eher eines der schlechteren Werke
4. Nov 2000
Pro:
Schilderung der Familienverhältnisse
Kontra:
redundanz nur eines Themengebietes
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Niveau:
Stil:
Unterhaltungswert:
Wie ergreifend ist die Story?
Informationsgehalt:
Aufmachung:
mehr
 Christoph_80
Über sich:
Mitglied seit:31.10.2000
Erfahrungsberichte:35
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 9 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Mir persönlich fehlt in dem "Brief an den Vater" einfach die Mystik und die Tiefe, die die anderen Werke auszeichneten. Ich empfnad das Buch eher als ziehend langweilig. Wer sich dennoch dafür interessiert, dem habe ich aus verschiedenen Werken herausgearbeitet, wie Hermann Kafka, bzw. dessen Beziehung zu seinem Sohn dargestellt wird: 1. „Die Verwandlung":
..., und schon klopft an der einen Seitentür der Vater, schwach, aber mit der Faust. „Gregor ! Gregor !" rief er, „was ist denn ?" Und nach einer kleinen Weile mahnte er nochmals mit tieferer Stimme: „Gregor ! Gregor !" „Also kann der Prokurist schon zu Dir hinein ?" fragte der ungeduldige Vater.
Das war für Gregor eine grosse Aufmunterung; aber alle hätten ihm zurufen sollen, auch der Vater und die Mutter: „Frisch Gregor", hätten sie rufen sollen Der Vater ballte mit feindseligem Ausdruck die Faust, als wolle er Gregor in sein Zimmer zurückstoßen, sah sich dann unsicher im Wohnzimmer um, beschattete dann mit den Händen die Augen und weinte, dass sich seine mächtige Brust schüttelte.
...der Vater stampfte nur noch stärker mit den Füßen. Unerbittlich drängte der Vater uns stieß Zischlaute aus, wie ein Wilder. Wenn nur nicht dieses unerträgliche Zischen des Vaters gewesen wäre !
... - da gab ihm der Vater von hinten einen jetzt wahrhaft erlösenden starken Stoß, ... ..., aber dann sagte der Vater schließlich ein großes „Nein", und es wurde nicht mehr davon gesprochen.
Nun war der Vater ein zwar gesunder, aber alter Mann, der schon fünf Jahre nichts gearbeitet hatte und sich jedenfalls nicht viel zutrauen durfte; er hatte in diesen fünf Jahren, welche die ersten Ferien seines mühevollen und doch erfolglosen Lebens waren, viel Fett angesetzt und war dadurch recht schwerfällig geworden. ...; den Vater wagte sie nicht um Hilfe zu bitten. Trotzdem, trotzdem, war das noch der Vater ?
..., er wusste ja noch vom ersten Tage seines neuen Lebens her, dass der Vater ihm gegenüber nur die größte Strenge für angebracht ansah. ..., denn der Vater hatte sich entschlossen, ihn zu bombardieren.
[Der Vater hatte sich entschlossen Gregor] zu dulden, nichts als zu dulden. 2. „Brief an den Vater":
Ich sage ja natürlich nicht, dass ich das, was ich bin, bur durch Deine Einwirkung geworden bin. Das wäre sehr übertrieben (und ich neige sogar zu dieser Übertreibung). Ich verlor dadadurch nicht nur den Familiensinn, wie Du sagst, im Gegenteil, eher hatte ich noch Sinn für die Familie, allerdings hauptsächlich negativ für die (natürlich nie zu beendigende) innere Ablösung von Dir.
3. „Das Urteil": Endlich steckte er den Brief in die Tasche und ging aus seinem Zimmer quer durch einen kleinen Gang in das Zimmer seines Vaters, in dem er schon seit Monaten nicht gewesen war.
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22.06.2003 12:09
Wenn ich Kafka lesen möchte, greife ich zu meinem eigenen Bücherregal. Das "Herausarbeiten" hättest Du uns allen ersparen können. Das bloße Zitieren ohne eigene Gedanken überschreitet die Grenze zum Plagiat.
12.06.2003 15:02
Das sind nur Zitate, wo ist die eigene Meinung? Außerdem kann ich "Brief an den Vater" nichts mystisches bzw. tolles (was immer du dir da vorstellst) in dem Werk sein, da es sich um einen echten Brief an seinen Vater handelt! Er war nie für eine Veröffentlichung gedacht!
21.10.2001 15:48
Tut mir leid aber über das Buch selbst habe ich so gut wie nichts erfahren, auch nicht wirklich warum du es schlecht findest. Meiner Meinung nach hast du viel zu viel zitiert! gruss marco