Die Liebe ist angeblich eine Himmelsmacht, doch gegen sie hat man auch als allmächtiger Mensch keine Chance. So ergeht es TV-Reporter Bruce Nolan, als er zwar Gottes Job und Kräfte übernehmen darf, dafür aber kein Glück mit seiner Freundin Grace hat. Doch auch dieser Pilger weiß den richtigen Weg zu finden.
Filminfos
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O-Titel: Bruce Almighty (USA 2002)
FSK: ab 6
Länge: 97 Min.
Regisseur: Tom Shadyac
Darsteller: Jim Carrey (Bruce Nolan), Jennifer Aniston (Grace), Morgan Freeman (Gott) u.a.
Handlung
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Bruce Nolan (Carrey) ist ein erfolgloser TV-Reporter in Buffalo, USA, der seine Mühe nicht genügend belohnt sieht: Ein anderer TV-Mann namens Evan wird neuer Anchorman der Nachrichtensendung des lokalen Senders. Und darf neben der schnuckeligen Susan sitzen.
Bruce hadert mit Gott und klagt seiner Freundin Grace (Aniston) sein Leid. Zu allem Überfluss pinkelt sein Hund Sam immer an seinen Lieblingssessel statt draußen an den Baum. Da bekommt Bruce einen Anruf von Gott, der Mühe hat, bei Bruce durchzukommen - Bruce ist gerade damit beschäftigt, verprügelt zu werden und dergleichen. Immerhin enthält die Botschaft eine eindeutige Adresse: Hier wohnt Gott - in einem außen schäbigen Fabrikgebäude, das innen wie das schönste Loft aussieht, das man sich vorstellen kann. Und Gott (Freeman) ist der Putzmann, der Hausmeister, der Mann im weißen Anzug.
Gott gibt seinem zornigen Erdenbürger 7 Tage Gelegenheit, den Job Gottes besser zu machen. Und die entsprechenden göttlichen Kräfte. Telekinese beispielsweise: Als erstes teilt das Rote Meer, dargestellt von einer Tomatensuppe. Bruce lässt Röcke hochfliegen und Hydranten explodieren. Für Grace holt er den Mond vom Himmel (und verursacht Flutwellen in Japan) und malt Sterne ans Firmament.
Doch auch als Gott ist Bruce nur ein Mann. Statt seiner liebsten Grace einen Heiratsantrag und ein Kind zu machen - ihr sehnlichsten Wünsche - denkt er nur an sich selbst. Als "Mister Exclusive" sorgt er für die tollsten News-Stories: Er entdeckt Jimmy Hoffas Leiche (nur für Amis interessant) und lässt einen Meteor einschlagen. Sein beruflicher Aufstieg zum News-Anchorman wird vom verlust seiner Freundin konterkariert.
Doch hierbei kann selbst der echte Gott nicht helfen. Bevor er Grace zurückerobern kann, muss Bruce erst ein besserer Mensch werden und Gebete seiner Nächsten erhören. Aber auch das kann gewaltig in die Hose gehen, wenn jeder glücklich wird...
Mein Eindruck
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Die zutiefst politisch-korrekte Botschaft des Filmes dürfte klar sein: Materielles Glück mag ja schön und gut sein, doch wichtiger ist es, ein guter Mensch zu sein, der sich um seine Mitmenschen auf die richtige Weise kümmert. Und vor allem den Auserwählten seines Herzens glücklich macht. Das ist zwar alles schön und gut, aber doch wieder nicht gerade neu.
Diese Botschaft kommt in der zweiten Hälfte des Films deutlich zum Ausdruck: Bruce hat endlich den Stuhl des Anchormans ergattert, verliert aber die Freundin. Der Ausgang einer solchen Hollywood-Komödie ist ziemlich vorhersehbar und daher wenig spannend.
Witziger ist daher die erste Hälfte, als Bruce den Loser spielen darf, der gegen die, ähm, "himmelschreiende" Ungerechtigkeit Gottes rebelliert und dessen Urlaubsvertretung spielen darf. Auch die erste kecke Anwendung der göttlichen Kräfte - zum Sound von SNAP's "I've got the power!" - ist noch recht knackig. Hart an der Geschmacksgrenze ist die Szene mit dem Affen und dem Hinterteil des jugendlichen Bandenmitglieds. Szenen, die geschmacklich noch weiter gehen, wurden herausgeschnitten - da lohnen sich Testvorführungen! - und sind nur auf der DVD zu finden.
Mit Carreys performance steht und fällt der ganze Film. Stars wie Morgan Freeman, wiewohl von eindrucksvoller Statur, und "Friends"-Star Jennifer Anistons verblassen daneben, denn sie dürfen Carrey nicht an die Wand spielen. Außerdem heißt dieser Film "Bruce-" und nicht "Grace Allmächtig", oder?
Unterm Strich
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"Bruce allmächtig" ist eine nette Komödie für die ganze Familie. Die Musik spielt dabei eine wichtige Rolle: Schmelzende Geigentöne sind auffallend oft vertreten, und Rock & Pop nur hie und da zu hören.
Es gibt ein paar zum Schreien komische Momente wie etwa die Hafties-Szene, aber die Momente für den etwas, äh, verfeinerten Geschmack finden sich nur auf der DVD, so etwa Evans brennender Kopf.
Aber ich würde den Film dennoch erst ab 12 Jahren freigeben. Manche Szenen und Ausdrucksweisen sind doch recht heftig.
Michael Matzer (c) 2003ff
14.03.2004 02:41
dann wird es wohl mal Zeit das ich zu diesen guten Bericht mir diesen Film auch mal langsam ansehen sollte
27.12.2003 10:13
den hab ich mir letztens als VHS gekauft und seither bestimmt schon an die 20mal gesehen - ich find JC einfach klasse *schwärm* LG! ***
08.12.2003 23:15
Es muss ein harter Mann sein, der Carrey nicht nur erträgt, sondern auch noch gutheißen kann ... VG; Michael