Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
brauchbarer Sound |
| Kontra: |
wirkt gekünstelt, laienhafte Darsteller, unlogische Handlung |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Bram Stokers Way of the Vampire - klingt doch eigentlich ganz vielversprechend, oder? Nur komisch, dass davon nie etwas auf Kinoleinwänden zu sehen war. Auch die Liste der Schauspieler enthält keine zumindest mir bekannten Namen, aber das muss ja nichts bedeuten. Nichts desto trotz erschien der Film Ende letzten Jahres auf DVD. Aktuell ist diese für etwas unter zehn Euro zu bekommen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sie in kürze auf den Grabbeltischen von Kaufhausketten für 3 Euro verramscht wird.
Die Story
Ende des 19. Jahrhunderts zieht Bram Stokers Romanfigur zusammen mit einigen Templern gegen die großen Vampirclans in die Schlacht und macht dem uns alle bekannten Dracula den Garaus. Dabei übersieht er leider einen Vampirfürsten, den er dummerweise auch noch damit beauftragt hatte, während des Feldzuges auf seine Frau aufzupassen. Wie kann man nur so dämlich sein?
Kein Wunder also, dass er bei seiner Rückkehr feststellen muss, dass diese nun selbst zum Vampir wurde. Keine Frage, kurzer Prozess, nur ein toter Vampir ist ein guter Vampir. Erzürnt über sich selbst geht er einen Pakt mit Gott ein und wird somit unsterblich, bis sämtliche Vampirfürsten von der Erde vertilgt sind.
Schließlich im Los Angeles des 21. Jahrhunderts angekommen sind nur noch ein paar dahinvegetierende Vampire übrig geblieben. Diese machen sich vor Van Helsing so was von in die Hose, dass sie sich nicht mal mehr vor die eigene Haustüre trauen. Um nicht aufzufallen, ernähren sie sich von Tierblut. Doch um der Handlung etwas auf die Sprünge zu helfen, fängt eine von ihnen eine kleine Revolte an, indem sie einem Anführer namens Sebastian Menschenblut zu trinken gibt. Dies löst eine Gier in ihm aus, wonach er gleich los zieht, um neue Armeen zu schaffen. Hier kommt dann wieder Van Helsing ins Spiel, der natürlich gleich eine Horde Templer zusammenruft, um abermals in die Schlacht zu ziehen. Peinlicherweise findet er aber nur eine Hand voll Bibelstudenten, die erst mal in die Kust des Vampirschlachtens eingeweiht werden müssen ...
Zur Kritik
Selten habe ich einen Film gesehen, bei dem ich hier gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen und aufhören soll. Es gibt fast an allem etwas auszusetzen, so stümperhaft wurde der Film insziniert. Bereits zu Beginn, als die Templer durch irgendwelche Räume rennen, hatte ich das Gefühl, hier hat jemand seinen Keller mit der Video8-Kamera gefilmt. Nun gut, das könnte man noch als Stilmittel gelten lassen, um den zeitlichen Rückblick ins 19. Jahrhundert darzustellen. Allerdings wirkten auch die Templer eher weniger wie Statisten. Mir kam es viel mehr vor, als wären da ein paar Spaziergänger, die zufälligerweise am Set standen, dazu verdonnert worden, sich in einige schwarze Kutten zu pferchen.
Als diese kurze Einleitung vorbei und der Wechsel ins 21. Jahrhundert vollzogen war, wurde es aber keineswegs besser. Die Schauspieler ... verzeihung, alle Vertreter dieses Berufsstandes würde diese Bezeichnung beleidigen. Also besser: Die DARSTELLER wirkten auf mich vollkommen deplaziert. Ich wurde dabei etwas an meine Jugend erinnert, als ich mit Freunden Räuber und Gendarm spielte. Genau so überzogen und gekünstelt sprangen diese Gestalten da hin und wieder durchs Bild. Die Kampfszenen wurden von wilden Kameraschwenks überlagert, um das ganze Durcheinander noch chaotischer zu gestalten. Holzpfähle wurden in irgend etwas hinein gestochen, Schwerter geschwenkt und hin und wieder eine Kehle zerfetzt. Filmblut wurde in rauhen Mengen vergossen, was wohl auch die Freigabe ab 18 erklärt, denn an den paar harmlosen Nacktszenen kanns ja wohl nicht gelegen haben.
Wer bei diesem Genre vielleicht auf die Spezialeffekt hofft, so muss ich leider sagen, weit gefehlt. Diese sind quasi gar nicht vorhanden. Bestes Beispiel, der Biss eines Vampirs: Das Opfer schaut überrascht drein - Schwenk auf den Vampir - Vampir knutscht den Hals - SCHNITT - am Hals des Opfers klebt Makeup und Filmblut. Die übernatürliche Schnelligkeit der Vapire wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass diese urplötzlich aus dem Bild verschwinden - selten so gelacht.
Es tut mir leid, aber diesem Werk kann ich so überhaupt nichts abgewinnen. Um zwanghaft noch etwas positives zu finden, könnte ich vielleicht noch den Soundtrack erwähnen, der so schlecht gar nicht ist. Nicht dass es einen dabei jetzt gerade vom Hocker reißt, aber gemessen an der restlichen Qualität des Films durchaus positiv zu werten.
Fazit
Die Filmindustrie geht mit aller Härte gegen Raubkopierer vor, bedient sich aber selbst übelster Methoden. Wie etwa hier, wo der Name Bram Stokers missbraucht wird, indem man versucht vorzugaukeln, dies wäre die Verfilmung eines seiner Bücher. In der Tat jedoch liegt die einsame Gemeinsamkeit in Van Helsing und Dracula - zwei seiner Romanhelden - Namen, die auch in diesem Film vorkommen. Noch dazu handelt es sich dabei um ein Werk, bei dem sich Bram Stoker mit Sicherheit im Grab umdrehen würde. Möge der Produzent vom Geiste Van Helsings heimgesucht werden.
Der Vollständigkeit halber noch:
Genre: Thriller, Horror, Vampire
Drehbuch: Karrie Melendrez, Sherri Stein
Regie: Sarah Nean Bruce, Eduardo Durano
Darsteller: Rhett Giles, Paul Logan, Andreas Beckett, Denise Boutte, Brent Falco
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Oh Gott ! Was für ein Schrott !!!
Bewertung für Bram Stoker's Way Of The Vampire (2005) von
vanhelsing007
Pro: Story
Kontra: alles
Hallo liebe Ciao - Freunde und Leser
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Ich ziehe mir ja gerne gute Horrorstreifen rein und bin immer auf der Suche noch neuen Filmen. Als ich vor einigen Tagen in unsere Videothek gewesen bin entdeckte ich ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
16.11.2005
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