Bowling (Tipps & Tricks)

Erfahrungsbericht über

Bowling (Tipps & Tricks)

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Bowling (Tipps & Tricks)

 

Alle Bowling (Tipps & Tricks) Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Tipps für den Anfang....

5  24.07.2002

Pro:
Bowling  -  macht Spaß und ist DER Sport meines Lebens

Kontra:
Es muss nicht jeder gleich ein Pro werden wollen .  .  .

Empfehlenswert: Ja 

STYXX

Über sich: So...ich bin wieder da! Und wie! Bald gibt es hier ein paar neue Restaurantkritiken....also Obacht!....

Mitglied seit:18.04.2000

Erfahrungsberichte:68

Vertrauende:12

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 61 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Bowlingfreunde....denn ich nehme an, die Leser|innen dieses Berichtes sind es oder wollen es vielleicht werden. Würde mich freuen. Warum ich diesen Bericht schreibe? Ganz einfach: ich habe Bowlingspielen mit fünf Jahren angefangen. Und zwar in Wiesbaden auf der City-Bowling. Meine Eltern schmissen damals den Laden. Und zu dieser Zeit waren hauptsächlich Amerikaner dort anzutreffen.

Tja, und mit den Jahren habe ich nie den Spaß an diesem tollen Sport verloren. Er fasziniert mich nach wie vor. Ich hatte zwar einige Jahre Pause zwischendurch - Internat etc. - und im Moment habe ich auch eine selbstauferlegte Zwangspause genommen, aber in Gedanken bin ich immer ei diesem Sport.

Aber ich will hier nicht über meine Erfolge und Misserfolge reden. Nein, ich möchte Euch ein paar Tipps geben, wie ihr Euer Spiel vielleicht verbessern könnt.

Wo fange ich nur an.......ach ja, ok...die Schuhe.
Schuhe braucht jeder, der Bowling spielen will. Mit Turnschuhen mit Gummisohle geht es nicht. Das würde auf dem Anlauf zu sehr schmerzhaften Verletzungen führen (Sehnenabriss, Muskelriss etc.). Ich habe solches schon erlebt. Also: KEINE TURNSCHUHE! Bowling-Shoes gibt es für Links- und Rechtshänder. Warum dies?
Ganz einfach: Bei der Ballabgabe gleitet der entgegengesetzte Fuß nach vorne kurz vor die Foul-Line. Also ich gebe den Ball mit der rechten Hand ab - der linke Fuß gleitet nach vorne. Dieser Schuh hat eine Gleitsohle. Diese kann aus Leder sein oder aus einem anderen gleitfähigen Material. Meist ist sie aus Leder. Die Sohle des anderen Schuhes ist aus Gummi. Denn diesen Fuß braucht der Spieler nicht zum Gleiten. Es gibt verschiedene Hersteller von Schuhen: Linds - Dexter - und noch mehr. Ich habe immer Schuhe von Dexter gehabt (habe sie noch!). Diese Schuhe gibt es auch mit einer Wechsel-Sohle. Diese Schuhe sind aber eigentlich nichts für Anfänger oder Freizeit-Bowler. Die WEchselsohlen dienen dem versierten Spieler dazu, sich auf die verschiedenen Anläufe einzustellen. Es gibt schnelle, mittlere und langsame Anläufe, welche aus Holz oder aus Kunststoff. Dafür sind die Wechselsohlen. Denn mit einer schnellen Sohle auf einem schnellen Anlauf....wie weit soll ich denn gleiten?....Bis zu den Pins?...Hilfe..

Nun, nachdem wir die Schuhe haben, kommen wir zur Kleidung. Profis sieht man selten in Jeans spielen. Immer tragen sie Stoffhosen. Das hat nicht nur optische Gründe. Sie sind bequemer. Mit einer hautengen Hose spielt es sich nicht gut. Sie kneift und zwickt. Das wiederum lenkt vom Spielen ab. Aber natürlich kann es für den normalen Spieler eine Jeans sein. Wie gesagt: Bequem soll es sein!

Jetzt kommt das Wesentliche: Der Ball.

In jeder Bowling-Anlage liegen Bälle aus, mit denen jeder spielen kann, der in die Löcher hineinpasst. Wer nur einmal im Monat spielen geht, für den reichen diese Bälle vollkommen. Wer aber mind. einmal pro Woche spielen geht, dem sei angeraten, sich seinen eigenen Ball zuzulegen.
Warum?
"Ein Open-Ball passt tausend Leuten....aber keinem von Ihnen genau!"
Die Gewichtsklasse geht von 8 Pfund bis hin zu 16 Pfund. Englische Pfund. So wiegt ein 16-Pfund Ball keine acht Kilogramm, sondern ca. 7,52 kg.

Wenn Ihr einen Ball von der Anlage nehmt, dann achtet darauf, dass der Daumen nicht "Press" sitzt. Der Daumen ist der erste Finger, der den Ball verlässt. Danach folgen die anderen beiden. Das sind der Mittel- und der Ringfinger, die in den Löchern sind.

Diese Bälle sind so gebohrt, dass sie eine sog. Null-Bohrung haben. Also nicht wie bei Sport- oder Pro-Bowlern mit verschiedenen Gewichtsverlagerungen. Dies jezt zu erklären würde zu viel für diesen Bericht sein. Das mache ich einem meiner nächsten Berichte.

Wer jetzt aber seinen eigenen Ball haben will - was ich nur zu gut verstehen kann, habe ich doch selbst über zwanzig Stück davon - dem steht eine riesige Auswahl an Farben, Gewichten und Material zur Verfügung. Also, ein Anfänger muss sich nicht gleich einen Urethane-Ball oder einen Reactive-Ball kaufen. Damit würde er wahrscheinlich nicht sehr glücklich werden. Abgesehen von dem wesentlich höheren Preis. Hier kommt meiner Meinung nach nur ein Polyester-Ball in Frage. Dies sind auch gute Bälle. Sie haben den Vorteil, dass sie nicht so teuer sind und auf allen möglichen verschiedenen Bahnbelägen zu spielen sind.
Welches Gewicht hier in Frage kommt, das hilft Euch der Driller im Pro-Shop (so heißen die Shops in den Bowling-Anlagen, denn nur hier gibt es die Bälle und Schuhe zu kaufen) herauszufinden. Es gibt auch eine Art Formel, aber die ist nur spekulativ, also nicht genau: Wer mit einem 12 Pfund Ball von der Anlage bisher gespielt hat und keine Probleme (Schmerzen ö. ä.) hatte, der kann/sollte zu einem 13er greifen. Ich will Euch erklären wieso: Da die House-Bälle nicht extra für Eure Hand und Finger gebohrt sind, ist auch die Gewichtsvertilung nicht exakt für Eure Hand und Finger ausgelegt. Das heißt:
Der Driller im Pro-Shop vermisst jeden Finger (es sind immer noch: Daumen, Mittel- und Ringfinger!) nach seiner Dicke, dem Winkel und die Hand nach ihrem Spann, den Daumen extra nochmal nach seinem Abknickpunkt.
Nicht jede Hand, jeder Finger ist gleich. Deswegen muss das schon sehr genau angepasst werden.
Dann werdet Ihr bestimmt nach der Häufigkeit Eures Spielens gefragt. Der Driller wird mit Euch, aber mehr für Euch entscheiden, ob eine Full-Bohrung oder ob auf Finger-Tip gebohrt wird. Was ist das?

Full Bohrung: Mittel- und Ringfinger werden bis zum zweiten Gelenk in die Löcher versenkt. Diese Bohrung wird am häufigsten für Open-Bowler und Anfänger genommen.

Finger-Tip: Die Hand umspannt den Ball mehr, Mittel- und ringfinger werden nur bis zum ersten Gelenk in die Löcher versenkt.

Der Daumen wird immer voll versenkt. Aber keine Angst, er kommt auch wieder raus...*gggg*

Nachdem die Bohrungen gemacht sind, werden die Löcher noch geschliffen, glatt gemacht und die Kanten entgratet und abgerundet. Es soll ja nicht weh tun.
Dann werdet Ihr auf die Bahn geschickt, um die ersten Würfe zu machen. Denn nun entscheidet sich, ob alles sitzt und passt. Wenn noch nicht, dann wird der Driller Euch helfen.

Das Bohren ist meistens im Preis des Balles inbegriffen. Also keine Angst, es wird nicht teurer.

Ihr solltet Euch auch gleich eine Tasche für den Ball und die Schuhe zulegen. Denn alles soll seinen Platz haben. Und so transportiert es sich besser. Ach ja, ein Handtuch wäre auch nicht schlecht: trockene Hände sind von Vorteil, außerdem könnt Ihr Euren Ball nach dem Spiel oder nach jedem Wurf - wie auch immer - abputzen. Denn auf den Bahnen befindet sich ein spezielles Öl. (Erklärung hierzu kommt auch in einem anderen Bericht.) Und das hat man nicht so gerne an den Fingern oder der Kleidung.

So, nachdem Ihr das alles habt, kann ich Euch nur noch eines wünschen: GUT HOLZ!

Und wer in meiner Nähe lebt oder wohnt, kann gerne mit mir auf die Bowling-Bahn fahren und spielen. Ich würde mich sehr freuen.

Denn bald fange ich wieder mit meinem Training an.

Und bald schreibe ich noch mehr zum Thema Bowling, wenn Euch dieser etwas lang geratene Bericht gefallen hat!

Ciaoderle

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
kirsten31

kirsten31

18.12.2003 13:47

Keine Sekunde langweilig, dein Bericht. Sehr schön!

Das_Ei

Das_Ei

10.08.2003 11:13

Ein wirklich guter Beitrag, hat mir sehr gut gefallen. Gruß Das_Ei

pantherhh

pantherhh

09.04.2003 19:28

ich wusste doch ich kenn dich/den text

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 9134 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (95%):
  1. EasyOneX
  2. kirsten31
  3. Das_Ei
und weiteren 55 Mitgliedern

"hilfreich" von (5%):
  1. jes-toertchen
  2. armin1979
  3. 3.Engelchen

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.