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Brooks B17 - für meinen Hintern genau das Richtige
Erfahrungsbericht von ftb10 über Brooks 01.09.2008
Produktbewertung des Autors:
Häufigkeit der Nutzung
Regelmäßig
Pro:
superbequem und langstreckentauglich
Kontra:
Pflegeaufwand, Gewicht
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Nachdem ich mittlerweile seit etwa einem Jahr wieder zur Zunft der regelmäßig radfahrenden Zeitgenossen gehöre möchte ich euch meine Erfahrungen mit meinem Brroks-Sattel nicht vorenthalten. Auf meinem Tourenrad war ein Standardsattel von Selle Bassano drauf, mit dem ich auf kürzeren Strecken (unter 15 km) keine Probleme hatte. Für die tägliche Fahrt ins Büro war der ok.
Mit zunehmender Fitness und abnehmendem Körpergewicht haben aber die längeren Fahrten zugenommen und da gab es dann doch einige Unzulänglichkeiten. Druckstellen hatte ich zwar nicht und eigentlich saß ich auf dem Sattel recht bequem, aber nach ca. 30-45 Minuten Fahrtzeit plagten mich regelmäßig Taubheitsgefühle in meinem edelsten Teil. Anfänglich war ich der Hoffnung, dass sich das noch geben würde, aber nach einigen tausend Kilometern ohne Besserung war die Zeit gekommen, über Alternativen nachzudenken.
Naheliegend war zunächst der Stufensattel von SQlab, denn das Konzept bestehend aus dem höheren hinteren Teil für die Sitzknochen und der tiefen mittigen Aussparung für den Dammbereich leuchtete mir durchaus ein. Also ab zum nächsten Händler, der gottseidank ein für mich passendes Modell eines Tourensattels da hatte. Mit etwas Überredungskunst konnte ich ihn davon überzeugen, mir das Teil testhalber für ein Wochenende auf meinem Rad zu überlassen. Das Sitzgefühl war durchaus ok, aber leider stellte sich nach längerer Fahrt (ca. nach einer Stunde) wieder das bekannte Taubheitsgefühl ein. Da in den einschlägigen Foren viel positives über den SQlab berichtet wurde war also zu vermuten, dass mein Allerwertester wohl eine ziemlich individuelle Geometrie aufzuweisen scheint.
Dieser Versuch ging also leider daneben, daher habe ich den Testsattel zurückgebracht und den Händler nach anderen Vorschlägen befragt. Da kam aber nicht viel überzeugendes dabei raus, also ab nach Hause und weiter fleissig die Foren befragt. Bei den Reiseradlern bin ich dann auf die Sättel von Brooks aufmerksam geworden und in den weiten Tiefen meines nicht immer ganz zuverlässigen Gedächtnisses verdichtete sich die Erinnerung daran, dass ich in frühen Jugendjahren auch schon mal einen Ledersattel hatte und damals definitiv keine Taubheitsprobleme aufgetreten waren.
Aber was war da sonst noch alles zu lesen! Ein Ledersattel will gepflegt sein und regelmäßig gefettet werden. Ausserdem muss man ihn erst Einfahren und das sollte einige hundert Kilometer dauern, nass werden lassen soll man ihn auch nicht etc. etc. etc.... Ferner gab es durchaus auch einige Nutzer mit weniger guten Erfahrungen. Als Sonderangebote konnte man die Brooks-Sattel auch nicht gerade bezeichnen und die Optik vermittelt einen klasse Eindruck des Standes der Technik zu Zeiten meines Urgroßvaters zwischen den beiden Weltkriegen. Sollte ich sowas wirklich an mein Fahrrad schrauben?
Letztlich haben mir mein Hintern und meine Männlichkeit die Entscheidung abgenommen und massiv für die Anschaffung eines Brooks plädiert. Ein Test mit einem Leihsattel kam wegen des erforderlichen Einfahrens nicht in Frage und der Händler meines Vertrauens stand mit den Beschaffungswegen von Brooks ohnehin auf dem Kriegsfuß. Also ab in Internet zur Auswahl und Bestellung eines Modells. So ein Federgedöns a la B67 wollte ich aber dann doch nicht, ausserdem wird das von Brooks in Verbindung mit einer Federsattelstütze ohnehin nicht empfohlen (die Website von Brooks ist in jeder Hinsicht sehr informativ). Mit meinem Sitzknochenabstand schien mir der B17 eine passende Wahl. Und wenn schon Retrooptik, dann richtig. Also die Special-Version mit den monumentalen handgehämmerten Kupfernieten und das Leder in naturbraun (Brooks nennt die Farbe "honig").
Kurz danach kommt vom Online-Händler die Hiobsboschaft, dass der Sattel ein halbes Jahr (!!!) Lieferzeit hätte. Au weia, wie sollte ich das meinen problemgeplagten Zonen klarmachen? Ein Anruf beim Händler brachte dann aber einen Ausweg, in schwarz war der Sattel kurzfristig lieferbar. Abstriche an der Retrooptik schienen mir das kleinere Übel und wenige Tage später war der B17 da, zusätzlich hatte ich noch ein Pflegeset bestehend aus Pflegemittel und einem Spannschlüssel mitbestellt. Letzteres fand ich im Vergleich zum Sattel recht teuer, hatte aber die Befürchtung, dass ich ohne geeignetes Pflegemittel und die Möglichkeit des Nachspannens der Satteldecke nicht lange Freude an dem Sattel haben würde.
Das Auspacken von Sattel und Pflegeset machte durchaus Freude, alles sehr ordentlich und ansprechend verpackt und nach dem Öffnen des edel anmutenden Kartons hatte ich das 0,5kg-Schwergewicht in der Hand. Ab damit aufs Fahrrad und zunächst nach Anleitung ordentlich von dem Pflegemittel drauf. Das Zeug hat in etwa die Konsistenz von kristallisiertem Honig und lässt sich auch genausogut auf dem Leder verteilen. Mit einer guten Portion Geluld habe ich aber eine dünne und halbwegs gleichmäßige Schicht draufbekommen und das Ganze einen Tag einziehen lassen. Anschließend mit einem Lappen das überschüssige Zeugs wegpoliert und dann kam der spannende Moment: Die erste Probefahrt.
Mein erster Eindruck: Uuuunglaublich hart!!! Da hätte ich doch auch einen Holzklotz nehmen können. Wie sollte mein Hintern das auch nur 5 km durchstehen? Aber wie so oft - der erste Eindruck trügt. Nach wenigen Kilometern hatte ich bereits das Gefühl, zwar recht hart, aber doch angenehm zu sitzen. Und nach insgesamt 40 km kam ich wohlbehalten wieder zuhause an, allerdings ohne die früheren Taubheitsgefühle! Folglich blieb der Sattel auf dem Fahrrad drauf.
Mittlerweile hat der Brooks meinen Hintern gut 800 km getragen und er ist neben der Rohloff schnell zum angenehmsten Teil meines Fahrrades geworden. Keine Taubheitsgefühle oder sonstige Beschwerden und ein prima Fahr- bzw. Sitzkomfort. Dort, wo die Sitzknochen aufliegen haben sich in der Lederdecke recht bald deutliche Dellen gebildet. Das soll wohl so sein und dürfte das Ergebnis des Einfahrprozesses sein. Nachgefettet hab ich ihn bisher einmal, aber nur vorsorglich und nicht weil der Sattel den Eindruck machte es nötig zu haben. Nachspannen war bisher nicht erforderlich. Einziger Nachteil bisher: manchmal knarzt der Sattel etwas. Positiver Nebeneffekt des robusten Leders: wenn man beim Schieben in den Keller oder beim Anlehnen des Rades an eine Wand mal mit dem Sattel etwas an dieser langschrubbelt, dann hat man nicht gleich wie bei den Kuststoffkollegen Löcher im Sattelbezug. Das Leder bekommt nur ein paar Kratzer, die nach wenigen Tagen nicht mehr auffallen.
Wie das mit der Wasserempfindlichkeit ist kann ich noch nicht sagen. Ich hatte zwar schon einige Regenfahrten, aber da war (wie beim Fahren üblich) mein Hintern auf dem Sattel und er hatte eher mit meinem Schweiß als mit dem Regen zu kämpfen. Im Regen stehenlassen musste ich mein Rad bisher nicht. Abgesehen von den wenigen Kratzern und den Sitzknochendellen sieht der Sattel bisher noch wie neu aus.
Mein Fazit: Der Brooks und mein Hintern sind wie füreinander gemacht, den Sattel werde ich genauso wie die Rohloff nicht wieder hergeben. Die Optik dürfte zugegebenermaßen nur Retrofreaks beeindrucken, aber ich habe mich auch daran gewöhnt. Qualitativ gibts für mich nichts zu meckern, der Brooks erweckt den Eindruck, mehrere Fahrradleben problemlos zu überdauern. Er braucht aber etwas Pflege und ist nicht gerade ein Leichtgewicht. Testen ist auch nicht einfach, einen verlässlichen Eindruck hat man erst nach einigen ausgiebigen Fahrten. Man ist also gezwungen, auf die Erfahrung anderer zurückzugreifen und ansonsten blind zu kaufen.
Pro: individueller Sitzkomfort, lange Haltbarkeit, Naturmaterial Kontra: schwer, begrenztes "Designpotential"
...Leider leider kann ich meinem alten Brooks Conquest-Sattel nur noch hinterhertrauern. Er wurde mir mitsamt Rad vor sieben Jahren geklaut, und wenn ich auch für das Rad von der Versicherung was bekam, der gut eingefahrene Conquest war einfach unbezahlbar. ...
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Pro: Langfristig der bequemste Sattel, gepflegt lange Haltbar Kontra: Preis, Haerte, Pflegebeduerftigkeit
...Winter 1999: ++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Vor rund sechs Monaten habe ich meinem alten Gelsattel den Gnadentod gegeben und mir mein MTB für rund 100 DM den Conquest von Brooks gekauft, der mir von Freunden empfohlen wurde. Probe gefahren bin ic ...
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Pro: optimale Anpassung an den Körper, langlebig Kontra: Einfahrzeit
...Wie andere Ledersättel zeichnet sich auch der Brooks Colt durch hervorragende Qualität und Sitzkomfort aus. Die "Einsitzphase", die zugegebenermaßen für das Hinterteil recht strapaziös sein kann, hat man schnell hinter sich - danach ist der Colt ein wunde ...
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Pro: Hoher Fahrkomfort, lange Lebensdauer Kontra: Empfindlich gegen Naesse
Einen Ledersattel einzufahren dauert bekanntlich sehr lange. Es wird sogar behauptet, dass ein Ledersattel erst nach einer Kilometerleistung eingefahren ist, die der gesamten Lebensdauer eines Gelsattels entspricht. Dies ist wohl etwas uebertrieben. Doch ...
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Pro: Bequem nach "Einritt", hält ewig Kontra: Vielleicht das Gewicht
...Wer mehr Zeit auf dem Fahrrad als in anderen Verkehrsmitteln verbringt, kommt an einem Brooks Sattel nicht vorbei. Vor allem Extrem Tourenfahrer werden z.B. den Brook Colt in allen Tönen loben.
Was macht den Sattel so besonders? Die Satteldecke besteht ...
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Pro: Sehr gute Qualität, Design, Komfort, Haltbarkeit Kontra: Einsitzphase
...Tourensattel Brooks B17 Special in schwarz
Vorwort
Winston Churchill hatte einst Blut, Tränen und Schweiß versprochen. Ob er in dem Moment an diesen Sattel dachte, den es zu seiner Zeit bereits gab, ist allerdings zweifelhaft, denn ein weiterer Ausspruch von ihm lautete ?Sport ist Mord?. Zugetroffen hätte es, da dieser Sattel wahrlich nichts für Sonntagsfahrer ist. Seine Freundschaft muss teuer erkauft werden. Dabei ist der Preis von ca. 90 ? noch das geringste Problem. Aus der Schachtel entnommen werden selbst gestandene Mannsbilder vor Ehrfurcht verstummen, bei dem Gedanken auf diesem Etwas sitzen zu müssen, denn dieser Arbeitsplatz ist zunächst knochenhart und unnachgiebig. Dafür bekommt der nun stolze Besitzer etwas an die Hand, dass er mit keinem Geld kaufen kann. Es ist die Gewissheit einen Sattel zu haben, den er...
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Pro: Guter Trainingsschuh für leicht bis mittelgewichte mit Pronationsstütze Kontra: gibts nicht
..., andererseits (und vielmehr!) an meiner schmalen Ferse. Speziell früher gab es keine geeigneten Modelle für diesen Fußtyp, was dazu führte, dass ich die Schnürung um vieles zu eng schnüren musste. Folge: Sehnenreizungen am Ende des Schienbeines.
Auch in dieser Hinsicht hat sich Brooks meines Erachtens etwas tolles einfallen lassen: die linke und rechte Seite des Schuhes ist mit angenehmen, dicken "Pölsterchen" ausgestattet, die sich sehr gut an den Fuß anpassen. Diese bestehen zum Glück aus einem abriebfesten Material!
ad Abrollverhalten
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Nun, unter diesem Punkt will ich mich nicht sonderlich auslassen, denn ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, dass ein Qualitätslaufschuh ein gutes Abrollverhalten zeigen sollte.
Manchmal ist dies nicht der Fall, aber bei diesem Schuh? Klar besitzt der Brooks adrenaline GTS...
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...Brooks? Was ist das? Nie gehört! Das waren meine Worte, als eine laufbegeisterte Freundin von ihren Lieblingsschuhen erzählte.
Als aus gelegentlichen Läufen regelmäßiges Laufen wurde, kam der Wunsch nach einem zweiten Paar Laufschuhen auf. Aber welche?
Das zweite Paar sollte von einer anderen Marke sein. (Wegen der Belastung der Beine und des Materials und überhaupt.) Asics hatte ich schon, aber was ist mit meinem Modell vergleichbar? Laut Internet Fragebögen der Brooks GTS.
Also ins Sportgeschäft meines Vertrauens getrabt und die nette Verkäuferin (Marathon Typ) gefragt, welchen Schuh sie mir empfiehlt.
Einige Fragen später zog sie den Brooks GTS 11 aus dem Regal. Internet und Fachverkäuferin rieten mir zum gleichen Schuh - Ich war beeindruckt und um 129? ärmer. (Ärgerlich das sie zwei Monate später für 80 ? im Angebot waren, aber...
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