Praktisch, effektiv und... laut
05.10.2009 (06.10.2009)
Pro:
Enfache Handhabung, günstiger Preis
Kontra:
Saugvorrichtung nicht wirklich durchdacht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handhabung/Komfort:
Zuverlässigkeit
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 Feldhamster1984
Über sich:
Mitglied seit:06.03.2005
Erfahrungsberichte:140
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
-Allgemeines:- Schwingschleifer bzw Schleifmaschinen gibt es in zig verschiedenen Variationen. Zunächst sollte sich also jeder überlegen, wofür er so ein Gerät benötigt. Denn es gibt Schwingschleifer, Schleifmaschinen, die mit Schleifbändern funktionieren, Deltaschleifer...
Die Bosch PSS 200 A, von mir liebevoll "Schleifi" genannt, ist ein Schwingschleifer. Laut Wikipedia versteht man darunter folgendes: Ein Schwingschleifer oder auch Rutscher oder Sander (Metabo) ist ein handgeführtes Elektrowerkzeug, mit dessen Hilfe man in der Lage ist, durch verschieden strukturierte Aufsätze (Schleifscheiben) Oberflächen zu schleifen. Schwingschleifer werden für Vor- und Nachschleifarbeiten verschiedener Werkstoffe wie z. B. Hart- und Weichhölzern sowie bei Lacken eingesetzt. Das Schleifpapier wird mittels eines Klemmverschlusses oder einer Kletthaftung an der Schwungplatte befestigt. Mittels einer Staubabsaugung ist ein umwelt- und gesundheitsverträgliches Arbeiten gewährleistet.
-Ausstattung:-
Schleifi wird zusammen mit einem Schleifblatt und Gebrauchsanweisung (idiotensicher) geliefert. Außerdem kommt sie in einem adretten kleinen Koffer daher, in den man sie auch regelmäßig gesäubert wieder legen sollte um zu gewährleisten, dass sie möglichst lange ein treuer Begleiter wird. Das Kabel ist ca. 3m lang und mit einem Eurostecker ausgestattet. -Handhabung:-
Schleifi benötigt Schleifblätter um zu funktionieren. Diese sind dank einem einfachen Microklettsystem genauso einfach zu befestigen wie zu entfernen und auch das Nachkaufen von Schleifblättern wird so sehr simpel - die Schleifblätter müssen nicht einmal Original-Bosch sein, es reicht zu wissen, wieviel runde Löcher es innerhalb des Schleifblattes gibt und wie groß es sein muss, um entsprechenden Nachschub zu bekommen. Und den benötigt man oft (dazu gleich mehr). Hat man einmal ein Schleifblatt an den Boden von Schleifi geklettet, so kann man die Arbeit aufnehmen. Je nach zu schleifender Oberfläche sollte man die Schleifblätter auswählen - es gibt verschiedene Schleifblätter für Farbe, Holz, Stein usw.
Nun also schaltet man Schleifi an und kann munter drauflosschleifen. Wirklich? Nein, nicht wirklich, denn wer sich nicht vorher die Gebrauchsanweisung gegönnt hat, kann sich auf einen gediegenen Asthmaanfall vorbereiten. Mund- und Augenschutz sind wichtig, beides sollte beim Baumarkt zeitgleich erstanden werden. Wie auch die Ersatzschleifblätter, denn diese verbrauchen sich sehr sehr schnell. Für einen Türrahmen gehen schon einmal 6 Schleifblätter drauf und auch wenn man sie ausschlagen kann (mit viel Kraft wie einen Teppich ausschlagen, so dass der Staub hinausgeht), so ist das nur eine Behelfslösung. Achtung: Auch allzu große Eitelkeit ist beim Einsatz eines Schwingschleifers fehl am Platze. Stiefel, Overall usw. sind angesagt, denn man sieht nachher aus als hätte man sich in Staub gewälzt.
Schleifi eignet sich wunderbar für mittelgroße waagerechte und senkrechte Flächen. Man übt leichten Druck aus und lässt dann Schleifi die Arbeit tun (mittels der Schwingungen und der Schleifblätter die entsprechende Schicht ablösen). Und danach heißt es "Aufsaugen", denn zwar besitzt Schleifi eine Saugvorrichtung, diese funktioniert jedoch oft nur unzureichend und - selbst wenn sie funktioniert - muss sehr oft ausgeleert werden. Dazu kommt, dass das Entfernen dieses Saugbehälters eine ziemliche Wuselei ist. Ziehen, drücken, schieben... hier wäre eine weitaus einfachere Möglichkeit des Auswechselns wünschenswert. Und auch wenn etwas abgesaugt wird, rund um die Schleifstelle fliegen nicht die Fetzen, sondern vielmehr die Späne und der Staub.
Damit Schleifi nicht allzu schnell untauglich wird, sollte sie nach der Arbeit gereinigt werden. Griff etc. können kurz abgewischt werden, ggf. mit einem Feudel auch die unzulänglichen Stellen säubern - ab in den Koffer und fertig. -Fazit:-
Schleifi ist gerade auch für Neulinge (und besonders für Weibchen wie mich ;) die ideale Einsteigerschleifmaschine. Für größere Flächen (Fußböden usw.) rate ich entschieden von Schleifi ab, hier sind größere Maschinen ratsam, auch um die Gelenke zu schonen, denn der Einsatz einer Schleifmaschine belastet die Schultern und Armgelenke sehr, gerade wenn es sich z.B. um eine stärkere Lackschicht/Holzschicht/Steinschicht handelt, die zu behandeln ist. Man kann nicht viel verkehrt machen mit Schleifi, es sei denn, man ignoriert die Gebrauchsanweisung und schleift drauflos, ohne sich vorher um Beschaffenheit der Fläche, um Mund- und Augenschutz etc. zu kümmern.
Eines ist noch zu sagen: Schleifgeräte sind laut, verdammt laut. Ich habe mir angewöhnt, mit Mund-, Augenschutz und Kopfhörern zu arbeiten, wobei ich nicht die empfohlenen Kopfhörer vom Baumarkt nutze, sondern vielmehr die Lautsprecher, die mich mit Musik beschallen. Davon rate ich aber ab - auch wenn es amüsant ist, während des Schleifens Musik zu hören, sind die "richtigen Kopfhörer" eben Schallschutz. Und der ist durchaus sinnvoll! Es sei denn, man ist Scooter-Fan (I like it loud...) Alles in allem ist Schleifi aber fabelhaft - egal ob es um die Türrahmen geht, die hier jemand in einer totalen Geschmacksverirrung mit eklig-orangenem Lack verunstaltete, um Farbflecken auf alten Holzdielen oder dergleichen mehr - Schleifi schafft es.
Preis: Schleife kostet zwischen 40 und 60 Euro. (Die etwas absurde Preisspanne hzier ergibt sich dadurch, dass eine andere Vorrichtung hineinrutschte)
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06.10.2009 14:02
@chaoscrash: Ich habe 40 Euro bezahlt, das ist der Normalpreis. Bei ciao ist da noch eine Deckenprojektorvorrichtung mit in die Spanne hineingerutscht, warum auch immer :)
06.10.2009 09:20
...scheint für den Normalen Hausgebrauch durchaus geeignet zu sein, sofern man die Bedienungsanleitung nicht mit demAufsatz verwechselt *schmunzel* ...jetz wäre der günstige Preis nur noch interessant, denn die Spanne von Ciao is ja wohl heftig :)) CC
06.10.2009 01:07
SH und herzliche Grüße!