Ich will doch nur faxen!
22.03.2008
Pro:
Geringe Folgekosten
Kontra:
Papierschacht läßt sich schlecht einsetzen
Empfehlenswert:
Ja
 funkey
Über sich:
Mitglied seit:19.02.2008
Erfahrungsberichte:16
Vertrauende:24
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 355 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vor der Anschaffung eines neuen Faxgerätes steht man, wie bei den meisten Elektronikartikeln, mal wieder vor dem Problem: Wie finde ich bei der Vielzahl der Geräte das für mich beste heraus? Zunächst stellte ich mir also die Frage, was das Faxgerät alles können muß und ich kam zu der Antwort, daß es eigentlich nur faxen können soll. Da dies aber alle mehr oder weniger fertigbringen, sollte man sich noch etwas eingehender damit befassen. Für mich war es wichtig, daß sich die Folgekosten in Grenzen halten, da ich bei meinem alten Faxgerät die Erfahrung machen mußte, daß die Farbpatronen die Hälfte vom Gerät kosteten, nämlich sage und schreibe 42 €. Dies sollte mir nicht noch einmal passieren. Meine Wahl fiel schließlich auf das Brother Fax 1355, weil es mir ein gutes Preis/Leistungsverhältnis zu haben schien, die Patronen nicht so teuer und Fremdpatronen sogar zu einem Spottpreis zu haben sind.
Hersteller:
Brother Industries, Ltd., Japan s. auch www.brother.de
Preis des Gerätes:
98,-- € zuzüglich Versandkosten bei der Fa. Office Discount.
Preis der Patronen:
Original 16,77 € bei tintenfix.de Fremdpatrone 1,98 € bei die-patrone.de
Mitgeliefertes Zubehör:
Telefonkabel Netzteil Installationskurzanleitung Ausführl iche Bedienungsanleitung
Einige Technische Daten:
Gerätetyp: Faxgerät/Kopierer s/w Kopiertyp: Digital Faxtyp: Normalpapier Abmessungen: B 40,7 x T 29,2 x H 19,8 cm Gewicht: 6 kg Drucktechnologie: Tintenstrahl (monochrom) Max. Kopiergeschwindigkeit: 18 Seiten pro Minute Max. Kopierauflösung: 600 x 600 dpi Übertragungsgeschwindigkeit: 14,4 kbps Dokumenteneinzug: 20 Blatt Papierschacht: 100 Blatt Ausgabefach: 50 Blatt Herstellergarantie: 3 Jahre
Die Optik:
Das Fax ist, wie schon in den technischen Daten angegeben, relativ groß. Bei einer Breite von über 40 cm und Tiefe von bald 30 cm muß man schon etwas Platz schaffen. Der Korpus ist aus dunkelgrauem Kunststoff. Das Bedienfeld und der Dokumenteneinzug hebt sich mit hellgrauem Kunststoff ab. Die Verarbeitung erscheint insgesamt solide. Allerdings machen der Dokumenteneinzug und die Ausgabelade den Eindruck, daß sie nicht allzu viel Karambolagen vertragen könnten. Aber bei pfleglicher Behandlung haben die Teile bei mir bisher gehalten.
Die Inbetriebnahme:
Es ist eine Kurzinstallationsanleitung beigelegt, die man allerdings nicht unbedingt braucht, da das Gerät beim ersten Einschalten über Displaydialog durch den Installationsvorgang führt. Hierbei kann man zum Beispiel die Anzahl der Klingeltöne bis zum Empfang des Faxes festlegen, ob eine automatische Verkleinerung erfolgen soll, wie das Gerät sich bei fehlendem Papier verhalten soll (Speicherempfang) und man kann die Anrufer-Kennung eingeben, also den eigenen Namen und die Telefonnummer. Etwas nachteilig finde ich hierbei, daß das Gerät nur jeweils 16 Zeichen angeben kann, was bei einem etwas längeren Firmennamen schon etwas knapp bemessen ist. Nach diesen Eingaben ist das Gerät bereits betriebsbereit. Man sollte allerdings noch den Papierschacht auffüllen, damit auch was aus dem Gerät herauskommen kann. Der Schacht faßt 100 Blätt und ist somit als Vorratsschacht für normale Beanspruchung sehr gut bemessen. Leider gestaltet sich das Einsetzen des Schachtes in das Gerät etwas schwierig, da man ihn nicht bis zum Anschlag hereindrücken darf. In diesem Fall zeigt das Gerät einen Papierstau an. Man braucht sehr viel Gefühl um einen leichten Raster, bei dem der Schacht dann in der richtigen Position ist, überhaupt wahrzunehmen. Auch nach mehrmaligem Auffüllen des Schachtes bin ich mir immer noch so unsicher, ob er auch richtig sitzt, daß ich zunächst ein Blatt kopiere, um die richtige Funktion sicherzustellen. Hier sollte der Hersteller nochmal was überarbeiten.
Die Bedienfunktionen:
Das Brother-Fax besitzt ein Display, auf dem bei Nichtbenutzung Datum und Uhrzeit angezeigt werden, bei Faxempfang und -sendung die jeweilige Faxnummer. Unter dem Display gibt es zwei Tasten, durch die man zwischen Faxfunktion und Kopierer hin- und herschalten kann. Im eingeschalteten Faxzustand leuchtet die Taste "Fax" ständig hellgrün, was m.E. bei den heutigen Strompreisen nicht unbedingt sein müßte. Darunter befindet sich das numerische Eingabefeld mit 12 Tasten wie bei jedem Telefon. Links von der numerischen Tastatur gibt es ein Tastenfeld für bis zu 10 gespeicherten Zielwahlnummern sowie 6 Tasten, die die Bedienung des Faxes betreffen. Hierzu gehört die Tintentaste zur Reinigung des Druckkopfes und Überprüfung des Tintenvorrates. Je eine Taste für weitere Kopieroptionen, Wahlwiederholung und Auflösung. 2 weitere Tasten sind für den Anschluß eines Telefons bestimmt. Auf der rechten Seite befinden sich die Tasten zur Regulierung der Ruftonlautstärke, zur Ansteuerung einer gespeicherten Kurzwahlnummer, zur Menüansteuerung, Storno zum Abbrechen eines Vorgangs sowie die OK-Taste zum Speichern der im Menü vorgenommenen Einstellungen. Und last not least die drei farblich hervorgehobenen Tasten für Standby-Betrieb, Stopp und Start. Insgesamt ein sehr übersichtliches Tastenmenü, an das man sich direkt gewöhnt.
Faxe versenden:
Man legt das zu versendende Dokument mit der Schrift nach unten in den Dokumenteneinzug, gibt die Faxnummer ein und drückt auf Start. Desweiteren ist es auch möglich mit der Rundsendefunktion an mehrere Empfänger Faxe zu versenden. Man kann die Nummern aus dem Ziel- und Kurzwahlspeicher oder bis zu 50 manuell eingegebene Faxnummern dazu verwenden. Es ist auch möglich, ein oder mehrere Faxe zeitversetzt zu senden, indem man eine bestimmte Uhrzeit zur Versendung eingibt. Mit der Stopp-Taste läßt sich der Anwählvorgang jederzeit abbrechen.
Sonstige Funktionen:
Das Gerät besitzt eine Fax-Weiterleitungsfunktion, mit der man sich die Faxe beispielsweise im Urlaub ins Hotel automatisch zukommen lassen kann. Diese Funktion kann man auch per Fernabfrage nachträglich einstellen. Hierzu muß jedoch vorher ein Zugangscode eingegeben werden. Es läßt sich ein automatischer Sendebericht einstellen, der einem das Übertragungsresultat ausdruckt, beispielsweise bei nicht erreichtem Teilnehmer. Man kann einen automatischen Journalausdruck einstellen, der einem nach einem bestimmten Zeitraum alle empfangenen oder gesendeten Faxe ausdruckt. Es ist eine umfangreiche Kopierfunktion vorhanden, bei der man auch die Anzahl der Kopien einstellen kann. Desweiteren läßt sich die Qualität und Größe der Kopien verändern sowie deren Helligkeit und Kontrast.
Fazit:
Dafür, daß der Hersteller das Gerät als Einsteigerfax bezeichnet, bin ich überrascht von den vielen Möglichkeiten, die geboten werden. Und da ich einfach nur faxen will, werden die meisten Funktionen garnicht genutzt. Die Geschwindigkeit halte ich für vollkommen ausreichend und die Qualität der empfangenen Faxe ist recht gut. Den größten Pluspunkt hat das Gerät für mich in Bezug auf die Folgekosten, die bei der Verwendung von Fremdpatronen verschwindent gering sind. Eine Patrone hält bei durchschnittlich 2 - 3 Faxen pro Tag, die wir haben, da mein Mann eine kleine Handwerksfirma besitzt, ca. 4-5 Monate. Geringer können die Folgekosten eines Faxgerätes wohl kaum sein. Der einzige Negativpunkt für mich ist der schlecht einzuschiebende Papierschacht, für den ich auch einen Stern in Abzug bringe. Alles in allem bin ich aber absolut zufrieden mit diesem Gerät und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bilder von Brother FAX-1355
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26.08.2008 21:45
Supi...BH
18.07.2008 10:54
Klasse geschrieben!
02.07.2008 21:33
Interessant beschrieben! LG curly