Erfahrungsbericht über

Buffalo LinkStation Live LS-CH1.0TL

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Buffalo LinkStation Live LS-CH1.0TL

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Leise und klein verrichtet sie ihre Arbeit

5  25.01.2010

Pro:
TimeMachine, einfacher Zugriff, WebAccess, Preis

Kontra:
nicht immer so einfach wie beworben

Empfehlenswert: Ja 

Dosenfutter76

Über sich: Nachdem ich schon sehr viele Berichte gelesen habe, die mir oft weiterhelfen konnten, will ich auch ...

Mitglied seit:17.03.2009

Erfahrungsberichte:4

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Es gibt ja bereits einen Erfahrungsbericht von dodo911, der die Funktionen und den Umfang der Linkstation sehr gut auflistet und beschreibt. Deswegen will ich diesen Bericht wirklich nur auf meine Erfahrungen beschränken.
Ich habe nicht jede Funktion der Linkstation in Gebrauch. Da meine Anforderungen im Heimnetzwerk recht speziell sind, habe ich lange gesucht und gefummelt bis alles funktionierte.

Vorüberlegungen zum NAS

Für mich war ein Netzwerk-Speicher immer etwas für Freaks. Warum sollte ich mir extra eine Festplatte ins Netzwerk einbinden, wo ich doch genug Platz auf meinem Rechner habe?
Der Grund ist recht einfach: alle Rechner können auf den gleichen Datenbestand zugreifen.
Die Linkstation übernimmt bei mir folgende Aufgaben:
  • zentraler Speicher für Fotos und Musik
  • Medienserver für Playstation 3
  • automatisches Backup für MacBook (über Timemachine)

Ich glaube, ich bin auf dem Weg zum Freak!

Auspacken, Anschliessen, Installieren

Die komplette Konfig erfolgte über mein MacBook. Ich beziege mich auch im Bericht nur auf die Bearbeitung mittels Mac. Die Menüpunkte sollten sich aber zum PC nicht unterscheiden.
Später habe ich nur die Zugangssoftware auf einem Windows-Laptop und einem Windows-PC installiert um, auf die Ordner zugreifen zu können.
Das erste Einrichten ist einfach (für mich)- später wurde es knifflig. Die Linkstation ist bei mir per WLAN ins Netzwerk eingebunden. Dazu habe ich sie an eine Apple Airport Express angeschlossen. Die ist dann sozusagen der WLAN-Punkt der Linkstation.
Die Installation der Zugriffssoftware, um die LS zu benutzen geht schnell und man wird Schritt für Schritt geführt.

Ich empfehle aber wirklich jedem, sich vorher ein paar Kenntnisse über Netzwerke anzueignen.
Die Dokumentation der LS ist eher grundlegend. Vieles habe ich nur durch Suche im Internet gefunden. Ich habe, z.B. meiner Linkstation eine eigene IP vorgegeben, so wie jedem anderen Gerät im Netz auch. Dazu sollte man aber wissen, wie Netzwerke und IPs aufgebaut sind.

Erstes Einrichten...

...für Aufgabe 1 - der zentrale Speicher.
Der Zugriff auf die Linkstation erfolgte in meinem Fall über den Browser, die Anmeldung per Admin-Account, der bereits voreingestellt ist.
Die Anordnung des Menüs und der Funktionen ist übersichtlich, thematisch geordnet und (meistens) selbsterklärend.
Beispielsweise das Anlegen von Ordnern:
Möchte man die LinkStation mit vielen Rechnern und Personen teilen, bietet es sich an, öffentliche und benutzerdefinierte Ordner zu erstellen.
So erhält auch nur derjenige Zugriff, der für den entsprechenden Ordner freigeschaltet ist.
Anders als erwartet gibt man aber nicht Benutzer und Gruppen pro Ordner an, für die der Ordner freigeschaltet ist.
Sondern in den Zugriffseinschränkungen trägt man die Nutzer / Gruppen ein, für die der Ordner nicht sichtbar sein soll. Grundsätzlich ist jeder Ordner für alle sichtbar.

An den Ordnern kann man auch einstellen, welches Zugriffsprotokoll für die Ordner gelten soll. Für TimeMachine ist das besonders wichtig, da hier AFP benötigt wird.Ich habe mir 3 Ordner angelegt:
  • Media für Fotos, Musik und Video,
  • Timemachine für Mac backups,
  • Share für allgemeinen Dateiaustausch

Man kann neben den voreingestellten Admin und Gast-Accounts auch weitere Benutzer anlegen. Hier muss auf Groß-/Kleinschreibung geachtet werden.
An den Benutzern legt man grundsätzlich fest, welche Rechte sie haben.
Das finde ich etwas umständlich. Ich hätte mir gewünscht, dass man Benutzer global anlegt und an den Ordnern dann sagen kann, welcher Benutzer welchen Zugriff hat.
Nachdem Ordner und Benutzer angelegt waren und die Linkstation sauber im Heimnetzwerk funktionierte, habe ich lediglich die Zugangssoftware "NAS-Navigator" auf den anderen Rechnern installiert so dass jene auch direkt auf die LS zugreifen können.
Das Einrichten des Mediaservers

Ich will den Mediaserver für die PS3 benutzen, um Musik direkt von der Linkstation zu streamen. Das funktioniert auch sehr gut.
Im Menüpunkt Mediaserver diesen einfach aktivieren und schon findet die PS3 die Linkstation z.B. unter Musik und spielt die Songs ab.
Etwas nachteilig: wird neue Musik auf der Linkstation abgelegt, ist die Bibliothek des Mediaservers noch nicht aktualisiert. Man kann sie entweder manuell in der Linkstation aktualisieren oder stellt eine automatische zeitspanne ein, in der sich die Bibliothek aktualisiert.
Danach startet die LS neu; und das ist der eigentliche Wermutstropfen beim Streamen: die Verbindung geht dann nämlich verloren.
Einrichten von TimeMachine

Das war schwerer als ich dachte. Die Linkstation wirbt mit Unterstützung von TimeMachine und kinderleichtem Einrichten. Das klappt aber nur in der Theorie. TimeMachine benötigt eine "dehnbare" Datei, die durch das Backup erweitert wird.
Eigentlich macht die LS das beim Konfigurieren auch - nur erkennt der Mac bzw Timemachine diese Datei nicht an.
Nach tagelangem Fluchen und Suchen habe ich hier die Lösung gefunden: [Link | http://www.macosxhints.com/article.php?story=20080420211034137] - nur 3 Schritte und dann hats funktioniert :-)
Wichtig: TimeMachine sichert beim Ersten Backup ALLES, erst danach werden nur Veränderungen gesichert. Das dauert über WLAN schonmal nen halben bis ganzen Tag. Meine Lösung: Mac und das NAS auch ins LAN. Geht deutlich schneller und da ja schon alles eingerichtet ist auch ohne probleme.
Einrichten des Webaccess

Eine richtig gute Funktion ist der s.g. Webaccess. Damit kann man von überall auf die Linkstation zugreifen. Nicht aber, ohne auch hier etwas einzustellen.
Der Webzugriff erfolgt i.d.R. über www.buffalonas.com/[Name der Linkstation]. Ihr müsst also erst in die Web-Access-Konfiguration der LS und ihr einen Namen geben, der bei BuffaloNAS noch nicht vergeben wurde.
Dazu ein Passwort (das musste ich aber noch nie irgendwo eingeben).
Wer eine eigene Domain besitzt, kann sich diesen Schritt sparen und die LS darüber aufrufen - das hab ich aber bei mir nicht.
Dann muss man einen Port für den Router (bei mir: Fritzbox) angeben, damit die Router-Firewall den externen Zugriff nicht blockt.
Wichtig: die LS benutzt für sich den Port 9000- das heißt, ihr gebt im Router an, dass von einem best. Port (sucht euch einen aus, z.B. 40000) an den Port der LS (z.b. 196.168.196.100:9000) weitergeleitet wird.
Der angegebene Port muss dann auch im Router eingestellt werden. Die LS kann das auch automatisch machen, sie vergibt dann einen Port und trägt ihn im Router ein (sofern dieser UnP unterstützt).

Wenn ihr dann unter www.buffalonas.com/[Name der Linkstation] eure Linkstation aufruft, erscheint ein Loginfeld.
Hier loggt man sich mit einem der definierten Benutzer ein (nicht mit den Daten, die man unter Webaccess gesetzt hat).
Wichtig: wenn ihr SSL-Verschlüsselung eingestellt habt (das ist zu empfehlen), muss das Login auch unter https:// erfolgen, sonst könnt ihr euch nicht einloggen. Ich habe Tage damit verbracht, das herauszufinden :)

Ist man dann erstmal drin, hat man über eine etwas spärliche aber voll funktionierende Weboberfläche auf alle freigegeben Ordner. Sehr cool, um mal extern die Musik von zuhause zu hören oder die Bilder zu zeigen/bearbeiten.
Die Auto-Off-Funktion

Der Schalter an der LS ermöglicht neben AN und AUS auch noch eine s.g. Auto-Funktion. Diese soll die LS bei Inaktivität automatisch runterfahren, bzw. in Standby setzen und, sowie sich ein Gerät im gleichen Netzwerk anmeldet wieder anspringen.
Theoretisch super. Das automatische Anspringen funktioniert auch toll. Nur geht sie leider auch aus, obwohl ich gerade Mit dem MAC oder der Playstation drauf zugreife.
Ich konnte noch nicht herausfinden, warum sie das macht, aber so ist es nicht sinnvoll. Also benutze ich sie immer auf ON und schalte sie ab, wenn ich sie nicht brauche.
Nachteil: ich muss wissen, wann ich von extern über Webaccess drauf zugreifen will und die Platte läuft dann auch den ganzen Tag...
Fazit

für ca. 150€ ein Topgerät, dass sich an etwas erfahrene Heimanwender richtet, die keinen großen Aufwand beim Einrichten und Betreiben mögen. Ganz unwissend sollte man dieses NAS nicht betreiben, aber ich denke, dass die Zielgruppe eines NAS sowieso schon gute Netzwerkkenntnisse hat :)
Der Profi baut sich sein NAS vermutlich selber, nutzt "openNAS" und würde niemals eine Benutzeroberfläche, sondern immer die Konsole benutzen. Ich bin wohl doch noch nicht sooo "freakig" :)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
esposa1969

esposa1969

03.01.2011 15:16

lg und auf zu blau

kumpellino

kumpellino

26.01.2010 19:30

bestens

LESEZEICHENFEE

LESEZEICHENFEE

25.01.2010 20:42

Schickes Teil.

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