Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
viele Buchtipps, viele Themenbereiche |
| Kontra: |
Layout |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Jemandem nur einen Buchtipp zu geben, kann manchmal für Missverständnisse sorgen. Meine Mutter zieht die Stirn kraus, wenn ich ihr beispielsweise einen skandinavischen Krimi empfehle. Dabei ist sie ein ausgesprochener Krimifan, nur die Skandinavier kann sie nicht so recht leiden. "Zu langatmig und dann diese komischen Schlüsse", sagt sie. Empfehle ich einer Kollegin doch mal wieder einen Klassiker, wie Thomas Mann in die Hand zu nehmen, bekomme ich pikiert zu hören: "So was Schwieriges, nein danke. Die Schulzeiten sind Gott sei Dank vorüber."
Um es nun einigen Lesern mehr richtig recht zu machen, empfehle ich heute mal ganz viele Bücher. Wie das geht? Mein Ratschlag: Geht zum Kiosk und kauft euch das Magazin "bücher".
- DIE ZEITSCHRIFT-
Mit vollem Titel heißt dieses Heft, das in jeder Ausgabe zwischen 90 und 110 Seiten besitzt, "bücher - Das unabhängige Magazin zum Lesen". Ob dieses wirklich unabhängig ist, angesichts der recht hohen Anzahl von Anzeigen, wage ich ein wenig zu bezweifeln.
Es erscheint aller zwei Monate im Zeitschriftenhandel, in einem gut sortierten Kiosk, um es genauer zu sagen, denn meine Suche nach dieser Zeitschrift hat mir manches Mal, in der Provinz lebend, sehr viel Benzin und Zeit gekostet, da nicht jedes Geschäft dieses Magazin im Sortiment führt. Aber "bücher" gibt es natürlich auch im Abonnement.
Laut Impressum ist der Verlag die VVA Kommunikation GmbH in Essen. Der Herausgeber heißt Dr. Christian Jürgens. Die Arbeit des Chefredakteurs liegt in den Händen von Konrad Lischka. An jeder Ausgabe schreiben und feilen ein Stamm aus mehr als ein Dutzend Autoren, darunter auch bekannte Schriftsteller wie Judith Hermann und Ilja Trojanow.
- VOM KRIMI ZUM KINDERBUCH - JEDE AUSGABE EIN SAMMELSURIUM
Zeitschriften haben es ja so an sich, in jeder Ausgabe immer wiederkehrende Rubriken zu haben. Dies ist natürlich auch hier der Fall. Meine Lieblingsrubriken sind die Rankings als auch die Artikelserien "Wiederentdeckte Klassiker" und "Verhinderte Bestseller". Die Rankings geben einen Überblick über die besten Neuerscheinungen, als auch die Bestseller vor 20 Jahren. Unter "Wiederentdeckte Klassiker" als auch "Verhinderte Bestseller" werden, wie die Titel es schon verraten, Bücher vorgestellt, die heute schon fast in Vergessenheit geraten sind, die sich jedoch unbedingt lohnen zu lesen.
Was für mich das Heft so interessant macht, ist diese Themenbreite. Jede Ausgabe stellt Krimis, Historische Romane, Sachbücher als auch Kinderbücher vor. Neuerscheinungen in gebundener Ausgabe, als auch Taschenbücher. In kurzen Kritiken wird das Buch jeweils vorgestellt. Bei jedem Thema gibt es einen großen Tipp, der mit einem hoch erhobenen Daumen, sicherlich entliehen aus einer bekannten Fernsehzeitschrift, gekennzeichnet wird. Die weiteren Bücher, die vorgestellt werden, erhalten in Form einer gefärbten Buchreihe natürlich auch eine Bewertung. In jeder Sparte sammeln sich so bis zu zehn Buchtipps. Großer Pluspunkt: Von der anspruchsvollen Literatur bis hin zur seichten Unterhaltung findet hier jeder etwas.
Neben den zahlreichen Neuerscheinungen, die in Form dieser Themenbereiche kurz gezeigt werden, gibt es natürlich größere Beiträge. Mir ist dabei aufgefallen, dass sich diese vor allem den jungen und noch nicht der breiten Masse bekannten Autoren und ihren Büchern widmen. Sie kommen allerdings aus aller Herren Länder, so dass nicht nur die neue deutsche Literatur im Vordergrund steht.
Literarische Debatten werden natürlich auch verfolgt, so wurde im letzten erschienenen Heft, die Diskussion um Günther Grass, seine Memoiren und sein Bekenntnis, Mitglied bei der Waffen-SS gewesen zu sein, auch hier weiter geführt. Ob das dieses Magazin wirklich braucht angesichts der zahlreich erschienen Beiträge in unzähligen Zeitungen?
Lese- und Hörproben sowie Beilagen füllen und beschweren zusätzlich das Heft. Gut, dass es aller zwei Monate erscheint, so dass Zeit bleibt für das gründliche Lesen und Hören. In den letzten beiden Ausgaben waren unter anderem ein Special zur Kinderliteratur und ein Sonderheft zur deutschen Literatur dabei.
Was mir thematisch allerdings fehlt, sind Einblicke in das Buchgeschäft beziehungsweise in den Buchhandel. Hier würde ich mir interessante Reportagen über das Messegeschehen in Leipzig oder Frankfurt, über den Lizenzhandel oder über Übersetzungen wünschen.
- DAS LAYOUT UND DIE GESTALTUNG - HIER GIBT ES SCHLECHTE NOTEN -
Was mir an dieser Zeitschrift nun nicht so sehr gefällt, ist das Layout und die Gestaltung. Bei mir entsteht beim Lesen der Eindruck, dass sehr viel Inhalt in möglichst wenige Seiten gepackt werden muss. Das kann eine Herausforderung an das Layout sein, das hier jedoch dieser Aufgabe nicht gerecht wird. Manche Seiten erscheinen einfach überfüllt und unübersichtlich. Das Auge hetzt von Spalte zu Spalte und kommt einfach nicht zur Ruhe. Dies ist übrigens auch beim Cover der Fall, auf dem - wie anderswo auch üblich - schöne Frauen gezeigt werden.
Außerdem harmonieren die Farben von verschiedenen Themenseiten, die nebeneinander stehen, nicht und wirken zusammen manchmal zu verspielt. Die Fotoauswahl ist zudem recht dürftig. Für die großen Geschichten geht zwar zusammen mit dem jeweiligen Redakteur ein Fotograf auf Recherche, allerdings schaffen die Bilder es oftmals nicht, das Interesse auf den Schriftsteller zu wecken.
- MEIN FAZIT -
Ein Heft für Leseratten ist "bücher" auf jeden Fall. Hier gibt es genügend Lesetipps für ein verregnetes Wochenende, den fernsehlosen Abend, den Urlaub am Strand oder für eine lange Fahrt mit dem Zug. Eindeutiges Plus ist die große Themenauswahl. Klares Minus und Abstriche gibt es durch ein wenig ansprechendes Layout. An die anspruchsvolle Auseinandersetzung mit Literatur wie es beispielsweise in der Zeitschrift "Literaturen" geschieht, kommt dieses Magazin jedoch nicht heran. Aber das ist hier sicherlich nicht gewollt. Ich kaufe mir "bücher" sehr gern. Auch wenn das Heft mein geliebtes Stöbern im Buchladen nicht ersetzen kann.
- DIE WICHTIGSTEN ECKDATEN -
"bücher" erscheint alle zwei Monate, das nächste Heft erscheint Ende November
Heftpreis: 4,20 Euro
Abonnement: 21,60 Euro (Jahr, sechs Ausgaben, Lieferung in Deutschland)
Verlag: VVA Kommunikation GmbH, Essen
Im Internet: www.buecher-magazin.de
| weitere Erfahrungsberichte |
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Bewertung für Bücher von
katrincampari
Pro: Soooooooooo viele Buchtipps
Kontra: Soooooooooo viele Buchtipps... ;-)
Als absolut bibliophiler Büchernarr habe ich mich tierisch gefreut, als ich Ende letzten Jahres die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift "Bücher" gesehen habe. Ich habe sie auch gleich gekauft und bereits nach wenigen Tagen ein Abonnement bestellt. Aber wi ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
08.04.2004
(12.04.2004)
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Soooo viele Bücher
Bewertung für Bücher von
Endorfinchen
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Kontra: eigentlich nichts
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
22.02.2005
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Ein wahre Fundgrube
Bewertung für Bücher von
Finetta12
Pro: sehr viele Themenbereiche
Kontra: viel Werbung
Hallo ciaos,
da ich noch ein Mensch bin, der Bucherneuerscheinungen gerne in einem Magazin liest, möchte
ich das
"bücher" das Magazin zum Lesen vorstellen.
Als Beispielheft möchte ich gerne das aktuelle vorstellen, und einige T ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
23.12.2007
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Bewertung für Bücher von
urmi2100
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Kontra: die gedruckte Ausgabe erscheint leider erst Ende 2009
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nicht hilfreich
17.04.2009
(16.07.2009)
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