British Columbia

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Erfahrungsbericht über "British Columbia"

veröffentlicht 05.11.2017 | Jagutta
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Über sich :
Ich versuche immer gegenzulesen, klappt aber nicht immer. Daher gebt mir doch einen Hinweis, wenn ihr euch benachteiligt fühlt und ich schaue bei euch speziell vorbei und lese.
Ausgezeichnet
Pro unglaublich viel Natur
Kontra teils wünscht man sich etwas mehr Verständnis/Freundlichkeit
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Über- und Unterwasser"

British Columbia

British Columbia

Hallo zusammen,

ich berichte über Britsish Columbia. Ganz besonders möchte ich aber auch auf die Unterwasserwelt in Bristish Columbia berichten, denn darüber liest man doch er seltener.

Kanada, sowie die USA standen schon immer hoch im Kurs bei mir. Dies sogar schon, bevor ich überhaupt das erste Mal über den großen Teich geflogen bin. Irgendwas hat mich schon als Kind von dem Ahornblatt und den Stars and Stripes begeistert.

Wie fantastisch ist es dann, wenn man erfährt, auch noch Verwandte in Kanada zu haben. Normalerweise ist ein Urlaub in Kanada sehr teuer, jedoch ist es schon was ganz anderes, wenn man nur den Flug zahlen muss und ansonsten kostenlos unterkommt. Somit habe ich also viel Glück und bin schon einige Male in Kanada gewesen.

Noch mehr Glück habe ich allerdings, denn ein Verwandter aus Kanada ist so begeistert von seinem Land, dass er mit mir auf Reisen ging und mir viele tolle Ecken in Kanada gezeigt hat.

Aber was am allerbesten ist, (ihr seht ich bin ein echter Glückspilz) der Verwandte von mir, ist auch noch selber Taucher.

Somit genau das Richtige um einen Überwasserbericht und einen etwas selteneren Unterwasserbericht zu vereinen und hier zu berichten.

Da ich mittlerweile in vielen Ecken in Kanada war, möchte ich mit dem Westen anfangen.
Mit der Provinz British Columbia und insbesondere mit Vancouver Island.

British Columbia liegt direkt an der Küste des Pazifischen Ozeans. Davor gelagert befindet sich die Insel Vancouver Island.

Allgemeines:
Vancouver Island ist die größte Insel der Provinz British Columbia und wird durch die Strait of Georgia, die Johnsto-ne Strait und die Queen Charlotte Strait vom kanadischen Festland getrennt. Die Juan-de-Fuca-Straße trennt die Insel vom US-Staat Washington. Die Insel ist über 450 km lang und rund 100 km breit; dabei umfasst sie eine Fläche von 31.285 km².
(Quelle: Wikipedia)


Anreise:
Die Anreise erfolgt natürlich am einfachsten mit dem Flugzeug. Es gibt eine Menge Direktflüge, z.B. von Frankfurt aus direkt, ohne Zwischenstopp nach Vancouver. Der Flug dauert zwischen 10 und 11 Stunden. Kosten belaufen sich von bis. Meist zahlt man um die 800 Euro. Das geht aber auch wesentlich günstiger. Wenn man flexibel ist und manchmal auch spontan kommt man auch für die Hälfte nach Vancouver und auch wieder zurück.
Da der Flug etwa 10 Stunden dauert, kommt man in eine neue Zeitzone, die dann minus neun Stunden beträgt.

Nach Vancouver Island kommt man dann mittels eines Weiterflugs nach Campbell River. Oder aber auch mit dem Auto und der Fähre.


Einreise:
Zur Einreise ist kein Visum erforderlich, jedoch muss ein Reisepass mitgeführt werden, der noch mind. 6 Monate gültig ist.
Eine Schutzimpfung ist nicht vorgeschrieben, es wird aber empfohlen, wenn man nahen Kontakt zu Einheimischen hat, sich gegen Hepatitis B zu impfen. Hepatitis A ist natürlich auch nie ganz verkehrt.


Sprache:
In Kanada gibt es zwei Landessprachen. Einmal Englisch und einmal Französisch. Wobei überwiegend englisch auf der westlichen Seite gesprochen wird. Etwas französischer geht es hingegen auf der östlichen Seite zu.


Klima:
Kanada ist als kalt bekannt. Das stimmt aber nur bedingt, denn richtig kalt wird es meist nur im Winter. Während der Sommermonate ist in Kanada nämlich Hochsaison, dann herrscht nämlich in Vancouver und auch an der Ostküste von Vancouver Island ein mediterranes Klima mit über 20 Grad.
Aber auch wenn die warmen Temperaturen, die auch gerne mal im Sommer auf bis zu 30 Grad steigen, zu einem erfrischenden Bad im Meer einladen, sollte man das vorsichtig angehen, denn das Wasser bleibt kalt. Die Tempera-turen vom Wasser schwanken in der Regel zwischen 5 und 12 Grad.


Preise:
Die Preise im Restaurant oder auch im Supermarkt sind vergleichbar mit den Preisen die man aus Deutschland kennt.
Achtung gilt jedoch bei Alkohol. Dieses ist nicht wie bei uns im Supermarkt ganz normal erhältlich, sondern nur in speziellen Geschäften und die Preise sind deutlich höher als in Deutschland. Auch in einer Bar sind die Preise für alkoholische Getränke wesentlich höher.
Ein Euro sind je nach Kurs etwa 1,40 - 1,60 kanadische Dollar (CAD)


Aktivitäten:
In Kanada und British Columbia kann man sehr viel machen. Egal ob es nun das Tauchen ist, oder auch Angeln. So kann man geführte Kanu- oder Kajaktouren machen, oder auch auf eigene Faust die Flüsse entlang fahren.
Auch Golfplätze gibt es einige und auch sonst kann man an sportlichen Aktivitäten so gut wie alles machen.
Ganz besonders finde ich allerdings diese Region um irgendwas in der tollen Natur zu machen. Die Natur ist dort großartig und so bietet sich alles an, was man draußen machen kann. Ganz besonders auch das Wandern, wobei hierbei auch immer etwas mehr Achtung gilt als bei uns in Deutschland, denn hier treiben sich einige andere Tiere umher, die durchaus schnell gefährlich für den Menschen sein können.


Ausflüge:
Einen besonderen Ausflug möchte ich allen ans Herz legen, die einmal die Möglichkeit haben und wenn noch etwas Zeit frei ist, sollte unbedingt an einer Whale Watching Tour teilgenommen werden. Vor Vancouver Island werden täglich Walbeobachtungstouren angeboten. Manchmal hat man Glück und kann die Tiere ganz nah sehen. Die Boote fahren jedoch nicht direkt auf die Wale zu, sondern sobald Wale gesehen werden, wird gestoppt und man beobachtet aus der Ferne. Aber wenn Wale direkt aufs Boot zu schwimmen, hat man das Glück gepachtet und kann diese riesigen und sanftmütigen Meeres Säuger aus nächster Nähe sehen. Und wer besonders viel Glück mitbringt, trifft sogar auf eine Gruppe Orcas, das ist ein echtes Erlebnis.

Neben den Walen, die es vor der Insel zu bestaunen gibt, sind auf Vancouver Island auch viele andere Tiere behei-matet, die es sich ebenso anzuschauen lohnt, wenn man denn das Glück hat. Da es auf Vancouver viel Wald und viele ruhige und Menschenleere Plätze und Gegenden gibt, bieten sich diese Gebiete natürlich auch für größere Tiere an. So leben auf Vancouver Island auch Elche, die es teils auch schon mal in der Nähe von Städten zu sehen gibt oder die selber die Straßen nutzen um nicht nur das Dickicht der Wälder traben zu müssen. Deshalb gilt hier auch immer, wenn man durch Waldgebiete fährt, dass man die Augen offen hält, denn sonst kann man im wahrsten Sinne des Wortes einen Elchtest mit seinem Wagen probieren.
Außerdem kann man Schwarzbären und auch Pumas auf Vancouver Island finden.
Auch Wölfe leben auf Vancouver Island und daneben auch, teils auch in kleineren Städten und oft in Gärten zu fin-den, Skunks. Also Stinktiere.


Sonstiges:
Wer sich in Kanada Föhnen möchte, sollte nicht nur seinen Fön mitbringen, sondern vor allen Dingen einen Adapter. Ebenso gilt es natürlich auch für das Aufladen vom Handy oder dem Laptop. Wer keinen Adapter dabei hat, wird zwar in den meisten Hotels oder Supermärkten einen finden, liegt dies jedoch etwas abseits, gestaltet es sich teil-weise recht schwer einen entsprechenden Adapter zu bekommen.

Kanadier
Vielleicht noch ein Wort zu den Menschen die dort leben.Das bezieht sich natürlich nicht auf alle, aber ich habe viele diese Eindrücke erhalten. Da ich nicht nur in den großen Städten in Kanada war, wo Tourismus zur Tagesordnung zählt, habe ich auch die Einheimischen kennengelernt, die außerhalb der großen Ballungszentren leben.
Auf mich macht es den Eindruck, dass der Kanadier als solches, unter sich bleiben möchte. Er ist nicht besonders gastfreundlich gegenüber Ausländern und ich war häufig froh, dass ich dann nicht alleine unterwegs war, sondern meine Verwandtschaft dabei war.

In Kanada sind oft die privaten Gebiete nicht gekennzeichnet. Zumindest konnte ich als Ausländer es nicht erkennen und so stand ich auf Privatbesitz, wohlgemerkt mitten im Wald und plötzlich stand jemand mit Gewehr vor mir, der mich anschrieh, dass dies doch sein Grund und Boden wäre und was ich denn hier verloren hätte. Gekennzeichnet war im Wald, der Übergang von öffentlich zu privat nirgends gewesen. Selbst als ich mich mehrmals entschuldigte und schon auf dem Rückweg war, kamen böse Blicke und man solle sich unverzüglich aus dem Staub machen.

Fragen an Tankstellen, die man evtl. mal als Tourist hat....wo befindet sich dies oder jenes....bin ich hier auf dem richtigen Weg....wie muss ich tanken....etc. werden sehr ungerne beantwortet. So versuchte ich auch einmal zu tanken, was an der Tankstelle nur mit Karte möglich war, aber meine Karte immer wieder ausgeworfen wurde....nach mehrmaligem probieren ertönte über den Lautsprecher der Tankstelle die zickige Stimme der Dame am Schalter, die mich anbrüllte, ich solle doch bitte die richtige Karte nutzen, lediglich eine kanadische Karte konnte an dieser Tankstelle genutzt werden. Das stand in winzigen Lettern unterhalb der Zapfsäule, ich hatte es einfach nicht gesehen. Die ganze Tankstelle wusste aber nun, dass ich keine kanadische Kreditkarte hatte.


Tauchen
Normalerweise bin ich ehr ein Fan vom Roten Meer oder allgemein warmem Wasser, denn einen kalten See gibt's auch vor der Haustüre. Aber Kanada ist anders, denn hier ist es keinesfalls braun und trist, wie ich es aus deutschen Seen überwiegend kenne. In Kanada kann man ganz wunderbare und bunte Tauchgänge erleben.

Ebenso habe ich vorher vermutet, nicht besonders viel Bewuchs und Fisch zu sehen. Aber es kam alles anders, als gedacht.

Vor Vancouver Island habe ich einen Tauchgang gemacht, der mir direkt gezeigt hat, dass es alles andere als langweilig und nur kalt werden würde.
Vancouver Island zählt zu British Columbia und liegt vor dessen Küste Vancouver Island ist etwa 450 Kilometer lang und hat etwa eine Breite von 100 Kilometern.
Und ich habe feststellen müssen, dort zu tauchen, ist mit das genialste gewesen, was ich je gemacht habe in Sachen Tauchen. Woran das liegt ist einfach. Das Wasser ist kalt, bedeutet ohne Trockentauchanzug kann man den Tauchgang nur schwer genießen und sollte diesen einfach dabei haben um nicht nach wenigen Minuten zu frieren.
Zudem ist das Wasser sehr nährstoffreich, auch das trägt zu guten Bedingungen bei.
Und zu guter Letzt, herrscht ständig etwas Strömung. In dieser siedelt sich alles Mögliche an Pflanzen, Algen und Korallen am liebsten an und diese locken nun einmal zahlreiche Tiere an.
Kaum bin ich also abgetaucht, sehe ich schon eine fantastische Sicht, mit der ich nicht gerechnet habe.

Der Boden und die verschiedenen Steilwände die wir betauchen leuchten teils richtig bunt auf. Überwiegend ist der Boden rot und gelb und orange. Es handelt sich dabei um Schlangenanemonen, die in ganzen Feldern zu entdecken sind. Viele rote leuchtende Seesterne sind dazwischen zu erkennen, aber auch dunkelrote Seeigel. Daneben eine ganze Zahl verschiedener anderer farbenfroher Planktonfängern.
An einer Steilwand ist kaum etwas zu entdecken, was wie Stein aussieht. Alles ist überwachsen und wiegt sich teils mit der Strömung.

Zum Tauchplatz gelangt man mit einem Boot. Meist Alu- oder kleinere Schnellboote. Die Tauchbasen, die zwar nur vereinzelt zu finden sind, verfügen jedoch meist über ein eigenes Boot. In wenigen Minuten geht es zu einem der Spots.
Eine sehr nah am Wasser gelegene Basis ist die Abyssal Diving Charters Basis auf Quadra Island. Von dort aus werden verschiedene Spots angefahren und es bleibt die Qual der Wahl. Möchte man lieber Wracks betauchen oder an Steilwänden in die endlose, dunkle Tiefen blicken? Oder wie wäre es mit einem strömungsreichen Tauchgang zwischen Kelpwäldern.

Entschieden habe ich selber mich für das tauchen am Wrack und die Kelpwälder durften auch nicht fehlen.
Das Wrack, die HMSC Columbia wurde 1996 versenkt und dient heute als künstliches Riff. Das Wrack hat eine Länge von etwa 110 Metern, was bedeutet, dass man wirklich eine Menge zu gucken hat. Das Wrack liegt in einer strömungsgeschützten Bucht und kann daher auch von Anfängern betaucht werden. Das Wrack liegt auf einer Tiefe von maximal 35 Metern, aber es kann auch im oberen Bereich betaucht werden und eignet sich auch in dieser Hinsicht für Anfänger.
Viele Seeanemonen haben sich bereits auf dem Wrack angesiedelt und auch verschiedene Schwämmen fangen auf dem Wrack langsam an immer größer und größer zu wachsen.

Der Tauchplatz den ich ebenfalls wählte war dieser, in dem es auch durch Kelpwälder ging. Ich muss gestehen, dass es anfangs ein ungutes Gefühl war. Zum einen sieht man doch immer wieder, wie der Weiße Hai auch durch diese Wälder schwimmt und zum anderen schwimmen vor der Küste auch Schwertwale. Auch wenn es ein großer Wunsch von mir ist, einmal mit einem Weißen Hai zu tauchen, zwischen den Kelpwäldern wollte ich es nicht, denn da wäre ich sehr im Nachteil, weil ich ihn nicht einmal kommen sehen würde.
Die Unsicherheit verflog jedoch schnell und ich konnte das Tauchen zwischen den langen dunkel grünen Kelpblät-tern, die leicht mit der Brandung und Strömung schwimmen genießen. Der Tauchplatz hat etwas mystisches und geheimnisvolles an sich. Aber zugleich auch etwas ganz besonderes, denn so etwas hatte ich bisher noch nie gese-hen.
Der Tauchplatz ist nur etwa 10 Meter tief, fällt darunter leicht ab. Der Felsgrund ist wundervoll bewachsen und man trifft auf jede Menge Seewölfe, die blöd aus ihren Löchern in der Felswand sitzen. Aber sie haben nicht viel Zeit, den Taucher zu begaffen, denn es herrscht ordentlich Strömung sobald man an der Felswand hinabtaucht und man wird förmlich mitgezogen.

Das Tauchen ist aber nicht nur besonders dort, wegen der Unterwasserwelt, sondern auch mit dem Kopf über Wasser ist es einfach toll. Man genießt einfach Ruhe und die Natur. Auch über Wasser hat man tolle Ausblicke auf ein-same Buchten, viele Wälder und Berge im Hintergrund.

Eine weitere Station an der wir tauchten war Port Hardy. Port Hardy ist eine der nördlichsten Städte von Vancouver Island. Früher gabs hier eine Menge Kupfermienen, die jedoch mittlerweile überwiegend geschlossen sind.

Etwa eine Stunde mit dem Boot geht's zu der nächsten Tauchbasis, diese ist nämlich noch vor Port Hardy angesiedelt.
Aber auch die Reise dorthin hat sich mehr als gelohnt, denn auch hier trifft man auf riesige Kelpwälder und nachdem ich diese ja nun schon kannte, war es direkt ein anderes Gefühl und den ganzen Tauchgang konnte ich genießen. Noch dazu kam super Wetter und durch die teils an der Oberfläche schwimmenden Kelpblätter funkelte das Licht. Das erzeugte beim Tauchen einen ganz besonderen Eindruck und man hat ganz fantastische Lichtverhältnisse ge-habt.
Jedoch muss ich feststellen, dass an diesen tauchplätzen vor Port Hardy wesentlich weniger Fisch unterwegs ist, als noch auf Quadra Island. Hin und wieder verirrt sich zwar ein Fisch vor meine Maske, aber überwiegend halten sie sich versteckt.
Jedoch treffe ich bei den Tauchgänge immer auf Seewölfe in kleineren Höhlen und daneben auch eine große Anzahl an kleineren, aber auch recht großen Kraken, die sich ebenfalls überwiegend zwischen Felsbrocken und in Höhlen versteckt halten, aber sehr neugierig sind und sich auch hinaustrauen um mal ein Auge auf den Taucher zu werfen.

Auch diese Tauchplätze sind etwas Besonderes, jedoch nicht zu 100 % zu empfehlen. Es gibt bessere, wie diese um Quadra Island.

In Nanaimo befindet sich ebenfalls eine Basis, die verschiedene Spots vor der Küste mit ihrem kleinen Boot anfährt. Die Tauchbasis verfügt jedoch über 4 Boote, wobei ich allerdings nur zwei Tauchgänge dort machte und somit nur eins der kleineren Boote kennengelernt habe. Die Tauchbasis Ocean Explorers Diving bietet neben dem normalen Presslufttauchen auch Nitrox und Trimix an.

Am Tauchplatz Snake Island Wall befindet sich eine Steilwand, die auf bis zu 250 Meter abfällt. Hier lohnt sich also Nitrox um etwas länger tiefer tauchen zu können und auch Trimix um ein wenig der 250 Metern Marke entgegen zu tauchen.
Ich bleibe jedoch bei dem altbekannten und tauche ab. Zuerst bin ich enttäuscht, denn die Sicht erinnert mich, mit wenigen Zentimetern bis max. einen Metern sehr an den See in Deutschland. Doch nach etwa 7 - 8 Metern wird es heller und klar. Auf 12 Metern ist alles vergessen und es ist glasklar. Es erinnert nun nur noch an einen wirklich tollen Bergsee mit sehr guten Sichtweiten.
Jetzt sieht man auch, wie toll die Steilwand bewachsen ist. Ein weiterer Vorteil, es herrscht kaum Strömung und man hat Ruhe nicht nur über, sondern auch unter Wasser.
Auch hier findet man ein Wrack, welches sich zum betauchen lohnt.
Es ist die Cape Breton und es handelt sich dabei um ein 120 Meter langes Schiff aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Wrack befindet sich erst seit 2001 unter Wasser, hat jedoch bereits sehr viel bewuchs. Kleine Schwämme und einige größere Seenelken haben sich angesiedelt. Daneben sind auch einige Fische rund um das Wrack zu sehen, die es als neue Heimat auserkoren haben.


Was noch anzumerken wäre, für jemanden, der gerne selber einmal in Kanada tauchen gehen möchte. Es werden keine DIN Ventile genutzt. Also sollte man immer einen INT Adapter dabei haben oder einen INT Atemregler.


Fazit:
Kanada ist grandios und das vor allen Dingen für echte Naturburschen. Aber nicht nur mit fantastischen Wäldern und unendlicher Weite kann Kanada überzeugen. Vancouver Island ist für viele Sportarten geeignet, ob es nun das Tauchen ist oder ob man die Lachse auf ihrem Weg zum Laichen den Schwarzbären mit der Angel wegschnappen möchte und abends am Lagerfeuer seinen selbstgefangenen Lachs grillt, während im Hintergrund Kojoten und Wölfe den Mond anheulen.

Um die Natur kommt man in Kanada bzw. in British Columbia nicht drum herum, aber dennoch be-findet man sich in einem modernen Land, auch wenn es teilweise gar nicht so scheint. Spätestens an der Kasse, wenn man teils nur mit Kreditkarte zahlen kann, wird jedoch klar, dass man sich hier in einem hochentwickelten Land mit modernster Technik befindet.

Absolut sehenswürdig und empfehlenswert! Ein Fettnäpfchenführer ist allerdings immer anzuraten, wenn man sich abseits der Großstädte bewegen möchte und dies alleine tut. Trotzdem kann ich garantieren, die Fettnäpfchen kommen dennoch.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Ciaochsi veröffentlicht 27.11.2017
    sh - bh käme zu spät
  • Camilla23 veröffentlicht 21.11.2017
    bh
  • hochsauerlaender veröffentlicht 11.11.2017
    Prima
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