She`s the One ....with Zombies
19.03.2006
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlenswert:
Ja
 Creeptceeper
Über sich:
Mitglied seit:24.02.2004
Erfahrungsberichte:119
Vertrauende:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nachdem sich gerade viele Europäische Länder dem Funsplatter die letzten beiden Jahre gewidmet haben, wollten auch die Irländer auf diesen Zug aufsteigen. Den Anfang machte der halbwegs gelungene "Dead Meat". Vielversprechender als dieser hört sich zumindest die Story von "Boy eats Girl" an. In "Boy eats Girl" geht es um drei Schüler die auf der jagt nach der ersten Liebe sind. Das Problem ist bloß, dass sie das große "L" auf der Stirn stehen haben. Einer der drei ist in seine jahrelange beste Freundin verliebt, traut sich aber nicht sie nach einem Date zu fragen. Ein noch größeres Problem stellt aber der Schulschläger da. Dessen Freundin in spe steht nämlich auf ihn. Doch da er seine große Liebe nicht erreichen kann begeht er (unfreiwillig) Selbstmord. Doch da Mutter immer die beste ist, hat sie auch für dieses Problem eine Lösung. Sie kennt eine alte Kirche wo Bücher mit Okkulten Ritualen sind. Also erweckt sie ihren Sohnemann schnell wieder zum Leben. Doch nach bester Tradition wird er immer Hungriger. Erst als er seinen größten Feind beisst vergeht der Hunger ein wenig, doch auch der gebissene entwickelt einen riesigen Appetit. So wird aus einen Friday Night Ball sehr schnell eine Fright Night.
"Boy eats Girl" ist ein typisches Beispiel dafür was in den letzten Jahren im Horrorgenre los ist. Es gibt kaum noch neue Ideen. Außerdem werden lieber die altbekannten Versatzstücke einiger Klassiker genommen und zu einem neuen zusammengefügt. Hierbei ist "Boy eats Girl" keine Ausnahme. Die Idee von Teenagern die sich in Zombies verwandeln aber immer noch an die selben Dinge denken wie vorher, ist nicht wirklich neu. Fast den selben Ansatz für eine Zombiekomödie hatte vor über zwanzig Jahren schon "Night Life". Nur das in "Night Life" die Probleme ein wenig ernster angegangen wurde, bis zum eintreffen der Zombies. Im späteren Verlauf avancierte der Film zwar auch in eine trashige Liebesgeschichte mit Zombies. Genau dem selben Rezept versucht sich auch "Boy eats Girl". Es gibt die obligatorische Liebesgeschichte und dazwischen noch ein paar Gespräche über das erste mal und andere Dialoge aus Teeniefilmen. Das größte Problem ist dabei nicht, dass es wenig innovativ ist, sondern schon fast belanglos. Heutzutage kann man im Horrorbereich sowieso nicht gerade mit Innovation rechnen, doch alles wirkt so altbekannt. Genau das ist das große Problem von "Boy eats Girl", man denkt das man alles schon mal gesehen (wahrscheinlich sogar besser). Ein weiteres Problem ist das der Humor eigentlich ziemlich trocken serviert wird. Eigentlich meint man sollte das kein Problem sein, doch es gibt wenig Pointen oder stellen die wirklich lustig sind. Ich hätte mir gewünscht das man den Humor wilder und hysterischer anlegt wie bei "Shaun of the Dead". Im Grunde ist "Boy eats Girl" ein Film der eigentlich ein reiner Horrorfilm mit einem Augenwinkern ist. Ich hatte mir eigentlich mehr erhofft, dass der Film in Richtung Funsplatter. Doch den gefallen tut einen der Film nicht.
"Boy eats Girl" fängt eigentlich gar nicht übel an. Man kriegt zwar die volle Breitseite Klischeecharaktere vor den Latz geknallt, aber trotzdem ist man noch guter Hoffnung. Es gibt hier die typischen Stereotypen zu sehen. Es gibt die Loser, die Schulschläger, Schlampen und natürlich die große (unglaublich) unschuldige große Liebe. Aus dieser Kombination entsteht das selbe Geflecht wie schon in tausend anderen völlig belanglosen Komödien. Trotz dieser simplen Struktur schafft es der Film nicht, so etwas wie eine Richtige Handlung in gang zu kriegen. Der Anfang ist zwar noch gut durchstrukturiert, aber mit dem Beginn der Verwandlung bricht das ganze Konzept zusammen. Von nun an verfällt der Film nur noch in lose Fragmente, die durch einen roten Faden zusammengehalten werden. An dieser Stelle gibt es auch nur noch einen einzigen lustigen Moment. Dieser beruht darauf das kein Blut mehr in den Adern des Protagonisten fließt. Was dazu führt das ein gewisses Körperteil nicht so funktioniert wie gedacht. Nach diesem doch recht gelungenen Gag geht der Film zum blutigen Teil über. Die Zombies vermehren sich nämlich ziemlich schnell. Dabei wurde bei "Boy eats Girl" auf die moderne Darstellung von Zombies zurückgegriffen. Die Zombies verfaulen nicht richtig, sie kriegen bloß eine sehr helle Haut wo die Adern extrem zusehen sind. Außerdem haben sie nichts mehr mit den alten langsamen Zombies mehr gemeinsam. Sie können verdammt schnell rennen und auch denken. Einige kriegen sogar fast Anständige Sätze zu stande.
Beim Eintreffen der Zombies nimmt der Film dann auch etwas an Geschwindigkeit auf. Die Darstellung der Tötungen der Zombies sind dabei meistens nur im Off zu sehen. Doch ab und zu kriegt man die typischen Zombiemorde zu sehen, es wir ein bisschen ausgeweidet oder ähnlich bekanntes. Der Bodycount nimmt sich dabei doch ein wenig (zu) sehr in den Griff. Dieses hält aber nur an bis zur Finalen Sequenz, wo ein Mähdrescher, viele Liter Blut und mäßig Gliedmaßen die Hauptrollen übernehmen. Teilweise kommt ein der Film so vor als ob nur auf diesen einen Augenblick hingearbeitet wurde. Ich muss gestehen das die Sequenz Handwerklich perfekt gemacht wurde, aber trotzdem entschädigt es einen doch nicht wirklich. Obwohl es sich anderes anhören mag ist "Boy eats Girl" kein schlechter Film. Es ist ein Film der einen auf einem durchschnittlichen Niveau unterhält. Bloß gibt es in den letzten Jahren immer mehr Horrorfilme auf diesem gebiet. So wird die Konkurrenz von Filmen immer größer und "Boy eats Girl" ist ein Film der nicht gerade herausragt. Die Mähdrescher Sequenz ist zwar hervorragend gemacht, doch alles andere wirkt so unglaublich banal. Das einzig herausragende ist diese Szene und das ohrenbetäubende Gekreische der weiblichen Darsteller. "Boy eats Girl" ist aber nicht der einzige Film mit einer Mähdrescher Sequenz. Im selben Jahr kam der wirklich hervorragende "Evil Aliens" heraus, der alles (nach Braindead) in Sektor in den Schatten stellt. Und wenn man diese beiden Filme miteinander vergleicht, ist die Mähdrescher Sequenz von "Boy eats Girl" zwar Handwerklich besser, aber im Filmischen siegt klar "Evil Aliens".
Auch auf anderen ebenen ist "Boy eats Girl" nur durchschnitt. Im ganzen Pool von neuen Funsplatterwerken ragt der Film nicht heraus. Ich denke bei dem Film hätte man einfach mehr Mut zum Risiko in Kauf nehmen müssen. Dem Film hätte man einfach einen trashigeren Anstrich verpassen müssen. Der Film wirkt einfach zu zahm. Die Effekte sind hochklassig gemacht, aber ihnen fehlt ein stück weit etwas dreckiges rohes. Genau das zieht sich auch den ganzen Film über hin. Der Film hätte ruhig etwas roher sein können, dann die humoristischen Elemente machen das schon wieder weg. Auch hätte man ein wenig mehr Zynismus in den Film einbringen können. Hätte man nicht ein paar harte Szenen könnte man "Boy eats Girl" einer Schulklasse zeigen. Alles in allem ist der Film aber ein Beitrag den man sich ruhig angucken kann. Ob man es muss ist eine ganz andere Frage, den im Gedächtnis bleibt nur der Mähdrescher.
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19.03.2006 17:33
klasse story.. alles drin, was drin sein muss .. ;) SH! lg rene
19.03.2006 16:05
Hört sich nun nicht unbedingt nach einem Film an, den man auf Teufel komm raus gesehen haben muss.. Mfg MaRco
19.03.2006 16:03
Hi, in dem zweiten Absatz habe ich ein echtes Problem Dir zu folgen. Bin ich heute zu deppert um zu begreifen, wer da mit wem was macht oder fehlt da was? Warum kann er sie nicht erreichen, wenn sie doch auf ihn steht?