Borland Turbo Pascal

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Borland Turbo Pascal

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noch immer aktuell

5  10.04.2002

Pro:
sehr logisch aufgebaut

Kontra:
DOS - Ursprung

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Stabilität:

Benutzerfreundlichkeit

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Coder

Über sich:

Mitglied seit:24.03.2002

Erfahrungsberichte:14

Vertrauende:5

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Was ist TurboPascal:
TurboPascal ist eine von Borland entwickelte Entwicklerumgebung, basierend auf der Programmiersprache Pascal. Pascal ist eine zu DOS-Zeiten entstandene Programmiersprache, die demnach natuerlich auch keine Windowsoberflaechen kennt.

Installation:
Die Installation vollzieht sich, trotz des DOS-Ursprunges, relativ einfach und komfortabel. Dass ein Autorun nicht vorhanden ist, duerfte klar sein und genauso niemanden stoeren. Man legt einfach die CD ein, auf Diskette ist das Programm mittlerweile nicht mehr erhaeltlich, und startet install.exe. Ein guter, alter DOS-Installer oeffnet sich, der Kopiervorgang duerfte nach 10 bis 120 Sekunden abgeschlossen sein. Seit einiger Zeit ist uebrigens eine aeltere Version von TurboPascal frei gegeben. Soweit ich weiß, handelt es sich dabei um die englische Version 6. Das Programm kann von borland.com herruntergeladen werden.

Oberflaeche:
Die Oberflaeche ist fuer ein DOS-Programm, welches auch noch im Textmodus laeuft, sehr uebersichtlicht und bequem. Neben dem Dateimenue, welches so grundlegende Eintraege wir Oeffnen, Speicher und Beenden enthaelt, gibt es Menues fuer Compiler- und Editoreinstellungen, Hilfe, Bearbeiten und einige Andere, auf die ich hier nicht weiter eingehen muss.

Den groesste Teil des Bildschirms aber nimmt der eigentliche Editor ein. Hier wird das Programm eingegeben. Der Editor bietet fast alle Funktionen, die auch Windowsprogramme bieten. Die Hilfe kann direkt zu einem Befehl aufgerufen werden. Dazu bewegt man den Cursur, den man auch per Maus bedienen kann, einfach auf den entsprechenden Befehl und drueckt Strg F1. in der Hilfe kann man aehnlich bequem wie im Editor navigieren. Der TurboPascal Editor basiert uebrigens auf persistenten Bloecken. Das heißt, wenn man einen Teil im Editor markiert hat und dann etwas eingibt, wird der markierte Bereich nicht ueberschrieben sondern bleibt vorhanden. Das sit im ersten Moment sicherlich etwas ungewohnt, aber das aendert sich relativ schnell. Um markierte Bereiche zu loeschen reicht der Befehl Strg Entf aus.

Strukturierung und Befehlssatz:
Der Quellcode von TurboPascal ist in Bloecken unterteilt, das fuehrt zu sehr sauberer Programmierung und verhindert die von Basic bekannte Spaghettiprogrammierung wo man vor lauter Gotos nicht mehr sein eigenes Programm ueberblickt.

Der Befehlssatz von TurboPascal ist sehr ausgepraegt. Ob man nun den Grafiktreiber ansteuern oder in Dateien schreiben moechte, alles ist sogenannten Units vorhanden. Eine Unit ist eine Sammlung von Befehlen, die meist thematisch zusammen gehoeren. Benoetigt man einen Befehl aus einer Unit, so bindet man diese komfortabel per uses-Befehl ein. Nur die Grundbefehle hat man ohne Einbinden von Units zu Verfuegung. Grundbefehle sind ganz triviale Dinge wie Entscheidungen oder Schleifen, aber auch das Deklarieren eigener Funktionen und Prozeduren. Auch das Schreiben eigener Units ist sehr einfach zu realisieren.

Compiler:
Der Compiler uebersetzt das Programm in Maschinencode und macht daraus eine ausfuehrbare Datei. Daher ist es natuerlich wichtig, dass das Programm in moeglichst guten und effektiven Maschinencode uebersetzt wird. Im Gegensatz zum Compiler gibt es uebrigens auch noch den Interpreter. Dieser kommt beispielsweise bei Basic zum Einsatz. Beim Interpreter wird das Programm erst waehrend der Laufzeit uebersetzt, was ordentlich Perfomance kostet.
Der Compiler von TurboPascal arbeitet extrem Effektiv. Der erzeugte Maschinencode kann sich durchaus mit dem vom oft als schnellsten Compiler bezeuchneten C messen.

Dokumentation:
Die Hilfe von TurboPascal laesst sich, wie bereits erwaehnt, komfortabel vom Editor aus direkt zu einem Befehl aufrufen. Man kann aber den entsprechenden Befehl auch in einem Stichwortverzeichnis suchen. In der Dokumentation gibt es Verweise, vergleichbar mit den Hyperlinks den Internets die einen zu verwandten Themen fuehren. Die Hilfe ist gut, vollstaendig und einfach zu verstehen.

Einsatzbereich:
TurboPascal ist schon etwas in die Jahre gekommen und nicht mehr aktuell. TurboPascal gehoert zum Bereich der Konsolenprogrammierung, welche heute bei den grafischen Windowsanwendungen einfach nicht mehr gefragt ist. Fuer Programme, die arithmetische Operationen ausfuehren, ist diese Umgebung aber ideal. Auch fuer Lehrzwecke ist TurboPacal hervoragend geeignet. Die Grundlagen der Programmierung kommen klar rueber und die strenge Strukturierung sorgt dafuer, dass man gleich eine gute Uebersicht in seinen auch in mit anderen Programmiersprachen geschriebenen Programme wahrt.

Fazit:
Trotz der in die Jahre gekommenen Oberflaeche und dem Aussterben der Konsolenapplikationen ist TurboPascal immer noch eine der Besten und Leistungsfaehigsten Entwicklungsumgebungen. Vorallem fuer Lehrzwecke geeignet, aber auch im wissenschaftlichen Bereich noch haeufig und gerne eingesetzt, ist Turbo Pascal eine der besten wenn nicht sogar die Beste frei downloadbare Programmierumgebung. Der Umstieg auf Delphi, einer weit verbreiteten Programmiersprache fuer Windows, die vom Prinzip her TurboPascal mit Windowsentwicklungsumgebung und API-Unterstuetzung ist, faellt sehr leicht.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
E_Raser

E_Raser

23.04.2002 00:19

Ich mag Turbo Pascale nicht, aber ich mag sowieso kein Programmieren =) Gruss E_Raser

DeLuXeStyLeR

DeLuXeStyLeR

10.04.2002 21:12

super bericht von einem grünen =) .. nicht schlecht. *verbeug* MfG Chris

Ugha

Ugha

10.04.2002 16:58

*sentimentalwerd*

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