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In einem Aquarianerleben pflegt man im Laufe der Zeit die verschiedensten Fische in seinen Aquarien. Vor einiger Zeit war in meinen Becken auch mal die Brokatbarbe zu Gast.
Die Brokatbarbe mit dem lat. Namen Puntius semifasciolatus ist eigentlich eine Zuchtform der Messingbarbe, die von Vietnam bis Südostchina beheimatet ist. Die Tiere werden bis zu 10 cm groß, weshalb ein Aquarium unterhalb 1m Kantenlänge nicht zu empfehlen ist.
Zu halten sind diese Fische bei ca. 20-24 Grad Wassertemperatur, an die Wasserhärte und den pH-Wert stellt der Fisch nach meiner Erfahrung keine besonderen Ansprüche, solange sie sich im normalen Bereich für Aquarien bewegt. Bei mir hatte ich sie in einem gut bepflanzten Aquarium, was für die Fische auch wichtig ist, bei einer Wasserhärte von 7 KH und einem pH-Wert von 6-7.
Der Pflegeaufwand bewegt sich normalen Rahmen. Das bedeutet, das neben dem regelmäßigen Teil-Wasserwechsel und der Fütterung nichts besonderes zu beachten ist. Die Futter- und Pflegekosten fallen somit auch nicht weiter ins Gewicht. An Futter nimmt die Brokatbarbe eigentlcih alles an, was mundgerecht angeboten wird. Über Frost- und Trockenfutter bis Lebendfutter ist alles möglich. Das Futter sollte aber auch genügenden pflanzlichen Anteil haben. Ich selbst konnte auch beobachten, wie Barben Pflanzenteile regelrecht ablutschen. Wahrscheinlich nehmen sie dabei nicht nur Pflanzenteile und algen auf, sondern auch Einzeller, die an den Pflanzen haften und eine Ergänzung zum Speisezettel darstellen.
Die Anschaffungskosten sind nicht sonderlich hoch. Mit 1-2 Euro pro Fisch kann man hier rechnen. Da es sich hier um einen Schwarmfisch hadelt, sollte man den Laden aber nicht mit weniger als 6-10 Tieren verlassen. Auf regionalen Fischbörsen der Aquaristikvereine kann man die Fische evtl auch günstiger erstehen.
Die Lebenserwartung liegt bei diesen schönen Fischen angeblich bei über 10 Jahren. Bei mir wurden sie nur ca. 6 Jahre alt, wenn die Angaben stimmen, die von dem Vorbesitzer damals bekam.
Mit anderen Fischen verträgt sich der Fisch hervorragnd und ist sehr friedlich. Ich hatte sie damals mit versch. Salmlern und anderen kleinen Bärblingen zusammen im Becken und es gab keine Probleme.
Warum habe ich mir die Fische damals zugelegt? Nun, es war eher Zufall, da ich sie von einem anderen Aquarianer übernommen hatte, der sie von der Größe nicht mehr in seinem Becken halten konnte. Mir haben sie aber auch die Fische in ihrer Färbung gefallen. Mit der gelbroten Grundfarbe schillern sie schon fast golden im Becken. Die schwarzen unregelmäßigen Tupfen bilden einen schönen Kontrast, vor allem mit dem etwas größeren schwarzen Schwanzfleck. Die Männchen sind dabei etwas intesiver gefärbt und etwas schlanker. Aber das neugierige Verhalten der Fische ist interessant zu beobachten. Mir gefällt es, wie sie immer wieder durchs Aquarium wuseln und jede Ecke des Beckens genau begutachten.
Derzeit habe ich diese Fischart leider nicht in Pflege, aber irgendwann wird wohl mal wieder ein kleiner Schwarm in meinem Becken unterkommen.
Ich glaube für mich wären sie zu groß. Habe zwar ein 100 l Becken, aber trotzdem, wenn ich da einen Schwarm von 5 Tieren, von je 10 cm Länge drinnen hätte. Ui, dann sollten sich alle anderen verstecken.... Toller Bericht, freu mich immer über Fischberichte. Bis dann, Bianca!
17.12.2002 17:07
Ich glaube für mich wären sie zu groß. Habe zwar ein 100 l Becken, aber trotzdem, wenn ich da einen Schwarm von 5 Tieren, von je 10 cm Länge drinnen hätte. Ui, dann sollten sich alle anderen verstecken.... Toller Bericht, freu mich immer über Fischberichte. Bis dann, Bianca!
16.12.2002 18:26
Fische sind mir ganz angenehme Zeitgenossen als Haustiere - machen wenig Lärm :-)
16.12.2002 14:55
mit fischen kenne ich mich nicht aus. cya