Bouvier des Flandres

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Bouvier des Flandres

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Buffies forever

5  11.08.2003

Pro:
Guter Familienhund, sehr freundlich

Kontra:
es gibt nichts was ich gegen diese Rasse sagen könnte

Empfehlenswert: Ja 

bockos-welt

Über sich: Mittlerweile ist unser Haushalt wieder vollständig. Nachdem wir in den letzten drei Monaten 2 Famili...

Mitglied seit:04.09.2000

Erfahrungsberichte:19

Vertrauende:4

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

im Oktober werden es 4 Jahre, dass wir Besitzer unserer Buffidame Carra sind. Mittlerweile ist sie 13,5 Jahre alt. Wir haben Sie aus dem Tierheim als Gesellschafterin für unseren Chowländer geholt der nicht mehr alleine sein wollte. Als wir Carra aus dem Tierheim holten haben wir nicht viel über diese Rasse gewusst, ausser dem was in einschlägiger Literatur zur Rasse zu lesen ist:
**********
Die lange natürliche Auslese hat außergewöhnliche und widerstandsfähige Tiere hervorgebracht. Der Bouvier mußte in enger Gemeinschaft mit seinem Herrn leben und arbeiten, die Pflichten mußten zuverlässig erfüllt werden, dies prägte sein Wesen über Jahre hinweg. Deshalb wird er seine Fähigkeiten bei einem beherrschten und konsequenten Herrn optimal entwickeln. Der Bouvier ist treu, gehorsam, natürlich, ruhig und ausgeglichen. Seine hohe Reizschwelle, sein umsichtiges Handeln, Kinderfreundlichkeit und Familiensinn sowie Wachsamkeit favorisieren den Bouvier zum idealen Familienhund. Gegenüber Fremden verhält er sich eher etwas zurückhaltend; er kläfft nicht sondern bellt wenn es angebracht erscheint. Sein Temperament, die Energie und die natürliche Intelligenz verlangen allerdings auch Aufgaben und Bestätigung, deshalb kann seine Arbeitsbereitschaft am
besten bei einer Vielseitigkeitsausbildung gestillt werden. Bouviers haben sich als Arbeits-, Vielseitigkeits-, Blinden- und Rettungshunde bewährt. Der Bouvier erreicht seine Reife relativ spät, (körperlich sowie geistig) etwa mit zwei Jahren - deshalb ist es sehr wichtig, den Bouvier in der Jugend nicht zu überfordern.
Auf Zwang reagiert er eher mit Sturheit.
Rassetypisch ist die besondere Sprungtechnik - oft mit 4 Beinen gleichzeitig - oder aus dem Anlauf abbremsend um aus dem Stand mehr Wucht zu haben - sowie die leicht verkümmerten Fangreflexe - er wird selten Leckerchen aus der Luft schnappen.

Abhängig von Linie und Zucht findet man heute zum Sport- und Diensthund geeignete Hunde, die eine nicht unbedingt schwierige, aber konsequente Erziehung benötigen, aber auch Hunde aus vornehmlich Familien- und Ausstellungszuchten. Es wäre falsch zu meinen, er erziehe sich von selbst. Er erzieht dann allenfalls seine Menschen.

Der Bouvier ist sehr stark auf seine Menschen bezogen. Er ist auch sehr seiner Familie, besonders Kindern zugetan. Der Bouvier ist nicht als Ketten- oder Zwingerhund geeignet, er braucht Familien-anschluß.

Die Pflege ist, regelmäßig durchgeführt, relativ unkompliziert. Ein wöchentliches Kämmen und Bürsten, ein tägliches Kämmen und Reinigen des Bartes sowie ein Trimmen und Scheren im Abstand von mindestens 3 Monaten sollten eingehalten werden. Nicht zu vergessen ist die regelmäßige Kontrolle und Pflege der unkopierten Ohren. Ein gut gepflegter Bouvier verliert keine Haare und entwickelt kaum Eigengeruch.

Der Bouvier hat einen einmaligen Charakter, der sich schwer beschreiben läßt. Es ist irgendwie schwierig bei einem Hund von Humor zu sprechen, jedoch scheint dies eine Eigenart dieser Rasse zu sein.
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Mit diesen Informationen stürzten wir uns in das Wagnis, übrigens war dies zwar unser dritter Hund aber der erste Rassehund.

Das erste Mal:

Wir kamen ins Tierheim und sahen ein großes schwarzes zotteliges Ungetüm, dass sich auch ohne Schwanz (der ganze Hintern wedelte) sichtlich freute weil jemand mit ihm spazieren ging. Unser Bobby (chowländer= chow-chow /kleiner Münsterländer ) ist ein alter Giftknochen und knurrte Carra gleich an. Das ließ Carra aber kalt und dachte der kann mich mal gerne haben und ging ihren eigenen Weg. So liefen wir zwei Stunden durch Flur und Feld mit zwei Hunden die sich geflissentlich ignorierten. Kurz vorm Tierheim probierten wir noch die Autonummer. Erst Bobby ins Auto dann Carra. Klappt nicht Bobby hat sie verbissen, war uns aber schon fast klar. Dann das ganze noch mal umgekehrt. Es war ja fast ein Wunder, nachdem Carra im Auto war ging auch Bobby rein und es war Ruhe im Karton. Da war uns klar, das ist unser Zweithund.

zuhause:

erstmal zu hause angekommen mußte natürlich alles abgeschnüffelt werden und dann kam für Carra gleich die Ernüchterung: B A D E N

Plötzlich hatten wir einen ganz anderen Hund. Carra legt bis heute ein ganz tolles Sozialverhalten an den Tag. Bobby darf weiterhin der Boß sein im Hunderudel, es sei denn Carra hat einen besonderen Leckerbissen, an den lässt Bobby nicht ran. Mittlerweile kennen wir den Zwinger aus dem Carra stammt und auch die Züchterin die mit Carra gezüchtet hat. Durch diese Bekanntschaft haben wir jetzt auch die Gründe für ihre besondere Vorliebe zu Katzen und Kaninchen erfahren. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir sie nie abgeleint wenn eine von den beiden Gattungen in der Nähe gewesen wäre. Sie hat die nämlich im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern.
Aufgrund Ihres Alters hat sie aber bei beiden keine Chance mehr sie zu kriegen.

Arbeit:

Der Bouvier braucht Beschäftigung: stimmt!!!!!
Trotz Ihren hohen Alters ist sie noch Stammgast auf dem Hundeplatz und auch zu Hause werden die Übungen fortgesetzt. Wenn wir unseren Urlaub am Nordseedeich verbringen, werden in ihr Erinnerungen an die Zeiten wach als sie mit einem Boarder-Collie Schafe hütete.
Sie kann es einfach nicht mit ansehen, dass die Schafe nicht alle in einer Ecke stehen. Also ist Schafe treiben angesagt. Man muß es gesehen haben mit welcher stoischer Ruhe dieser Hund die Schafe treibt, da gibt es keine Hektik und keine rennenden Schafe. Beim ersten mal habe wir uns nur gewundert wo der Hund ist. Beim Umschauen ist uns dann aufgefallen das Carra immer vor einer Herde von 8 Schafen hin und her geht, ja geht. Scharping-Prinzip=gaaaaaanz laaaaangsaaam. Nachdem die 8 in einer Ecke standen kam Carra stolz erhobenen Hauptes wieder zu uns zurück.

Kinder:

Wir selber haben keine Kinder aber jede Menge Kinder in der Verwandtschaft und Bekanntschaft. Die können mit Ihr einfach alles machen. Nie gibt es knurren knappen oder grummeln, die können einfach alles mit ihr machen.

Dickkopf:

Da ist sie genauso wie ein Schnauzer. Befehle muß Sie zweimal bekommen dann klappt's. Während der Arbeit allerdings ist sie aufmerksam und reagiert sofort, mittlerweile auf Handzeichen da sie kaum noch etwas hört.

Platzbedarf:
Aufgrund seiner Größe ist er kein Stadthund. Treppen läuft er auch wenn es seine Menschen tun, ansonsten hat er damit nicht viel im Sinn. Wenn kein Garten vorhanden ist in dem der Buff toben und buddeln kann, braucht er viel viel Auslauf. Für einen noch jungen Buff bis 8 Jahre ist auch das wagenziehen eine sinnvolle Aufgabe die er gerne erfüllt.

Fazit:

Jederzeit wieder würden wir einen Bouvier des Flandres in unserem Haushalt aufnehmen. Besonders möchte ich hier allerdings eine Lanze brechen für den alten Hund. "der alte Hund" ist so dankbar und wenn er in eine neue Umgebung kommt auch noch sehr gut zu erziehen. Aufgrund des Rassestandards haben Buffs eine durchschnittliche Lebenserwartung von 11 Jahren. Das soll aber nicht abschrecken einen alten Hund aus dem Tierheim zu holen. Das Tierheim kann noch so gut sein, aber es kann keine private Haltung ersetzen. Und es ist absolut nicht einzusehen warum so ein Hund nicht sein letztes Jahr im Tierheim verbringen soll.

Also nur Mut. Es gibt immer wieder ältere Buffs im Internet bei bouvier-in-not.de die ein neues Zuhause suchen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Kruemel1984

Kruemel1984

30.01.2004 00:54

Die sehen ja niedlich aus! LG, Kruemel ;0)

Bluebirdunfa

Bluebirdunfa

30.08.2003 12:59

Ist das nicht der Hund der Flodders?

erichson

erichson

11.08.2003 12:42

kein hund erzieht sich von allein!! das sollten hundehalter aber wissen und beherzigen!! denn nur ein gut erzogener hund, ist gut in die gesellschaft zu integrieren! du hast einen sehr guten bericht gepostet, man erfährt etwas über die rasse und über deine erfahrungen mit der rasse!! liebe grüße kathleen

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