Erfahrungsbericht über

Braun ER 1250 SILK-EPIL Supersoft BODY System

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Braun ER 1250 SILK-EPIL Supersoft BODY System

 

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Prämierter Erfahrungsbericht

Kampf dem wilden Wuchs

4  04.04.2003 (03.05.2003)

Pro:
einfache Bedienung, Schmerzen im erträglichen Maß, sehr saubere Epilation

Kontra:
Nassrasur ist effektiver als der Rasieraufsatz

Empfehlenswert: Ja 

stefbl

Über sich: Kaum schreibt man mal wieder Berichte, schon sind sie wieder da: Die unsäglichen Anfragen für Leseru...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 136 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Jede Frau kennt das Problem: Spätestens, wenn der Sommer kommt und Röcke und kurze Hosen kein tristes Dasein mehr im dunklen Kleiderschrank fristen müssen, sollen sie weg: Die lästigen kleinen Härchen an den Beinen. Was in Amerika z.B. als unbedingtes und zwingendes Schönheitsideal gilt, ist auch hierzulande bei ca. 90 Prozent der Frauen ein absolutes Muss: Schöne glatte und gepflegte Beine. Doch selbst die gründlichsten Nassrasierer wie der bekannte Gillette Venus haben einen entscheidenden Nachteil: Nur wenige Tage vergehen und die Härchen an den Beinen sprießen erneut. Nur ein Mittel hilft wirklich längerfristig: Epilation. Für viele jedoch eine Horrorvorstellung: Tut das nicht höllisch weh?

Auch ich habe lange Jahre mit mir gehadert, ob sich denn die Investition in eines der doch recht teuren Geräte wirklich rechnen würde. Zu oft hatte ich gehört: Epilation, das ist noch schlimmer als Wachsen – kurzum: Die Hölle. So rang ich mich schließlich zu einem Kompromiss durch: Ich würde nicht leichtfertig 50 Euro oder mehr in einen elektrischen Epilierer investieren, ohne zu wissen, ob ich die Schmerzen überhaupt aushalten könnte ... Die Lösung in diesem Fall: ebay! Erstaunlich: Hier werden extrem viele Epilierer angeboten, die nur genau ein einziges Mal benutzt wurden ... ein Warnhinweis? Ich beschloss, es einfach auf einen Versuch ankommen zu lassen. Und hatte ein megamäßiges Glück: Für nicht ganz sechs Euro ersteigerte ich einen nur einmal benutzten „Braun Silk-épil SuperSoft Body System ER 1250“ – von mir nachfolgend nur noch kurz „ER 1250“ genannt. Endlich traf die ersehnte Lieferung ein – und ein erster Versuch sollte bei mir nicht lange auf sich warten lassen. Eins kann ich gleich schon vorweg nehmen: Hätte ich dieses Gerät nicht bei ebay ersteigert, sondern ganz regulär für ca. 50 Euro gekauft – auch diese Investition wäre vollkommen in Ordnung gewesen. Ihr Damen, ich räume gleich vorab mit einem Vorurteil auf: Epilieren ist überhaupt gar nicht so schlimm. Und mit dem richtigen Gerät gleich dreimal nicht ...

Zunächst jedoch ein paar allgemeine Informationen zum Produkt:

Der ER 1250 von Braun ist ein sogenanntes Epilier-Kombigerät. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass das Gerät nicht nur die Kunst des Epilierens beherrscht, sondern auch einen ganz normalen Rasur-Aufsatz mitbringt, mit dem man auch den anderen Körperhärchen (epilieren sollte man wirklich nur die Beine!) nach einer Epilation der Beine Herr werden kann. Damit jeder für seine Haut auch den angenehmsten Weg wählen kann, verfügt das Gerät über drei Geschwindigkeitsstufen (sanft, normal und Turbo), des weiteren kann man an einem kleinen Rädchen einstellen, ob man sehr feine Haare oder normale bzw. stärkere Haare epilieren will. Für Technikfreaks: Der ER 1250 arbeitet mit insgesamt 20 Pinzettenpärchen, deren Aufgabe darin besteht, die Haare zunächst aufzurichten und dann ganz nah an der Wurzel abzutrennen. Es ist nämlich ein Epilier-Mythos, dass die Haare dabei mitsamt Wurzel ausgerissen werden – das stimmt nicht! Sie werden einfach nur sehr tief unten abgeschnitten – und weil dies durch Pinzetten passiert, kann es durchaus mal zu Schmerzen kommen.

Der ER 1250 im Praxistest:

Man muss sich das Gerät nicht wie einen Herren-Rasierer vorstellen, der über aufladbare Akkus verfügt und ohne Kabel verwendet werden kann. Bei einem Epilierer geht das nämlich nicht. Statt dessen steckt man das Gerät ans Netzteil an und letzteres in die Steckdose, was den Nachteil hat, dass wirklich immer auch eine Steckdose in der Nähe sein sollte. Die Sache mit dem Stecker hat einen für mich auch ganz plausiblen Grund: Würde die Akkuleistung nachlassen und die Pinzetten sehr langsam werden, würde so mit Sicherheit ein ziemlich fieser Schmerz verursacht werden, der den Spaß an dieser Art der Haarentfernung wohl ziemlich schnell nimmt. Da aber mittels Strom-Versorgung immer eine gleichbleibende Laufleistung garantiert wird, ist zumindest diese Gefahr sicher gebannt.

Als ich das Gerät zum ersten Mal benutzte, ging ich auf Nummer sicher. Sanft sollte die Epilation sein – und als das Gerät dann auf Stufe eins lief, traute ich mich kaum, den kleinen Apparat nun endlich wie beschrieben in einem 90-Grad-Winkel auf meine Beine aufzusetzen und gegen die Wuchsrichtung nach oben zu bewegen ... Doch schnell kam die Überraschung: Ein bisschen Ziehen ja, aber Schmerzen? Nein, Schmerzen sind das nicht. Weil mir die Haarentfernung mittels kleinster Stufe viel zu lange dauerte, ging ich auch gleich in die Vollen und schaltete von Stufe zwei gleich weiter auf Stufe drei. Auch hier: Schmerzen ja, aber bei weitem nicht so schlimm wie vorgestellt – und auf jeden Fall erträglich.

Der entscheidende Nachteil einer elektrischen Epilation mit einem Gerät wie diesem besteht darin, dass man sich schon etwas Zeit nehmen muss, bis wirklich beide Beine sorgfältig von sämtlichen Härchen befreit sind. Für beide Beine zusammen brauche ich (stefbl) auf höchster Stufe immer noch eine gute Viertelstunde. Dafür muss man dem ER 1250 aber definitiv zu Gute halten, dass er sehr, sehr gründlich arbeitet. Ist die Anwendungs-Prozedur erst einmal vorbei, sind meine Beine wirklich schmuseglatt. Und – das ist das beste – sie bleiben es auch ca. drei Wochen! Erst dann kommen wieder langsam die ersten Stoppeln durch, die aber nach wiederholter Epilation immer weniger und weniger werden. Ein wie ich finde wirklich positiver Nebeneffekt ...

Ein weiterer Vorteil des ER 1250 besteht darin, dass man nicht erst warten muss, bis die Stoppeln einigermaßen lang sind, um sie wieder entfernen zu können – auch kürzeste Härchen schafft der ER 1250 ohne größere Probleme. Es kam bis jetzt nur ein einziges Mal vor, dass ich in so einem Fall noch ein bisschen mit dem Nassrasierer nachhelfen musste ...

Auch mit dem Rasieraufsatz bin ich im großen und ganzen zufrieden, allerdings benutzte ich ihn nicht so oft. Zwar kann man so z.B. auch seine Achseln gründlich rasieren, allerdings habe ich hier festgestellt, dass man mit einem Nassrasierer im direkten Vergleich doch noch bessere Ergebnisse erzielt. Für den Urlaub z.B. ist aber diese Zusatzfunktion wirklich ideal, weil man so wirklich nur seinen Epilierer mitnehmen muss und damit bestens gerüstet ist.

Und für alle, die es noch ganz genau wissen möchten: Der ER 1250 ist größtenteils weiß mit einigen türkisfarbenen Einsetzen. Zum Lieferumfang gehört auch eine kleine Tasche zur Aufbewahrung sowie eine kleine Bürste zum Saubermachen.

Zur Reinigung: Diese geht sehr einfach und schnell. Einfach die Härchen aus dem Epilierkopf bürsten und auf Wunsch nach Benutzung desinfizieren. Auf die Desinfektion habe ich aber bis jetzt verzichtet – schließlich bin ich die einzige, die den Epilierer bei mir benutzt. Beim Rasieraufsatz lässt sich die Scherfläche per Knopfdruck abnehmen und die Haare, die sich darunter befinden, ganz einfach ausschütten. Danach einfach nochmal mit der Bürste nachhelfen - fertig.

Kommen wir also zur Zusammenfassung und zum Fazit:

Obwohl ich dieses Gerät nicht bewusst ausgewählt, sondern mehr per Zufall ersteigert hatte, habe ich mit dem ER 1250 einen wirklichen Glücksgriff gemacht. Die Bedienung ist höchst einfach, das Ergebnis der Epilation sehr ordentlich, die Reinigung ohne Aufwand machbar – und die Schmerzen halten sich wirklich in Grenzen. Übrigens merkt man fast gar nichts, wenn man vor der Epilation geduscht oder gebadet hat – dieser Tipp von mir nur am Rande. Danach folgen ca. 15 Minuten Aufwand – und danach wieder drei bis vier Wochen Ruhe.

In diesem Sinne kann ich den ER 1250 wirklich nur jeder Frau empfehlen – die 50 Euro, die man z.B. im MediaMarkt dafür bezahlt, rechnen sich wirklich und lassen den sonstigen Rasurstress größtenteils der Vergangenheit angehören. Ihr solltet euch aber wirklich mal überlegen, vor dem Kauf auch mal bei ebay zu schauen – denn hier kann man in Sache Epilierer wirklich gute Schnäppchen machen.

stefbl, 4. April 2003
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
helko2000

helko2000

07.04.2004 22:34

toller Bericht, hat mir sehr geholfen

miss_varna

miss_varna

10.02.2004 22:00

Ich habe auch einen Epilierer von Braun, aber so recht konnte ich mich mit der Methode nie anfreunden :( Jetzt muss wieder Sir Wilkinson ran ;)

aepfelbaeumchen

aepfelbaeumchen

28.06.2003 17:51

Glückwunsch zum Diamanten! LG Bettina

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