Bowling (Tipps & Tricks)

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...auch was für Unsportliche !
Erfahrungsbericht von tatoeff über Bowling (Tipps & Tricks)
26.03.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: hoher Spaßfaktor, keine besonderes Können am Anfang erforderlich, keine Anschaffungen zum Einstieg nötig
Kontra: kann teuer werden, wenn man viel spielt

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ich könnte mir zwar glatt eine Medaille für Unsportlichkeit verleihen, aber ich hab das Bowlen langsam für mich entdeckt: nachdem ich vor fast einem Jahr das erste mal zum Bowling gegegangen bin, muß ich feststellen, daß ich es langsam richtig gerne machen und auch immer besser kann ? Übung macht wohl doch den Meister.

Aber von Anfang an: Was ist Bowling?

Dieser Sport ist in den USA sehr verbreitet und so langsam wird auch hier fleissig gebowlt; daher aber die vielen englischen Begriffe. Im Gegensatz zu dem bei uns eher bekannten Kegeln wird beim Bowling auf ca. 20 m langen Holz- oder Kunststoffbahnen gespielt und Ziel ist es, mit max. zwei Würfen die zehn Kegel (Pins) am Ende der Bahn abzuräumen.
(Bowling wird übrigens weltweit nach gleichen Regeln gespielt)

Das erste Mal ?

Mitbringen braucht man nichts, außer guter Laune und ein paar Leuten, die mitspielen wollen. Bei jeder Bowlingbahn kann man enstprechende Bowlingschuhe (haben eine besondere Sohle!) gegen eine geringe Leihgebühr bekommen und auch Bowlingkugeln in den verschiedenen Gewichtsklassen sind dort vorhanden.
Für die Schuhe bezahlt man in der Regel um 1 EUR / Abend und pro Spiel ca. 2,50 EUR. Diese Preise sind allerdings nicht die Regel, denn gerade auf großen und modernen Bahnen zahlt man auch mal deutlich mehr.

Die Vorbereitung

Nachdem man sich in die nicht allzu hübsch aussehende Schuhe gezwängt hat, sucht man sich eine passende Kugel aus: Zu achten ist dabei auf die Bohrung und auf das Gewicht.
Das mit dem Gewicht muß man einfach durch Probewürfe testen, schließlich soll der Spielarm nicht nach 10 Minuten schon anfangen weh zu tun. Zu leicht sollte sie dennoch auch nicht sein, denn bei schwereren Kugeln braucht man weniger Schwung zu holen und sie bleiben besser in der Bahn (?werden nicht verrissen?).
Die drei komischen Löcher in der Kugel (die sog. Bohrungen) sind zum festhalten der Kugel gedacht: die untere für den Daumen und die beiden oben für den Mittel- und den Ringfinger. Zugegeben ist es etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man es erst einmal raushat, dann klappt es gut :-). Was die Löcher angeht, so muß man einfach ausprobieren, mit welchen man am besten zurechtkommt, denn einige sind etwas dünner gebohrt (für dünnere Finger), bei anderen wiederum ist nicht besonders tief gebohrt, was ebenfalls hinderlich sein kann. (Die Experten undter dem Bowlern haben nicht nur ihre eigenen Schuhe, sondern auch eigene Kugeln, die speziell auf denjenigen Spieler abgestimmt ist, was das Gewicht angeht, die Bohrungen an sich und die Position der Bohrung).

Nun geht es los....

Was das Ziel ist, dürfte mittlerweile jedem klar sein: Abräumen natürlich und je mehr, je besser.
Ist man an der Reihe, so nimmt man sich die Kugel, hält sie fest, nimmt ein wenig Anlauf und wirft / rollt die Kugel in Richtung der Pins. Übung macht den Meister dabei und nicht selten habe ich anfangs die ?Gosse? getroffen, sprich: die Kugel hat nicht einen Pin getroffen. Man hat in einem Bowlingspiel jeweils zehn Durchgänge (Frames) mit jeweils max. zwei Würfen. Ein STRIKE ist, wenn alle zehn Pins beim ersten Versuch aubgeräumt wurden, ein SPARE, wenn die Pins beim zweiten Versuch alle geräumt werden konnten.


Die wichtigesten Spielregeln:
- jedes Spiel besteht aus zehn Frames, in jedem Frame hat der Spieler zwei Versuche möglichst viele Pins abzuräumen
- bei einem Strike (alle zehn Pins beim ersten Wurf abgeräumt) ist danach der nächste Spieler dran
- man darf die Linie zwischem dem Anlauf und der Bahn nicht übertreten (Foul)
- gezählt werden nur die Pins, die von der Kugel oder anderen umfallenden Pins getroffen werden

Es gibt noch eine Reihe weitere Vorschriften, aber so genau wird es meist nur genommen, wenn es um Punktspiele in den einzelnen Ligen geht, somit will ich hier nur die wichtigsten nennen.

Eine Besonderheit ist der zehnte Frame: werden hier alle zehn Pins beim ersten Wurf umgeworfen, so darf der Spieler noch zwei weitere Male werfen!


Die Punkteberechnung
Die meisten Bowlingbahnen haben schon Computer, die das Ergebnis gleich mitrechnen. Unsere hat die leider noch nicht (aber im Sommer wird aufgerüstet  ), so daß ich das Zusammenzählen der Punkte noch lernen mußte und das war gar nicht so ganz einfach.
Auch hier will ich nicht ins Detail gehen, denn ohne ?Punktezettel? ist schwer zu erklären. Das wichtigste in Kürze:
- je nach Wurf wird entweder die Anzahl der getroffenen Pins notiert, ein ?-? wenn kein Pin getroffen wurde, ein ?/? für einen Spare und ein ?X? für einen Strike
- nach einen Strike werden die Punkte der nächsten beide Würfe zu diesem hinzuaddiert
- nach einem Spare werden nur die Punkte des nächsten Wurfes hinzuaddiert

Eine Beschreibung zur Berechnung mit Beispielen findet sich ansonsten auf jeden Punktezettel, sofern nicht sowieso schon Computer vorhanden sind und zur Not ist bestimmt auch jemand behilflich.

?Rechts vor links? gibt es übrigens auch auf Bowlingbahnen und damit ist gemeint, daß man anderen Spielern ?nicht in den Anlauf? laufen sollte. Will heissen: steht rechts von Dir schon jemand und will spielen, dann warte bis er seine Kugel gespielt hat und fange dann erst an.

Ansonsten kann man für den perfekten Wurf keine Anleitung geben, denn jeder spielt anders. Ich visiere zum Beipiel die Pins an und andere wiederum spielen nicht direkt auf die Pins, sondern über die Markierungen auf der Bahn (Punkte und Pfeile). Letzteres hab ich allerdings bis heute nicht ganz begriffen.....

Kleiner Erfahrungsbericht aus meinem letzten Jahr:

Nachdem ich im letzten Sommer mit ein paar Bekannten angefangen habe zu bowlen (erst unregelmäßig, sein Beginn diesen Jahres wöchentlich), habe ich mich deutlich verbessern können. Zu Beginn war ich immer recht frustriert, weil nur die Hälfte meiner Würfe überhaupt ein paar Pins abgeräumt hat und ich somit natürlich auch nie eine überragende Punktezahl vorweisen konnte (um die 60). Im Laufe der zeit lernt man aber auch durch das Abgucken bei besseren Spielern eine Menge dazu und ich konnte mich jetzt auf einen Schnitt von ca. 120 Pins verbessern und das spornt natürlich an 

Dadurch das wir jetzt Stammgäste auf der Bahn sind muß ich dazusagen, daß wir einen Sonderpreis für die Spiele bekommen, denn ansonsten wäre mir der Spaß wohl langsam zu teuer geworden und auch Schuhe brauche ich nicht bezahlen. Trotzdem lohnt es sich, wenn man regelmäßiger spielt, sich eigene anzuschaffen (meist kann man die bei den Leuten von der Bahn bestellen, einfach mal fragen): zum einen ist es deutlich hygienischer (Spray hin, Spray her) und es spart auf Dauer auch bares Geld, denn man bowlt nicht immer auf der gleichen Bahn.

So...ich hoffe, ich konnte das Ganze einigermaßen verständlich rüberbringen und sollte ich was vergessen haben, so hinterlaßt mir einfach einen Kommentar.

Danke fürs Lesen und einen schönen Tag noch, tatoeff
   

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