Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ein sehr gut aufgelegter Edward Furlong, spannend, lustig, hart und unterhaltsam zugleich |
| Kontra: |
Ein etwas boshafterer Trickster wäre vielleicht nicht schlecht gewesen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Es kommt eigentlich relativ selten vor, dass ich mich von einer Inhaltsangabe eines Films derart angesprochen fühle, dass ich diesen daraufhin unbedingt sehen muss. Meistens bedarf es dazu noch einigen guten Kritiken, aber dies war im Fall "Brainscan" anders. Die Story klang für mich ziemlich überzeugend und wenn zudem Edward Furlong die Hauptrolle spielt, kann man ja nicht viel falsch machen oder? Ob dieser Film auch hält was er verspricht, erfahrt ihr im nun folgenden Bericht.
Story
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Der Jugendliche Michael Bower (Edward Furlong) ist ein Außenseiter, wie er im Buche steht: Freunde hat er bis auf den gleichgesinnten Kyle (James Marsh) keine, seine Mutter starb als Michael noch ein Kind war und sein Vater ist immer auf Geschäftsreise. Deshalb schlägt Michael seine Zeit mit Videospielen und Horrorfilmen tot. In der Schule leitet er den Filmclub, der aber vom Rektor geschlossen wird, weil die dort gezeigten Filme zu brutal sein sollen.
Eines Tages, als Michael gerade seine Nachbarin Kimberly (Amy Hargreaves) filmt, in die er schon lange verliebt ist, bekommt er einen Anruf von Kyle, der ihm von einem brandneuen interaktiven Videospiel erzählt, das angeblich DER Hit sein soll. Michael ist skeptisch, denn er hat schon alle Videospiele gespielt und wirklich vom Hocker reißen kann ihn eigentlich keines mehr. Trotzdem ruft er bei der "Brainscan" Hotline an. Der Mann am anderen Ende kann Michael allerdings nicht vom Spiel überzeugen und so legt er kurzerhand wieder auf.
Am nächsten Morgen findet Michael ein Päckchen von Brainscan in seinem Briefkasten, was ihn sehr überrascht, schließlich hat er das Spiel garnicht bestellt. Aus reiner Neugier, beschließt er das Videospiel mal zu testen, was sich als schwerwiegender Fehler erweisen soll... In Brainscan schlüpft der Spieler nämlich in die Rolle eines kalblütigen Mörders, der Nachts in eine Wohnung einsteigt, den dort lebenden Mann ersticht und als Souvenir dessen Fuß abschneidet. Michael ist vom Spiel überwältigt, da es unglaublich realistisch ist und er alles selbst bestimmen konnte. Der Schreck kommt erst, als Michael am nächsten Tag von einem Mord in der Nachbarschaft hört, der angeblich exakt dem gleicht, den er in dem Spiel begangen hat. Natürlich versucht Michael das Spiel loszuwerden, was aber von Trickster (T. Ryder Smith), einer Art Dämon vereitelt wird, der plötzlich dem Spiel entsteigt und Micheal zu einer weiteren Partie Brainscan zwingt...
Schauspieler
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Der Jugendliche Horrorfilmfreak Michael Bower wird gespielt von Edward Furlong, den ich zuvor schon aus vielen Filmen kannte, zum Beispiel "Terminator 2", "Friedhof der Kuscheltiere 2" oder "American History X", um nur mal drei Beispiele zu nennen. Da mich Edward Furlong bislang auch noch nie enttäuscht hat, erwartete ich in "Brainscan" nur das beste von ihm - und bekam es. Es ist fast schon unglaublich, wie gut Furlong den Jugendlichen Horrorfilmfreak spielt, der heimlich in seine Nachbarin verliebt ist und glaubt, schon alles gesehen zu haben. Da bleiben absolut keine Wünsche offen, denn Edward spielt diese Rolle nicht nur authentisch, sondern auch absolut symphatisch, aber das kennt man ja bereits von ihm.
Ein Schauspieler, den man in diesem Film nur unter einer Maske zu sehen bekommt, ist T. Ryder Smith in der Rolle des bösartigen Dämons Trickster. An dieser Stelle muss ich allerdings erwähnen, dass Trickster kein Bösewicht ist, wie man ihn sich eigentlich vorstellen würde. Er sieht aus wie eine Mischung aus Alice Cooper und Marilyn Manson und hat von seinem Aussehen mal abgesehen, nicht viel dämonisches an sich. Vielmehr versucht er Michael immer einzureden, dass die Morde die dieser verübt, absolut in Ordnung wären solange er nicht dabei erwischt wird. Furcht flößt einem Trickster durch sein Aussehen zwar nicht unbedingt ein, aber trotzdem ist er alles andere als ein angenehmer Zeitgenoße, zumal er auch unsterblich zu sein scheint. Ein interessanter Charakter, der von T. Ryder Smith angemessen gespielt wird.
Auch sonst habe ich nichts zu bemängeln, was den Cast in "Brainscan" angeht. Ob nun Frank Langella als Detective Hayden, der Michael um jeden Preis dingfest machen will und ihn von Anfang an mit der Mordserie in Verbindung bringt, James Marsh als Michael´s bester Freund Kyle, oder Amy Hargreaves als Kimberly - sie alle lassen ein rundes Gesamtbild entstehen, es gibt eigentlich keinen Schauspieler im Film, dem man seine Rolle nicht abkauft.
Daten zum Film
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Originaltitel: Brainscan
Alternativtitel: -
Land: Großbritannien, Kanada, USA (1994)
Regie: John Flynn
Buch: Andrew Kevin Walker, Brian Owens
Länge: ca. 91Min.
Freigabe: FSK 18
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die beste Version
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Dieser Film ist in Deutschland bislang drei Mal auf VHS erschienen, eine DVD ist leider nicht in Sicht. Wenn man eine solche haben möchte, sollte man sich vielleicht die Pathe-DVD aus Großbritannien importieren lassen.
Anonsten sieht es schlecht aus, wenn man den Film ungeschnitten haben möchte, da alle, in Deutschland erhältlichen VHS cut sind. Am ehesten möchte ich euch da aber trotzdem das 18er Starlight Tape ans Herz legen, bei dem nur 1,5 Sekunden fehlen, was natürlich zu verkraften ist.
Kritik
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John Flynn (über dessen Knastthriller "Lock Up" mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle ich vor kurzem schon berichtet habe) hat mit "Brainscan" einen Film geschaffen, der wirklich eine klasse für sich ist. Auf den ersten Blick ein simpler Teeniehorrorfilm, ist er bei näherer Betrachtung aber vielmehr als das. Während neurere Streifen wie "Düstere Legenden" sich in Punkto einfallslosigkeit immer mehr steigern, hat "Brainscan" tatsächlich so etwas wie eine intelligente Story, gute Schauspieler, Humor, Horror, Spannung, Romantik und einfach pure Unterhaltung zu bieten. Dabei macht der Film nur selten den Fehler, sich althergebrachtem zu bedienen, sondern ist tatsächlich fast als innovativ zu bezeichnen. Ein Junge, der teil eines Computerspiels wird, dort Morde begeht, die dann real werden: Eine super Idee, beinahe perfekt umgesetzt, das ist "Brainscan".
Das größte Problem, aber gleichzeitig auch ein Vorteil des Films ist sein Alter. 11 Jahre hat der Streifen schon auf dem Buckel, dadurch versprüht er von der ersten Minute an einen unglaublichen Charme und man fühlt sich sofort in einen guten, alten 80er Jahre Horrorfilm zurückversetzt. Auf der anderen Seite aber geht es in "Brainscan" um Videospiele und wie wir alle wissen, sah es da 1994 noch ganz anders aus als heute. So ist es schon ein bisschen sonderbar, dass Michael sich garnicht fragt, wie es das Videospiel schafft, eine dermaßen echt wirkende "Grafik" darzustellen. Stattdessen spielt und mordet er einfach drauf los. Aber nun gut, solche Dinge muss man wohl in jedem Horrorfilm in Kauf nehmen - und wenn ich ehrlich sein soll hat mich die von Zeit zu Zeit fehlende Logik auch nicht gestört.
Ein Punkt, der mich da schon eher enttäuscht hat, war die Darstellung der Beziehung zwischen Michael und Kimberly. Beide sind, wie wir erfahren, schon lange heimlich ineinander verliebt und beobachten sich jeden Tag gegenseitig. Als sie sich dann aber treffen, kommt das eher wie ein Treffen zwischen Herrn XY aus F. mit seinem Zahnarzt rüber, als zwischen einer Begegnung zweier verliebter Teenager. Diese Szenen sind ziemlich kalt und emotionslos gemacht, was dann aber eigentlich auch neben dem zu sanft wirkenden Trickster das einzigste ist, was ich ernsthaft an dem Film bemängeln kann.
Ansonten wurde nämlich alles richtig gemacht: Die Spannung steigert sich von Minute zu Minute mehr, Michael wird von Edward Furlong unglaublich gut gespielt und zudem kommen auch die teilweise harten Splattereffekte nicht zu kurz. Echte Gorehounds werden enttäuscht sein, aber da der Film ja garkeine Splattergranate sein will, ist das auf jeden Fall in Ordnung.
Fazit
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Ich spreche eine uneingeschränkte Empfehlung für "Brainscan" aus, mit diesem Streifen kann man eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man mal wieder gut unterhalten werden will. Einen richtigen unheimlichen Horrorfilm darf man hier nicht erwarten, vielmehr ist "Brainscan" pures Unterhaltungskino mit gut aufgelegten Darstellern, ein bisschen Humor, sehr viel Spannung und einigen harten Effekten. Zwar wäre es nicht schlecht gewesen, wenn Trickster ein bisschen boshafter auftreten würde, aber schlecht macht dies den Streifen auch nicht. Ich vergebe überdurchschnittliche
8 von 10 Punkten und eine Empfehlung
Mfg
Realjackass
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30.12.2002
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Cosmay
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sehr hilfreich
27.09.2003
(05.11.2005)
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WOW - der absolute Psyschoterror!
Bewertung für Brainscan von
DrDatei
Pro: Spitzenhandlung, Realität oder Spiel man weiß es nicht!, Horror Pur
Kontra: Auflösung der Wirklichkeit dauert ewiiiiig......dadurch aber Spannend bis zum Ende
...Also zu Anfang möchte ich mal sagen das 90% der Meinungen hier in der falschen Kategorie gelandet sind es geht hier um Brainscan nicht um Braindead, das ist ein wesentlicher Unterschied, denn die beiden Unterscheiden sich von Handlung und Besetzung der Ro ...
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sehr hilfreich
21.06.2000
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Monty Python Hardcore
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Jehovakill
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22.04.2000
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