Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Endlich mal ein Programm dass alles kann |
| Kontra: |
Nicht jeder Brenner läuft mit Moviejack |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Moviejack bietet eine All-In-One-Lösung zum Kopieren von DVDs. Die Einstellungsmöglichkeiten sind auf ein Minimum reduziert. So reicht praktisch ein Klick auf "Jack it" und das Tool rippt, konvertiert und brennt die eingelegte DVD auf Video-CD. Trotz der minimalen Einstellungsmöglichkeiten sind die Resultate ausgesprochen gut.
Doch vor dem DVD-Vergnügen hat das Programm eine große Hürde aufgebaut, denn Moviejack hat massive Probleme mit dem ASPI-Treiber, der Schnittstelle zwischen Software und CD-Brenner.
Dabei spielt weder der Art des Brenners, noch das Betriebssystem eine Rolle: Ich habe auf meinem Rechner und auf dem eines Freundes getestet und von Windows 98 bis Windows XP - Moviejack verweigerte stets den Dienst. Der Grund: Der ASPI-Treiber, die Schnittstelle zwischen Software und CD-Brenner, machte Probleme. Auch neu aufgespielte ASPI-Treiber und Brennsoftware brachten nichts: Moviejack gab weiterhin Fehlermeldungen aus und weigerte sich, das Programm zu starten.
Selbst "Wunder-Tools" wie Force-ASPI hatten keinen Erfolg. Besonders ärgerlich: Da Moviejack ohne passenden Treiber nicht startet, hatte ich keine Chance, nur die Rip- und Konvertier-Funktion auszuwählen und anschließend den fertigen MPEG1-Stream mit einem Brennprogramm wie Nero zu brennen.
Erst nachdem ich die Trial des CD-Kopier-Tools DiscJuggler installiert hatten, funktionierte auch MovieJack. Kein Wunder, denn die Moviejack-Brenn-Engine stammt vom gleichen Hersteller Padus.
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Funktionen: Rippen, wandeln, brennen
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Sobald Moviejack läuft, kommt man schnell damit klar. Die Umwandlung des DVD-Films von MPEG2 ins Video-CD-Format (MPEG1) dauert jedoch je nach Rechner mehrere Stunden. Bei mir mit einem P3 1000Mhz dauerte es 1 Stunde und 19 Minuten.
Hat Moviejack erst einmal die eingelegte DVD erkannt, müsst ihr nur drei Optionen angeben: Die gewünschte Sprache, Untertitel und das Format (PAL Vollbild oder Breitbild). Für Spielfilm-DVDs ist das Widescreen-Format "Breitbild" am besten geeignet. Meine Test-DVD "Gladiator" wurde mit dieser Einstellung verzerrungsfrei kopiert
In Sachen Untertiteln ist Vorsicht geboten: Da auf einer normalen Video-CD kein Wechseln zwischen Tonspuren und Untertiteln wie auf einer DVD möglich ist, werden die Untertitel ständig angezeigt. Schaltet daher das Untertitel-Dialogfeld aus. Nun ist nur noch ein temporäres Verzeichnis auf der Festplatte sowie die Größe des Rohlings für den Brennvorgang anzugeben. Dann kann der Rippvorgang gestartet werden.
Moviejack hat verschiedene Arbeitsmodi: Im Standard-Modus rippt das Programm die DVD und brennt automatisch gleich die Video-CD. Es stehen jedoch auch die Optionen "Nur Rippen" und "Nur Brennen" zur Verfügung. Die von Moviejack erstellten MPEG1-Dateien kann auch ein Brennprogramm wie Nero zu einer Video-CD verarbeiten. Im meinem Test klappte das problemlos.
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Wieviel Platz auf der Festplatte ist notwendig?
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Im Gegensatz zum DVD-Kopierprogramm DaVideo benötigt Moviejack keine 10 GByte an freiem Festplatten-Speicher für die Zwischenlagerung der gerippten DVD-Dateien. Das Programm wandelt den Film live und ohne Zwischenspeicherung in das platzsparende MPEG1-Format um. Der Film wird sogar während der Umwandlung angezeigt. Leider lässt sich die Anzeige nicht abschalten, was das Encoden beschleunigen würde. Für einen 90minütigen Film werden dann auf der Festplatte etwa 1,2 GByte benötigt. Das ergibt zwei gebrannte Video-CDs. Falls euer CD-Brenner 99-Minuten-Rohlinge unterstützt, wie meiner, brennt Moviejack die Video-CDs sogar auf die überlange Medien. Allerdings kommen nur die wenigsten DVD-Player mit Rohlingen über 90 Minuten zurecht. Verwendet daher maximal 80-Minuten-Rohlinge.
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Welche DVDs kopiert werden
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Moviejack kopiert nur DVDs mit Ländercode 2 (Europa, Ausflösung: PAL). Dabei ist es egal, ob ein Kopierschutz vorliegt oder nicht. Ländercodefreie DVDs im NTSC-Format bereiten dem Programm aber keine Probleme, allerdings ist das Ergebnis etwas schlechter als die Umwandlung eines Filmes im PAL-Format. Probleme macht Moviejack mit US-Importen.
Meine DVD "Hannibal" mit dem Ländercode 1 erkannte Moviejack zwar. Das Programm brach jedoch den Kopiervorgang nach etwa 200 Bildern kommentarlos ab. Auch ein Umschalten des DVD-Ländercodes in Windows blieb ohne Erfolg.
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Fazit: Einfach, praktisch, gut
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Obwohl Moviejack praktisch kein Feintuning zum besseren Codieren bietet, ist das Ergebnis ausgesprochen gut: Die Qualität entspricht der von Filmen auf VHS-Bändern. Es treten nur wenige Artefakte und eine leichte Weichzeichnung auf - dies stört aber kaum. Leider hat Moviejack den Ton nicht ganz im Griff. Er ist teilweise zu leise und dann wieder übersteuert mit nervenden Knacksern.
Im Vergleich zum Hauptkonkurrenten DaVideo von GData bietet Moviejack mit der Video-CD die bessere Lösung. Moviejack benötigt statt vier Schritten nur einen Schritt, und im Gegensatz zur DivX-Lösung sind die Video-CDs nicht nur am Computer abspielbar. Sie laufen auf fast allen Standalone-DVD-Playern.
Moviejack ist ideal für Einsteiger und für alle, die keine langen Anleitungen zum Kopieren einer DVD lesen wollen. Allerdings muss der Hersteller S.A.D. noch die massiven ASPI-Treiber-Probleme lösen. Hoffen wir das noch die richtigen Patches kommen.
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sehr hilfreich
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sehr hilfreich
21.12.2000
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