen, sondern auch weil Bohnekraut sehr magen-
freundlich ist.
Diese gute Eigenschaft ist besonders wichtig bei den getrockneten Bohnen.
In seiner ursprünglichen Heimat , dem Mittelmeerraumist es ein Allroundgewürz.Man würzt mit ihm z.B.Salate mit Kartoffeln und
Tomaten. Man gibt ihn an Gemüse wie Schmortomaten oder Auberginen, man würzt damit Kartoffel - oder Gemüsesuppen, oder von Brühen. An Käsegebäck oder Käsesaucen gibt man Bohnenkraut sehr sparsam.
Aber vor allem würzt man damit Lammbraten, geschmorte Hammelgerichte und gibt dazu auch noch Knoblauch und Rosmarin. ( Hammel ist nicht so mein Ding aber viele Leute
mögen ihn sehr).
Wir in unsren Regionen wissen noch nicht so viel von dieser Verwendung. Das liegt sicher daran, dass wir ihn hier meist
nur getrocknet kaufen können, aber dies hat sich in den Som-
mermonaten schon sehr verbessert.
Durch das Trocknen geht viel von der Frische verloren, aber nichts von dem Geschmack. Es ist aber ziemlich derb und deshalb sollte man es nicht an zartes Gemüse machen.
Frisches Kraut entwickelt erst beim Kochen sein volles Aroma, also verwendet es bitte sparsam.
Man verwendet also vom Kraut die Blätter und auch die nichtverholzten Teile des Stängels(neue Rechtschreibung) .
Es hat einen kräftigen, pfefferähnlichen Geschmack und feinen Duft.
Bohnenkraut kann man gut trocknen. dazu bindet man das geerntete Kraut büschelartig zusammen und hängt es kopfüber an einem trocken Platz auf, man bekommt es allerdings auch im Supermarkt. Bei uns hing das früher immer auf dem Boden.
3. Heilwirkung:
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Bei Hülsenfrüchten mindert es die blähende Wirkung auch bei Kohl.
Es fördert die Magensaft - und Bauchspeichelproduktion.
Allerdings hat es auch eine stopfende Wirkung(Durchfall ).
4. Fazit:
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Ich mag Bohnenkraut sehr gern aber lieber frisch als getrocknet, deshalb möchte ich euch auch noch einige Rezepte vorstellen.
5 Rezepte:
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a) Bohnensalat:
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500 g (es können auch mehr sein) frische, zarte,
grüne Bohnen- ich suche sie meist per
Hand aus um holzige auszulesen-
Essig (nach Geschmack)
Salz( nicht zu sparsam sein)
Pfeffer
Öl nicht zu viel
1 Zwiebel in Würfel geschnitten
Bohnenkraut klein geschnitten
Zuerst werden die Bohnen gewaschen, die Enden abgeschnippelt und alles in kleine Stücke geschnitten (bei mir sind das laut Erfahrung jetzt sehr kleine Stückchen schräg geschnitten).
Man gibt die Bohnestückchen mit dem Bohnenkraut in wenig Wasser und lässt alles gar kochen. Seht ab und zu mal nach, damit es nicht zu weich kocht und matschig wird, bissfest schmeckt es mir am besten.
Nun gießt man das Wasser ab, würzt mit Öl, Essig,Pfeffer und Salz ab und gibt die Zwiebeln dazu.
Hier nehme ich immer etwas mehr Essig sonst ist es nach dem Auskühlen zu mild, Nachsalzentue ich meist später auch noch etwas.
Man soll eigentlich warten, bis alles kalt ist aber da kennt man Birgit und ein Söhnchen schlecht, auch warmer Bohnensalat ist lecker.
b)Kartoffel-Tomaten- Salat:
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Zutaten für 4 Personen:
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500g Kartoffeln
4 Eßl. Öl
6 Eßl. Brühe(instant)
4 Eßl. Essig
Salz, Pfeffer
500g Fleischtomaten
1-2 Bund Bohnenkraut
150 g Schafskäse
Zuerst werden die Kartoffeln mit der Schale gekocht, dann verrührt man Öl, Brühe und Essig miteinander.
Alles wird mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Wenn die Kartoffeln etwas abgekühlt sind, werden sie gepellt und in die Soße in dünne Scheiben geschnitten gegeben.
Alles lässt man nun bei Zimmertemperatur 15 min ziehen.
In der Zwischenzeit schneidet man die Tomaten in Scheiben , zupft das Bohnenkraut von den Stielenansätzen und würfelt den Schafskäse fein.
Nun gibt man das Bohnenkraut zu den Kartoffeln und mischt alles vorsichtig.
Die Kartoffeln werden gemeinsam mit den Tomaten auf einer Servierplatte angerichtet und mit Schafskäse bestreut.
Die restliche Salatsauce muss nun noch mit Salz und Pfeffer nachgewürzt werden und über den Tomaten verteilt werden.
Dazu schmecken dünne Schinkenscheiben.
3.Frische Bohnensuppe:
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Zutaten für 4-6 Personen:
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250 g getrocknete weiße Bohnen
1 kg Schinkenknochen
6 Knoblauchzehen
Salz
1 kg Porree
2-3 Bund Bohnenkraut
schwarzer Pfeffer
Die getrockneten Bohnenkerne weicht man über Nacht in 2 1/2l
kaltem Wasser ein.
Dann bringt man die eingeweichten Bohnen mit den zerkleinerten Schinkenknochen zum Kochen und lässt alles im offenem Topf ca. 1 1/2 h bei milder Hitze ziehen, dabei soll man alles ab und zu abschäumen.
Die Bohnen sollen weich sein aber nicht zerfallen.
Jetzt pellt ihr die Knoblauchzehe , schneidet sie in Scheibe und lasst sie die lässten 10 min mit ziehen.
Nun nehmt ihr den Schinkenknochen heraus und würzt die Suppe vorsichtig mit Salz.
Jetzt putzt man den Porree, wäscht ihn gründlich, schneidet ihn in Scheiben, zupft das Bohnenkraut von den Stielen und lasst alles 15 min in der Suppe ziehen schmeckt alles mit Pfeffer ab und lässt es sich schmecken.
Fazit_
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Vielleicht konnte ich euch von diesem Gewürz überzeugen, vielleicht sagt ihr mir eure Meinung.
Tschüss und danke fürs Lesen
Tschau
08.08.2011 05:26
Ein sehr informativer Bericht! Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass mir Bohnenkraut lange Zeit völlig unbekannt war. Da hatte ich wirklich etwas verpasst, wie ich heute weiß. Liebe Grüße und einen schönen Wochenbeginn, Iris
12.06.2010 09:02
klingt lecker
29.03.2010 19:03
Yammy , LG Chrissy