In Sachen TIERMORD: "Goodbye Bruno..."
04.07.2006 (08.07.2006)
Pro:
. . .
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlenswert:
Nein
 GlineurJL
Über sich:
Mitglied seit:06.03.2003
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Vertrauende:135
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 84 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Lieber Bruno, jetzt bist Du tot ... vor rund einer Woche im tiefen Bayern abgeknallt, weil Du ein „Problembär“ warst. Mir fehlt dafür das Verständnis, auch wenn ich weiß, dass Du nicht ungefährlich gewesen bist.Man wollte Dir eine Chance geben, finnische Spezialisten mit ihren Betäubungsgewehren wurden eingeflogen, aber sie konnten Dich – bärenschlau – nicht erwischen. Zwischendurch, im Mai aus Österreich eingewandert, wurdest Du „Bruno“ und „Problembär“ getauft. Ein Rabauke seist Du, so wie es junge Bären, die noch nicht geschlechtsreif sind, nun einmal sind. Ein paar Schafe und Ziegen waren vor Dir leider nicht sicher. Nachdem die finnischen „Spezialisten“ abgezogen wurden, dauerte es nur wenige Stunden, bis Dich ein finaler Todesschuß erwischte. Wie sonderbar, dass das plötzlich so schnell ging.Ich bin daher eher entsetzt als verständnisvoll, auch wenn ich die Menschen der Umgebung, in der Du herumlungertest auch begreifen kann. Klar ist da Unruhe, aber in Nordamerika ist ein Bär wie Du Alltag !!! So frage ich mich nach wie vor, ob man alle Mittel ausgelotet hat, um Dich lebend zu erwischen und im schlimmsten Falle zu betäuben. Ich glaube nicht daran !!! Interessant wäre, die Meinung der finnischen Fachleute zu hören, die Dich viel lieber lebend eingefangen hätten. Die Ami's jedenfalls haben auch über Dich berichtet und für die Bayern und ihre Schießwut wenig Verständnis gehabt.Wir schreien nach Tierschutz, und besonders auch die Deutsche Politik mischt sich ein, wenn im Ausland der Tierschutz nicht so streng genommen wird. Die Jagd auf gefährliche Räuber wie Tiger wird abgelehnt, aber wenn dann plötzlich ein Raubtier wie Du auf deutschem Boden auftaucht, dann ändert sich die Mentalität wohl à la „...aber bitte nicht vor unserer Haustüre!“. Wie man mit Braunbären wie Dich, lieber Bruno, umgeht, zeigen uns die Nachbarländer Italien und Österreich. Deine Brüder werden gefangen und mit einem Sender um den Hals ausgestattet, damit man sie stets orten kann. Auch das hätte ich Dir gewünscht.Unsere fernen Nachbarn in Nordamerika und Kanada müssen sich an den Kopf gepackt haben: die leben in vielen Regionen mit Braunbären wie Dich, und auch mit anderen Bären. Und sie leben wesentlich näher mit Euch Vierpfotern, doch kämen sie nie auf die Idee, Euch auszurotten. Du bist vermutlich ein Opfer übereilter Entscheidungen geworden, und auch Opfer von Doppelmoral, Verfehlungen gegen Tiere weltweit zu ächten, aber auf dem eigenen Boden zu versagen.Weißt Du eigentlich, lieber Bruno, dass es Mordrohungen nach Deinem Abschuß gab? DAS finde ich daneben und auch keine Lösung. Sie haben sogar Angst, den Namen des Jägers zu nennen, denn viele Menschen sind erbost. Sein Pech ... denn jetzt kann der gute Jäger sich nicht mit seiner „Bärenjagd“ aufgeilen und angeben, denn das sogenannte „Jägerlatein“ ist krank. So Typen können meinetwegen gegen die Pumpe laufen... aber Mordrohungen sind nicht okay. ABER... ...WEN haben, lieber Bruno, die Bayern erschossen...? Das WILDTIER DES JAHRES 2005 !!! JLZitat aus der www.netzeitung.de: «Das ist die dümmste aller Lösungen», sagte der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, im niederbayerischen Wiesenfelden. «Ich bin tief traurig darüber.» In anderen Ländern lebten Bär und Mensch friedlich zusammen. «Nur in Deutschland wird er liquidiert.» Braunbären könnten mit geeigneten Maßnahmen aus den Siedlungen vertrieben werden. «Bären der Welt, meidet Bayern!!!», sagte Weinzierl.
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17.07.2006 11:47
Ich fand es schon mehr als seltsam, dass Bruno sofort gefunden wurde, nachdem er zum Abschuss frei gegeben wurde und nicht schon zuvor.
14.07.2006 22:02
Ich hab bei diesem Autor gedacht, der überfährt den und macht einen Autobericht draus. Wie man sich irren kann. Bäriges Statement. Danke und LG Lucky
06.07.2006 14:58
Vor allem in Hinsicht Doppelmoral kann ich dir nur Recht geben: Während man sich gegen das Robbenschlachten, die Walhatz, gegen Wilderer in Afrika und Australien lautstark einsetzt (und das auch zu Recht), versagt das System an EINEM Bären. Traurig, traurig! c!AO jEREX