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Auch wenn ich selber kein begeisterter Fan von Sting war und bin, gefiel mir und begeisterte mich seine Musik mir über die Jahre hinweg sehr. Sowohl in der Zeit während Police, als auch während seiner Solokarriere. Gute Musik mit guten Texten verstand und versteht Sting immer zu schreiben und sehr gut zu performen. Gar keine Frage. Auf meiner Suche nach neuen und alten CD's von Sting, bin ich in einem Antiquariat in die Kategorie "Bücher" entgleist, und stand eines Tages vor seiner Biographie, die ich letztendlich für 5 Euro erstanden habe. Ein Hardcover mit 376 voller Spannung beschriebenen Seiten und einer unspektakulärem Hülle. Die Vorderseite ziert Sting als kleiner Junge und die Rückseite als reifer Mann.
Sting steht für den Stachel in seines Vaters Auge. Die "Konkurrenz um die Gunst zu seiner gutaussehenden Mutter mit den blonden Haaren, den langen Beinen und der guten Figur, wie Sting selbst, sie in seinem Buch beschrieben hat.
Broken Music "zerbrochene Musik" ist die ausgesprochene Empfindung seiner Großmutter Agnes, immer wenn sie ihren Enkel Gordon Sumner (Sting), an seinem Klavier mehr schlecht als recht spielen hört. Diese ausgesprochene Empfindung nimmt Sting zum Titel für seine Autobiographie, die sich sehr flüssig lesen lässt und mit der sehr schönen Umschreibungen des Geschehens um sein Leben, im familiären und beruflichen Sinne. Eine Autobiographie, in der ich meine Umwelt vergaß und das Gefühl bekam, mitten in Stings Leben erschienen zu sein, ihn zu sehen und in all seinen Lebensstationen begleiten zu können.
In der Ich-Form beginnt Sting mit einem einem Besuch in einer kirchlichen Gemeinde Brasiliens mit dem Namen Ayahuasca, an, in dem als Teilnehmer vorwiegend Akademiker wie Lehrer, Rechtsanwälte, IT-Programmierer teilnehmen und unter den Einfluß eines hypnotisierenden Getränkes, Sting gedanklich eine Zeitreise in seine eigene Vergangenheit nimmt.
Die Beerdigungen seiner Eltern die in kurzer Zeit aufeinander starben hat Sting sehr mitgenommen aber er konnte an beiden Beerdigungen nicht teilnehmen. Was uns komisch und eventuell sehr befremdet erscheint, bedeutet keine Respektlosigkeit von Sting gegenüber seinen Eltern. Seine Liebe gegenüber seiner Eltern ist so groß dass er beider Beerdigungen nicht verkraftet und er deshalb beider fernblieb. Seine Mutter starb mit 53 an Brustkrebs und sein Vater folgte ihr kurze Zeit darauf mit 57, an gebrochenem Herzen. Seine erste Erinnerung ist an seine Mutter ist, sie sitzend am Klavier zu sehen und ihre Füsse die Pedale im Rhythmus des Tangos treten. Sein Vater sang dazu "Goodnight Irene". Von da an werden die Stationen in seinem Leben ausführlich beschrieben. Wie seine Kindheit in seinem Elternhaus in der nähe der Schiffswerft, seine mit Humor beschriebene Schulzeit in der St. Columbia Grundschule in der er den Kathehismus besuchen musste, seinen Freund Tommy traf und sich dann im Laufe der Jahre von ihm entfremdete. Er half seinem Vater im Milchladen aus und mit Hilfe seiner Mutter lernte er seinen ersten Tanz, den Chive. Als Jugendlicher besucht er neben der höheren Schule, deren Lehrinhalte er wegen der Musik völlig vernachlässigte, Live Konzerte, auch ohne Wissen seiner Eltern. Die Beatles beeindruckten ihn damals sehr und mit seinen Bands sang er ihre Lieder nach. In der Zeit während des Colleges nimmt Stings Leben die endgültige Wendung in die musikalische Laufbahn ein. Trotz einigen Jobs auf Baustellen, Studium im Lehramt und Arbeitsstelle beim Finanzamt, versucht er sich in verschiedenen Bands und als Solosänger. Sting beschreibt seine Zeit bei Police, die gemeinsamen Erfolge und die Erfolge als Solokünstler nach Police. Dazwischen stellt er seine Familie vor, die er sehr liebt und ihm wichtig ist. Er beschreibt seine Eltern und Großeltern wie er das gemeinsame Leben während seiner Kindheit empfunden hat und wie sie sein Leben geprägt haben. Seine Eltern, wie sie sich kennengelernt haben und die Höhen und Tiefen ihrer gemeinsamen Ehejahre. Aus dieser Ehe stammen Sting und sein jüngerer Bruder. Seine Großeltern, die Akkordeon, Klavier, Gitarre spielten. Durch seine Familie war die Musik in Sting's Kindheit ein wichtiger Bestandteil, mit der er und sein Bruder aufgewachsen sind. In der Zeit als Musiker beschrieb er auch seine Freundinnen, seine jetzige Ehefrau...
... und das Ende seine Autobiographie ist für mich genauso offen, wie für alle die sie nicht gelesen haben.
Angaben zum Buch ISBN 3-10-02151-4 www.fischerverlage.de www.sting-bro in Stings Autobiographie nach Familienphotos sucht, wird genauso wie ich, enttäuscht sein. Keine Fotos vorzufinden hat mich ziemlich enttäuscht, abe rich respektiere es. Dafür hat mir seine flüssige Erzählweise sehr gzt gefallen und inkl. einiger Pausen habe ich das Buch in gut vier Stunden zu Ende gelesen. Seine Biographie hat mir sehr gefallen und mich gefesselt, auch wenn ich kein eingefleischter Stingfan bin, seine Musik aber trotzdem sehr gerne höre. Das Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.
fred Allie u. Gabriele Kempf-AllieDie Autobiografie des Musikers, der die Geschichte der Popmusik geprägt hat: In »Broken Music« erzählt Sting von seinen frühen Jahren im Engl...
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05.01.2008 18:52
Interssantes Buch, kannte ich noch gar nicht. LG und ein schönes Wochenende, Tanja
14.09.2007 15:53
Huhu! toller Bericht, ciaoi Häns
04.08.2007 07:54
Sicherlich sehr interessant für alle seine Fans. Die Rezension darüber ist Dir gelungen, ausführlich und interessant. LG Andrea