Bremen Krankenhaus St.-Joseph-Stift

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Wie in meinen letzen beiden Berichten zu lesen ist, habe ich in der letzten Woche eine kleine Tochter zur Welt gebracht. Vor der Geburt habe ich mir natürlich ein Krankenhaus ausgesucht, in dem ich mein Kind bekommen wollte und mich aufgrund mehrerer Faktoren für den St-Joseph-Stift entschieden. Warum ... Bericht lesen





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Erfahrungsbericht von michelle975 über Bremen Krankenhaus St.-Joseph-Stift
16.10.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: der erste Eindruck
Kontra: alles weitere

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht


Wie in meinen letzen beiden Berichten zu lesen ist, habe ich in der letzten Woche eine kleine Tochter zur Welt gebracht. Vor der Geburt habe ich mir natürlich ein Krankenhaus ausgesucht, in dem ich mein Kind bekommen wollte und mich aufgrund mehrerer Faktoren für den St-Joseph-Stift entschieden.


Warum ich dieses Krankenhaus wählte
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Bereits im Juli war die Kreißsaalbesichtigung im Joseph-Stift, zu der ich meine Hebamme mitnahm, da ich der Meinung war, dass sie bestimmte Dinge besser beurteilen konnte als ich.
Das Krankenhaus ist ziemlich zentral, sehr gut erreichbar und wunderschön aufgemacht. Das einzige Problem sind die Parkplätze, die es nicht gibt, worauf ich damals aber dummerweise nicht geachtet habe.
Der Kreißsaal und die gesamte Entbindungsstation sind wunderschön aufgemacht und vermitteln einen gemütlichen, gepflegten Eindruck. Auch die Hebamme und der Arzt, die uns herumführten, wirkten sehr kompetent, freundlich und nett. Es wurden uns die Kreißsääle gezeigt, ein Patientenzimmer und es gab ein Gespräch über die verschiedenen Angebote, wie Akkupunktur, Babymassage und viele andere Dinge, die vor und nach der Geburt stattfinden. Was noch einen besonders netten Eindruck machte, war das Kinderzimmer, in dem man das Baby wickeln, stillen oder auch für die Nacht abgeben konnte, um sich auszuruhen.
Ich hatte ein durch und durch positives Gefühl und entschied mich dafür, mein Kind in diesem Krankenhaus zur Welt zu bringen.


Die Geburt
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Als mein Freund mich mit doch schon stärkeren Wehen ins Krankenhaus fuhr, trat bereits das erste Problem auf. Kein Parkplatz in Sicht. Na egal. Es war zwar nicht gerade toll aber ich stieg einfach schonmal aus und ging hoch zum Kreißsaal, während mein Freund einen Parkplatz suchte.
Die Hebamme nahm mich sehr freundlich in Empfang und bereitete alles für die Geburt vor. Bis dahin war noch alles in Ordnung. Als die Wehen dann aber später immer stärker wurden und ich schon fast Presswehen hatte, kam es ständig vor, dass sie einfach rausging und ewigkeiten nicht wiederkam. Kurz bevor meine Kleine dann da war, fand auch noch ein Hebammenwechsel statt, was ganz toll war, da ich mich gerade erst auf die eine Hebamme eingestellt hatte.
Zum Schluss kam dann auch noch eine ziemlich unsympathische Ärztin dazu, die sich selbst mit der Hebamme nicht so ganz einig war, was natürlich Unsicherheit bei mir hervorrief und alles nicht so optimal klappte, wie es unter anderen Umständen möglich gewesen wäre.


Die Station und Betreuung
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Nachdem die Kleine da war, wurde sie mir kurze Zeit auf den Bauch gelegt und dann gewogen, angezogen und gemessen. In der Zeit nähte die Ärztin meinen Riss und war dabei ziemlich unfreundlich, denn immer wenn ich den Kopf gehoben habe, um nach meinem Baby zu sehen, motze sie rum, dass ich doch liegenbleiben sollte.
Wir kamen dann in einen anderen Raum, in dem wir warten sollten, bis ich auf die Station verlegt wurde. Ich sagte der Hebamme, dass ich gerne zur Toilette möchte und sie sagte, ich soll warten. Als sie dann nach 30 Minuten immer noch nicht wieder da war, habe ich dann nach ihr geklingelt und sie ging mürrisch mit mir aufs Klo. Alleine durfte ich ja noch nicht aufstehen. Sie kam aber auch nicht mehr wieder und so bin ich dann irgendwann alleine zurück ins Bett gegangen. Mein Baby wurde mir dann nochmal für eine halbe Stunde weggenommen und ich bekam sie ert auf meinem Zimmer wieder. Dann passierte erstmal gar nichts mehr. Ich hatte das Baby in meinem Zimmer, Besuch war auch schon da und dann konnte ich sehen, wie ich zurecht kam. Ich bekam ein Mittagessen mit Pfefferminztee und Mandarinen zum Nachtisch, was natürlich ganz toll war, da der Tee die Milchbildung verhindert und Mandarinen dazu führen, dass das Baby wund wird.
Ungefähr in dieser Art ging es die nächsten 3 Tage weiter. Mir wurde weder irgendetwas gezeigt, noch bekam ich etwas anständiges zu essen, das dem Baby nicht geschadet hätte, noch kümmerte sich irgendjemand um uns. Die Ärztin kam nur noch einmal um sich meine Naht anzusehen und zu fragen, ob ich denn am Sonntag gehen möchte. Schlimm war auch, dass es in dem Zimmer in dem ich lag so gezogen hat, dass ich ständig Angst hatte, die Kleine holt sich etwas weg.
Nachdem ich meine Tochter 2 mal zum Stillen angelegt hatte, hatte ich Probleme und ich holte mir bei der Kinderschwester ein Stillhütchen. Am Sonntag fragte ich dann, ob ich noch eins für zu Hause haben könnte aber das war ja nun überhaupt nicht möglich. Ich hätte ja vorher daran denken können, war ihre Antwort. Sie kann mir nicht einfach eins schenken. Ja, lustig. Woher soll ich bitte auf einem Sonntag ein Stillhütchen bekommen?? Ich hab das Ding schliesslich einfach eingesteckt und nicht mehr viel gefragt.


Fazit
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Ich kann dieses Krankenhaus auf keinenfall weiterempfehlen! Mal davon abgesehen, dass das Personal unfreundlich war, es überall durchgezogen hat und das Essen für stillende Mütter absolut ungeeignet war, wurden die Baby auch noch viel zu kalt angezogen. Ich habe mich daran orientiert, wie die Säuglingsschwester das Baby angezogen hat und meine Hebamme hat dann zu Hause festgestellt, dass die Kleine fast schon unterkühlt war. Ich habe mir die größten Vorwürfe deswegen gemacht, auch wenn mich alle damit vertrösten, dass ich ja nichts dafür kann, weil ich es nicht besser wusste. Immerhin ist es ja mein Kind und ich bin nur froh, dass die Kleine davon bewusst nichts mitbekommen hat.
Mein Tip: Geht in ein anderes Krankenhaus oder entbindet am besten gleich ambulant, dann könnt ihr euch den ganzen Ärger sparen und Euch ganz auf euer Baby konzentrieren.


Liebe Grüße,

Eure

Michelle:o)


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