Bis zu 28 A4-Seiten pro Minute in Farbe Automatischer Duplexdruck inkl. Broschürendruckfunktion Bis zu 6.000 dpi Druckauflösung 4 separate Jumbo-Tintenpatronen USB 2.0... mehr
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Erfahrungsbericht von MosquitoJG über Brother MFC 6890cdw 03.12.2010
Produktbewertung des Autors:
Druckqualität
gut
Geschwindigkeit
langsam
Benutzerfreundlichkeit
ausgezeichnet
Installation
kinderleicht
Pro:
Exklusives A3 Komplettangebot mit guten Einzelwerten
Kontra:
Gute Druckqualität geht auf Kosten der Geschwindigkeit
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Obwohl die Firma Brother schon lange auf dem Markt ist mit ihren Bürogeräten, war sie mir bisher nicht als Top-Marke auf dem Gebiet bewusst, sondern eher als ein Vertreter des guten Durchschnitts ohne technische Highlights im Gegensatz zu anderen wie Canon, Epson, HP. Entsprechend kamen die Geräte nie in meine engere Wahl. Jedoch scheint die Firma bestrebt zu sein, diesem Image ein Ende zu setzen.
Wie es scheint, hat Brother eine Marketing-Offensive gestartet, um für ihre Multifunktionsgeräte zu werben, die als Alleinstellungsmerkmal im A3-Format arbeiten und somit grössere Ausrucke, Scans und Faxe ermöglichen. Das Ganze in Farbe und zu einem auch für Normalbenutzer erschwinglichen Preis.
Gerade der war jedoch ein Grund, um mich weniger für diese Geräte zu interessieren, weil ich gute Qualität von vorne herein einige Preisklassen höher vermutet habe und beim Druckwerk eine Lasertechnologie statt Tintenstrahl bevorzugt hätte. Leider musste ich feststellen, dass sich praktisch kein Angebot an Geräten im Consumer-Bereich findet, sondern nur professionelle für gleich mehrere Tausend Euro.
Wer also alles in A3 will, dem bleibt tatsächlich erst Mal nur das Angebot von Brother, die sozusagen ein Alleinstellungsmerkmal haben.
So ging ich also auf das Angebot des 6890CDW ein, nach wie vor etwas skeptisch, ob man für so wenig Geld wirklich etwas Vernünftiges erwarten kann oder man am Ende nur einen Haufen Plastikschrott bekommt, der irgendwie aber nicht wirklich gute Qualität abliefert. Zwar vielseitig ist, aber in keiner Kategorie wirklich zufriedenstellt gegenüber Einzelgeräten.
Die Papierwerte sind allerdings vielversprechend und in einem Geschäft - hier Conrad - war es möglich, Probeausdrucke ansehen zu können, die auf Fotopapier gemacht wurden. Diese sahen sehr gut aus und gaben mir letzten Endes die Sicherheit, das Gerät zu kaufen.
Beim Auspacken und Aufbauen allerdings kam der Eindruck des Billigproduktes erst Mal wieder. Die Haptik der Plastikoberflächen sind dem Preis entsprechend. Teurere Modelle bieten hier mehr fürs Auge wie mit Klavierlack überzogene glänzende Flächen etc. Aber gut, hier kommt es in erster Linie auf die inneren Werte an und wirklich schlecht¨ sieht das Gerät nicht aus, nur eben preisoptimiert, das ist schon erkennbar.
Angenehm war dann die Installation, bei der auf Anhieb alles klappte. Nach nur kurzer Zeit war das Papier eingelegt, die Patronen eingesetzt, das Gerät im WLAN eingebunden, das Fax angeschlossen, die Faxweiche mit dem parallelen Telefon eingestellt, die Software auf dem PC installiert, und ich konnte die ersten Seiten scannen.
Hier allerdings noch ein Kritikpunkt, die Software zum Scannen erfüllt ihren Zweck, bietet aber nicht viel, so dass ich zu Vuescan gewechselt bin, das problemlos das Gerät erkennt und damit arbeiten lässt. Mit Vuescan kann man sehr produktiv arbeiten, problemlos mehrere Scans nacheinander mit den gleichen Einstellungen und automatischer Abspeicherung machen, etc. Das Programm ist über das Netz erhältlich und kostet nicht viel, so dass man es in die Kalkulation mit einbeziehen könnte ohne den finanziellen Rahmen der Anschaffung des Brother 6890 zu sprengen.
Die Scanqualität war allerdings hervorragend und ging auch recht flott, sogar im Format A3 und bei 300 dpi. Für feinere Darstellungen kann man 600 dpi oder bis physikalischen 1200 dpi hinauf gehen, was die Geschwindigkeit dann zunehmend verringert, aber immer noch zeitgemäss ist.
Der A3 Scanner ist also ein Pluspunkt von der Hardware gesehen und die Schwächen der Software lassen sich wie gesagt leicht korrigieren. Wenn man bedenkt, dass reine A3-Scanner schon preislich kaum unter dem liegen, was dieses Multifunktionsgerät insgesamt kostet, so ist das nach wie vor ein kaum glaubhaft günstiges Angebot.
Kommen wir zum Drucker, dem ich am meisten skeptisch gegenüberstand, weil ich von der Arbeit her Lasertechnologie gewöhnt bin und Tinte einen unprofessionellen Ruf hat. Gerne hätte ich bis zum Doppelten des Gerätepreises ausgegeben, wenn ich ein gleiches A3 Multifunktionsgerät mit Farblaser anstelle von Tinte bekommen hätte. Aber es gibt wie gesagt kein Angebot in diesen Preisklassen, weder für den doppelten, noch den dreifachen oder vierfachen Preis, und weiter hatte ich mit der Suche aufgehört.
Die Probeausdrucke im Geschäft sahen wie gesagt gut aus und nun wollte ich das zu Hause nachtesten, insbesondere im Vergleich Normalpapier, wie man es auch für einen Laserdrucker verwenden würde, und Spezialpapier für Fotos mit Tintenstrahldruckern.
Bevor wir zu den Druckergebnissen kommen noch ein Blick auf die Druckkosten, weil man ja kennt, dass Druckerhersteller ihre Geräte oft zum Spottpreis verschleudern, um dann aber an der Tinte zu verdienen. Dies Scheint hier nicht so ausgeprägt zu sein. Die Markentinte vom Hersteller kostet zwar auch deutlich mehr als die Noname-Angebote, von Kits zum Selbernachfüllen ganz abgesehen, auf die ich keine Lust habe. Die Noname-Angebote bei Ebay liegen bei etwa 1/10 des Preises der Markentinte von Brother und wenn die etwas taugen, dann wäre das gerade für viele Ausdrucke im A3-Format eine Empfehlung. Soweit bin ich aber noch nicht, weil ich derzeit noch mit dem beiligenden Patronensatz vom Hersteller selber drucke, der eine ausreichende Kapazität von mehreren Hundert Blättern hat. Sehr gut dass man jede Farbe einzeln austauschen kann. Hinzu kommen noch die Kosten für das Fotopapier, wenn man Fotos drucken will. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass man dem Farblaser in Punkto Verbrauchskosten paroli bieten kann und mit eventuellem Einsatz von Noname-Tinte sogar noch darunter kommt, insbesondere für A3-Ausdrucke.
Kommen wir zur Druckqualität.
Als Erstes wollte ich ein Dokument mit viel Text und einem farbigen Firmenlogo ausdrucken. Ich beliess alles bei den Standardeinstellungen und klickte Duplexdruck hinzu. Mein erster Eindruck war mies, absolut enttäuschend. So schlecht hatte ich mir Tintendruck immer vorgestellt und ich bereute alles, wie konnte ich das nur gekauft haben.
Nach einiger Zeit Herumspielen an den Einstellungen merkte ich, dass Standard auf "normal (schnell)" steht und es zwei bessere Stufen, "normal" und "fein" gibt. Tatsächlich mit der besten Einstellung dauert das Drucken zwar deutlich länger, aber die Qualität ist jetzt bestens. Diese Drucke könnten spontan neben dem Laser bestehen, der diese Qualität nur sehr viel schneller hervorbrächte.
Nach dem ersten Schrecken bin ich also wieder zufrieden und wundere mich, dass der Hersteller diese Standardeinstellung gewählt hat, denn in den meisten Fällen des Homeoffice wird es mehr auf Qualität denn auf Geschwindigkeit ankommen. Die schlechteren Einstellungen empfehlen sich nur, wenn man schon vor dem Ausdruck weiss, dass man das Blatt bald wegschmeissen wird, etwa bei Layoutüberprüfungen oder zum Korrekturlesen eines Dokumentes.
Fazit: Nach ausführlichem Testen kann ich für das Gerät eine Empfehlung aussprechen. Die presilich bedingten Schwachpunkte halten sich im Rahmen und lassen sich zum Grossteil umgehen. Das Beste ist der A3 Scanner für den alleine sich der Kauf schon lohnt und für den es einzeln kaum ein günstigeres Angebot inklusive dem Einzelblatteinzug geben dürfte, so dass man sich das Gerät selbst dann kaufen würde, wenn man nur diesen braucht. Der Rest, den es praktisch gratis dazu gibt, ist insgesamt durchschnittlich bis gut, was für das Homeoffice ok sein sollte. Druckqualität geht massiv auf Kosten der Geschwindigkeit, kann sich dann aber sehen lassen. Die Verbrauchskosten sind günstig. Fax und Kopierer erfüllen ihren Zweck. Abgerundet wird alles durch eine komplette Ausstattung, erwähnenswert sind hier insbesondere WLAN, FAX von und zum PC, Kartenleser zum Direktdruck von Fotos, die Duplexfunktion, Kompatibilität mit Windows 7-64bit und Mac OS, last but not least die reibungslose Installation.
Pro: A3 Druck, Funktionsumfang Kontra: Garantieverlängerung nicht mehr verfügbar
Der Drucker funktioniert sehr gut, an ihm gibt es fast nichts auszusetzen. + A3 Druck und A3 Scanner, finde ich sehr gut + akzeptable Tintenpreise + Drucke sind wischfest und verlaufen nicht wenn sie nass werden + gute Lichtbeständigkeit der Drucke + zwe ...
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