Was ist Buddhismus? Religion oder Philosophie?
15.10.2009
Pro:
Es ist gut am Anfang, es ist gut in der Mitte und es ist gut am Ende .
Kontra:
Wer es findet, zeigt es mir bitte . Ich kann kein Kontra sehen .
Empfehlenswert:
Ja
 derthormeister
Über sich:
Mitglied seit:15.10.2009
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 9 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich versuche mal mit kurzen knappen Worten darzulegen, was Buddhismus für mich ist. Ist es eine Religion oder eine Philosophie? Es ist meines Erachtens keines von beidem, auch wenn es beides gibt. Buddhismus als Religion. Wenn Religion etwas ist, das dem Menschen ein Regelwerk an die Hand gibt, wie er ethisch, moralisch handeln sollte, dann ist Buddhismus eine Religion. Des Weiteren kann man den real existierenden, von den meisten Buddhisten gepflegte Buddhismus als Religion bezeichnen, da einfach nur geglaubt wird, dass das was der Buddha oder die Mönche sagen auch stimmt. Der Buddhismus ist zudem bunt vermischt mit Animismus und Hinduismus, was sich in Opfergaben, Amuletten, dem falschen Verständnis von Karma und Wiedergeburt (darauf soll hier nicht eingegangen werden) widerspiegelt. Zudem werden bei verschiedenen Richtungen auch Götter angebetet. Buddhismus als Philosophie. Philosophie ist etwas vom Menschen geschaffenes. Ein Gedankenkonstrukt, das auf der Basis der Gesetze der Logik entwickelt wurde. Im Buddhismus gibt es viele philosophische Betrachtungen. Von Mönchen oder buddhistischen Gelehrten entwickelte Ideen und Lehrmeinungen. Darin ist auch sowas wie eine buddhistische Psychologie zu finden. Beides hat nichts mit dem reinen, ursprünglichem Buddhismus zu tun, dem sogenannten Buddha Dhamma (Wahrheit, Erkenntniss, Lehre des Buddha). Der Buddhismus ist eine Befreiungslehre. Simpel gesagt eine Befreiung vom Leid. Die Lehre des Buddha ist viel simpler, als das was daraus gemacht wurde. Wenn man Bücher liest, dann hat man das Gefühl, das sei alles super kompliziert. Aber dann hängt man in der Philosophie fest. Man sollte sich beim Lesen immer wieder darauf besinnen, wovon der Buddha sprach. Der Buddha sprach davon, dass es im Leben Leid gibt. Das kann jeder sicher bejahen. Und er sprach davon, wie dieses Leid entsteht. Durch Wollen. Sobald man etwas will, das man nicht bekommt, dann empfindet man Leid. Sobald man in einer Situation steckt, aus der man raus will, aber nicht raus kommt, dann empfindet man Leid. Dann sprach der Buddha davon, dass es möglich ist, sich von diesem Leid zu befreien. Und er sprach zu guter letzt davon, wie man sich vom Leid befreien kann, und zwar indem man das Wollen versteht und auflöst (der edle achtfache Pfad). Bitte nicht damit verwechseln, dass hier etwas unterdrückt werden soll, dass war nicht, was er uns gelehrt hat. Leid wird aufgelöst durch Verstehen. Und das ist auch die Erleuchtung. Erleuchtung ist kein himmlischer, göttlicher Akt, bei dem sich die Tore des Himmels öffnen und sich Gottes Segen herneidersenkt. Erleuchtung ist pures Verstehen. Das ist so banal, dass wir Menschen das nicht sehen können.Das ist Buddhismus, die Lehre des Verständnisses der Welt, eine Befreiungslehre die alle Wesen aus dem Leid herausführen kann. Es ist noch wichtig zu erwähnen, dass es im Buddhismus nicht darum geht, etwas zu glauben. Im Gegenteil!!! Der Buddha hat immer gesagt, glaubt nicht einfach, nur weil es von mir ist. Schaut es euch an. Betrachtet es genau. Wenn ihr es versteht und meint, dass es richtig und gut für euch ist, dann handelt danach. Ich habe hier absichtlich einige Begriffe nicht erklärt, da mein Thema nur die Betrachtung war, was Buddhismus ist.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|