Brasilien - Der Mittlere Westen

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Brasilien - Der Mittlere Westen

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Erfahrungsbericht über "Brasilien - Der Mittlere Westen"

veröffentlicht 20.11.2014 | masterlanguages
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Über sich :
Ich liebe Natur, Tiere, Sport, Reisen, Sprachen, Lesen, Yoga und Meditation, schreibe in meiner Freizeit über alle möglichen Themen und an verschiedenen Internetstellen.
Ausgezeichnet
Pro Weltnaturerbe, wunderschöne Natur, Biodiversität
Kontra teuer, Mücken, anstrengend
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Weltnaturerbe Pantanal"

Hier sind immer noch die Indios die Meister im Überleben, wenn sie auf ihren Baumstamm-Kanus über die Wasser des Pantanal padddeln. Gejagt wird immer noch mit Pfeil und Bogen, wenn auch viele bereits Motore haben und Benzin schlucken. Die Zeiten ändern sich...

Vor 60 Millionen Jahren lag dieses gesamte Gebiet noch höher, als Ausläufer der Andenkette. Heutzutage umfasst das gesamte brasilianische Pantanal 140.000 qkm (insgesamt etwa 250.000 qkm in den Ländern Brasilien, Paraguay und Bolivien), etwa dreimal so viel wie Holland. Pantanal ist das weltweit artenreichste Naturschutzgebiet und Weltnaturerbe der UNESCO, leider durch Rodung und Industrialisierung gefährdet.


Unglaubliche Biodiversität

Der jährliche Wasserzyklus während der Regenzeit von Dezember bis März garantiert eine unglaubliche Flora und Fauna. Hier ein kleiner Auszug aus der Biodiversität: 1700 Pflanzenarten, 650 Vogelarten, 262 Fischsorten, 80 Säugetierarten und 50 Reptielarten. Fischotter, Wasserschweine, Antras usw. schwimmen dicht am Boot vorbei, aber auch Biberratten, Schlangen und Aligatoren. Ein Ausflug mit Führung ist hier dringend angeraten. Solche Touren sind meist mehrtägig und müssen vorher gebucht werden. Deckt euch auf jeden Fall mit ausreichend Sonnenschutzmittel, Mückenspray, Salbe gegen Mückenstiche, Mückennetz und leichte Kleidungsstücke, davon einige mit langen Ärmeln und langen Beinen (das ist immer noch der allerbeste Mückenschutz) und einen Pulli für kühlere Nächte ein. Stiefel sollten ebenfalls fest sein. Sonnenbrille, Fernglas und Fotoapparat nicht vergessen; hier gibt es Aras, Tucane, Jaguare, Affen, Tapire und mehr.

Wie komme ich hin?

Es fliegen zweimotorische Flugzeuge ab Cuibá (MT/Mato Grosso). Die derzeitigen Preise liegen bei rund 500 Euro. Billiger wird es mit dem Aero-Taxi ab Curumba, für rund 150 bis 180 Euro. Ebenfalls ab Corumba gehen Hotelboote auf dem Rio Paraguai. Der Tagespreis hierfür liegt bei derzeit rund 80 Euro. Auch günstige „chalana“ Boote können gemietet werden, sie kosten etwa 40 Euro pro Tag.

Als Unterkünfte empfehle ich gerne lokale Farmen („Fazendas“), besonders für Naturliebhaber bzw. Ökotouristen. Ab dort kann man per Jeep die Gegend sehr gut erkunden, und zwar Richtung Süden über die Estrada Parque und Richtung Norden über die Transpantaneira. Bitte Kartenmaterial mitnehmen, zusätzlich zum GPS.

Beste Reisezeit

Wie oben bereits erwähnt, liegt die Regenzeit von Dezember bis März; diese Periode solltet ihr natürlich meiden: zu viel Wasser und zu viele Moskitos! Als beste Zeit gilt Mai bis September.


Genehmigungen

Forscher und Besucher zum Zwecke ökologischer Bildung können eine Sondergenehmigung beim Nationalpark und beim Ecotropica beantragen. Um den Park direkt zu betreten, wird eine Genehmigung des Ibama-MT nötig. Für Flugzeuglandung wird eine Genehmigung benötigt, um auf der Piste der Fazenda Acurizal (Ecotropica) zu landen. Auch Bootsausflüge, die per Rio Paraguai in die Region des Parkes eindringen, benötigen die Ibama Genehmigung. Fürs Fischen wird ebenfalls eine Lizenz benötigt. Verstöße werden mit Strafen um 700 Euro geahndet. Schwer bewaffnete Ranger fahnden nach Schwarzmarktwaren wie Krokodilhäuten, Raubtierfellen oder Papageien. Kontrollen bei Touristen bezüglich Schmuggelware sind an der Tagesordnung. Bitte unbedingt beachten!


Zu meinen Fotos:

Foto 1 So sind die Farben: Viel Grün und ein bisschen Blau, soweit das Auge schaut
Foto 2 Hier geht`s los, in der Nähe von Campo Grande.
Foto 3 Wir kampieren auf einer Fazenda, inmitten der roten Erde. Natur bis zum Horizont.
Foto 4 Mit Genehmigung in den Nationalpark. Und sofort tauchen die ersten Tierchen auf.
Foto 5 Die Alligatoren schwimmen in greifbarer Nähe vorbei. Finger im Boot lassen!
Foto 6 Tückisch: teils fester Boden, teils schwimmend
Foto 7 Hier ist Wasser unten drunter!
Foto 8 Guck mal, was da schwimmt!
Foto 9 Sehr dichte Vegetation, Mata Atlantica
Foto 10 Auf dem Land weiter. Die Schlange war schneller als ich fotografieren konnte.
Bitte seht es mir nach, aber Indios habe ich bewusst nicht fotografiert.


AChtung : Bericht wird gerade geändert. Es gibt leider wieder einmal gravierende Probleme beim Hochladen der Fotos.

FAZIT

Ein wunderschöner Hot Spot in Brasilien mit unglaublichen Schätzen, 80 % davon unter Wasser. Auch mit Moskitos, Hitze und viel Wasser ist dieses ungewöhnliche Reiseziel meiner Erachtens jede Anstrengung wert. 5 Sterne von mir und eine Empfehlung zum Besuch, solange dieses wunderschöne und einzigartige Paradies noch exitiert!


Herzlichen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren. Liebe Grüße von Claudete

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • mariefuchs veröffentlicht 16.11.2015
    Das ist ein sehr schönes Foto
  • momo40 veröffentlicht 18.03.2015
    sh, lg
  • hochsauerlaender veröffentlicht 12.12.2014
    sh
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