Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
familiäre Atmosphäre, Kompetenz etc . siehe Bericht |
| Kontra: |
vielleicht das Essen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wie ich ja inzwischen auch mehrfach erwähnt habe, bin ich gerade am "Ausbrüten" unseres zweiten Kindes.
Und da der Geburtstermin immer näher rückt, möchte ich gerne die Klinik vorstellen, die wir als Entbindungsklinik von Anfang an ausgesucht hatten.
Es ist die Entbindungsstation des "städtischen Klinikums Braunschweig" hier auch besser bekannt unter "Krankenhaus Celler Strasse". Da sich unser städtisches Klinikum auf mehrere Häuser verteilt, die halt an unterschiedlichen Standorten in der Stadt sind. Wer sich ganz genau über die Abteilungen und deren Lage informieren möchte, kann die Seite http://www.klinikum-braunschweig.de/index.shtml besuchen und findet dort eine Zusammenstellung der Kliniken. Die Homepage will ich nicht weiter beschreiben, denn ich möchte ja nur über die Celler Strasse etwas schreiben.
Als Einleitung nehme ich mir mal das, was über die Celler Strasse auf der Page steht.
"Willkommen in der
Frauenklinik Celler Straße
Willkommen in der Frauenklinik
Die Frauenklinik Celler Straße ist eine der größten Frauenkliniken in Niedersachsen. Untergebracht in einem denkmalgeschützten Gebäude, verbinden sich in ihr charmante Architektur und moderne Medizin.
Gleich, welcher Anlass Sie zu uns führt: Ein erfahrenes Team von 17 Ärzten und Ärztinnen, 15 Hebammen im Kreißsaal und 62 Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern und Hebammen auf den Stationen, kümmert sich um Sie.
Prof. Dr. G. Grospietsch
Damit ist jedenfalls schon mal klar, das es sich nicht um einen kleinen Betonkasten handelt, in dem man sich zwischen 3 Betten und 1 Schwester wiederfindet.
Jetzt aber mal von Anfang an.
Unser erster Sohn ist auch schon in diesem Krankenhaus zur Welt gekommen. Damals war jedoch die Renovierung und der Umbau nur teilweise abgeschlossen, so das ich noch in den "Genuss" der alten und neuen Substanz gekommen bin.
Jetzt habe ich gerade noch einmal 10 Tage "Probeliegen" hinter mich gebracht, weil ich vorsichtshalber zur Beobachtung dort behalten wurde. Jedenfalls bin ich in meiner Entscheidung auch zu dieser Entbindung dort zu erscheinen bestärkt worden.
Kreißsaal:
Der Bereich des Kreißsaals war 2001 schon komplett umgebaut und dort hat sich bis jetzt auch nichts weiter verändert. Denn die Renovierung wurde so gründlich ausgeführt und klasse durchdacht, das man nicht weiter an allen Ecken rumflicken musste.
Es stehen 3 unterschiedliche Geburtszimmer zur Verfügung, von denen eines über eine Geburtswanne verfügt. An jedem Zimmer ist noch separat ein Bad angelegt, so das man nicht unter der Entbindung über den Flur kriechen muss, wenn man doch mal auf die Toilette möchte.
Die Zimmer sind hell und freundlich, ohne die sterile Krankenhausatmosphäre zu vermitteln. Im Gegenteil. Man fühlt sich eher wohnlich untergebracht. Das einzige, was schon an Kreißsaal und Krankenhaus erinnert, sind die Gerätschaften, die nun einmal notwendig sind. In jedem Zimmer sind feste CTG's, so das das Personal nicht stundenlang nach den Geräten suchen muss.
Weiterhin gibt es in diesem Bereich Überwachungszimmer, OP-Bereich und den "normalen" Sprechstundenbereich sowie die Aufnahme.
Auch hier hat man nicht den Eindruck, das man sich unbedingt in einem Krankenhaus aufhält, weil nicht nur steriles Weiss verwendet wurde.
Das Personal im Kreißsaal ist durchweg sehr nett und kompetent.
Man kann eigentlich fast immer jeden ansprechen und seine Fragen loswerden, ohne das Gefühl zu haben, man stört. Logischerweise gibt es auch Situationen, wo man nicht unbedingt gleich einen Ansprechpartner findet. Das sind dann die Zeiten, in denen extrem viele Geburten anstehen oder vielleicht doch mal Hektik ausbricht, weil irgendwas nicht ganz normal abläuft.
Da in Braunschweig eine der wenigen Hebammenschulen in Deutschland daheim ist, sind auch immer ausreichend Hebammen-Schülerinnen anwesend, die im Rahmen ihrer Ausbildung ihre Erfahrungen dort sammeln. Von Personal-Notstand war nichts zu merken.
Natürlich dürfen hier auch Väter bei der Geburt dabei sein. Wer als Vater allerdings über einen labilen Kreislauf verfügt, sollte das besser vorher ankündigen. Denn sonst kann es passieren, das er unbeachtet neben dem Bett längs hinschlägt, während alle sich auf die werdende Mutter konzentrieren.
Wieviele Personen im Kreißsaal dabei sein dürfen, weiss ich allerdings nicht. Aber 2 sind wohl keine Seltenheit. Also mit der gesamten Verwandschaft sollte man vielleicht nicht aufschlagen.
Entbindungsstation:
Die Entbindungsstation scheint noch einige kleine Renovierungsarbeiten nötig zu haben. Im Großen und ganzen ist der Umbau wohl aber abgeschlossen.
Fast jedes Zimmer verfügt über einen eigenen Bad-Berich, was ich sehr zu schätzen gelernt habe. Denn wenn man direkt vom Bett aus ohne über den Flur schleichen zu müssen aufs Klo gehen kann, ist man klar besser dran.
Ich war in einem 2-Bett-Zimmer unterbracht. Sehr angenehm, kann ich nur sagen.
Ich hab keinen genauen Überblick über die Anzahl der Zimmer und über die Maximal-Belegung. Aber man kommt nicht in riesige Schlafsäle, in denen man stundenlang sein Bett sucht.
Das Personal ist aus Hebammen, Krankenschwestern und Kinderkrankenschwestern sehr gut zusammengesetzt. In der Nachtschicht sind immer eine Hebamme und eine Schwester anwesend, so das für alle Bereiche ein Ansprechpartner da ist.
Auch hier sind die Hebammenschülerinnen und Lernschwestern zu finden, was ich als sehr gut empfinde. Denn auch in der Ausbildungszeit merkt man ihnen an, das sie schon sehr kompetent sind aber auch zugeben, wenn sie sich mal überfragt fühlen und sich dann vom erfahrenen Personal Rat einholen.
Auf dieser Station sind neben den üblichen Zimmern noch unterschiedliche Bereiche. Das Kinderzimmer, Stillzimmer und ein Aufenthaltsraum, der morgens auch für das Frühstücksbüffet genutzt wird.
Die Möglichkeit des Rooming-In besteht natürlich auch hier. Selbst die Möglichkeit, das die Väter permanent mit ihrer Familie in einem Zimmer untergebracht sind, wird geboten. Ob ich das allerdings haben müsste????
Aber die Kinder kann man auch im Kinderzimmer abgeben, wenn man mal ungestört sein möchte, oder einfach ganz in Ruhe duschen möchte, ohne mit einem Ohr im Kinderbettchen zu hängen. Außerdem habe ich festgestellt, das sehr häufig in den ersten Stunden nach der Geburt die Mütter ohne ihr Kind ins Zimmer gebracht werden, um sich von dem Geburtsstress zu erholen und für den ersten Angriff der Kleinen gerüstet sind.
Die ganze Atmosphäre auf der Station ist eher familiär und nicht wie in so vielen anderen Krankenhäusern nach strenger Hierarchie gegliedert. Ärzte und Personal sind halt auch dort genauso Mensch, wie Patienten.
Besuchszeiten sind nicht fest vorgeschrieben. Allerdings werden Angehörige gegen 22:00 Uhr doch freundlich gebeten, langsam mal die heiligen Hallen zu verlassen. Was ich aber auch erlebt hab, war, das meine Zimmergenossin nachts zwischen 22:30 und 23:30 regelmässig Besuch von ihrem Mann bekam. Ganz ehrlich, ich empfand das dann doch schon reichlich störend, weil ich eigentlich auch gern mal meine Äuglein zugeklappt hätte und vielleicht sogar schon am Einschlafen war. Zum Glück hielt dieser Zustand nur 3 Tage an! Dann ging die gute Frau nach Hause.
Tja, seine Zimmergenossinnen konnte man sich dann doch nicht aussuchen.............
Den stationären Alltag muss ich sicherlich nicht bis ins kleinste Detail ausführen.
Man bekommt seine 3 Mahlzeiten, von denen das Frühstück in Buffetform angeboten wird. Aber Selbst wenn man im Bett bleiben muss, kann man sich beim Frühstück schön satt futtern. Vorausgesetzt man bekommt die Zähne auseinander und traut sich, die Schwestern ranzuklingeln um Nachschlag zu verlangen.
Beim Mittagessen besteht die Auswahl zwischen 2 Hauptmenüs, vegetarisch und Spezialität der Woche. Also eigentlich sollte man jeden Tag in der Lage sein, wenigstens was halbwegs passendes für sich zu finden. Klar, das das Essen nicht unbedingt dem eines Gourmet-Tempels entspricht. Dafür ist man ja schliesslich im Krankenhaus und irgendwann muss man das ja auch mal merken!
Und das Abendessen ist so übersichtlich, wie in jedem anderen Krankenhaus auch. Obwohl man sich sicher auch mehr als nur 2 Scheiben Brot ordern kann. Die Wurst oder der Käse reicht meist nicht aus... aber man soll ja nicht gemästet werden.
Mit trinkbarem kann man 24 Stunden am Tag versorgt werden. Wasser (mit und ohne Sprudel) sowie Tee sind immer verfügbar. Kaffee gibt es morgens und nachmittags. Und da werden einem nicht die Tassen abgezählt.
Was ich nicht ganz so toll fand, war, das nirgendwo auch nur ein Fernseher bzw. Radio zu finden war. Klar, man konnte sich einen Klinik-Fernseher leihen. Aber die gebühren erschienen mir doch recht heftig und so hab ich das gelassen.
Telefon ist an jedem Bett verfügbar, man muss es nur anmelden. Dafür werden täglich 0,80 € Grundgebühr und 0,10 € pro Gesprächseinheit fällig. Im Zeitalter mobiler Kommunikation hab ich mir das Angebot geschenkt. Ausserdem fand ich es gar nicht schlecht, mal nur erreichbar zu sein, wenn ich wollte. Nämlich wenn ich mit meinem Handy mich ausserhalb des Klinikgebäudes befunden habe.
Alles in allem freue ich mich schon fast darauf, mein Kind dort zur Welt zu bringen. Ich weiss, das sich sicher und kompetent aufgehoben sein werde.
Das einzige, was ich nicht ganz so toll finde ist, das die Kinderstation in einem anderen Klinikteil ist. Wenn also das Kind separat medizinisch versorgt wird, bleibt einem als Elternteil nichts anderes übrig, als sich hin und her transportieren zu lassen. Ist etwas stressig aber auch zu meistern. Zumal der Transport unkompliziert von der Station geregelt wird.
Ich drück mir und meinem Kind jetzt schon die Daumen, das ich die Vorteile des Rooming-In nutzen kann. Denn das fänd ich mal richtig Klasse.
Hab ich einen einigermassen guten Eindruck hinterlassen können von dem Krankenhaus? Oder sind noch Fragen offen? Wenn ja, wird ich gern versuchen, sie zu beantworten.
Bis dahin.... einen lieben Gruss,
Sabo
UPDATE:
Hätte ich ja fast vergessen. Unser Sohn wurde tatsächlich hier geboren. Ganz Klasse waren wieder sämtliche Leute, mit denen ich zu tun hatte. Es war eine ziemlich turbulente und schnelle Angelegenheit, bis der Kleine da war (vom Ankommen im KH bis zum Im-Arm-Halten ganze 4,5 Std).
Rooming in war wegen der Größe & des Gewichts leider nicht möglich, aber die kleine Maus ist im Kinderkrankenhaus sehr sehr gut versorgt worden. Und daheim hat er sich sowieso bestens entwickelt!
Zweites UPDATE:
Auch unsere Tochter wurde am 15.08.2008 in diesem Krankenhaus geboren. Und das Personal hat mich tatsächlich zum größten Teil noch in Erinnerung gehabt. Was ich bei einem Patienten"durchsatz" von doch etlichen 1000 im JAhr recht erstaunlich finde.
Wieder war ich nicht enttäuscht, das die Wahl auf das KH Celler Straße fiel. Im Gegenteil Ich habe mich dort genauso gut aufgehoben gefühlt, wie ich es in Erinnerung hatte.
Auf diesem Wege nochmal ein dickes Dankeschön an die ganze Mannschaft des Kreissaals sowie der Wochenstation. Diesmal konnte ich auch das Rooming-In genießen und muß sagen: das ist Klasse!
| weitere Erfahrungsberichte |
Medizinisch top!!
Bewertung für Braunschweig Städt. Krankenhaus von
Kagie
Pro: Medizinisch gut ausgestatten, Rooming In, nette Betreuung auch für den Mann, freie Besuchszeiten für die Väter
Kontra: eine gemütliche Atmosphäre hat ein bisschen im Kreissaal gefehlt
Ich habe im Dezember 1999 im Braunschweiger Städtischem Klinikum entbunden, in der Frauenklinik an der Celler-Straße.
Eine Woche vor Entbindungstermin hatte ich ziemlich starke Wehen, und dann bin ich zusammen mit meinem Mann gegen Mittarnacht ins Klinik ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
22.04.2000
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