Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
die sanfte, natürliche Geburt wird im DIAKO großgeschrieben, natürliche Schmerzmittel, Wassergeburt, 24 - Stunden - Rooming - In, man kann seine "eigene" Hebamme zur Geburt mitbringen, Stillen wird gefördert, freundliches Pflegepersonal, offene Besuchszeiten |
| Kontra: |
keine Neugeborenen - Intensivstation im Haus |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Am Anfang der Schwangerschaft besorgte ich mir verschiedene Literatur über Schwangerschaft, Geburt etc. Da war auch von sogenannten „Beleghebammen“ die Rede, die freiberuflich arbeiten und Geburten die ganze Zeit über im Krankenhaus leiten und begleiten. So etwas schien auch für mich in Frage zu kommen. Ich erkundigte mich, ob es in Bremen auch Begleithebammen gab, in meiner Nähe – und fand eine Hebammenpraxis, die mit dem DIAKO Bremen (ehemals Evangelische Diakonissenanstalt Bremen) zusammenarbeitet. Es klappte schließlich auch mit der Begleitgeburt (dazu später im Bericht mehr).
>>> DIAKO Bremen – allgemein:
Meine Ausbildung zur Bürokauffrau absolvierte ich in der Verwaltung dieses Krankenhauses – ich bin/war also schon mit dem Haus bekannt, was wiederum auch meine Entscheidung, im DIAKO zu entbinden, beeinflusst hatte.
Das DIAKO Bremen ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen und hat 446 Betten in insgesamt sieben Fachabteilungen (wie z. B. Orthopädie, Onkologie, Innere Medizin, HNO-Klinik und auch die Frauenklinik) – für mehr Informationen verweise ich hier auf die Website des DIAKOs: http://www.diako-bremen.de
Verkehrstechnisch ist das Krankenhaus übrigens gut zu erreichen, Autobahn A 27: Abfahrt Gröpelingen, direkt an der Hauptstraße „Gröpelinger Heerstraße“ gelegen, mit einer Bushaltestelle direkt vor der Tür („DIAKO Bremen“, im Bus wird allerdings oft noch „Ev. Diakonissenanstalt Bremen“ gesagt) – Buslinie 70/71 oder 73. Parkplätze sind zwar vorhanden, aber kostenpflichtig (erste halbe Stunde frei, jede volle Stunde ein Euro, soweit ich weiß), Seitenstraßen meistens voll geparkt (mit Autos von Mitarbeitern und/oder Anwohnern).
>>> Der Kreißsaal-Bereich:
Die Frauenklinik mit dem Kreißsaal-Bereich und der Mutter-Kind-Station befindet sich in der sechsten Etage des Gebäudes. Jeden ersten und dritten Sonntag sowie jeden ersten und dritten Montag gibt es die etwa zweistündige Führung „Kreißsaal hautnah“, in der werdende Eltern von einer Hebamme ausführlich den ganzen Kreißsaal-Bereich gezeigt und Fragen beantwortet bekommen.
Im Kreißsaal-Bereich gibt es drei Kreißsäle („blau“, „gelb“ und „rosa“), ein Vorwehenzimmer (mit einem riesigen Bett und TV-Apperat) sowie ein Wannenzimmer – und natürlich noch das Hebammenzimmer und einen Ultraschall-Untersuchungsraum, der aber vor dem Eingang zum Kreißsaal-Bereich liegt.
Ich lag im gelben Kreißsaal. Ein superbreites Bett mit Kissen, darüber zwei von der Decke hängende Bandschlingen zum Hochziehen und Festhalten, mit Vorhängen, dimmbarem Licht, gemütlich wohnlich eingerichtet, Toilettenraum (mit Verbindung zu einem der anderen Kreißsälen), Radio/CD-Player, die „Babystation“ (Waage etc.) zur Versorgung des Neugeborenen... ich fühlte mich dort sehr wohl und gut aufgehoben. (Die anderen Kreißsäle sind ebenfalls so eingerichtet.)
Im Wannenzimmer befindet sich eine schöne, große, beheizbare Badewanne (in der ich auch zwei Stunden lag), in der frau toll entspannen kann – ich empfand das Liegen im Wasser während der Wehen als sehr schön und angenehm. Im Wannenzimmer befindet sich hinter einem Vorhang die Toilette. Ebenso gibt es hier auch einen Radio/CD-Player, Teelichter mit einer Duftöl-Lampe... alles ist ein sehr entspanntes und gemütliches Ambiente. Die Kreißsäle wie auch das Wannenzimmer sind übrigens tapeziert (haben also keine Wandfliesen), soweit ich das sehen konnte.
Ein Operationsraum (für Kaiserschnitte, Notfälle) ist natürlich auch vorhanden. Den hab ich aber nicht von innen gesehen. Bei der Kreißsaal-Führung erzählte die Hebamme, dass – wenn es lebensgefährdende Schwierigkeiten gibt – sofort gehandelt wird, also das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt kommt. Aber auch geplante Kaiserschnitte werden gemacht (z. B. bei Steißlage, zu engem Becken, Querlage, wenn der Mutterkuchen auf dem Muttermund liegt...), allerdings: ein Wunschkaiserschnitt wird nicht gemacht (in keinem Krankenhaus in Bremen).
>>> Während der Geburt:
Die meiste Zeit war ich im gelben Kreißsaal. Ich bekam eine Braunüle (Venenkatheter; also eine „Plastiknadel“, die in der Vene bleibt) gelegt, musste an den Wehentropf und war auch ans CTG (Gerät zur Überwachung und Aufzeichnung der Kinds-Herztöne und Wehentätigkeit) angeschlossen, konnte aber entweder auf dem Bett sitzen, liegen, hocken oder auch normal stehen und etwas herumlaufen.
Ich hatte ja meine eigene Hebamme dabei, die mich während der Geburt begleitete. Sie war nicht die ganze Zeit im Raum, schaute aber immer regelmäßig rein, gab mir Hilfestellungen und betreute mich die ganze Zeit. Wenn sie draußen war, sprach sie sich mit den Ärzten ab (da ich aufgrund meiner starken Kurzsichtigkeit später dann per Saugglocke entbinden sollte/musste... ich darf nicht pressen...) – Wie nun die anderen Hebammen sind, kann ich also nicht sagen. Aber bei der Kreißsaal-Führung machte die Leiterin einen sehr netten, freundlichen und kompetenten Eindruck. Und als ich von zu Hause im Kreißsaal ankam, wussten die anwesenden Hebammen auch gleich, wer ich war und sagten meiner Hebamme Bescheid.
Bei der Entbindung waren auch noch mein Freund und meine Mutter dabei. Begleitpersonen sind im DIAKO kein Problem, sogar erwünscht.
Im DIAKO wird die „sanfte Geburt“ praktiziert, d. h. so wenig Medizin wie möglich, so viel wie nötig (z. B. wenn es Komplikationen gibt oder Schwierigkeiten...) Auf natürliche Schmerz- und Entspannungsmittel wird viel Wert gelegt. Alle Hebammen sind in Homöopathie ausgebildet; Akupunktur, Bach-Blüten zur Erleichterung können angewandt werden. Auch Dammschnitte werden nur gemacht, wenn es unbedingt nötig ist (z. B. bei Geburt mit Saugglocke, wie bei mir).
Während der Entbindung von Imogen (in der Endphase) waren dann neben meiner Hebamme noch die Oberärztin und die diensthabende Ärztin anwesend (beide hatten sich vorher bei mir vorgestellt und mich auch schon auf die Saugglocke vorbereitet). Die diensthabende Ärztin hat den Schnitt dann später auch vernäht (und ich habe mit der Naht/Wunde keine Probleme). Den Dammschnitt hat übrigens meine Hebamme während einer Wehe gemacht; ich habe von dem Schnitt nichts gemerkt (aber das war eh alles nur ein großer Schmerz...)
>>> Nach der Geburt:
Gleich nachdem Imogen auf der Welt war, wurde sie mir auf den Bauch gelegt (dabei war sie mit einem Tuch abgedeckt). Ein wunderschöner Moment! Ein paar Minuten später durfte meine Mutter die Nabelschnur durchschneiden (nachdem sie auspulsiert war) – mein Freund traute sich das nicht. Die Plazenta kam dann heraus (ich musste noch einmal leicht drücken), wurde auf Vollständigkeit untersucht, und meine Hebamme zeigte sie mir dann auch. Währenddessen bekam ich noch eine Ausschabung der Gebärmutter (die eine Ärztin machte das), weil die Geburtshelfer sich nicht sicher waren, ob die Plazenta tatsächlich vollständig war. Und bevor dann Reste vom Mutterkuchen in der Gebärmutter bleiben und dort Entzündungen hervorrufen, schabt man schnell aus (von dem Vorgang hab ich kaum etwas mitbekommen, ich war so mit Imogen beschäftigt).
Nach einer Weile wurde Imogen dann versorgt (die erste Untersuchung wurde gemacht), gewogen und gemessen; der Agpar-Test (visuelle Einschätzung der Lebensfunktionen in mehreren Zeitabschnitten nach der Geburt; mit Punktverteilung – 10 Punkte ist das Maximum) wurde gemacht, wobei Imogen mit 9/10/10 Punkten spitze dabei war.
Meine Hebamme fragte uns, ob wir die Plazenta mit nach Hause nehmen wollten; meine Mutter nahm sie dann mit (zum Einbuddeln in ihrem Garten). Ebenso bekam ich zur Erinnerung eine Sternzeichen-Karte („Wassermann“) mit den Geburtsdaten und einem Sofortbildkamera-Foto von meiner süßen Maus.
Insgesamt blieben wir etwa zwei Stunden nach der Geburt noch im Kreißsaal – ohne Hetzerei, ohne Streß... Das fand ich sehr schön, denn so hatten wir Zeit zum ersten „Beschnuppern“ und Kennenlernen. Wir bekamen auch alle eine Kleinigkeit zu essen (auch während der ganzen Geburt wurden wir mit Tee, Kaffee, Wasser, Saft und etwas zu essen versorgt), was ich gerne annahm – ich hatte auf jeden Fall Hunger. Nach dieser Zeitspanne wurde ich dann ins Zimmer auf die Mutter-Kind-Station gebracht.
>>> Die Mutter-Kind-Station:
Die Station befindet sich auf der gleichen Etage wie auch der Kreißsaal. Es gibt hier Zwei-Bett-Zimmer für die Mütter (alle mit Fernsehgerät, eigener Dusche, Toilette und Waschbecken), ein Stillzimmer, einen Speiseraum (für Frühstück und Abendbrot, man kann aber auch auf seinem Zimmer essen), ein Arztzimmer und auch das Neugeborenenzimmer mit zwei Wickelplätzen und Untersuchungsraum. Die ganze Station ist – wie auch der Kreißsaal-Bereich – sehr freundlich und hell eingerichtet.
Das DIAKO bietet noch einen besonderen "Service" an: Das Familienzimmer... wenn ein Zimmer frei ist, kann der Vater die erste Nacht nach der Geburt mit bei der Mama und dem Baby verbringen - ohne Extrakosten. Leider war bei Imogens Geburt kein Zimmer mehr frei.
Ich wurde gleich mit meinem Bett aus dem Kreißsaal-Bereich auf mein Zimmer geschoben und von den Stationsschwestern mit einer kleinen Flasche Sekt und einem Kirschkernkissen begrüßt und beglückwünscht.
Im DIAKO ist 24-Stunden-Rooming-In, das bedeutet, die Babys sind die ganze Zeit über bei der Mutter im Zimmer, und die Schwestern sehen es auch sehr ungern, wenn die Babys nachts „abgegeben“ werden, weil die Mutter ihre Ruhe haben möchte. Das kann ich auch gut verstehen, denn zu Hause kann man seinen Nachwuchs ja auch nicht „mal eben weggeben“.
Da ich ja eine PDA bekommen hatte, sollte ich beim ersten Aufstehen eine der Schwestern herbei rufen. Das klappte ganz gut; und die erste Nacht wurde Imogen auch von den Schwestern gewickelt. Am nächsten Morgen durfte ich dann auch alleine aufstehen, und mir wurde der Wickelplatz im Neugeborenenzimmer und das Wickeln gezeigt (es gibt genügend Wäsche für die Babys, erst wenn man nach Hause fährt, benötigt man eigene Babykleidung); ich bekam für das Babyzimmer einen Schlüssel (dieses Wickelzimmer dürfen nur die Eltern betreten, es ist immer abgeschlossen: Vorsichtsmaßnahme).
Die Visite der Ärzte ist jeden Vormittag, die auch recht zügig vorangeht. Die Ärzte sind alle sehr freundlich und erklären auch die medizinischen Sachen. Die Schwestern sind auch alle sehr nett und machen einen kompetenten Eindruck. Ich wurde gefragt, ob ich stillen möchte – was ich bejahte – und mir wurde gesagt, wenn ich Schwierigkeiten mit dem Anlegen hätte, könne ich jederzeit klingeln und eine Schwester fragen. Das Stillen klappte aber bei uns beiden auf Anhieb gut, nur einmal wollte Imogen nachts nicht so, und ich klingelte.
Ich fand den Aufenthalt im DIAKO sehr angenehm; wir Mütter hatten in unserem Zimmer Ruhe, aber auch Abwechslung (z. B. durch die tägliche Zimmerreinigung, die aber schnell und ohne viel Firlefanz ruhig abgehandelt wurde). Feste Besuchszeiten gibt es auf der Mutter-Kind-Station nicht, der Besuch kann also kommen, wann er möchte – in einem gewissen Rahmen natürlich. Einmal haben meine Zimmergenossin und ich mitbekommen, wie eine Besucherin um halb sechs Uhr morgens(!) kam – wir waren gerade beim Wickeln gewesen und sahen, wie die Nachtschwester den Besuch quasi rausschmiß.
Drei Mal in der Woche kommt auch eine Fotografin und fotografiert die Babys. Ein Bild davon bekommen die Eltern vom Krankenhaus geschenkt, weitere Bilder (Poster, Fotoserien, Geburtsanzeigen etc.) können gekauft werden. Von dem Angebot haben wir aber keinen Gebrauch gemacht; wir haben nur das Geschenkbild genommen.
>>> Formalitäten/Untersuchungen:
Die Papiere für das Krankenhaus (also meine Patientenakte) hatte meine Hebamme schon fertig gemacht. Mein Freund ging mit der Krankenhauseinweisung von meiner Frauenärztin dann zur Patientenaufnahme und erledigte dort die ganzen Aufnahmeformalitäten (wie Behandlungsvertrag unterschreiben, eventuelle Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung – wenn gewünscht, etc.) und kam dann mit Aufklebern (mit meinem Namen, Patientennummer, Krankenkasse etc.) wieder in den Kreißsaal zurück.
Bei der Kreißsaal-Führung kann man auch einen Anmeldebogen bekommen, den man am besten einige Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin zum DIAKO schickt und sich schon mal unverbindlich anmeldet, damit es dann – wenn die Geburt losgeht – schnell gehen kann und man sich nicht noch unnötig mit Formalitäten herumschlagen muss.
Ultraschall wurde bei mir gemacht, um zu schauen, wie viel Imogen ungefähr zu dem Zeitpunkt wog (geschätzt wurden übrigens 3400g – Imogens Geburtsgewicht betrug 3410g...) – Blut wurde mir abgenommen etc. Alles erfolgte ruhig und stressfrei, aber trotzdem kompetent.
Die U1 und die U2 (Vorsorgeuntersuchungen bei den Babys/Kindern, insgesamt gibt es 9 Untersuchungen bis zur Pubertät) wurden im Krankenhaus gemacht. Die U1 erledigte die eine Ärztin gleich nach der Geburt, die U2 machte der Kinderarzt, der zweimal pro Tag von einem anderen Krankenhaus kommt. Das DIAKO an sich hat keine „richtige“ Kinderstation und auch keine Säuglingsintensiv-Station. Hier arbeitet das DIAKO mit dem Zentralkrankenhaus Bremen-Nord zusammen (von dort kommt auch der Kinderarzt). Imogens Kopf/Gehirn wurde noch mit Ultraschall untersucht, um eventuelle Hirnblutungen (durch die Saugglocke) rechtzeitig zu sehen – ebenso wurde ein Hörtest gemacht; beide Untersuchungen sind ohne Probleme absolviert worden (auch die Ergebnisse sind sehr gut).
Morgens wurde bei uns Müttern durch die Krankenschwestern Fieber gemessen, der Puls kontrolliert, Blutdruck gemessen und nach dem Allgemeinbefinden erkundigt. Ebenso wurde der Rückbildungsstand der Gebärmutter kontrolliert sowie nach dem Wochenfluss gefragt (wie stark ist der?) – Zur Entlassung gibt es dann eine Abschlussuntersuchung bei uns Müttern, hierbei wird noch mal alles kontrolliert (Rückbildung der Gebärmutter, Allgemeinzustand, Wochenfluss etc.)
Ich durfte dann, nachdem ich meine Entlassungspapiere (Mutterpass, Untersuchungsheft für Imogen, Arztbrief für den Kinderarzt) im Stationszimmer erhalten hatte, nach Hause gehen. Ich brauchte mich auch nicht irgendwo abzumelden. Krankenhaustagegeld brauch ich auch nicht zu zahlen.
>>> Essen/Cafeteria:
Morgens und abends gibt es ein Büfett im Speiseraum. Aufschnitt, Brötchen, Marmelade, Nutella, Butter, Margarine, Käse, Wurst, Müsli, Schwarzbrot, Graubrot, Tee, Kaffee, Kakao, Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure, Orangen- und Apfelsaft stehen hier zur Verfügung. Man kann entweder im Speiseraum essen oder sich auch die Sachen aufs Zimmer holen. Mittags gibt es mehrere Menüs zur Auswahl: Normalkost, Diät, vegetarisch, moslemisch... das Mittagessen schmeckt zufrieden stellend. Man kann es essen, aber feinschmeckerisch ist es nicht – Krankenhausküchen kochen nie wirklich gutes Essen.
Das DIAKO hat aber auch eine schöne Cafeteria, in der man Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen bekommen kann. Ich selber war während meines Aufenthaltes nicht dort essen, kenne die Cafeteria aber noch von meiner Ausbildungszeit her. Die Preise sind okay, das Essen schmeckt gut – und man kann auch gemütlich dort sitzen.
>>> Fazit:
Ich habe mich im DIAKO rundum gut betreut und wohl gefühlt. Es hat auch alles gut gepasst: ich kenne das DIAKO ja schon seit Jahren, und das dort auch Hebammen zur Geburtsbegleitung zugelassen sind, kam mir auch sehr entgegen. Das DIAKO macht dies übrigens als einziges Geburtskrankenhaus in Bremen; was neben versicherungstechnischen Gründen auch folgende Begründung hat: in Bremen gibt es nur etwa sechs Hebammen, die Krankenhausbegleitgeburten im DIAKO anbieten – und diese Hebammen haben selber mal im DIAKO gearbeitet (und sich dann selbständig gemacht), kennen sich also mit den Örtlichkeiten dort und den Schwestern und Ärzten aus, was ich auch positiv mitbekommen habe.
Ich würde immer wieder im DIAKO entbinden wollen; ich fühlte mich da medizinisch sicher und gut aufgehoben. Das einzige Manko: Das DIAKO hat keine Säuglingsintensivstation... falls das Neugeborene intensive Pflege benötigt (weil es z. B. Komplikationen während der Geburt gab), dann wird es mitsamt der Mutter ins Zentralkrankenhaus Bremen-Nord verlegt (etwa 20 Minuten Autofahrt entfernt gelegen), soweit ich informiert bin.
Bei der Kreißsaal-Führung wird aber auch auf diese Sache hingewiesen. Falls sich schon während der Schwangerschaft eventuell auftretende Probleme bei der Geburt abzeichnen, sollte man sich auch ausführlicher beraten lassen und dann vielleicht gleich von vorn herein im ZKH Nord (oder einem anderen Krankenhaus) entbinden.
Eine ambulante Geburt ist auch möglich, wenn alles okay ist, können Mama & Baby vier Stunden nach der Entbindung nach Hause gehen. Da ich aber die PDA + Dammschnitt + Saugglocken-Entbindung hatte, ging das bei mir nicht.
Die Dammschnittrate ist übrigens sehr niedrig im DIAKO. Es wird nicht geschnitten, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.
So, ich hoffe, ich habe alle wichtigen Punkte erwähnt. Falls Ihr noch Fragen habt, haltet Euch nicht zurück damit ;-)
Viele Grüße
Beavi & Imogen
Bremen, 27.02.04
| weitere Erfahrungsberichte |
Nach Umbau sehr gut
Bewertung für Bremen Ev. Diakonissenanstalt von
RavenKnight
Pro: Eine sehr gute Entbindungsstation
Kontra: kein
Ich selbst komme aus Bremen, bin dort Geboren zur Schule gegangen und dort ist auch eines meiner Kinder zur Welt gekommen, eben in dem DIAKO, wie es auch heißt.
Nach dem Umbau ist dieses Krankenhaus eine sehr gutes und sehr ansprechendes Krankenhaus gewo ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
|
hilfreich
11.12.2000
|