Schnittig
30.08.2008
Pro:
Nahezu unkaputtbar | Kompakt | wendig und leicht zu händeln | Grasfangkorb
Kontra:
Außer der subjektiv zu hoch empfundenen Lautstärke nichts
Empfehlenswert:
Ja
 Tut_Ench_Amun
Über sich:
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Ein Garten an sich ist schon eine tolle Sache, allerdings gibt es auch Schattenseiten. Arbeit. Spätestens wenn man seine Familienangehörigen während des Grillfestes im mehr als schulterhohen Gras-Dickicht stundenlang suchen muss, um die mittlerweile zu Steinkohle verbrutzelte Wurst an den Mann bzw. die Frau zu bringen, erschließt sich einem die Sinnhaftigkeit eines Rasenmähers. Bislang wurde diese höchst undankbare Aufgabe mittels viel Muskelschmalzes, wegen des vorsintflutlichen, handbetriebenen Walzenmähers, erledigt - oder eben auch nicht, Klammer zu. Jetzt war es an der Zeit sich moderner Technik zu öffnen, wie etwa der Elektrizität. Der Zufall wollte es, dass sich zu passender Gelegenheit nun die Nachbarn genau ob der vielen Maloche in ihrem Garten von jenem und dem dazugehörigen Haus trennten. Da sie nun ihren fast neuen Elektro-Rasenmäher nicht mehr benötigten, stand dieser zur Disposition. Die ganze Recherche und Sucherei um verschiedenen Marken und Modelle herauszufiltern hatte somit ein jähes Ende. Eine kurze Inspektion des Gerätes und 50 Euro später, ging der gerade mal ein knappes Jahr alte Bosch Rotak 40 in unseren Besitz über. Ein recht gutes Schnäppchen, kostet der Mäher sonst immer noch allenorts gut 200 Euro Plus X.
Der kompakte Kasten hat es funktionsmäßig faustdick hinter der 40 cm durchmessenden Rotationssichel, welcher er auch seine Typenbezeichnung verdankt. Als erstes fällt das erstaunlich geringe Gewicht auf: knapp unter 14 Kilo bringt das zweitgrößte Rotak-Modell mit allem Zubehör (sprich: inklusive dem abnehmbaren 50 Liter Fangkorb) auf die Waage. Ein Faktor hierbei ist sicherlich die hauptsächliche Verwendung von Kunststoff, wo immer es machbar schien. Dadurch lässt sich der Mäher ohne viel Kraftaufwand bewegen und dirigieren und nach getaner Arbeit auch problemlos in den Keller oder Werkzeugschuppen tragen. Begünstigt übrigens von strategisch sehr pfiffig angebrachten Tragegriffen, die sich überdies nahtlos ins gefällige Design einfügen. Last but not least lässt sich der Griff-Bügel in zwei Stufen mittels Flügelmuttern auf passende Höhe justieren, sodass auch kurzgewachsene Pharaonen damit rückenschonend durch die Pampa dackeln können. Die Schnitthöhe kann 7-stufig von 2 bis 10 cm via von außen zugänglichem Hebel eingestellt werden, wobei schwächere Naturen aufatmen dürfen, denn eine Feder hilft ihnen den Mäher anzuheben, sodass man niemals das volle Gewicht stemmen müssen. Zum Senken assistiert die praktische Anwendung des Hebelgesetzes. Physik kann schon toll sein, wenn sie für einen arbeitet. Bei all der konstruktiven Unterstützung braucht man sich nur noch auf das Wesentliche konzentrieren: Mähen bis die Pharaonin in ihrer unendlichen Gnade endlich den Feierabend ausruft.
Wie das heute so üblich ist, verfügt der Elektro-Sensenmann über eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen, welche die Arbeit so unblutig wie möglich gestalten sollen. Dazu gehört die obligatorische 2-Schalter-Betätigung, ähnlich der einer Bohrmaschine - lässt man den Bügelschalter los, stoppt der Motor fast augenblicklich und arretiert die Spindel. Das ist nicht nur ein Sicherheitsaspekt, sondern erweist sich auch als sehr praktisch, will man die Klinge austauschen. Hierfür ist die Zentralmutter zu lösen. Das geht natürlich denkbar schlecht(er), wenn sich die Spindel mit dreht. Viel Wert wurde überhaupt darauf gelegt, dass etwa durch die generelle Konstruktion des Gehäuses während des Betriebs nichts an die Sichelmesser kommt, was da nicht hin soll. Zehennägel und Haare des sich zufällig auf der Wiese tummelnden Nachwuchses lassen sich auf gefahrlosere Art trimmen. Der 1600 Watt starke Motor schafft schon was weg und macht auch bei störrischem Schnittgut und langem Arbeitsintervall nicht so schnell schlapp. Sollte er doch einmal dicke Backen kriegen - d.h. es doch einmal zu thermischer Überlastung kommen - schaltet sich der Mäher selbständig aus und ist erst nach Trennung vom Netz (!) und selbstverständlich Rückkehr auf ein akzeptables Temperatur-Level wieder zur Mitarbeit zu überreden. Apropos Trennung vom Netz: Damit man die Steckerkupplung zwischen Verlängerungskabel und Rasenmäher nicht versehentlich auseinander ziehen kann, ist eine Zugentlastung am Kabelende angebracht. Diese kann und sollte man benutzen - muss man aber nicht zwingend. Ebenso wahlfrei ist auch die Verwendung des sehr leicht abzunehmenden Fangkorbes. Auch seine Verwendung ist grundsätzlich anzuraten.
Besonders stolz ist man bei Bosch auf die Erfindung des so genannten "Rasen-Kamms", welcher speziell das effektive Mähen auch entlang von Mauern u.ä. verbessern soll. Dabei leiten je ein entsprechend geformtes Kunststoffteil an jeder Seite das Schnittgut von der äußeren Peripherie des Gehäuses unter dem Mäher hinweg zum Messer hin. Im Prinzip eine recht simple Idee, dazu eine, die in der Praxis erfreulich gut funktioniert, wenn auch nicht perfekt - die olle Rasenkantenschere sollte man noch nicht einmotten. Der Rotak lässt ihr aber tatsächlich nicht viel übrig. Auch so ist das Gerät intelligent aufgebaut und lässt sich dank Verzicht auf unzugängliche Ecken zum Beispiel auch bequem von Grasresten reinigen und pflegen. Ein Faktor der ebenfalls sehr wichtig ist, denn nur dann wird's schließlich auch gemacht. Merke: Nur gepflegtes Werkzeug bringt entsprechende Ergebnisse. Fazit Kompaktes, durchdachtes Design und eine leichtgewichtige aber nichtsdestoweniger robuste Konstruktion zeichnen die Elektro-Mäher aus der Rotak-Serie aus. Hier muss sich Bosch keinesfalls hinter den Klassenprimanern Wolf oder Gardena verstecken. Preislich gesehen kann man für die gebotene Qualität auch absolut nicht meckern, selbst Ersatzmesser sind mit 19 Euro noch im schmerzfreien Bereich. Allein der Geräuschpegel ist subjektiv empfunden etwas laut, doch ist der Rotak nun bei weitem kein taub machender Radaubruder. Kernig trifft es eher. Äste, Steinchen, teils heftige Regengüsse und ähnliche Unbill konnten ihm bis dato nichts anhaben. Insgesamt betrachtet gab es bislang keinen Anlass die Höchstnote zu verweigern.
So Long Der grimmige Schnitter-Pharao
Bilder von Bosch Rotak 40 0600881C00
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15.09.2008 18:19
Interessanter und informativer Bericht. ;o)
09.09.2008 19:39
Tolles Gerät! Besonders der Auffangkorb gefällt mir, da unser Rasenmäher keinen hat und ich deshalb das ganze Zeug von Hand noch einmal auffegen muss -.-
02.09.2008 21:38
Ich würde sagen, wenn du bei t.schlumpf fertig bist, komm doch mal bei uns vorbei...schmunzel...Gruß vom KN☼PFi