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Hallo ihr lieben Leser,
ich habe endlich mal ein bisschen Zeit gefunden, die Bücher zu lesen, die ich mir vor 2 Monaten gekauft habe. Das eine Buch habe ich euch schon vorgestellt, jetzt kommt das Zweite: Böse von Little Bentley.
Das Buch habe ich bei Lehmanns für 8.99 Euro erstanden. Der Preis ist für ein Taschenbuch vertretbar. Und das Buch ist in jedem Buchladen oder im Onlinehandel zu bekommen.
Grund für den Kauf? Ich habe zur Zeit echt Lust auf Horrorromane und Krimis. Und durch ein bisschen herum stöbern im Internet bin ich dann auf das Buch gestoßen. Der Inhalt klang gut und lies auf Einiges hoffen.
*** Buchinfos ***
Das Buch hat das übliche Taschenbuchformat und kann dadurch immer leicht in meiner Handtasche mit, wenn ich mal wieder eine Ewigkeit in der Bahn sitzen muss. Verlegt wurde es vom Bastei Lübbe Verlag im Jahre 2009. Geschrieben hat Little Bentley es aber schon 1991.
Insgesamt hat das Buch 416 Seiten. Das ist eine absolute Entspannung so wenig Seiten. Nachdem ich mich 2 Monate mit Stephen Kings Arena herumgeärgert habe. Diesmal kann ich das Buch halten und wenn ich einschlafe und es fällt mir aufs Gesicht, brauche ich keine Angst haben, dass ich ersticke.
Das Buch- Cover mit dem schwarz und grün wirkt sehr schön und authentisch. Ohne viel Schnick Schnack wirkt das Cover sehr ansprechend und lässt auf ein spannendes Buch vermuten.
*** Autor ***
Little Bentley wurde 1960 in Arizona geboren. Er studierte. Bevor er sich dem Schreiben zuwendete erledigter er alle möglichen Jobs, z.B. als Kassierer oder als Reporter. 1990 veröffentlichte er seinen ersten Roman und bekam schon direkt dafür einen Award. Dadurch wurde Stephen King auf ihn aufmerksam. Seitdem gilt Little Bentley als sein Schüler.
Hier noch einige andere Bücher von ihm : Fieber Unheil Verderben
*** Story ***
Die idyllische Kleinstadt Willis, in Arizona, dort lebt die Familie Albin, Doug der Lehrer, Trish seine Frau und Sohnemann Billy.
Doch es geschieht ein Selbstmord und wirft die Kleinstadt aus ihrer gewohnten Verschlafenheit. Der beliebte und redselige Postbote Bob Ronda hat sich den Kopf weg geschossen. Unverständnis über diese Tat macht sich bei den Leuten breit.
Da ein neuer Postbote gebraucht wird findet sich auch innerhalb von nicht mal einer Woche einer: John Smith. Er hat rote Haare und ein weißes Gesicht, was schon so den Leuten nicht sonderlich sympathisch rüber kommt.
Doch dann kommen nur noch positive Nachrichten, und Rechnungen und Werbung bleiben ganz weg. Als sich dann jedoch bei den Albins, das Wasser und der Strom abgestellt wird, wird Doug misstrauisch. Er erfährt, dass jemand die beiden Sachen gekündigt hat, so beginnen seine Nachforschungen. Als es dann noch ein Haufen Briefe im Moorast findet, weiß er es genau. Es war und ist der Postbote.
Doch ein weitere angebliche Selbstmord geschieht und es kommen mehr und mehr seltsame Briefe. Diese Briefe enthüllen Geheimnisse und stammen von Verstorbenen. Auch das Verhalten seiner Mitmenschen ändert sich drastig. Nun stellt sich die Frage, wer oder was ist der Postbote und was will er von der Kleinstadt?
*** Meine Meinung ***
Beginnen wir mal mit den Charakteren. Um ein Buch auf 500 Seiten zu pressen muss man an bestimmten Stellen einfach einsparen. Das wurde hier gemacht. Es birgt aber keinen Minuspunkt. Denn Charaktere wie z.B. bei Stephen King, die über 10 Seiten beschrieben werden, konnte ich nach „die Arena“ nicht gebrauchen. Sie sind hier einfach und klar dargestellt. Zwar wirkt der Postbote mit roten Haaren und weißen Gesicht ziemlich stigmatisiert, man kann es sich aber vorstellen. Und dadurch das keine großen charakterlichen Züge oder Aussehen beschrieben wird, kann man auch selbst seine Fantasie spielen lassen, was das Detail angeht.
Der Schreibstil wirkt einfach und dennoch sehr angenehm. Little Bently schreibt seinen Roman in einem flüssigen Stil und es wirkt nicht abgehackt. Außerdem kann man durch die einzelnen kleinen Kapitel sehr schön, in andere Szenen hinein springen, ohne das hier große Überleitungen geschaffen werden müssen. Es ist ein Buch, was jeder lesen kann. Und mit dem Umfang ist es auch was für Wenig- Leser.
Die Story hat wirklich sehr viel von den Geschichten von Stephen King. Nicht nur kann man erkennen das es : In einer kleinen Stadt ähnelt, sondern auch kann man so einige Parallelen zu: Sturm des Jahrhunderts, ziehen. Die Grundstory kennt man ja nun: Mann kommt in Stadt, Leute sterben und der Neue ist der Böse. Das es ringsum ausgeschmückt wird ist ja klar. Die Story finde ich trotz des Wiederholens immer noch sehr gut. Denn der Unterschied diesmal, dass sich das Böse als Postmann ausgibt, ist mal was ganz Neues. Ich finde es gut.
Die Ausschmückungen an manchen Stellen finde ich jedoch nicht ganz so gelungen. So wird z.B. beschrieben, dass der Postmann zwischen Büschen hin und her tanzt. Da hat man in dem Moment mehr das Gefühl, dass man gerade Rumpelstilzchen liest, anstatt Böse. Naja. Auch sind die detaillierten Ausschreibungen bei den Bildern, die die Bewohner erhalten hätte ein bisschen oberflächlicher auch gereicht. Ist an manchen Stellen dann doch etwas sehr vulgär geworden.
Spannungsmäßig baut es sich erst in nach den ersten 60 Seiten auf. Leider bekommt man ein bisschen den Eindruck vermittelt, dass die Leute ganz schön feige sind. Viele vermuten, dass dieses Horrorszenario von dem Postboten ausgeht, doch keiner getraut sich dem Postboten entgegen zu stellen. Wenn man sich mal überlegt, eine ganze Stadt kuscht vor einem Postboten, wirkt es schon ein bisschen abstrakt. Dennoch muss ja eine Story nicht immer glaubwürdig und realistisch oder sehe ich das Falsch? Den Star Wars war nun auch nicht unbedingt realistisch und dennoch nicht ganz schlecht. Die Hintergründe und Ursachen wirken manchmal ein bisschen merkwürdig und die Leute in der Stadt ein bisschen unbeholfen. Dennoch macht es Spaß, den Leuten zu zu sehen ( oder lesen) wie sie an ihrer eigenen Dummheit untergehen. Und was das Thema Spannung angeht, empfindet jeder etwas anderes. Ich kann sagen, es macht mir Spaß das Buch zu Lesen und auch Spannung baut sich bei mir auf.
Der Roman erinnert mich doch sehr an Stephen King. Denn oft ist es bei ihm auch so, dass es erst nach einem Drittel des Buches richtig zur Sache geht. Meiner Meinung nach kann sich Little Bentley nicht ganz mit King messen, dennoch ist er ein guter Horrorautor.
Ein Nachteil gibt es jedoch noch. Beim Lesen fielen mir dann gleich mal 10 Seiten heraus. Da kann ich nur sagen, es ist schlecht verarbeitet. Das ärgert mich ganz schön. Ich lese und was passiert, ich habe einzelne Teile davon in der Hand. Doof.
*** Fazit ***
Es war mein erster Roman von Little Bently und ich wurde nicht enttäuscht. Man hat Spannung ein bisschen Grusel und auch eine gute Story. Ich werde mir ein weiteres Buch kaufen, denn so zum Entspannen ist es was ganz Gutes.
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05.10.2011 17:15
notiert!
09.09.2011 11:24
Ist nicht mein Ding. Gruß Dieter
09.09.2011 07:09
Ich lese sehr wenig, nur wenn ich mal Ruhe bekomme. Das ist extrem selten. LG :]