NADEL - TINTE - LASER
07.10.2006
Pro:
S/W Laserdrucker schon absolut erschwinglich, kein Eintrocknen der Patronen, flott, kein verschmieren, kein verrinnen, günstiges Modell, günstige Nachfülltoner, viele Funktionen, neben Windows und Mac auch Linux - fähig, 3 Jahre Garantie, problemlose Instal
Kontra:
USB - Kabel muss extra dazugekauft werden, hoher Stromverbrauch, nicht alle Sonderfunktionen unter Linux wählbar
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Druckqualität
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Betriebskosten
Support/Service
mehr
 MOFFt
Über sich:
Vielen Dank für Eure zahlreichen tollen Bewertungen und Kommentare meiner letzten Berichte. Freut mi...
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Wer kennt sie noch, die alten Nadeldrucker die gemütlich, dafür unglaublich laut Zeichen für Zeichen auf das dünne Papier hämmerten. Zwar fast unverwüstlich, doch früher oder später löste meinen alten Nadeldrucker dann doch ein Tintenstrahldrucker ab. Warum ich jetzt auf einen Laserdrucker umgestiegen bin, beziehungsweise warum ich diesen Schritt gemacht habe und vor allem wie zufrieden ich damit bin, das erfahrt ihr in diesem Bericht über den BROTHER HL2030 Laserdrucker.
=WARUM LASERDRUCKER=== Diese Frage muss man sich wohl zuerst mal stellen, noch bevor man sich in die unzähligen Modelle reinsucht. Welche Art von Drucker man heutzutage wählt hängt wohl vor allem vom Druckverhalten und vom Zweck ab. Klar, man will ausdrucken, aber es macht einen Unterschied wie viel man druck, welche Art von Druck, Farbe oder S/W, Grösse, und, und, und.
In meinem Falle musste es ein Drucker für den Privatgebrauch werden. Ich drucke eigentlich daheim relativ wenig aus. Deshalb trockneten mir auch immer wieder mal die Tintenpatronen aus, was wohl einer der Hauptgründe war warum ich mich nun nach einem Laserdrucker umgesehen habe. Zum anderen reicht mir daheim ein S/W Ausdruck. Wenn ich Farbausdrucke benötige, gibt es genügend Copy-Shops bzw. kann man sich Fotos schon zu einem so günstigen Preis entwickeln lassen, dass sich selbst ausdrucken nicht lohnt. Von der Grösse her reicht mir ein A4 Format vollkommen, so suchen wir also einen reinen S/W Laserdrucker, A4, der keine besonderen Anforderungen erfüllen muss. Während Farblaserdrucker noch teilweise empfindlich teuer sind, sind S/W Laserdrucker mittlerweile schon absolut erschwinglich und es gibt auch schon genügend Modelle deren Tonerleistung preislich auch völlig mit Tintenstrahl Patronen mithalten kann bzw. sogar günstiger ist als diese. So haben wir in meinem Falle auch den Kostenfaktor auf der Laserdrucker-Seite und es steht einem Kauf eines solchen nichts mehr im Wege.
=DRUCKERWAHL=== Die Suche nach dem richtigen Drucker gestaltet sich Angesichts der Vielzahl an Modellen nicht wirklich leicht. So hab ich also in erster Linie nach folgenden Kriterien gesucht: A4, S/W Laserdrucker, USB Anschluss, 4 oder besser 8MB Speicher, Papierlade und er sollte trotzdem nicht zu gross sein. Da ich den Drucker nicht sehr häufig benötige, sollte er vor allem günstig sein (sowohl in Anschaffung, wie auch im Tonernachkauf). Und das wohl wichtigste Kriterium für mich, er mus vor allem unter Linux sauber laufen (Windows ist natürlich nett, aber nicht nötig ;-) So hab ich in einigen österreichischen Shops gesucht und hab die günstigsten Modelle immer gleich mit linuxprinting.org
Bilder von Brother HL2030
verglichen auf Lauffähigkeit bzw. Probleme. So bin ich ziemlich schnell auf den BROTHER HL2030 gestossen, der sowohl vom Ankauf wie auch von den Tonern sehr interessant erscheint. Auch linuxprinting.org sagte nichts nachteiliges über den Laserprinter und da Brother für seine Geräte sogar eigene Linux-Treiber anbietet, hatte ich da auch keine Zweifel mehr.
=ALLGEMEINES===
Bei www.e-tec.at, einem österreichischen Computer-Online-Shop fand ich den Brother HL2030 dann auch um nur 91 Euro, ein wie ich meine sehr attraktiver Preis. Bei Selbstabholung entfallen dort dann auch die Versandkosten (ich wohne nicht weit weg von der zentralen Abholstelle). Da er sogar lagernd war, konnte ich ihn mir gleich am nächsten Tag abholen. Dazu bestellt hab ich mir noch ein USB-Kabel, das, wie ich aus Erfahrungsberichten wusste nicht im Lieferumfang dabei ist. Ein USB Kabel 2.0 muss es sein, mit einem A und einem B Anschluß. So kostete mich der Drucker also in Summe 94 Euro, noch deutlich unter 100. Ein neuer Toner kostet übrigens ca. 50 Euro, auch dieser Preis ist niedriger als die meisten der anderen Hersteller. Der Originaltoner reicht übrigens für 1.500 Seiten (zu 5 Prozent bedruckt), der Nachkauftoner sogar für 2.500 Seiten. Ich sollte mit meinem Druckverhalten also eine ganze Weile auskommen. Da es sich hier um ein technisches Gerät handelt, dürfen nun mal ein paar Eckdaten nicht fehlen: - Brother HL2030G1 - S/W Laserdrucker - schafft 16 Seiten pro Minute - 10 Sekunden Aufwärmzeit aus Stand-By (bis zum ersten Druck) - Auflösung 2400 (nur Windows) x 600 dpi - B6, A5, A6, A4, B5, Letter - Papierkassette für 250 Blatt - USB 2.0 Anschluss - 8MB Speicher - Druckertreiber für Windows, Mac, Linux - Betrieb 460 Watt, Stand-By 75 Watt, Sparmodus 6 Watt - Lautstärke 50 dBA - Abmessungen (BxHxT) 368 x 166 x 358 mm - 3 Jahre Garantie
=ANWENDUNG===
Ein kleiner negativer Aspekt sei hier erwähnt - an der Schachtel wären Tragegriffe/Ausnehmungen noch sehr angenehm, denn so ist die sperrige Schachtel etwas ungünstig zu tragen. Naja - wirklich gross ist sie ja nicht, aber weitere Strecken möchte ich die Schachtel so nicht tragen. Nachdem wir den Drucker von seiner Verpackung befreit haben, liegt er mit Toner und Trommel vor uns. Mit dabei ist eine CD-Rom mit Benutzerhandbuch als PDF und Druckertreibern für Windows (98/ME/2000/XP) und Mac OS (9.1-9.2 bzw. X 10.2.4 und höher). Linux Treiber können direkt von der homepage brother.de runtergeladen werden (je nachdem welches Drucksystem man auf seiner Linux-Distri verwendet). Schon vorher habe ich mir aber verschiedene Installationsmöglichkeiten unter Linux angesehen und welche Treiber (es gibt ja die verschiedensten Quellen) man für diesen Drucker am besten verwendet. So sollte der HL2030 unter aktuellen Linux-Distris wohl keine Probleme machen und meist automatisch erkannt werden. Mit dabei ist auch noch eine Installationsanleitung (Quick Install) in 7 verschiedenen Sprachen. Ein Druckerkabel hingegen fehlt leider, so musste sicherlich schon der ein oder andere zurück ins Geschäft, der sich vorher nicht entsprechend informiert hatte.
Die Quickinstallation sollte man kurz lesen, da man bei Windows und Mac den Drucker mit der mitgelieferten CD-Rom installieren soll - dazu darf man vorher das USB Kabel noch nicht anschliessen. Ein entsprechender Sicherheitskleber über dem USB Anschluß weist aber auch nochmal auf selbiges hin. Für Euch hab ich meinen Schatten übersprungen und die normal in Ruhe schlummernde XP/OEM Version gestartet und dort den Drucker nach den Anleitungen von Quickinstall bzw. CD-Rom installiert. Mehr als einfach, der Drucker wird sofort erkannt. Mit dabei ist eine klare und verständliche Anleitung für Anwendung und Installation. Sogar mit animierten Bildern wird man durch die ersten Schritte (aufstellen, einsetzen von Toner, einlegen von Papier o.ä.). Die Testseite kam sofort und auch das Benutzerhandbuch wurde sehr flott ausgedruckt (um bei den 110 Seiten etwas zu sparen hab ich natürlich gleich mal den 9_auf_eine_Seite-Druck getestet) Genug von Windows bin ich dann natürlich sofort zu Linux gewechselt, da ich unter diesem Betriebssystem privat eigentlich zu 100 Prozent arbeite. Hier hab ich den Drucker bereits angesteckt (Druckerinstallation per mitgelieferter CD-Rom fällt hier ja flach), und eingeschaltet. Nach dem Hochfahren steht der Drucker auch sauber erkannt unter /proc/bus/usb/devices. Da ich als Drucksystem/Dämon cups verwende, bin ich danach natürlich gleich zu meinem Webbrowser gegangen, wo ich die Drucker mit http://localhost:631 installieren und konfigurieren kann. Schnell und einfach drückt man sich durch die gewünschten Optionen und der Drucker wurde unterm USB Anschluss auch sauber erkannt. Brother Geräte sind schließlich einige angeführt, der 2030-er fehlt leider. Aus Foren weiß ich aber, dass er mit dem hl1250 Treiber sehr sauber funktioniert. Dem war dann auch so und sowohl Testseite wie auch Drucke aus Programmen machten keine Probleme. Bei diesem Treiber fehlen scheinbar aber die speziellen Funktionen wie Mehrseitendruck, Wasserzeichen o.ä. (Tonersparmodus wird angeboten). So habe ich es dann auch noch mit den brother-eigenen Linux Treibern versucht. Leider brachten diese auch keine Sonderfunktionen mit sich. Zum Mac kann ich leider nichts sagen, aber ich denke die Installation ist ähnlich einfach wie bei Windows oder Linux.
=EINDRUCK/MEINUNG===
Wie man aus obigen Daten schon etwas erkennen kann, ist der Brother HL2030 sicherlich im privaten Bereich bzw. Home-Office stark. Dort wo keine besonderen Ansprüche gestellt werden, sondern nach einem kostengünstigen, sauberen, A4 Drucker gesucht wird. Mit der Kassette für 250 Blatt (wobei das schon sehr dünnes Blatt sein muss), aber für mich sind 150 Blatt auch mehr als ausreichend, bietet er genügend Stauraum für zu bedruckendes Papier. Spezialpapier oder Vordrucke kann man dann auch in einer Einzelblattzufuhr beigeben. Gelungen finde ich übrigens auch Grösse und Design. Trotz Papierkassette misst der Drucker nur 368 x 166 x 358 mm, also sogar weniger als mein bisheriger Tintenstrahldrucker. Nebenbei sieht er im Vergleich zu den meisten anderen Laserdruckern auch optisch ganz fein aus. In den Farben dunkel- bzw. hellgrau ist er zwar nicht fetzig, aber angenehm ruhig und kompakt passend auf meinem Schreibtisch. Er wirkt niedrig, ja sogar etwas klein und mit den abgerundeten Zügen hat er nichts von den grossen Laserbrocken, die wir sonst oft in den Büros sehen. Mit seinen 6,5 kg gehört er auch nicht zu den schweren Kalibern.
Die 16 Seiten pro Minuten (maximum) wird man wahrscheinlich nur im Optimum erreichen, aber selbst wenn es etwas weniger sein sollte finde ich die Druckleistung schnell genug. Die Zeit wär mir ja egal, aber da der Drucker im Betrieb relativ viel Strom verbraucht, ist es natürlich gut wenn er das zu Druckende schnell rausbekommt um wieder in Stand-By bzw. Sparmodus zu gehen. Beim Punkt Strom wurde leider nicht gespart - so braucht der HL2030 im Betrieb satte 460 Watt (aber Laserdrucker brauchen allgemein relativ viel Strom). Nach dem Druck wechselt er in einen Stand-By Modus, aber auch hier werden noch 75 Watt verbraten. Vor allem dieser Wert erscheint mir viel zu hoch und so gehören Laserdrucker sicherlich zu den sgn. Stand-By-Stromfressern. Nach einiger Zeit wechselt er in einen Schlafmodus, wo er nur mehr 6 Watt verbraucht. Der Schlafmodus ist ok, aber da ich den Drucker wie gesagt nicht ständig brauche, ist er normalerweise total ausgeschaltet und wird erst bei Notwendigkeit aktiviert. Nebenbei bemerkt braucht der Drucker vom Einschalten weg nicht mal 15 Sekunden bis er aufgewärmt und betriebsbereit für die erste Seite ist - eine tolle Zeit wie ich meine. Im Betrieb selbst kann man aus einigen Funktionen (je nach Druckertreiber bzw. Betriebssystem) wählen. Da gibt es zb. Spiegel/Umkehrdruck, Posterdruck, Duplexdruck (beidseitig bedruckt) oder einen Wasserzeichendruck. Für mich interessant ist sicherlich der N-up Druck, wo man gleich mehrere Seiten auf eine Seite gekachelt ausdrucken kann. Vor allem interessant für Präsentationen oder Anleitungen mit vielen Seiten - so hat man nicht jedesmal einen hohen Papierstapel. Leider hab ich aktuell gerade die Funktion mit den Linuxtreibern noch nicht hinbekommen (unter Windows funktionieren alle Funktionen problemlos). Für alle Linux Anhänger kann ich momentan den cups-Treiber hl1250 oder den herstellereigenen Treiber von brother.de empfehlen (Stichwort cupswrapper). Damit läuft bis auf die Sonderfunktionen alles problemlos (inklusive Tonersparmodus). Den n-up Druck kann man aber auch unter Linux über einen kleinen Umweg erreichen. So drucke ich meine Seiten einfach per PDF-Drucker in eine pdf-Datei und diese kann ich dann mit Hilfsmitteln (pdfnup aus dem Paket pdfjam) nach Belieben nachbearbeiten bzw. nach Herzenslust auf eine Seite schachteln.
50 dBA entwickelt er im Betrieb bzw. 30 dBA im Stand-by. Verglichen mit unseren Laserdruckern in der Firma deutlich leiser und auch nicht wirklich störend. Vor allem für mich eher unwichtig, wg. geringem Gebrauch bzw. ist er sowieso meist ausgeschaltet. 1.500 Seiten soll die Originalpatrone wie gesagt halten (bei 5 prozentigem Bedrucken). Damit liegt er etwa im Durchschnitt, verglichen mit anderen Modellen. Ich werde wohl eine Weile damit auskommen und wenn ich mir dann einen Toner um (momentan) 50 Euro nachkaufen muss, der dann weitere 2.500 Seiten halten soll, so kommt mir das wesentlich billiger vor als die nervigen und teuren Tintenpatronen die dann sowieso schnell wieder eintrocknen. Die Trommel selbst soll ganze 12.000 Seiten halten, kostet jedoch danach fast so viel wie ein neuer Drucker (auf diese Seitenzahl werde ich wohl nie kommen).
Der Brother HL2030 macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Ein einfacher und sehr günstiger S/W A4 Laserdrucker für den Home-Office bzw. privaten Bereich. Er bietet sauberer Qualität, läuft unter Windows, Mac und Linux und ist auch im Wechseltoner freundlich zu der eigenen Brieftasche. Das ganze wird abgerundet durch eine 3-Jahres Garantie von Brother - Bravo, sag ich da!
Dank fürs Lesen dieses wieder etwas länger gewordenen Bericht, ... heute schon geMOFFt?
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