...
Das Buch enthält Briefe einer selbstbewussten alleinstehenden jungen Frau. Sie ist beruflich sehr erfolgreich, überzeugter Single und ungewollt schwanger. Sie richtet Briefe an ihr Ungeborenes, um ihre Situation zu reflektieren und sich darüber klar zu werden, ob sie die Schwangerschaft ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Doris_ über Brief an ein nie geborenes Kind / Fallaci, Oriana 29. September 2009
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
anspruchsvoll
Unterhaltungswert:
recht gering
Spannung:
wenig spannend
Humor:
kein Humor
Aufmachung:
schön
Pro:
nimmt kein Blatt vor den Mund, streckenweise sehr differenziert
Kontra:
nimmt kein Blatt vor den Mund, verkopft, streckenweise verallgemeinernd und beleidigend
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ausschnitte dieses Buches habe ich einst in der Schule gelesen. Als mir das Buch dann vor einigen Tagen in die Hände fiel, ergriff ich die Gelegenheit, es komplett zu lesen. Allzu umfangreich ist es ja mit seinen gerade mal 120 Seiten nicht, also innerhalb weniger Stunden zu bewältigen.
Ich hielt es dann auch durch, selbst wenn ich vom Inhalt nicht so begeistert bin wie zahlreiche andere Rezensenten im Internet.
Das Buch enthält Briefe einer selbstbewussten alleinstehenden jungen Frau. Sie ist beruflich sehr erfolgreich, überzeugter Single und ungewollt schwanger. Sie richtet Briefe an ihr Ungeborenes, um ihre Situation zu reflektieren und sich darüber klar zu werden, ob sie die Schwangerschaft fortsetzen oder einen Abbruch machen lassen soll. Fallaci schildert auch den enormen Druck, den ihre Umwelt in dieser Frage auf sie ausübt. Außerdem stellt sie sich selbst die Frage, die sich wohl spätestens seit der Erfindung der Eisenbahn jede Generation neu stellt: Darf man in DIESE Welt eigentlich überhaupt noch guten Gewissens Kinder setzen?
Ich bin in meinem Urteil zwiegespalten. Über lange Strecken fand ich es nur ärgerlich. Die Sicht der Welt der Autorin ist weitgehend nur pessimistisch, alle Andersdenkenden werden einfach nur als dumm abgetan. Auch ich sehe vieles sehr pessimistisch, aber deshalb alle Optimisten per se als Dummköpfe zu bezeichnen, hat nichts mit Philosophie oder intellektuellem Denken zu tun, das ist einfach arrogant.
Und wenn es nach der Autorin geht, ist allein die Tatsache, ein Mann zu sein, schon ein Verbrechen, ebenso die Tatsache, einer Kirche anzugehören. Da wird beleidigt und verallgemeinert, und das auf erschreckend niedrigem Niveau. Das alles gefällt mir gar nicht. Vielleicht kann man das aber teilweise auch den Schwangerschaftshormonen zuschreiben, denn es gibt andererseits auch viele Passagen im Buch, die sehr differenzierte Überlegungen ausbreiten. Außerdem nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund.
Auffallend ist, dass Fallaci kaum Gefühle zulässt, alles verkopft angeht. Wo beispielsweise Trauer zu erwarten wäre, wird entweder die Philosophie bemüht oder aber mit Beleidigungen reagiert. Vor allen Dingen letzteres mag eine Schutzreaktion sein, schade ist es trotzdem.
Der Buchtitel verrät es schon: Das Kind wird den Brief nie lesen, denn es wird zwar nicht abgetrieben, stirbt aber auf Grund von Schwangerschaftskomplikationen noch im Mutterleib.
Insgesamt ist die Lektüre empfehlenswert, aber ich kann jetzt nachvollziehen, warum wir damals in der Schule nur Ausschnitte gelesen haben (die differenzierten Passagen eben). Das macht in diesem Fall Sinn, aber ich war eben trotzdem auf das Gesamtbild gespannt.
Titel: Brief an ein nie geborenes Kind Autorin: Oriana Fallaci Umfang: 120 Seiten Format: Taschenbuch Verlag: Fischer Sprache: Deutsch ISBN-10: 3596237068 ISBN-13: 978-3596237067
Pro: gnadenlos ehrlich Kontra: z. T. etwas zu versachlichte Darstellung
Brief an ein nie geborenes Kind
Wie schon so oft sorgte der Zufall dafür, dass mir das Buch „Brief an ein nie geborenes Kind“ von Oriana Fallaci in die Hände kam. Ich sah in einer Zeitschrift eine Reklame, die für das genannte Buch warb. Ich war neugierig und auch hin und hergerissen. – Ich wusste, dass die Autorin in diesem Buch „Schwangerschaft“ aus verschiedenen Blickwinkeln thematisiert hatte. – Ich fürchtete ... ...Schweine“ oder ähnlich plakative Plumpheiten. – Ich war also voller Vorurteile.
„Brief an ein nie geborenes Kind“ stellt eine Frau als Ich-Erzählerin vor, die sehr schnell nach der Befruchtung bemerkt, dass sie schwanger ist. – Die Autorin lässt uns an allen Gefühlsregungen und Gedanken der Schwangeren teilhaben. Oriana Fallaci ist dabei weder rücksichtsvoll noch zimperlich. Der Leser nimmt Anteil an den Überlegungen ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich
02.02.2003
Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit Brief an ein nie geborenes Kind / Fallaci, Oriana
Brief Kind, Brief an Kind, Brief ein Kind, Brief nie Kind, Brief geborenes Kind, Brief an ein Kind, Brief an nie Kind, Brief an geborenes Kind, Brief ein nie Kind, Brief ein geborenes Kind, Brief nie geborenes Kind, Brief an ein nie Kind, Brief an ein geborenes Kind, Brief an nie geborenes Kind, Brief ein nie geborenes Kind
Sind Sie Hersteller/Anbieter von Brief an ein nie geborenes Kind / Fallaci, Oriana? Klicken Sie hier