This is a movie of Borat and the US and A
04.11.2006
Pro:
EXTREM lustig, originell, außergewöhnlich, schockierend, provozierend
Kontra:
Kasachstan wird verfälscht dargestellt
Empfehlenswert:
Ja
 Slimeface
Über sich:
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Erfahrungsberichte:112
Vertrauende:27
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einleitung: Vergesst alles, was Ihr bisher gesehen habt. So einen Film wie diesen habt ihr noch nicht gesehen. Borat ist eine Komödie, eine Dokumentation, ein Reisebericht und ein Roadmovie, vor allem ist er aber ein Enthüllungsfilm, der auf schonungslose Weise die wahre Denkweise der Amerikaner offen legt und uns - den Zuschauern - einen einzigartigen Blick hinter die Masken angeblicher Offenheit, Toleranz und Kultiviertheit gibt. Wer jetzt denkt, Borat sei ein bitterernster Film, der irrt, denn Borat schafft es auf extrem lustige und teilweise schockierende Weise zu enthüllen. So viel wie bei diesem Film habe ich schon lange nicht mehr gelacht.
Inhalt: Weil die USA eine so erfolgreiche Nation sind, beschließt das kasachische Informationsministerium einen Lehrfilm über die Lebensweise der Amerikaner zu drehen. Die ehrenvolle Aufgabe, die Doku zu drehen, fällt Reporter Borat zu, der mit seiner Schwester (viertbeste Prostituierte von ganz Kasachstan), seiner Mutter (mit 43 älteste Frau des Dorfes) und seiner Frau Olga (die ihn ständig vergewaltigt) in einem kleinen Dorf irgendwo in Kasachstan lebt. Borat reist daraufhin mit seinem Produzenten Azamat quer durch die USA und verliebt sich dort in Pamela Anderson, die er in Baywatch im Fernsehen sieht. Mit dem Ziel sie zu heiraten, reist Borat nach Kalifornien, wo er sie letztendlich auch findet und auf "kasachische" Weise zu seiner Frau zu machen will...
Diese bizarre Story bildet den Hintergrund für einen der witzigsten Filme seit Jahren. Borat lässt sich schwer in ein Genre einordnen, natürlich ist es eine Komödie, aber auch eine Gesellschaftskritik, eine Satire, ein Roadmovie und ein Independentfilm (so kommt es einem zumindest vor). Der Film nimmt dabei vor allem die "zivilisierten" Amerikaner aufs Korn, die dem unkultivierten Borat aus Kasachstan gar nicht so unähnlich sind: Da gibt es Jugendliche, die die Sklaverei wieder einführen wollen, Rodeobesucher, die Schwule hinrichten wollen und einige Menschen, die sich von den viel zu mächtigen Minderheiten, vor allem den Juden bedroht fühlen. Auf jeden Fall ist Borat zuviel für die Amis: So versucht der extrovertierte Borat zum Beispiel in der New Yorker U-Bahn Leute anzusprechen, so wie er es in seinem Land gewöhnt ist. Die Städter reagieren darauf fast panisch und flüchten gar vor Borat. Der Film ist jedoch keinesfalls eine bittere Anklage gegen das amerikanische Volk, viel eher zeigt er uns, dass wir alle gar nicht so zivilisiert sind wie wir alle denken und es nur wenige Menschen gibt, die politisch wirklich korrekt sind. Das ist so lustig und voller origineller Ideen, dass man aus dem Lachen gar nicht mehr raus kommt.
Cast und Crew:
Borat Sagdiyev Sacha Baron Cohen Azamat Bagatov Ken Davitian Pamela Anderson Pamela Anderson Regie Larry Charles Drehbuch Sacha Baron Cohen, Anthony Hines Kamera Luke Geissbuhler, Anthony Hardwick Schnitt Peter Teschner, Craig Alpert, James Thomas Kostüme Jason Alper Ton Scott Harber Produzenten Sacha Baron Cohen Ausführende Produzenten Monica Levinson, Dan Mazer
Persönliche Meinung: Mit Borat ist Sacha Baron Cohen (bekannt durch seine Rolle als Ali. G) wirklich ein Kracher gelungen, das Werk strotzt nur so von tollem Humor und schrägen Charakteren gewürzt mit einigen der absurdesten Witzen der Filmgeschichte. Noch unglaublicher wird das ganze, wenn man sich bewusst macht, dass die Teile des Films nicht gespielt, sondern echt sind: Szenen wie die, als Borat einer jubelnden Menge Südstaatler wünscht, dass die Amerikaner alle Iraker bis zu letzten Eidechse umbringen oder die, in der ein Rodeoveranstalter sagt, er würde gerne alle Schwulen erhängen (für diese Aussage hat der Mann jetzt übrigens im realen Leben eine Anklage am Hals). Mir hat der Film unglaublich gut gefallen und ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht und das, obwohl ich teilweise auch sehr erschüttert von den Amerikanern war, die sich ja für ach so tolerant und zivilisiert halten. Dieser Film ist nicht nur humorvoll, sondern auch lehrreich und aufklärend.
Ich empfehle ihn daher allen Freunden ausgefallenen Humors, allen Leuten, die gerne anspruchsvolle Filme gucken und auch allen Michael Moore Fans, sie werden bei Borat voll auf ihre Kosten kommen. Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen und bei eurer Entscheidung geholfen.
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04.11.2006 21:25
Den MUSS ich sehen!!!! :o) Liebe Grüße Bine
04.11.2006 21:13
werd ich mir ansehen, ich mag böse filme.
04.11.2006 21:09
Den schaue ich mir auch noch an. CU Stephan