Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Tolle Hebammen, freundliches Personal, kompetent, man fühlt sich einfach wohl |
| Kontra: |
. / . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Jetzt ist es soweit und mein kleiner Pierre lässt mir Zeit zum Schreiben eines neuen Berichts. Er ist am 09.11.2011 geboren und hält mich seit dem ganz schön auf Trab. Kann natürlich sein, das es daran liegt, das es mein 6. Kind ist und die anderen natürlich auch Ihre Zeit und Aufmerksamkeit fordern. Es tut so gut einmal ein Elternjahr zu machen. Bei den anderen bin ich brav nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen, aber jetzt ist erstmal Schonzeit und mein Augenmerk richtet sich auf alle Kinder (16 Jahre, 13 Jahre, 6 Jahre, 5 Jahre, 4 Jahre und 4 Monate)
Schön das es noch keinen Bericht über das St. Joseph Hospital in Bremerhaven gibt. Dann wird es jetzt mal richtig Zeit dafür:
Krankenhaus
St. Joseph Hospital
Wiener Straße 1
27568 Bremerhaven
Tel. 0471/4805490
Das Krankenhaus hat eine sehr gute Lage in Bremerhaven und auch einen sehr guten Ruf. Im Vordergrund stehen hier die Bereiche:
- Innere Medizin
- Chirurgische Klinik
- Gefäßchirurgie
- Plastische Chirurgie
- Frauenhilfe, Geburtshilfe und Gynäkologie
- Augenklinik
- Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie
- Labormedizin
- Radiologisches Institut / Nuklearmedizin
Das Haus besteht aus zwei Bereichen: einem Neubau und einem Altbau. Die Gefäßchirurgie ist z. B. im Altbau. Wenn man jemanden Besuchen möchte, dann sollte man sich schon am Empfang genau den Weg erklären lassen, sonst irrt man durch die Gänge. Das ist mir auch schon passiert.
Im unteren Bereich des Krankenhauses gibt es einen Kiosk und eine Cafeteria. Beides habe ich schon öfters genutzt und ich finde es sehr gut. Das Essen in der Cafeteria schmeckt und ist auch nicht so teuer. Außerdem bekommt man hier anders als auf der Station Kaffee mit Koffein.^^
Am Kiosk habe ich Süßigkeiten und Zeitschriften gekauft, auch hier gingen die Preise einigermaßen.
Messen
Wie in jedem katholischen Krankenhaus kann man an einem Gottesdienst teilnehmen, wenn man das möchte. Eine Nonne sitzt auch unten vor dem Empfang. Sollte man seelischen Kummer haben, kann man sich jederzeit an sie wenden.
Gottesdienste:
Heilige Messe:
jeden Sonntag, 19:00 Uhr
Evangelische Andachten:
jeden zweiten und vierten Sonntag, 9:00 Uhr
Lage
Das St. Joseph Hospital liegt in der Innenstadt in der Nähe vom Martin Donandt Platz. Hier befindet sich ein Kiosk, Pennymarkt, Apotheke, eine Kirche, ein Marktplatz und einige Fachgeschäfte. Direkt gegenüber des Krankenhauses befindet sich ein großer Kinderspielplatz mit großem Holzufo, das sich durch die Außenstreben bewegen lässt, einer Seilbahn, Ballancierstangen, Wippen, Schaukeln etc. Auf diesem Spielplatz war ich mit meinen Kinder öfters.
Auch die Einkaufsmeile Bürgermeister-Smidt-Straße ist nicht weit vom Krankenhaus entfernt. Das finde ich sehr praktisch, wenn man noch das eine oder andere Teil für den Krankenhausaufenthalt benötigt.
Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe, aber auch eine Bushaltestelle ist nicht weit entfernt.
Vorstellung/Voruntersuchung
Ca. 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (27.11.2011) hat mich meine Frauenärztin zur Voruntersuchung und Vorstellung im Krankenhaus angemeldet. Ich wurde sehr freundlich empfangen und die Hebamme hat mir alle Räume gezeigt und mir nochmals alle Möglichkeiten der Geburt vorgestellt. Meine anderen Kinder sind nicht hier geboren, sondern zwei in Bielefeld, zwei in Dortmund und eines im Krankenhaus Reinkenheide, Bremerhaven. Da ich mit diesem Krankenhaus nicht wirklich zufrieden war, hatte ich mich diesmal für das katholische Hospital entschieden. Mir waren also die Räumlichkeiten fremd und ich war vom ersten Eindruck schon positiv überrascht. Alle Räume waren hell und freundlich und besonders die Hebamme war mir von Anfang an sehr sympathisch.
Da ich bei den letzten drei Geburten immer starke Nachblutungen hatte und jedesmal als NOTOP noch versorgt werden musste, wollte ich eigentlich diesmal einen Kaiserschnitt. Die Hebamme und der Professor hatten mir davon abgeraten, da eine Ausschabung nur ein kleiner Eingriff ist gegenüber einem Kaiserschnitt und sie die Möglichkeit hätten, mit Medikamenten den Nachblutungen im Vorfeld ein Schnippchen zu schlagen. Sie sollten Recht behalten, denn ich habe mich dann doch für eine normale Geburt entschieden und es nicht bereut.
Alles in allem hat mir hier die Behandlung und Vorbereitung schon sehr gut gefallen und ich war Zufrieden mit meiner Wahl. Der Kleine konnte von mir aus kommen.
Viele meinen immer, wenn man schon mal Kinder geboren hat, dann hat man keine Fragen oder Sorgen mehr. Aber das stimmt nicht, es ist wirklich so, das jede Schwangerschaft und jede Geburt völlig anders verläuft. Bei meinem ersten Kind hat die Geburt 2 Stunden gedauert, aber ein Arzt im Praktikum hat Mist gebaut und den Damm bis zum After durchgeschnitten. Bei der Geburt kam der Darm mit heraus und ich musste noch operiert werden. Danach Fieberschübe und 2 Wochen Krankenhausaufenthalt. Meine Tochter 2 Jahre danach steckte fest und hatte kaum noch Herztöne. Durch Schieben und Drücken meines Bauches kam sie dann noch rechtzeitig, ansonsten alles super. Bei meiner zweiten Tochter hieß es mein Muttermund wäre kaputt. Die Hebamme hat ihn per Hand über den Kopf des Babys geschoben und das Kind regelrecht herausgeholt. Plazenta kam unvollständig und eine Ausschabung musste gemacht werden. Die dritte Tochter kam viel zu früh. Mein Frauenarzt kam auf die glorreiche Idee er hätte sich verrechnet und ich wäre 4 Wochen weiter wie errechnet. Konnte eigentlich gar nicht sein, aber er Bestand auf die Einleitung der Geburt in kürzester Zeit. Als meine Kleine dann ohne Probleme mittels Wehenmittel auf die Welt kam, meinte die Hebamme, sie hätte aber noch etwas drinbleiben können und es war viel zu früh. Die vierte Tochter war eine Blitzgeburt und kam mit Kreislaufkollaps, Zittern, starken Blutungen auf die Welt. Das war die einzigste Geburt bei der ich nicht selbst ins Krankenhaus gegangen bin, sondern per Rettungswagen abgeholt wurde. Jetzt ist man also gespannt, was einen diesmal wieder erwartet. Ich war auf alles vorbereitet.
Kreissaal
Kreissaalführungen sind immer Donnerstag und Sonntag unter vorheriger telefonischer Absprache, falls jemand man Interesse hat. Es gibt insgesamt 3 Entbindungsräume. Meiner war sehr hübsch eingerichtet. Links befand sich eine runde Entspannungswanne mit vielen Griffen. Diese Wanne dient nicht nur für die Entspannung, sondern kann auch für Wassergeburten genutzt werden. Daneben befand sich ein Wickeltisch mit Wärmelampe und alles Mögliche für das kommende Baby.
Auf der rechten Seite stand ein großes gemütliches Bett. Wenn die Geburt an sich los geht, kann es durch kleine Handgriffe umgebaut werden, um z. B. Beinlehnen hochzufahren. Das wird in der Regel gemacht, wenn nach der Geburt genäht werden muss. Neben dem Bett stand ein Wehenschreiber, der auch über eine Tafel über dem Bett abgelesen werden kann. Einige Stühle sind auch im Raum zu finden, so dass es sich auch der Mann bequem machen kann.
Wer mag, der kann auch einen großen Ball oder einen Gebärstuhl nutzen. Am besten man bespricht das vorher mit der Hebamme. Ich habe den Ball mal während einer anderen Geburt genutzt und fand es für den Rücken sehr entspannend.
Die Wände waren mit warmen Farben ausgestattet und zeigten einige selbstgemalte maritime Bilder. War wirklich schön anzusehen und wirkte sehr beruhigend.
Im Flur waren auch mehrere Sitzmöglichkeiten und natürlich die Eingänge zu den anderen Entbindungsräumen. Ein Bad befand sich am Ende des Flurs und am anderen ein Ärztezimmer.
Kurse
Das St. Joseph Hospital bietet einige Kurse zur Geburtsvorbereitung an. Das finde ich gerade beim ersten Kind sehr sinnvoll. Ich muss aber sagen das ich diese Kurse nicht besucht habe, da ich keine Zeit und irgendwie auch keine Lust hatte.
Kurse zur Geburtsvorbereitung und in der Elternschule:
- Hebammensprechstunde
- Geburtsvorbereitende Akupunktur
- Schwangerengymnastik
- „Bäuche gipsen”
- Laktationsberatung
- Rückbildungsgymnastik
- Geschwisterdiplom
- Großelterndiplom
- Babymassage
- Klönschnack rund ums Baby
- Klönschnack für Große
- Kinderkrankheiten - kein Kinderspiel
Hebamme
Meine Hebamme war wirklich super. Man merkte ihr einfach an, das sie viel Erfahrung hat und die Ruhe selbst war. Fragen hat sie immer freundlich beantwortet und viele hilfreiche Tipps gegeben. Auch hatte sie viel Humor. Sowas lenkt ab und tut einfach gut, wenn einem alles weh tut.
Sie war die erste Hebamme, die es geschafft hat, das nichts gerissen ist, oder es zu Nachblutungen kam. Den anderen hatte ich auch immer gesagt, das ich zu Blutungen neige, aber keiner hat bisher was vorher unternommen. In diesem Krankenhaus habe ich beim Eintreffen in den Kreissaal einen Tropf bekommen, um Blutungen vorzubeugen. Sie hatte mir erklärt, das es oft zu Abrissen der Plazenta kommt, die diese Blutungen auslösen. Durch den Tropf wurde die Plazenta feucht gehalten, so das sie sich nach der Geburt besser lösen kann. Das hat auch super geklappt.
Die Geburt
Am 08.11.2011 hatte ich schon den ganzen Tag diese innere Unruhe, habe nochmals meinen Koffer fürs Krankenhaus inspiziert, ob etwas fehlt und die Wohnung auf Vordermann gebracht. Der eigentliche Geburtstermin war der 27.11.2011, aber obwohl ich keine Wehen hatte, wusste ich, es ist soweit. Wer schon mal ein Kind bekommen hat, der kennt das vielleicht. Das ist wohl der Trieb zum Nestbau und eine innere Uhr.
Um 22.30 h war es dann soweit und ich merkte leichte Wehen. Das erste Mal hatte ich einen Blasensprung. Es kam nicht viel, aber ich merkte wie meine Hose langsam nass wurde und ich konnte es nicht aufhalten. Auch mal eine neue Erfahrung. Also ab unter die Dusche und die Familie vorsichtig auf die bestehende Geburt vorbereitet.
Mein Mann wollte mit und meine älteren Kinder wussten Bescheid, da passierte es erneut und meine Hose war nass. Ärgerlich, aber wieder ab unter die Dusche und frisch angezogen. Jetzt aber los. Es war inzwischen 0:15 Uhr und ich wusste, egal was passiert, heute halte ich mein Würmchen in den Armen. Vor dem Krankenhaus musste mein Mann noch schnell eine rauchen, das war ihm auch gegönnt.
Im Kreissaal wurde ich freundlich empfangen. Ich habe mich richtig gefreut, als ich meine Hebamme von der Voruntersuchung wiedergetroffen habe. Sie war mir ja gleich sympathisch und auch schon etwas älter, das hieß für mich, sie hatte jede Menge Erfahrung. Und die hatte sie auch. Sie strahlt eine gewisse Wärme und Fröhlichkeit aus, die einem jede Angst nimmt.
Die ersten 3 Stunden verliefen irgendwie schleppend. Ich lag auf dem Bett oder lief den Gang hin und her. Die Wehen waren regelmässig, aber der Muttermund war nur 3 cm auf, das war er aber bereits seit 3 Wochen. Irgendwie war ich schon enttäuscht, denn man quält sich, aber nichts passiert. Meine Hebamme fragte mich dann um 4 Uhr, ob ich etwas entkrampfend haben möchte, da ich schon recht starke Schmerzen hatte. Ich habe gar nicht darüber nachgedacht oder gefragt was sie meinte und habe ja gesagt. Was sie meinte ist ein Wehenmittel um den verkrampften Muttermund zu lösen. Kaum hatte sie mir eine Infusion gelegt, begannen die Schmerzen noch heftiger zu werden. Mein Mann ist immer wieder rauchen gegangen, wie auch in diesem Moment. Als er wieder im Kreissaal erschienen ist, habe ich ihn gebeten die Hebamme zu holen, die nebenan eine andere Mama betreut hat. Kurze Untersuchung: juhu, der Muttermund war auf einmal völlig weg und die Geburt konnte starten. Ich musste zweimal kurz pressen und schon lag mir mein kleiner Pierre um genau 4:30 Uhr zwischen den Beinen. Keine Schmerzen, keine Blutungen, endlich mal alles perfekt.
Der kleine Kerl hat sich vom ersten Atemzug in mein Herz geschlichen, er ist aber auch sowas von süss. Und gesund natürlich auch, die ersten Untersuchungen zeigten keine negativen Befunde und Pierre schrie und blinzelte vor sich hin, wie sich das für ein Baby gehört. Erste Messungen ergaben: 52 cm und 3.530 g. Perfekt.
Wochenstation
Nach 2 Stunden Kontrolle im Kreissaal und da es mir super ging, bin ich rüber zur Wochenstation gelaufen. Meine Hebamme konnte sich das grinsen nicht verkneifen und ich war froh, das sie ihr Versprechen gehalten hat und alles glatt läuft. Mir wurde zuerst ein Bett im Familienzimmer zugeteilt, das zufällig frei war. Eigentlich ist das ein Zimmer, das von Eltern angemietet werden kann, wenn auch der Mann oder Geschwisterkinder im Krankenhaus schlafen möchten. Ich hatte Ruhe, Platz satt und alles was ich brauchte. Mein kleiner Fratz war die ganze Zeit in meinen Armen und ich mochte ihn gar nicht mehr hergeben.
Nach einer Stunde Aufenthalt auf der Wochenstation bekam ich etwas zum frühstücken. Kaffee, Brötchen, Butter und Honig. Mein Kreislauf war super und die ganze Anstrengung der letzten Stunden war völlig von mir abgefallen. Nur schlafen konnte ich an diesem Tag nicht. Einige Schwestern stellten sich bei mir vor und kümmerten sich echt liebevoll um alles.
Um 9 Uhr kam eine Fotografin und hat einige Fotos von meinem Junior gemacht. Mal mit Baskenmütze, mal mit Teddy auf dem Rücken. Mein kleiner Pierre hat sich sogar ein müdes Grinsen entlocken lassen und ab und zu die Augen aufgemacht. Ein Foto war für die Nordseezeitung, in der alle Babys der Stadt (auch online) gezeigt werden. Die anderen Bilder werden zum Kauf angeboten. Es ist zwar ziemlich teuer, aber ich finde das einen tollen Service, solche Bilder bekommt man ja nie wieder. Eines gab es noch zusätzlich zum Abschied mit Daten des Kleinen versehen.
Um 11 Uhr kam dann mein Mann mit meinen 5 aufgeregten Kindern ins Zimmer und sie begrüßten ihr neues Geschwisterchen echt lieb. Er musste auf jeden Arm und wurde ganz vorsichtig gestreichelt. Natürlich hängen auch in diesem Krankenhaus bereits an der Eingangstür zur Wochenstation Desinfektionsmittel, wie auch in jedem Zimmer. Meine Kinder fanden das einreiben mit der stark riechenden Lösung ganz spassig und haben sich auch den Rest des Krankenhausaufenthaltes immer daran gehalten: erst Hände desinfizieren, dann ab zum Baby.
Erst am nächsten Tag musste ich das Familienzimmer räumen und kam in ein normales Zimmer auf der Wochenstation. Schade, ich habe den Luxus eines großen Zimmers ganz für mich alleine schon etwas genossen. Aber egal, eine Familie hatte sich angemeldet und den Raum in Beschlag genommen. Da räumt man doch schnell seine 7 Sachen und ab zwei Räume weiter. War ja ok.
Alles in allem muss ich sagen, das die Wochenstation im St. Joseph Hospital sehr gut ist. Die Räume sind sauber, auch die sanitären Einrichtungen. Das Personal war durchweg freundlich und hilfsbereit. Wenn man mal duschen wollte, oder kurz vor die Tür, konnte man die Babys in einem Kinderzimmer abgeben. Eine Kinderkrankenschwester war dann vor Ort und hat sich um alles gekümmert. Auch beim ersten Badeversuch des Kleinen war jemand zur Stelle, obwohl mir das nicht wirklich schwer gefallen ist. Ich finde es aber gut, das man es nicht für selbstverständlich hält, frei nach dem Motto: die hat schon Kinder, die kommt klar. Mir wurde alles gezeigt und erklärt, als wenn es mein erstes Kind wäre, aber nicht bevormundend. Man hat einfach viele Tipps bekommen, gerade was das Stillen betrifft.
Auch das Essen auf der Station war ok. Es gab immer ein Frühstücksbüffet mit Kaffee oder Tee, Brötchen oder Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Quark, Nutella, Müsli, Obst, Joghurt usw. Man merkt das auf Stillen großen Wert gelegt wird, da kleine Zwischenmahlzeiten dann schon sehr wichtig sind. So hab ich mir immer das eine oder andere Obst aufs Zimmer gelegt für später.
Mittags gab es abwechslungsreiche Kost mit Nachtisch und abends wieder belegte Brote, mit Salatschälchen. Lange war ich ja nicht dort, denn am Freitagmorgen ging es wieder ab nach Hause. Nicht ohne mich bei allen zu bedanken und eine Kleinigkeit in die Kaffeekasse zu werfen. Ich war echt zufrieden.
Besuchszeiten
Die Besuchszeiten für die Entbindungsstation ist abweichend von den anderen Stationen. Hier dürfen Väter und Geschwisterkinder jederzeit kommen. Nur andere Kinder unter 10 Jahren sollte man beim Besuch zu Hause lassen, wegen der Ansteckungsgefahr einiger Kinderkrankheiten. Für alle anderen Stationen gilt: 15:00 - 16:00 Uhr und 18:00 - 19:00 Uhr. Vormittags sind ja viele Anwendungen für Patienten und die Mittagsruhe sollte auch eingehalten werden.
Als Nachtruhe gilt im St. Joseph von 20:00 Uhr – 06:00 Uhr.
Gerade wenn man nicht bettlägerig ist, bieten sich die Aufenthaltsräume, das Cafe oder der Park an, sich in Ruhe zu unterhalten. Im Zimmer ist das mit so einer Horde eigenen Kindern nicht immer möglich. (Es sei denn man liegt alleine auf dem Zimmer.)
Gut finde ich die vielen ehrenamtlichen Seelentröster die Krankenbesuche machen. Das ist hauptsächlich für Patienten ohne Angehörige oder falls diese zu weit weg wohnen. Ich finde schön, wenn jeder Besuch bekommt.
Allgemeines
Im gesamten Klinikgebäude herrscht Rauchverbot. Raucherräume findet man hier vergebens. Rechts neben der Eingangstür befindet sich ein überdachter Raucherbereich inklusive großer Aschenbecher. Alkohol ist natürlich total tabu.
Sollte jemand bestimmte Medikamente einnehmen (wie z. B. mein Mann Cetirizin), so kann man das mit Absprache des behandelnden Arztes von zu Hause mitbringen und einnehmen wie immer.
In allen Zimmern gibt es Fernseher, die mit vor Ort zu kaufenden Kopfhörern benutzt werden können. Genauso eine Telefonanlage. Gegen eine Gebühr wird das Telefon freigeschaltet. Für mich hat es sich nicht gelohnt, da ich nur 2 Tage dort war. Außerdem wollte ich mit meinem Kleinen auch etwas Ruhe haben, über Besuche habe ich mich natürlich gefreut. Die meisten Patienten haben sowieso heimlich Handys benutzt, was ja nicht so gerne gesehen wird. Klar, so spart man etwas. Nur in Räumen mit medizinischen Geräten sollte man sie ganz aus machen, da sie stören können.
Wer Schmuck oder andere Wertgegenstände dabei hat, der sollte sie von der Stationsschwester oder im Anmeldebüro wegschließen lassen. Auf keinen Fall in den Nachtschrank legen, dafür wurde schon zu oft geklaut.
Wer nicht bettlägerig ist, der kann den schönen Park nutzen. Hier befinden sich außer Bäumen und Blümchen auch ein paar Bänke zum verweilen.
Hunde und andere Haustiere sind aus hygienischen Gründen auch nicht erlaubt. Logisch.
Fazit
Wer meinen Bericht wirklich gelesen und nicht nur abgeklickt hat der sollte gemerkt haben, das mir das St. Joseph Hospital sehr gefallen hat. Man wird sehr freundlich aufgenommen und kompetent behandelt. Alle Fragen werden beantwortet und das ohne viel Fachchinesisch.
Ich war mit meiner Hebamme sehr zufrieden. Sie war lieb, kompetent, ruhig und hilfsbereit. Wir hatten eine Menge Spaß und Angst war hier ein Fremdwort. Vielleicht sollte ich mal erwähnen, das ich nur Kassenpatientin war, mir aber an nichts gefehlt hat.
Die Zimmer sind sauber und geräumig und für die Babys wird sehr gut gesorgt. Man bekommt Hilfe bei der Pflege und beim Stillen und das erste Baden verläuft unter Anleitung. Egal ob man schon Kinder hat oder nicht, hier wird jeder gleich behandelt. Das fand ich sehr gut.
Auch die Kinderärztin, die am 2. Tag meinen Kleinen untersucht hat war sehr nett. Unser Junior ist kerngesund und topfit, trotzdem hat sie ein paar Tipps gegeben, worauf man achten sollte.
Alles in allem steht hier noch die Menschlichkeit und Pflege der Patienten im Vordergrund. Das Essen war auch ok, da gab es nichts zu meckern. Außer vielleicht das mir in Krankenhäusern immer das Koffein im Kaffee fehlt, aber dafür gibt es zur Not noch das Cafe. Das fand ich auch sehr gut, denn außer Kaffee und Kaltgetränken gab es auch das eine oder andere Essen für die Kinder und Papas.
Wer also in Bremerhaven und Umkreis wohnt und auf der Suche nach einer guten Geburtsklinik sucht: hier ist eine. Am besten einfach mal einen Termin vereinbaren und sich selber ein Bild machen. Ich kann es nur empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten.
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