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mit dieser Feststellung hat die Frau von Gordon Matthew Sumner gar nicht mal so unrecht. Der Mann, welcher unter dem Namen "Sting"wohl besser bekannt ist - entzückt uns dieses Jahr mit seiner Autobiographie. Auf etwas weniger als 400 Seiten erzählt das ehemalige Police-Mastermind seine Lebensgeschichte von der Kindheit bis zum Vorabend seines ersten großen Police-Erfolges - dabei verzichtet er, wie viele seiner Kollegen auf stichpunktartige Abhandlungen sondern erzählt sympathisch und gelassen von Ereignissen die ihm besonders gut im Gedächtnis geblieben sind.
Doch beginnt die Geschichte im brasilianischen Urwald - wo Sting gemeinsam mit seiner Frau einer Seance beiwohnt in welcher er Zeuge der urtümlichen Kraft des Ayahuasca wird. Einem brasilianischen Lianengewächs - das richtig zubereitet zur Psychodroge wird - dabei aber gänzlich befreiend wirkt, was Sting am Ende nur bejahen kann - und damit uns auch in seine Vergangenheit entführt. Eine Vergangenheit im tristen Wallsend bei Newcastle - eine von Arbeitslosigkeit gezeichnete Vorstadt ohne Perspektive und einem Elternhaus das ihn auch selbiges missen lässt. Seine Schulzeit bringt er mehr schlecht als recht rum - ergattert aber letztendlich doch einen Job als Lehrer, doch zu dem Zeitpunkt ist er bereits von der Musik ergriffen. Angefangen bei den ersten Beatles Album - vergisst Sting neben seiner eigenen Geschichte auch nie das damalige Weltgeschehen immer wieder zu kommentieren und mit ihn seine eigene einfliessen zu lassen. Als er auf Sauftour nach der Abschlußprüfung mit einigen Mitschülern beschliesst eine Band zu gründen - hat er einen, damals für ihn nicht sonderlich aussichtsreichen Weg eingeschlagen. Zwischen Konzertgängen und Bandproben wird er schließlich doch schnell zu einem passablen Musiker - der getrieben von Geldnot all seine Zeit dafür hergibt, dieses Können einzusetzen. Während er uns dabei manchmal mit musikalischem Wissen ein wenig verwirrt - lockert er aber mit romantischen Beziehungskisten schnell wieder auf und sorgt so für ein sehr flüssiges Lesevergnügen- das einen sehr schnell in seinen Bann zieht und nicht mehr loszulassen vermag - bis man endlich weis, wie aus dem Bass-spielenden "Last-Exit" Musiker der Sänger von solchen Welthits wie "Roxanne", "Every breath you take" und noch vielen anderen, wurde.
Beim Lesen dieser Autobiographie wird schnell klar, daß es sich bei Sting um ein Multitalent handeln muß - dessen Lebensgeschichte es wirklich wert ist erzählt zu werden - selbst wenn er sich dabei auf seine "frühen Jahre" beschränkt, welche wohl aber auch die für ihn wichtigsten waren. Der Leser erhält Unmengen an Informationen - die einem diesen Superstar nur sympathischer machen, während das Buch an manchen Stellen wie ein Roman geschrieben ist, der einen einfach nicht mehr loslässt.
Zwischen Jugendstreichgeschichten, Untergrund - Tourleben und Bandinternen Problemen zeigt Sting aber auch auf, daß auch er nur aus Fleisch und Blut ist und zeigt sich ebenso reumütig wie im "Alter gereift". Ob er dabei nun von seiner frühen ersten Ehe erzählt oder von seinen menschlichen Makeln, die es seinen Mitmusikern nicht immer leicht machten -er bleibt stets ehrlich zu sich selbst und seinen Lesern.
So kann man der FAZ nur bejahend zustimmen wenn diese meint - "Das Selbstbild eines Mannes, der mehr ist als die Summe seiner Talente". Ein biographischer Genuss... und für alle Fans des britischen Musikers mit Sicherheit ein sehr informatives und erheiterndes Werk.
Vielleicht so ein Viertel- bis Drittelheld meiner mittleren Jugend. Doch ab '82 da wurde er dann immer schwerer erträglich. Bis zu einem der ABSOLUTEN Tiefpunkte der Musikgeschichte, das Ekeltrio mit Fakemeister Bryan "ich kann rein gar nichts" Adams, Oberdumpfbacke Rod "wo ist die nächste blonde Fickschnitte" Stewart - "All for Love". Das hat den Typen ziemlich weit oben auf meine persönlich Hassliste befördert. Und der ganze Regenwald-Quatsch macht es keineswegs besser!
Knackig, aber dennoch hart an der Grenze, Deine Rezension, weil manchmal etwas nachlässig und nicht besonders lustvoll wirkend. Und ja: Ein geiler, abgefahrener Typ - auch als Schauspieler passabel...
fred Allie u. Gabriele Kempf-AllieDie Autobiografie des Musikers, der die Geschichte der Popmusik geprägt hat: In »Broken Music« erzählt Sting von seinen frühen Jahren im Engl...
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03.08.2005 23:52
Vielleicht so ein Viertel- bis Drittelheld meiner mittleren Jugend. Doch ab '82 da wurde er dann immer schwerer erträglich. Bis zu einem der ABSOLUTEN Tiefpunkte der Musikgeschichte, das Ekeltrio mit Fakemeister Bryan "ich kann rein gar nichts" Adams, Oberdumpfbacke Rod "wo ist die nächste blonde Fickschnitte" Stewart - "All for Love". Das hat den Typen ziemlich weit oben auf meine persönlich Hassliste befördert. Und der ganze Regenwald-Quatsch macht es keineswegs besser!
29.07.2005 17:54
Sehr informativer bericht. LG Mark
29.07.2005 10:08
Knackig, aber dennoch hart an der Grenze, Deine Rezension, weil manchmal etwas nachlässig und nicht besonders lustvoll wirkend. Und ja: Ein geiler, abgefahrener Typ - auch als Schauspieler passabel...