Schon seit vielen Jahren hilfreich
12.09.2010
Pro:
Genaue Messungen
Kontra:
Kann am Arm schmerzen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Qualität/Verarbeitung:
Handhabung/Komfort:
Messergebnisse
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 dik1609
Über sich:
Ich bin 53 und bedanke mich für Lesungen, Bewertungen und Kommentare - Gegenlesungen sind selbstvers...
Mitglied seit:04.06.2010
Erfahrungsberichte:628
Vertrauende:46
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 105 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Als Mann mittleren Alters mit Übergewicht und wenig körperlicher Betätigung musste ich damit rechnen. "Zu hoher Blutdruck", meinte mein Arzt eines Tages, untersuchte die Geschichte noch ausführlicher und verschrieb Medikamente. Zugleich forderte er mich auf, den Blutdruck selbst regelmäßig zu kontrollieren, weswegen ein Blutdruckmessgerät angeschafft wurde, das seitdem regelmäßige Verwendung findet.
Der Kauf Der Arzt hatte das Gerät per Rezept verordnet - und die Krankenkasse übernahm tatsächlich ein wenig unerwartet die Kosten dafür. Wie viel Geld ich damals genau bezahlt habe, weiß ich nicht mehr genau. Heute wird dieses Gerät zu Preisen zwischen 40 Euro (dafür habe ich es bei Amazon gesehen) und 80 Euro angeboten. Auch heute empfiehlt es sich immer, vor der Anschaffung eines solchen Geräts mit der Krankenkasse - gleichgültig, ob es sich dabei um eine gesetzliche oder eine private handelt - zu sprechen.
Der Hersteller
Bosch + Sohn GmbH % Co., Fabrik mediz. Apparate, Bahnhofstraße 64, D-72417 Jungingen.
Die Verpackung Geliefert wurde das Gerät in einer quaderförmigen Pappschachtel, in der es auch heute noch daheim aufbewahrt wird und in die es nach jeder Benutzung zurück wandert. Auf der Schachtel ist das Gerät abgebildet, zudem wird Werbung dafür betrieben. Beispiele gefällig? Hier sind sie: "Der Vollautomat für die Oberarmmessung - einfache Bedienung bei höchster Messgenauigkeit", "Komfortable Einknopfbedienung", "Übersichtliche, leicht ablesbare 3-Werte-Anzeige!, "4-stufige Druckvorwahl", "Batterieschonende Abschaltautomatik", "Oszillometrische Messmethode (ohne Mikrofon)".
Der Inhalt
Im Pappkarton befinden sich neben dem eigentlichen Blutdruckmessgerät noch die Arm-Manschette und eine ausführliche Gebrauchsanweisung sowie ein kleines Heftchen zum Notieren der Blutdruckwerte.
Das Messprinzip Die durch die Pulswellen verursachten und von der Manschette übertragenen Druckschwankungen werden abgespeichert und durch einen Mikroprozessor ausgewertet. Die entsprechenden Werte (systolischer und diastolischer Blutdruck sowie Puls) werden auf dem Display des Gerätes angezeigt.
Die praktische Messung
Benutzt werden sollte das Gerät, in das vor der Inbetriebnahme noch Batterien eingesetzt werden müssen, im Ruhezustand und im Sitzen. Ich selbst kontrolliere jeden Morgen nach dem Frühstück meinen Blutdruck damit. Und das geht in der Tat sehr einfach. Das Gerät wird auf einen Tisch gestellt und die Manschette per Steckkontakt angeschlossen. Danach ist die Manschette um den Oberarm zu legen und mit einem Klettverschluss zu schließen. Danach kann der "Patient" auswählen, bis zu welcher Höhe (150, 180, 210 oder 240 mmHg = Millimeter Quecksilbersäule oder auch Blutdruck-Oberwert) gemessen werden soll. Wer weiß, dass sein oberer Blutdruckwert eigentlich nie die 150 überschreitet, sollte auch die 150 einstellen. Das geht schneller und umklammert auch den Arm nicht so sehr. Danach wird nur noch auf den Startknopf gedrückt und der Nutzer spürt, wie die Manschette bis zum vorgewählten Wert aufgepumpt wird, um anschließend wieder Luft entweichen zu lassen. Nach nur wenigen Sekunden ist der Blutdruck ermittelt.
Technische Daten Meßprinzip: Oszillometrisch Meßbereich: 40 bis 280 mmHg, 30 bis 200 Puls/min. Manschettendruck: 0 bis 320 mmHg Anzeige: LCD Betriebsbedingungen: Umgebungstemperatur 10 bis 40 Grad Celsius; relative Luftfeuchtigkeit 10 bis 85 %. Lagerbedingungen: Umgebungstemperatur - 5 Grad Celsius bis + 50 Grad Celsius; relative Luftfeuchtigkeit maximal 85 % Stromversorgung: DC 6 V (Batterien 4 x 1,5 Mignon IEC LR 6, Alkali Mangan), alternativ als Sonderausstattung: Netzgerät DC 6 V, Best.-Nr. 410-7-150 (Polung: außen MINUS, innen PLUS). Batteriekontrolle: Symbol-Anzeige im Anzeigefeld Gewicht: 0,6 Kilogramm Klassifikation: Schutzklasse II, Typ BF Klinischer Test: Gemäß DIN 58130, Prüfverfahren N 2, Vergleichsblutdruckmessung am linken und rechten Arm. Ergebnisse: systematische Meßabweichung: systolischer Blutdruck - 0,98 mmHg, diastolischer Blutdruck: - 3,2 mmHg; empirsiche Standardabweichung: systolischer Blutdruck plus/minus 5,96 mmHg, diastolischer Blutdruck: plus/minus 5,35 mmHg. Maximale Meßabweichung des Manschettendrucks: plus/minus 3 mmHg, maximale Meßabweichung der Pulsanzeige: plus/minus 5 %.
Meine Erfahrungen
Tatsächlich lässt sich mit diesem Gerät der Blutdruck sowohl schnell als auch einfach messen. Selbst, wer anfänglich bei der Funktionsweise des Geräts etwas unsicher ist, wird kaum mehr als zwei oder drei Minuten brauchen, um zu erfahren, wie es mit seinen Werten bestellt ist. Wer allerdings beim Arzt oder andernorts seinen Blutdruck schon hat messen lassen, für den erklärt sich die Funktionsweise eigentlich von allein - die ausführliche Gebrauchsanweisung ist dafür nicht unbedingt notwendig, ein Blick hinein kann aber helfen, Missverständnissen vorzubeugen. Mit den Messergebnissen bin ich auch nach mehreren Jahren des Gebrauchs sehr zufrieden. Mehrfach schon habe ich festgestellt, dass sie recht genau sind. Habe ich zum Beispiel daheim den Blutdruck gemessen und besuche kurz danach einen Arzt, dann kommt der eigentlich immer zu einem sehr, sehr ähnlichen Ergebnis.
Das Netzteil zum Messgerät besitze ich nicht. Ausnahmsweise halte ich das auch nicht für sinnvoll, weil es immer erst an eine Steckdose angeschlossen werden müsste. Also benutze ich das Gerät mit Batterien, die aber mehrere Monate (geschätzt sogar länger als ein halbes Jahr bei täglicher Benutzung) ausreichen, ehe sie ersetzt werden müssen. Sehr angenehm finde ich auch die Möglichkeit der vierstufigen Druck-Vorwahl, wobei ich immer den untersten Wert auswähle. Sollte der ausnahmsweise nicht ausreichend sein (das heißt, der obere Blutdruckwert liegt über 150), dann wird die Manschette nach einer kurzen Messphase automatisch bis zum nächsten Wert aufgepumpt. Wird allerdings in der Druck-Vorwahl ein sehr hoher Wert ausgewählt, dann kann die Manschette während des Aufpumpens den Oberarm durchaus auch schon etwas schmerzhaft zusammendrücken.
Als ich kürzlich in einer Klinik zum Blutspenden war, sah ich meinen zuvor bereits gewonnenen positiven Eindruck dieses Geräts bestätigt: Dort wurde das gleiche Blutdruckmessgerät verwendet, das mir nun schon seit vielen Jahren ohne technische Probleme daheim gute Dienste leistet. Und es beruhigt sicher, zu wissen, dass der Blutdruck in Ordnung ist. Gibt es über längere Zeit ungewöhnliche Werte, sollte natürlich ein Arzt aufgesucht werden. Aber auch diesen Hinweis gibt mir das Gerät indirekt.
Mein Fazit Eine preisgünstige und praktische Möglichkeit, um den eigenen Blutdruck zu messen. Einfach zu bedienen - absolut empfehlenswert!
Nachsatz
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, per e-mail Kontakt zur Herstellerfirma aufzunehmen, weil mir die Büchlein zum Notieren des Blutdrucks ausgegangen waren. Ich fragte freundlich an, ob mir Derartiges kostenfrei zugesandt werden könnte - bereits am nächsten Tag hatte ich einen ganzen Set dieser tabellarisch gestalteten Bücher in der Post. Das ist ein Kundenservice, wie man ihn sich überall wünschen würde!
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25.09.2010 08:51
früher habe ich so etwas auch mal gebraucht. LG Matthias
13.09.2010 21:20
Das sieht im Vergleich zu meinem richtig schnittig aus. ;-)))
13.09.2010 19:44
Sehr richtig