Das Landschulheim Schloss Hamborn in Borchen ist eine private Waldorfschule für externe und InternatsschülerInnen. Das Rudolf- Steiner- Konzept nach dem gelehrt wird, beinhaltet die ganzheitliche antroprosophische Erziehung der Kinder, die schon im Alter von 3 Jahren in den Waldorf-Kindergarten ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von evlo über Borchen - Landschulheim Schloß Hamborn 19. März 2001
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Erziehung nach Antroposophischen Grundsätzen
Kontra:
Weltfremd
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Das Landschulheim Schloss Hamborn in Borchen ist eine private Waldorfschule für externe und InternatsschülerInnen. Das Rudolf- Steiner- Konzept nach dem gelehrt wird, beinhaltet die ganzheitliche antroprosophische Erziehung der Kinder, die schon im Alter von 3 Jahren in den Waldorf-Kindergarten eintreten können und die anschließende Schullaufbahn bis zur 12. Klasse durchlaufen können. Am Ende dieser Klasse hat man Realschulabschluß (Hauptschulabschluß nach der 10.)erworben und kann - bei guter Bewertung - in der 13. Klasse zum staatlichen Abitur antreten. In sofern unterscheidet sich die Schule also nicht von einer Gesamtschule. Und hier zeigt sich schon das erste Problem von vielen: Da sich das Tempo des Unterrichts der meist recht großen Klassen stets an dem schlechtesten Schüler orientiert und Leistungsanreize wie Benotung fehlen, wachen einige Schüler in der 12. Klasse auf und merken, dass sie sich sehr anstrengen müssen wenn sie doch zum Abitur antreten wollen, und viele fangen dann erst an den Stoff aus den vergangenen 4 Jahren aufzuholen. Obwohl die Waldorfschule den Ruf hat Anti- autoritär zu sein, ist gerade das Gegenteil der Fall. Besonders im Grundschulalter nimmt die Klassenlehrerin gerne Einfluss auf die Freizeitgestaltung der Kinder, zu denen das verpönte fernsehen, comiclesen, eingeschränktes musikhören, computern gehörte. Auch wurde empfohlen die Kinder vegetarisch zu ernähren, und auf Schokolade und andere Süßigkeiten und Getränke (mit Ausnahme von Süßigkeiten die man im Reformhaus erstehen kann)sollte verzichtet werden. Das ging sogar soweit, dass T- Shirts und Pullover mit Aufdrucken verboten waren. So wachsen viele Kinder in zwei Welten auf: Zu Hause wird wie in den meisten Haushalten ferngesehen, gegessen, gelebt, und in der Schule darf davon nichts erwähnt werden. Und auch die Freunde aus der Nachbarschaft vermitteln ja dieses Bild. Dabei wird den Kindern schon ab der 1. Klasse vermittelt dass sie "ganz besonders" seien, denn sie lernen ja schon Englisch und Französisch, und hätten ja auch viel weniger Hausaufgaben als andere Grundschüler. Das ist jedoch nicht wahr. Hausaufgaben werden viel stärker aufgegeben: Bereits ab der 2. Klasse müssen im Unterricht seitenweise Texte von der Tafel abgeschrieben werden, die Zuhause in das "Hausheft" in Schönschrift und mit Verzierung übertragen werden. Damit kann ein ABC- Schütze schon einige Stunden verbringen. Da viele Schüler auch weiter weg wohnen und bis zu einer Stunde zur Schule fahren, bleibt da von der Freizeit wenig übrig. Die Fremdsprachenkenntnisse nutzen nicht viel, da z.B. in der 6. Klasse das Wissen von Staatschülern, die von der 5. Klasse an Englisch haben, das der Waldorfschüler mit Englischunterricht ab der 1. oder 2. Klasse übersteigt. Sicher gibt es auch einige (wenige) positive Aspekte: So steht die musische und künstlerische Erziehung der Schüler wie in keiner anderen Schule im Vordergrund. Jeden Monat gibt es eine "Monatsfeier", in der das Sprechen, singen und agieren vor Publikum geprobt wird. Anonymität gibt es nicht, jeder Klassenlehrer ist um das Wohl jeden einzelnen Schülers besorgt, die Eltern werden stets einbezogen. Das Kind wird nicht nur als Auswendiglernender verstanden, sondern auch der Charakter wird gebildet. Dazu gehört die Feldarbeit in der 9. Klasse, die hilft Pubertätsprobleme überwinden. Auch handwerkliche Fähigkeiten werden ausgebildet, dazu gehört das eigenhändige Schmieden, Aussaat und Ernte von Getreide, Tierpflege auf dem angeschlossenen Bauernhof, spinnen und färben von Wolle, etc. Durch die „Eurythmie", eine spezielle Bewegungslehre, wird Körperbewußtsein vermittelt, durch Heil- Eurythmie auch Hyperaktivität Jähzornigkeit u.ä. in andere Bahnen gelenkt werden. Wer sich für diese Schule interessiert sollte in Betracht ziehen das Kind ins Internat zu geben, da so die antroprosophische Erziehung leichter umgesetzt werden kann. Der Eintritt ins Internat ist bereits in der 1. Klasse möglich. Auch ist die Schule sicher für Schüler bis zur 4. Klasse sehr empfehlenswert, da die Kinder spielerisch an den Unterricht gewöhnt werden, und dies in einer Weise in der es nicht in Staatsschulen geschieht. Danach ist jedoch ein Schulwechsel zur Staatsschule sinnvoll, um das Kind nicht vollkommen weltfremd zu erziehen und auch an den Leistungsdruck (Vokabellernen!) dem das Kind spätestens in der Berufswelt begegnet, bekannt zu machen. Zu erwähnen ist, dass die Waldorfschule ein Schulgeld erhebt. Dieses orientiert sich an dem Einkommen der Eltern. Für das Internat entstehen natürlich zusätzliche Kosten. Fairer Weise möchte ich hinzufügen dass unsere jüngere Tochter 1990 zur Staatsschule gewechselt hat, während unsere ältere Tochter 1991 dort Abitur gemacht hat. So ist es möglich dass es mittlerweile Besserungen gegeben hat, die uns nicht mehr bekannt sind
Hallo also ich kann sagen (ich war selber 3 jahre im Internat)
Das es stark darauf ankommt ob der schüler sich mit den erziehern versteht oder zurecht kommt da diese großen einfluss auf die entwicklung nehmen.So wurden z.B. in meiner gegenwart schüler von "ihren Heimeltern" als zu" doof "beschimpft oder "ich freue mich wenn ich dein bild in der zeitung sehe und da steht das du im knast sitzt!"
ich wurde von "erziehern"betreut die gar keine ausbildung ... ...Ausbildung anfingen.
desweiteren ist zu bemängeln das es dort keine kontrollen der erziher gibt also sie können eigene gruppenregeln aufstellen ohne das diese von anderen pädagogen kritisch hinterfragt werden.Weiter geht es damit
das erziher anscheinend in ihrem Privat lebentun und lassen können was sie wollen so erlebte ich mit das meine erziherin mit einem lehrer fremgehen konnte ohne wirkliche konsequenzen für diese obwohl sieund er eine große ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: wirkliche menschenbezogene Erziehung, liebevolle Begleitung und Kompetenz Kontra: leider auch der Wirtschaftlichkeit unterworfen
Nun muss ich erst zu meinen Vorrednern Stellung nehemen.1. Waldorferziehung bzw. Schule ist , war und wird nie antiautoritär sein, wer das verinnerlicht hat, ist einem gewaltigem Irrtum aufgestiegen. Gemäß der ganzheitlichen Pädagogik werden die Kinder da abgeholt, wo sie sich in ihrer altersgemäßen Entwicklung befinden. Da brauchts zB. eine Vater bzw. Hirtenfigur in der ersten Klasse, die den Schülern den Weg und die Richtung zeigt, oder in der ... ...entgegenzusetzen haben, an denen sich die Schüler reiben können. Im positiv verstandenen Sinne ist die Waldorferziehung autoritär und später dann demokratisch ins Leben leitend. Als Mutter von fünf Kindern sind meine ältesten Drei nun erfolgreich ihrer Entwicklung gemäß in Berufsausbildungen, fern der Antroposophie, und haben weder Schwierigkeiten im Sozialen, noch mit dem ihnen abverlangten Schulstoff. Und das in vollkommen verschiedenen Bereichen:Gesundheitswesen, ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Hallo, heute möchte ich euch über ein Spiel berichten das meine Tochter und ich auf der Spielwies´n in München getestet haben und das uns auf Anhieb gefallen hat.
Schloss Schlotterstein von HABA.
Spiel für 1-6 kleine Geister
von 5- 99... mehr
Ab und zu bekomme auch ich mal einen Tipp durch Elke Heidenreichs Sendung "Lesen!" im ZDF. So geschehen bei "Schloss aus Glas", das sie in ihrer letzten Sendung vorgestellt hatte. Auch wenn ich persönliche Erfahrungen in
Buchform an sich gar nicht... mehr
Ok, jetzt oute ich mich, ich gehoere zu den "Snobs", die in Stein zur Schule gegangen sind.
Und ich muss sagen: Tolle Zeit!
In der elfen Klasse bin ich von Hamburg nach Bayern aufs Internat gegangen - und NEIN, es war keine erzieherische... mehr