Mein Heinzelmännchen Nr. 1 - die Logixx 7 von Bosch
16.03.2010
Pro:
sehr gute Wasch - und Schleuderwirkung, viele Programm - , Temperatur - und Schleuderkombinationen
Kontra:
relativ schwergängige Tasten, Preis
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Lautstärke
Zuverlässigkeit
Bedienungsanleitung
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 immomaus65
Über sich:
Vielen Dank für Eure zahlreichen Lesungen und netten Kommentare. Ich weiß nicht, wie es Euch geht - ...
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Während man früher versuchte mit Waschbrett und Wäschezuber seine schmutzige Kleidung wieder sauber zu bekommen, hat es im Laufe der Zeit die revolutionäre Entwicklung zur vollautomatischen Waschmaschine gegeben. Ein solches Gerät hat heutzutage fast jeder in seinem Haushalt und möchte auf dieses Heinzelmännchen normalerweise auch nicht verzichten. Ab und an ist bei dem einen oder anderen Kleidungsstück noch Handwäsche angesagt, doch in der Regel landet heute Wäsche und Kleidung in einer elektrischen Waschmaschine und kommt nach relativ kurzer Zeit sauber und leicht feucht oder noch nass wieder zum Vorschein.
Wenn ein solch luxuriösen Helfer dann streikt, muss man abwägen, ob man ihn reparieren lässt, oder sich einen Neuen zulegt. Vor drei Jahren war es auch bei mir wieder einmal soweit - dem Gesetz der Serie folgend gaben nacheinander die Waschmaschine, der Trockner und die Spülmaschinen den Geist auf. Da die Waschmaschine so um die 10 Jahre war, fiel die Entscheidung leicht - ich lasse das Gerät sicher nicht für einige hundert Euro reparieren, damit es ein paar Monate später an einer anderen Stelle kaputt geht.
Also musste ein neuer Waschmeister her. Nach einem kurzen Streifzug durch zwei ortsansässige Elektronikmärkte (Expert und Red-Zac) hatte ich mir einige Geräte ausgeguckt. Durch einen kurzen Blick ins Internet zum Preisvergleich konnte ich mir einen ersten Überblick verschaffen und mich bei einem örtlichen Fachhändler nach dem Preis erkundigen. Große Elektrogeräte kaufe ich lieber bei einem örtlichen Fachhändler, der mir das Gerät bis in die Wohnung, nicht nur bis zur Bordsteinkante bringt, aufstellt und je nach Verhandlung auch das Altgerät und Verpackungsmaterial entsorgt. Im Fall eines Defektes kann ich anrufen und bekomme kurzfristig Hilfe - meistens sogar vor Ort und brauche das Gerät nicht abholen lassen.
Nach einem kurzen Verhandlungsgespräch - ich hatte mich ja vorher bereits in den größeren Elektronikmärkten erkundigt - entschied ich mich für einen Waschvollautomaten aus dem Hause Bosch, und zwar die
***** Bosch WAS2849 mit dem klingenden Namen "Logixx 7" ******* Bevor ich näher auf die Waschmaschine und ihre Funktionen sowie meine Erfahrungen damit eingehe, hier erst einmal eine Aufzählung der technischen Daten:
Hersteller: Bosch Automatik: Vollautomat Bauart: freistehend Beladung: Frontlader Betriebslautstärke in dB: 56 Bottichmaterial: Kunststoff Breite in cm: 60 cm Dekortür: nein Energieeffizienz: A, A + Fassungsvermögen in kg: 7 kg Typ: Farbdekor Geschätzter Jahresverbrauch (Strom) in kWh: 272 Geschätzter Jahresverbrauch (Wasser) in l: 11200 Höhe in cm: 84.2 cm Integrierbar: nein Restlaufzeitanzeige: ja Schleuder-Effizienzklasse: B Schleuderumdrehungen pro min: 1400 U/min. Startzeitvorwahl: ja Stromverbrauch in kWh bei 60° C: 1.1 KWh Tiefe in cm: 59 cm Wasch-Effizienzklasse: A Gewicht in kg: 80 Waschtrockner: nein Wasserauslaufschutz: ja Wasserverbrauch in Liter bei 60° C: 47 Liter Das sind also die schnöden Fakten. Wie sie wirklich funktioniert - ihr erfahrt es bei Weiterlesen.
Hersteller:
Robert Bosch GmbH Robert-Bosch-Platz 1 70839 Gerlingen-Schillerhöhe Telefonnummer: +49 711 811-0 E-Mail-Adresse: CallBosch@de.bosch.com Webseite: http://www.bosch-home.com
Warum diese:
Die Waschmaschine, die vorher ihren Dienst im meinem Keller 10 Jahre lang zuverlässig und fast ohne zu murren tat, kam aus dem Hause Siemens und hatte ein Fassungsvermögen von 5 Kilo. Heutzutage sind 5 Kilo bei dem allseits gesteigerten Sauberkeitsbedürfnis etwas dürftig, so dass ich unbedingt eine Maschine mit einem höheren Fassungsvermögen wollte. Mindestens für 6 Kilo sollte die geeignet sein und eine so große Trommel haben, dass ich auch mal zu Hause meine Steppdecken waschen kann. Dies funktionierte bei der alten Maschine mit ihrer 5-Kilo-Trommel überhaupt nicht. Im Fachhandel erklärte man mir, dass eine Maschine mit 6 Kilogramm Fassungsvermögen auch nur die gleiche Trommelgröße hätte, wie die mit 5 Kilo. Also fiel die Entscheidung auf die nächste Größe mit 7 kg, diese ist wiederum baugleich mit einer 8-kg-Trommel. Die nächste Größe wären 9 kg Fassungsvermögen gewesen, aber die bringe ich mit einem 2-Personen-Haushalt nicht voll, außerdem war der Preis dafür exorbitant hoch. Meine alte Maschine hatte Startzeitvorwahl, was ich sehr praktisch finde, wenn man Nachtstrom nutzen möchte, abends ins Bett geht und die nasse Wäsche nicht die ganze Nacht in der Maschine lassen möchte oder aber nach der Arbeit nach Hause kommt, und eine fertig gewaschene Maschine weiter behandeln möchte, sei es im Sommer noch aufzuhängen oder die Wäsche in den Trockner wirft. Das brauchte ich bei meiner Neuen selbstverständlich auch.
Natürlich waren auch die geringeren Verbrauchswerte und die Energieeffizienzklasse ein ausschlaggebendes Kriterium. Außerdem wollte ich eine Maschine, die mindestens 1200 - 1400 Schleuderumdrehungen pro Minute macht, damit die Wäsche nicht patschnass in den Trockner kommt und der darauffolgende Trockengang enorm viel Strom verbraucht. Mit Energieeffizienzklasse A, Waschwirkungsklasse A und Schleuderwirkungsklasse B bei einem Verbrauch von 47 l Wasser und 1,05 kWh Verbrauchswert Strom bin ich vor drei Jahren recht zufrieden gewesen. Damals war die Energieeffizienz A / A / B eine sehr gute Bewertung und die noch effektiveren Maschinen bei der Schleuderwirkungsklasse für meine Begriffe einfach unbezahlbar. Weiterhin war mir auch die
Bilder von Bosch WAS 2849 X
neue Sicherheitstechnik Aquastop sehr wichtig. Dabei handelt es sich laut Wikipedia um ein Sicherheitsventil, welches sich direkt beim Wasserhahn befindet und bei einem Leck im Zulaufschlauch die Wasserzufuhr unterbricht. Auch wenn niemand ernsthaft daran denken mag, ein Wasserschaden durch ein solches Leck kann so schnell entstehen und richtig heftige Schäden verursachen, wenn man den Schaden nicht rechtzeitig bemerkt. Wer denkt denn schon immer daran, nach jedem Waschgang die Wasserzuleitung zuzudrehen, wenn man die Maschine nicht gleich wieder braucht!
Und da Siemens und Bosch bis auf ganz geringe Abweichungen baugleich sein sollen, entschied ich mich für die etwas günstigere Bosch.
Lieferumfang:
Unser Elektriker brachte uns die Maschine mit der üblichen Umverpackung (Kantenschutz aus Styropor) und in Folie verpackt in den Keller und schloss sie an, nachdem die Transportsicherung entfernt wurde und richtete sie über die verstellbaren Füße gerade aus. Mit dabei war eine sehr kurze Bedienungsanleitung, ein Probepäckchen Waschmittel und wenn ich mich recht erinnere 2 Calgon Wasserenthärter-Tabs. Die Bedienungsanleitung besteht aus einer 6 seitigen, doppelseitig, in Zieharmonikaform zusammengefalteten farbigen DIN-A-5 Papierform. Außerdem gibt es noch eine Aufstellanleitung, die aber der Fachmann gar nicht brauchte.
Optik und Bedienung:
Die Waschmaschine sieht aus, wie die meisten Waschvollautomaten mit Frontbeladung. Links oben befindet sich die Waschmittelschublade mit drei Kammern (für Vorwäsche, Hauptwäsche und Weichspüler oder Stärkemittel. In der rechteckigen Gehäusevorderseite ist im oberen Bereich ein Bedienfeld vorhanden. Ganz rechts befindet sich der Start/Pause-Tasten, links daneben der Drehknopf, mit dem man das gewünschte Programm wählen kann. Ganz links sind vier Tasten für die Zusatzfunktionen Vorwäsche, Flecken, Bügelleicht und Wasser plus. Rechts daneben findet man das Anzeigefeld als elektronisches Display und die Optionstasten, mit denen man die Waschtemperatur und die Schleuderdrehzahl verändern kann und auch die Startzeitvorwahl.
Bei den Tasten handelt es sich um Sensitivtasten, bei denen ein kurzes Berühren genügt. Ein längeres Berühren verursacht den automatischen Durchlauf der Einstelloptionen. Der Programmwählknopf, mit dem die Maschine auch ein- und ausgeschaltet wird, läßt sich in beide Richtungen drehen. Darunter befindet sich das sogenannte "Bullauge" für die Frontbeladung. Diese Bullauge ist nach innen gewölbt. Die Öffnung ist - wie bei allen Frontladern - mit einem grauen Weichgummi versehen, das die Maschine bei geschlossenem Bullauge abdichtet. Der Gummi selbst ist relativ dick und hat eine nach Auffangrille, in der sich kleinere Fremdkörper wie Münzen, Schrauben, Kugelschreiber und andere Gegenstände sammeln.
Inbetriebnahme: Vor der ersten Wäsche soll ein Waschdurchlauf im Programm Pflegeleicht 60°C erfolgen. Dazu muss in die Kammer II der Waschmittelschublade ca. 1 Liter Wasser und danach ½ Messbecher Waschmittel eingefüllt werden - danach auf Start drücken.
Dieser Waschdurchlauf ist notwendig, damit eventuelle Produktionsrückstände und Fette aus der Maschine gewaschen werden. Danach kann die Maschine ganz normal benutzt werden, oder mit der Aus-Taste außer Betrieb genommen werden.
In der Praxis:
Vor der Beladung der Maschine sollte man die Wäsche vorbereiten: Taschen leeren, empfindliche Wäschestücke in ein Netz oder Beutel geben (Strümpfe, Gardinen, Bügel-BHs), Reißverschlüsse sollten geschlossen werden, Bezüge zugeknöpft werden (damit sich andere Wäschestücke nicht zu einem Knäuel im Bezug zusammenklumpen), Sand soll aus Taschen und Umschlägen geschüttelt oder gebürstet werden, Gardinenröllchen entfernt oder in ein Netz eingebunden werden. Egal bei welcher Waschmaschine - dies sollten Vorbereitungsarbeiten sein, die man immer durchführen sollte.
Danach sollte die Wäsche sortiert werden, damit man das optimalste Waschprogramm wählen kann. Dabei sollte der Verschmutzungsgrad berücksichtigt werden, damit man gegebenenfalls die notwendigen Zusatzprogramme wie Flecken (Waschzeitverlängerung), Vorwäsche (für stark verschmutzte Wäsche) oder Wasser Plus (erhöhter Wasserstand und zusätzlicher Spülgang in Gebieten mit sehr weichem Wasser oder zur Verbesserung des Spülergebnisses) wählen kann. Je nach Art der zu waschenden Textilien kann man zwischen 12 verschiedenen Waschprogrammen wählen, die mit unterschiedlichen Temperaturen und Schleuderumdrehungen voreingestellt sind. Einzelne Waschprogramme kann man mit der obersten Optionstaste neben dem elektronischen Display in der Temperatur verändern, mit der darunterliegenden Taste die Schleuderumdrehungen anpassen.
Sollte man den Signalmodus wünschen, so muss man mit einer Kombination aus Drehen des Programmreglers und drücken der Fleckentaste diesen einstellen. Auch die Lautstärke des Signals kann so verändert werden. Die Programmdauer liegt je nach Programmwahl und eingestellter Zusatzfunktionen zwischen 36 Minuten und 2 Stunden und 12 Minuten, wobei diese Zeiten je nach Wasserdruck, -härte, -einlauftemperatur, Raumtemperatur, Wäscheart, -menge, -verschmutzung und gewählten Zusatzfunktionen noch abweichen können.
So dauert z.B. der Programmablauf im Programm Koch-/Buntwäsche bei 90°C und 1400 Schleuderumdrehungen 2 Stunden, bei der Einstellung Vorwäsche kommen noch 22 Minuten, beim Zusatzprogramm Flecken 12 Minuten dazu. Beim gleichen Programm, aber bei einer Waschtemperatur läuft die Maschine nur noch 1 Stunde und 10 Minuten. Je nach Programm und Beladung verbraucht die Maschine zwischen 0,07 kWh und 2,20 kWh bei einem Wasserverbrauch zwischen 30 Liter und 85 Liter.
Die Maschine ist also sowohl beim Wasser- wie auch beim Energieverbrauch recht sparsam.
Programmmöglichkeiten: 1. Koch-/Buntwäsche, maximale Waschtemperatur 90 °C 2. Eco Spar, Sensitive, PowerWash 60 °und Pflegeleicht, maximale Waschtemperatur 60°C 3. Mix, Jeans/Dunkle Wäsche, Fein/Seide, Wolle, Sportswear und Extra Kurz 15 Min., maximale Waschtemperatur 40°C In allen Programmen kann man bis auf 30 ° C bzw. kalt zurückschalten.
Zuladung: Die Maschine ist zwar für 7 Kilogramm Zuladung ausgelegt, trotzdem darf man die Waschmaschine nicht bei allen Programmen mit 7 kg beladen. So darf man z.B. im Wollprogramm nur max. 2 kg zuladen, während man bei Koch- und Buntwäsche sowie Eco Spar, Sensitive, PowerWash 60 ° die vollen 7 kg einlegen darf.
Kommen wir zum Bedienkomfort und zur Waschwirkung: Waschwirkung:
Obwohl ich die Maschine jetzt schon über 3 Jahre habe, habe ich noch immer nicht alle Waschprogramme ausprobiert. In der Regel verwende ich die Programme Koch- und Buntwäsche oder Pflegeleicht da ich bei diesen Programmen die maximale Zuladung vornehmen kann. Meine Waschtage sind Freitag und Samstag - auf eine Woche habe ich mit meinem Zwei-Personen-Haushalt in der Regel eine Maschine Arbeitswäsche, bei der oftmals die Zusatzprogramme Flecken und Vorwäsche notwendig sind, eine Maschine dunkle und eine Maschine helle Feinwäsche, sowie eine Maschine mit Handtüchern. Mehr oder weniger regelmäßig kommen dann noch ein Waschgang Bettwäsche, Gardinen und Badezimmervorleger hinzu. Während bei den Gardinen und Vorlegern das Programm Pflegeleicht genügt und nach ca. 45 Minuten fertig ist, wasche ich die Feinwäsche bei 30°C im Programm Koch/Bunt. Bettwäsche und Handtücher werden im Programm Koch- und Buntwäsche bei 60° gewaschen.
Nachdem ich vorher nur eine Maschine mit 5 kg Zuladung hatte und diese immer sehr voll war, habe ich mich natürlich sehr über die größere Trommel gefreut. Allerdings ist die Wäsche zwischenzeitlich irgendwie mehr geworden, so dass auch die 7-kg-Trommel gut gefüllt ist. Dabei achte ich aber peinlich genau darauf, dass zwischen Wäsche und oberem Trommelrand eine handbreit Platz bleibt. Dies ist notwendig, damit sich die Wäsche in der Trommel bewegen kann und nicht hineingepresst ist. Dadurch umspielt die Waschlauge die Wäsche sehr gut und die Reinigungswirkung ist am optimalsten. Offensichtlich habe ich aber einige Male die Zuladung weit überschritten. Das habe ich daran gemerkt, dass ich Waschmittelrückstände nach dem Trocknen auf der schwarzen Oberbekleidung gefunden habe und diese Teile nochmals waschen musste. Ich habe mir also angewöhnt, die Zuladung nicht komplett auszunutzen und speziell bei dunkler Wäsche das Zusatzprogramm "Wasser Plus" zuzuschalten, was den Waschgang um ca. 13 Minuten verlängert.
Heutzutage ist die meiste Oberbekleidung nur verschwitzt, so dass man sich die Vorwäsche sparen kann. Nur bei richtig stark verschmutzter Wäsche ist das Vorwäscheprogramm notwendig. Die Trommel selbst ist mit einer Art Wabenmuster - bei Bosch-Maschinen sieht dies eher aus wie etwas erhabene Tropfen mit dazwischen befindlichen kleinen Löcher, durch die das Wasser ablaufen kann - ausgestattet, durch das die Wäsche schonender und mit geringerem Faserabrieb gewaschen wird. Außerdem sind drei sogenannte Wäschemitnehmer gleichmäßig in der Trommel plaziert, so dass der Trommelinhalt bei den Trommeldrehungen gut durch gemischt und durch die waschlauge gezogen wird. Durch die Wabentrommel ist diese Waschmaschine auch gut zur maschinellen Wäsche von Wolle geeignet, zumal das Wollprogramm durch das Zeichen Handwäsche auch für handwaschbare Textilien aus Wolle oder mit Wollanteil vorgesehen ist und besonders schonend gewaschen wird. Durch diese - zwischenzeitlich nicht mehr so ganz - neuartige Art der Trommel kommt es zu weniger Fusselbildung und Beschädigung der Wäsche, was natürlich für empfindliche Kleidung und Wollbekleidung sehr positiv ist.
Ich muss allerdings sagen, dass ich mich noch immer nicht traue, reine Schurwoll- oder Angorapullover in der Maschine zu waschen, aus Angst dass die Wolle doch verfilzt. Da ziehe ich die Handwäsche vor, gebe aber die ausgedrückten Wollteile in die Maschine, um mit dem Programm "sanft schleudern" der größten Wasserteil aus den Pullis herauszubekommen. Die Waschmaschine kann sowohl mit normalem Pulverwaschmittel wie auch Flüssigwaschmittel "betrieben" werden. Falls man Flüssigwaschmittel verwendet, gibt es in der Waschkammer für die Hauptwäsche eine herunterklappbare Plastikklappe, mit der das Waschmittel in der Kammer zurückgehalten wird, bis der Wasserzulauf erfolgt.
Die mittlere Kammer ist für Weichspüler, Stärke oder Imprägniermittel, wobei man aber darauf achten muss, dass dickflüssige Weichspüler mit etwas Wasser verdünnt werden sollten, da man ansonsten sehr leicht Verstopfungen in dieser Kammer bekommt. Sollte dies tatsächlich einmal der Fall sein kann man den kompletten Schub herausziehen. Dazu muss ein kleiner Widerstand am Ende des Einsatzes überwunden werden, indem man den Einsatz im Schub leicht nach unten drückt, den Schub nach vorne zieht und den Einsatz etwas nach oben drückt. Dann einfach mit einer weichen Bürste unter fließendem Wasser reinigen, abtrocknen, den Einsatz wieder aufsetzen und einrasten lassen und dann wieder in die Öffnung einschieben. Vorher sollten die Wände der Öffnung mit einem feuchten Lappen gereinigt werden, um eventuell vorhandene Waschmittelrückstände zu entfernen.
Die Wäsche wird sowohl mit Pulver- wie auch mit Flüssigwaschmittel, natürlich in der richtigen Dosierung, so sauber, wie ich sie gerne hätte. Nur bei einer Überladung besteht die Gefahr, dass das Waschmittel trotz eigentlich richtiger Waschmittelmenge, Rückstände hinterlässt. Meistens nutze ich die höchste Schleuderzahl vom 1.400 Umdrehungen. Damit wird auch schwere Wäsche wie Bettwäsche schon relativ trocken, so der Trockner danach nicht mehr so lange für den Trockenvorgang braucht. Dabei muss man berücksichtigen, dass das Schleuderergebnis am besten ist, wenn das Zuladungsgewicht nicht ganz ausgereizt wird. Die in der Trommel vorhandene Wäsche wird so stark an die Trommelwand gepresst, dass Handtücher oftmals direkt an der Trommel "kleben" bleiben und mit der Hand herausgelöst werden müssen
Bedienkomfort: Mit der Waschwirkung bin ich bei allen bisher genutzten Waschprogrammen sehr zufrieden. Auch die Möglichkeiten, die Programme nach seinen Wünschen temperatur- und schleudermäßig anzupassen, sind umfangreich, einfach und eigentlich selbsterklärend.
Die Touch-Controll-Tasten sind von Anfang an etwas schwergängig gewesen, so dass ein einfaches Berühren oftmals nicht ausgereicht hat, sondern etwas fester gedrückt werden musste. Dies ist aber Gewohnheitssache und macht oft auch Sinn, da man so auch die Einstellungen leichter korrigieren kann, falls man sich mal verdrückt hat. Und das Beste: Selbst wenn die Maschine bereits gestartet wurde, kann sie mit einem Druck auf den Start/Pause-Taster gestoppt werden, so das man nachträglich noch Wäsche dazulegen kann. (Wer hat noch nie festgestellt, dass er in Teil vergessen hat, nachdem die Waschmaschine in Betrieb genommen hatte?). Dabei muss man allerdings beim Öffnen des Bullauges aufpassen, dass das Fenster nicht zu lange offen steht, damit kein Wasser aus der bereits durchnässten Wäsche herausläuft. Die Möglichkeit, Wäsche nachzulegen ist z.B. auch praktisch, wenn man für einen Teil der Waschladung die Vorwäsche benötigt, und später noch etwas weniger verschmutze Wäsche dazulegen möchte. Das Bullauge wird in die Öffnung gedrückt. Wenn die Trommelöffnung nicht richtig verschlossen ist, ertönt bei Betätigung der Starttaste ein Piepston, der einen darauf aufmerksam macht, dass die Tür besser ins Schloss gedrückt werden soll. Dies passiert zum Beispiel, wenn die Trommel zu voll ist, oder sich ein Wäschestück zwischen Bullauge und Trommelrand verirrt hat. Die Waschmaschine ist sozusagen "idiotensicher".
Sehr positiv empfinde ich die Möglichkeit, dass man einen Signalton einstellen kann, mit dem einem akustisch das Ende des Waschganges gemeldet wird. Auch die Startzeitvorwahl, die ich sehr gerne nutze, empfinde ich als sehr angenehm. So kann ich verhindert, dass die nasse Wäsche eine Nacht in der Waschtrommel verbringen muss. Allerdings musste ich mich bei der Startzeitvorwahl etwas umstellen: bei der alten Maschine stellte ich den Startzeitbeginn ein, bei der neuen wird die Zeit bis zum Programmende angezeigt. Man darf allerdings nach der Einstellung nicht vergessen, den Startknopf zu drücken. Danach kann keine Veränderung mehr vorgenommen werden. Der Aquastopp ist für mich eine zusätzliche Sicherung, da ich immer wieder vergessen habe, den Wasserzulauf zuzudrehen, wenn meine Waschorgien vorbei waren.
Betriebslautstärke: Die Maschine ist zwar mit 56 db nicht unbedingt flüsterleise, aber doch so leise, dass ich sie auch nachts im Keller laufen lassen kann.
Nach dem Start ist das lauteste Geräusch ein kurzes Klacken, was einem den Arbeitsbeginn der Maschine anzeigt und das Zulaufen des Wassers. Auch das Schleudern ist nicht sehr laut, wenn die Maschine mit den verstellbaren Füßchen richtig ausbalanciert ist.
Reinigung: Das Waschmaschinengehäuse kann mit einem feuchten Lappen abgerieben werden. Scheuernde Reinigungsmittel sollen nicht verwendet werden und auch die Reinigung mit dem Wasserstrahl ist verboten. Es dürfte sich von selbst verstehen, dass Waschmittel- und Reinigungsreste sofort entfernt werden sollen, damit sie nicht verkrusten und es später Probleme mit der Reinigung gibt.
Die Reinigung der Waschmittelschublade habe ich schon beschrieben. Nach der Reinigung sollte die Schublade noch geöffnet bleiben, damit eventuell vorhandenes Restwasser leichter abtrocknen kann. Auch das Einfüllfenster / Bullauge sollte man offen lassen, damit die Trommel abtrocknen kann. Sollten sich tatsächlich einmal Rostflecken gebildet haben, so kann man zur Beseitigung chlorfreies Putzmittel benutzen, auf keinen Fall darf Stahlwolle verwendet werden.
Wartung: Auch wenn die Maschine problemlos funktioniert, so sollte man nicht vergessen, ab und zu einmal die Laugenpumpe, die sich hinter einer Service-Klappe im unteren rechten Frontbereich befindet, zu reinigen. In diesem Bereich sammeln sich häufig auch kleine Gegenstände, wie Büroklammern, Münzen, Ringe und ähnliches. Nach der Reinigung des Innenraums und des Pumpengehäuses muss sich das Flügelrad der Laugenpumpe drehen lassen - danach kann der Pumpendeckel wieder eingesetzt und verschraubt werden.
Fehlermeldungen: Für den Fall dass im Anzeigenfeld Hinweise aus einer Zahlen-/Ziffernkombination erscheinen, gibt es in der Bedienungsanleitung eine kurze Übersicht, was man bei welcher Fehlermeldung machen sollte: F:18 bedeutet z.B., dass die Laugenpumpe gereinigt werden solle, bei F:16 ist das Einfüllfenster nicht richtig geschlossen.
Außerdem kann es auch zu verschiedenen kleineren oder größeren Problemen kommen, für die die Bedienungsanleitung auch einen Rat hat: z.B. wenn Wasser ausläuft sollte man den Ablaufschlauch prüfen und richtig befestigen oder ersetzen. Eventuell muss auch die Verschraubung des Zulaufschlauches festgezogen werden. Wenn kein Wasser zuläuft ist eventuell der Zulaufschlauch geknickt, das Sieb verstopft oder auch ganz einfach der Wasserhahn nicht geöffnet.
So werden einem eine ganze Reihe Prüfmöglichkeiten zur Störungsbeseitigung genannt. Deswegen macht es auch Sinn, die Bedienungsanleitung nicht zuweit weg von der Maschine aufzubewahren.
Sicherheitshinweise:
Natürlich sollte man die Stromversorgung nur mit trockenen Händen herstellen. Beim Ausstecken soll man nie am Kabel ziehen, sondern immer am Stecker, damit das Stromschlagrisiko minimiert wird. Es besteht Verletzungsgefahr, wenn man in die Trommel fasst, während sich diese noch dreht, außerdem kann das Einfüllfenster sehr heiß werden. Selbstverständlich soll man nicht auf die Maschine steigen oder sich auf dem geöffneten Einfüllfenster stützen.
Es sind noch eine ganze Reihe Sicherheitshinweise genannt, die ich hier nicht alle auflisten möchte, da diese eigentlich allgemein bekannt sind. Extra darauf hinweisen möchte ich auch, dass diese Frontlader zur absoluten Gefahrenquelle für unsere kleineren tierischen Hausgenossen werden können. Unsere kleine Fellnase musste natürlich auch die Trommel der Waschmaschine erobern, während ich die Wäsche herausholte. Das konnte ich ihr aber relativ schnell austreiben - ich habe einfach die leere Trommel bewegt und sie in der leeren Trommel etwas laufen lasse und dadurch unserem Kätzchen den Schneid so abgekauft, dass sie bisher immer einen großen Bogen um das Gerät macht.
Darauf verlassen kann man sich aber nicht unbedingt, so dass man vor der Benutzung immer die Trommel überprüfen sollte, auch wenn man kleine Kinder im Krabbelalter zu Hause hat. Da in einem Kommentar die Frage aufgekommen ist, warum ich diese Sicherheitshinweise angegeben habe: ich bin der Meinung, dass diese der Vollständigkeit halber erwähnt werden sollen. Sie müssten zwar jedem von uns bekannt sein, trotzdem: es hat sicher jeder von uns einmal eine erste Waschmaschine gehabt und Fehler gemacht - und vielleicht wird es ja dieses Gerät oder das Nachfolgemodell.
Kaufpreis / Alter / Nachfolgemodell: Gekauft habe ich die Maschine im September 2007 zum Preis von 691,00 Euro brutto. Damals gehörte die Maschine zu den wenigen Maschinen mit einer 7-kg-Trommel. Heute gibt es sogar schon Waschmaschinen, mit einem Fassungsvermögen von 9 kg.
Im schnelllebigen Technikzeitalter gibt es das hier beschriebene Modell nur noch seltenst - eigentlich gar nicht mehr zu kaufen. Das Nachfolgemodell ist die WAS28750, Bosch Logixx 7 SuperSilence, die ich bei Amazon zum Preis von stolzen Euro 1.100,00 oder bei Karstadt zum Preis von Euro 979,00 gesehen habe.
Schlußwort:
Ich bin mit der Maschine und den vielen verschiedenen Programmeinstellmöglichkeiten und die Wasch- und Schleuderkraft sehr zufrieden und kann eine glatte Kaufempfehlung vergeben. Trotzdem ziehe ich bei der Bewertung 1 Stern ab und vergebe 4 Sterne, da die Touch-Controll-Tasten sowie die Schließmechanik des Bullauges für ältere Benutzer etwas zu schwergängig sind. Auch der Preis von knapp Euro 700,00 ist kein Sonderangebot und der Preis für das Nachfolgemodell schießt meines Erachtens sowieso den Vogel ab. Falls jemandem der Bericht bekannt vorkommen sollte, ich schreibe auch bei yopi unter den Nick "lucky1965" und bei dooyoo unter "immomaus65".
Viel Spass beim Lesen und Kommentieren! Fazit: Hoffentlich verschwindet mein Heinzelmännchen nicht, wenn ich ab und zu seine Arbeit kontrolliere.
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19.12.2011 18:29
bh
11.11.2011 15:25
Auch alte Berichte mögen ein BH ;-)
01.09.2011 20:23
bh