Welche Bedeutung hat der TOD im Buddhismus?
06.12.2001
Pro:
Der Tod ist ein lebenswertes Thema
Kontra:
Der Tod wird bei und unter uns zu unserem Nachteil verdrängt
Empfehlenswert:
Ja
 Reverend
Über sich:
Die Wahrheit stirbt zuerst, die Hoffnung zuletzt und der Glaube versetzt Berge. Die größte unter ihn...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 76 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Frage nach dem Tod im Buddhismus habe ich mit meinen OberstufenschülerInnen einmal im Zusammenhang mit der 'Wunschlosigkeit im Nirwana' behandelt. Hier ein kurzer Eindruck:Zum Buddhismus bekennen sich etwa 300 Millionen Gläubige, vor allem in Hinterindien, Tibet, Japan und Ceylon. Sein Gründer ist Buddha (560 bis 480 v. Chr.), ein indischer Fürstensohn, der sich mit 29 Jahren aus dem weltlichen Leben zurückzog, Frau und Kind verließ und die gelbe Kutte eines Mönches anzog.Er lebte ein Leben der Entsagung und kam so zur Erleuchtung.Auch der Buddhismus kennt die Vorstellung von der Wiedergeburt, genauso wie der Hinduismus als dessen Oppositionsbewegung der Buddhismus auf dem indiaschen Subkontinent verstanden werden kann - beginnend im 6. Jhdt. vor unserer Zeitrechnung. Der Buddhismus vertritt die Auffassung - auch im Unterschied zum Hinduismus: Der Mensch wird so oft wiedergeboren, wie er noch nicht zu einer wirklichen Selbstlosigkeit gefunden hat. Nur so kann er dem Leiden der Welt entfliehen, das als Grundübel, -hindernis gilt.Ursache allen Leidens in der Welt ist nach der Lehre Buddhas die Lebensgier. Heilung kann also nur durch Entsagung erfolgen. Nur der wunschlose Mensch, der nichts mehr will, weder Himmel noch Erde, weder Leben noch Tod, weder Freude noch Leid, wird nichts mehr verlieren können. So ist eben das Nichts die höchste Erlösung, das Nirwana. Sie kann zum Gleichmut, aber auch zur Gleichgültigkeit in diesem Leben führen.So werden bestimmte Haltungen verständlich, wie wir sie bei buddhistischen Gläubigen kennen: Japanische Kamikazeflieger z.B., die sich im 2. Weltkrieg als lebende Bomber auf feindliche Ziele stürzten, oder vietnamesische Mönche, die sich selbst verbrannten als Fanal gegen die us-amerikanischen Besatzer Vietnams in den 60er Jahren. Wer erkannt hat, von den Dingen dieser Welt und von seinem Egoismus abzusehen, der ist erlöst.So ist der Tod, der dem Menschen alles nimmt, was er krampfhaft festhält, der beste Prediger der Wunschlosigkeit: Er lehrt, loszulassen und darüber gelassen zu werden. Deshalb ist für buddhistische Mönche die Erinnerung des Todes von großer Bedeutung. Sie werden angewiesen, sich auf einem Friedhof oder in einem Grab niederzulassen und über die Asche der Körper, die verbrannt worden sind, und über die Leichen, die dort in verschiedenen Stadien des Verfalls liegen, nachzudenken.Memento morituri
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14.06.2002 16:18
dein Bericht ist ordentlich geschrieben und informativ. Dennoch ist einiges nicht ganz richtig... wie zB. Buddhistische Mönche haben sich nicht wegen der US-Besatzung verbrannt, sondern wegen dem Regime des damaligen vietn. Diktators Ngo Dinh Diem. Gruss Aaron :)
14.06.2002 09:27
Dein Beitrag ist Dir etwas zu kurz und auch nicht der Wahrheit entsprechend.Aber das Thema ist doch zu umfangreich,um es in diesem Forum vernünftig rüberzubringen ;-))
23.05.2002 21:26
Ich finde Deine drei kurzen Abhandlungen über die Bedeutung des Todes in den drei Glaubensrichtungen sehr interessant und informativ. VLG Arim