Bulls Cross RS 1

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Bulls Cross RS 1

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der Bulle aus Thüringen

5  31.08.2009

Pro:
Qualitaät, Vielseitigkeit

Kontra:
eigentlich nichts

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

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Eierkuchen70

Über sich: Ciao, Fluch oder Segen. Jahre hat es mir richtig Spaß gemacht, doch ganz viele die mir lieb waren si...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 484 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nach nun ganz schön langer Schreiberpause, hab ich mich heute wieder mal aufgerappelt einen kleinen Bericht zu verfassen. Es fiel mir in letzter Zeit einfach nichts sinnvolles schreibenswertes ein. Aber nun ist Schluss mit der schöpferischen Zwangspause.

Diesmal geht’s um eine meiner neusten Errungenschaften. Seit Anfang des Jahres hab ich mein Leben aus gesundheitlichen Gründen ganz neu ordnen müssen. Starkes Übergewicht 120 kg bei 1,86m Körpergröße, schwere körperliche Arbeit bei der ich mit meiner Gesundheit oftmals richtig Schindluder trieb waren der Auslöser für einen schweren Bandscheibenvorfall um die Jahreswende. Weihnachten bis Silvester 2008 war ich total am Ende Wie ein alter Mann schlich ich Wochen ja fast 3 Monate durch den Alltag. An körperlich schwere Arbeit war eigentlich nicht mehr zu denken. Eine OP, die eigentlich für Anfang Februar geplant war, sollte meine Schmerzen beenden wenn ich Pech hätte aber auch nicht! Die Ärzte gaben ihr bestes, Manuelle Therapie, Akupunktur, Reizstrom Rückenschule, nichts wollte den Schmerzen ein Ende bereiten. Viele Nächte bekam ich kein Auge zu und verbrachte meine Zeit am Rechner, mehr stehend als liegend oder sitzend.

Auch wenn ich zu dieser Zeit von Schmerzmitteln benebelt kaum Herr meiner Sinne war, stand irgendwie fest, ich werde versuchen mich vor dieser OP zu drücken und die Sache durch sportlichen Ehrgeiz und gesundheitsbewusste Ernährung in den Griff zu bekommen.

Für die Wintermonate kaufte ich mir erst einen neuen Hometrainer und als der Schnee verschwand holte mein altes Bulls Mountain Bike wieder mal aus dem Schuppen und machte mich auf die Gegend mal ein wenig zu erkunden. Täglich strampelte ich mindestens 25 km durch Wald und Wiesen. Bis Mitte Juni hatte ich schon 2000 km auf dem Tacho und ich merkte, dass meine Ausdauer stetig wuchs und es mit meinem Bike langsam zu Ende ging. Gute 9 Jahre hatte es auf dem Buckel. Entweder wäre eine Generalüberholung fällig gewesen, bei dem so manches Teil auf den neusten Stand gebracht werden müsste, was sehr kostenintensiv wäre und ich hätte immer noch ein altes Fahrrad. Oder ich müsste mich doch für ein neues entscheiden. Ich entschied mich dann doch für einen dritten Weg, zwar den teuersten aber ich hab es nicht bereut.

Ich entschied mich für was Neues und setze trotz alle dem mein altes notdürftig wieder in Stand. Das neue wurde was richtig Teures zum sportlichen fahren auf der Strasse und das alte was für die Familie, Familienausflüge durch Wald und Wiese. Es besteht doch immer Bedarf auf ein Zweitbike. Lach lach lach.

EINE SCHWERE ENTSCHEIDUNG
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Geh doch heute mal in ein Fahrradgeschäft und kauf mal ein Fahrrad. Da fragt dich der Verkäufer doch glatt was soll es denn sein, ein Mountain Bike, ein Rennrad, ein Touren Bike, ein BMX Rad, ein Cross Rad, ein Klapprad oder soll es vielleicht ein Trekingbike sein. Soll es gefedert sein oder lieber nicht, Stahl, Alu oder doch lieber Carbon, Stollenreifen oder doch lieber Straßenprofil und was wollen sie denn dafür ausgeben von 400€ bis 2500€ ist alles denkbar. Fragen über Fragen, auf die ich so schnell keine Antwort finden würde. Um beim Händler nicht all zu dumm dazustehen ging es erst ins Internet, die Preise vergleichen und das wirklich wichtige zweckmäßige festlegen, daraus ließ sich dann schnell das Bike ableiten, dass wirklich zu mir passen würde..

Als erstes Mal Fahrverhalten checken. Auf meinen Touren war ich zum größten Teil auf Landstrassen unterwegs, dass stand ja schon mal fest, dem geschundenen Rücken zu liebe, der jedes Schlagloch durch Schmerz meldete. Nur selten, wenn es der Weg nicht anders zuließ ging es auch mal quer Feld ein. Bis Dato nannte ich ein Mountain Bike mein Eigen. In letzter Zeit, wo ich doch etwas kraftvoller unterwegs war, musste ich feststellen, das mein Bike leider in Sachen Federung, Bremsen und auch Übersetzung nicht mehr mit meinen Bedürfnissen mithalten konnte.

So trennte sich schnell die Spreu vom Weizen, Ein Rennrad, ist zwar gut übersetzt, doch leider nur unzureichend gefedert gefedert, dass wäre das schlimmste für meinen kaputten Rücken gewesen, was ich ihm hätte antun können. So kam es für mich schon mal nicht in Frage. Ein Mountain Bike hat zwar die komfortabelste Federung, nur ist es für die Strasse schlecht übersetzt und hat einen enormen Reibungswiderstand mit seinen dicken Stollenreifen, hiermit kommt man auf langen Straßenabschnitten einfach nicht in Schwung. BMX ist ja nun gar nichts für mich, ich bin ja kein Akrobat und ein Trecking Rad kauf ich mir vielleicht in 20 Jahren das ist zwar Komfort pur, bringt aber auch etwas mehr Gewicht ins Spiel. Aber da gibt’s doch noch diesen Mutanten, schnell wie ein Rennrad und gefedert wie ein Mountain Bike, eben ein Cross Bike, das wäre doch genau die Alternative für mich. Eigentlich hatte ich mir schon eins im Rose Katalog ausgesucht, da war ich aber leider nicht ganz mit der Ausstattung zufrieden, wollte aber noch mal zum Vergleich zu meinem Fahrradhändler vor Ort schauen, ob da nicht noch was Günstigeres abzustauben wäre.

Schnell musste ich aber feststellen, das in dem Preissegment in dem sich meine Vorstellungen abspielten in Sachen Rabatt nicht viel rauszuholen war. Das Rose Bike sollte 1299€ kosten und genau auch diesen Preis sollte das vergleichbare Modell von Bulls beim Händler kosten. Das gefiel mir zwar
Bilder von Bulls Cross RS 1
  • Bulls Cross RS 1 RS 1 mein ganzer Stolz
  • Bulls Cross RS 1 RS 1 in voller Fahrt
  • Bulls Cross RS 1 die Steuereinheit
  • Bulls Cross RS 1 der Tacho
Bulls Cross RS 1 RS 1 mein ganzer Stolz
in voller Pracht
wirklich gut, ich war mir aber immer noch etwas unschlüssig. So schlenderte ich noch etwas durch die Innenstadt vom Jena und schaute in die zahlreichen Fahrradläden. Vergleichbare Modelle anderer Hersteller lagen im Preis aber alle im Rahmen von 50 € auf und ab. So zog es mich zurück zum Händler meines Vertrauens. Den heiß ersehnten Rabatt konnte ich aber dann doch über die zusätzlichen Anbauteile ergattern. Für 1399€ ging das neue Bike über den Ladentisch, zusammen mit ein paar Radschuhen, Mehrzweckpedalen, einem Tacho und der Ordnung halber einem Seitenständer.

DAS NEUE
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Bezeichnung: Cross RS1
Hersteller: Bulls
Preis: 1399€
Farbe: matt schwarz
Gewicht: 11,5kg
Kaufort: Fahrrad Gentner in der Innenstadt von Jena

BAUTEILE
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DAS SKELETT

Rahmen: superlice Aluminium, triple buttad smooth welded

Den Rahmen gibt es einmal als Herrenfahrrad in den Größen 44, 48, 54, 58, und 61. Für meine 186 cm Körpergröße ist die 58er Rahmen der idealste. In dieser Rahmengröße ist die oberste Stange aber dann schon fast waagerecht und sieht fast wie ein Herrentourenrad aus. Auch mit einem Damenrahmen ist das Bike zu haben. Hier ist die oberste Stange etwas tiefer angebracht. Leider sind hier nur drei Größen vorgesehen, einmal 44, 48 und 54. Der Rahmen ist schwarz lackiert

AUFGEGABELT

Gabel: Suntour NRX-S-RL 63mm remote lockout

Hierbei handelt es sich um eine gefederte Gabel. Über ein Ventil an der linken Seite kann man mit Luftdruck, die Gabel auf den jeweiligen Fahrer und sein Körpergewicht einstellen. Bei meinen knapp 100 kg würde in der Werkstatt ein Druck von 8 bar eingestellt. Die Federung an sich ist sehr weich. Bei Bedarf kann man die Federwirkung drastisch vermindern. Mit einen Hebel am Lenkrad kann man über einen Seilzug die Gabel feststellen. Jetzt ist die Federung Bock steif.

DAS RÜHRWERK

Schaltwerk: Shimano Diore XT 27-speed Shadow
Umwerfer: Shimano Diore XT
Schalthebel: Shimano Diore XT
Kurbelgarnitur: Shimano Diore XT 48/36/26T
Kassette: Shimano SLX 11-32T

Hier hat Bulls echt edles Material verbaut, alle Komponenten stammen aus dem Hause Shimano und hören auf das Kürzel XT, eins der hochwertigsten Bauteile aus Ihrem Sortiment. Nur mit der Baureihe XTR ist eine Steigerung möglich, aber eigentlich nicht notwendig. Solche qualitativ hochwertigen Komponenten haben natürlich auch ihren Preis, der sich sehr sichtbar im Gesamtpreis des Rades wieder spiegelt. Wer aber sportliche Anforderungen an sein Rad stellt darf hier nicht sparen, sonst hat er nicht lange Freude dran.

DIE STOPPER

Bremse hinten: Magura Louise 160mm
Bremse vorn: Magura Louise 180mm

Hier haben Bulls sich bewusst mal nicht auf Shimano versteift und ein Bremssystem von Magura verbaut. Das ist auch gut so. Bei dem System handelt es ich um eine hydraulisch betätigte Scheibenbremse. Die Scheibe im Vorderrad ist hier bewusst etwas größer als am Hinterrad ausgelegt. Die Griffe am Lenker sind gleichzeitig auch der Behälter für die Bremsflüssigkeiten. Die Griffe selbst sind sehr handlich ausgelegt. Wer von Felgenbremse auf Scheibe umsteigt, wie bei mir jetzt wird von deren Bremswirkung begeistert sein. Ein bissel Vorsicht ist aber auch in der Eingewöhnungsphase von Nöten, denn bis zur Vollbremsung ist es nur ein kleiner weg.

Im Gegensatz zu Magura arbeitet Shimano leider mit synthetischen Komponenten, was zur folge hat, dass diese Flüssigkeiten mit der Zeit ihr Dichte verändern und Wasser binden. So ist ein Austausch alle zwei bis drei Jahre zwingend erforderlich, weil das System an Bremskraft verliert. Magura füllt aber von Haus aus mineralischen Flüssigkeiten ein und ist somit fast wartungsfrei.

DAS LENKSYSTEM

Lenker: FSA XC-281
Vorbau: FSA OS-150

Das ganze Lenksystem ist natürlich passend zum Rad schwarz lackiert mit einer Art Perleffekt Lack, der leicht silbern glänzt. Der Lenker ist in der Mitte etwas stärker ausgelegt was Ihn natürlich wesentlich stabiler macht. Als extra von Bulls gibt es Lenkerenden dazu, diese sind aber nicht wie herkömmlich aufgesteckt sondern ins Endloch eingesteckt. Somit wird der ganze Lenker um einige Zentimeter breiter, das das ganze Fahrrad etwas bulliger erscheinen läst. Der Vorbau, also das Verbindungsstück zwischen Rahmen und Lenker ist ein starres also gibt es so keine Höhenverstellung. Das ist ein Punkt an dem ich noch ein wenig arbeiten muss, der wird sicherlich noch mal von mir ersetzt, durch was verstellbares.

DER HOCHSITZ

Sattelstütze: FSA SL-250
Sattel: Fizik Nisena III ( am Damenrad Fizik Vitesse Sport)

Also hier wurde kein Sessel verbaut, wer hier auf dem Thron sitzt, muss Schmerzen ertragen können. Das Polster des Sattels natürlich auch wie die Stütze Top Schwarz ist aus feinstem Leder. An einigen Stellen ist es sogar etwas weich. Von der Bauart ist der Sitz unheimlich schmal dass man eigentlich nicht wirklich darauf sitzen will. Ich bin aber mittlerweile so abgehärtet oder hab gar Hornschichten am A… gebildet, dass ich auch mal 100 km drauf abreiten kann

DIE RÄDER

Naben: Shimano Diore XT
Speichen: stainless
Felgen: WTB Speed disc
Reifen: Schwalbe Racing Ralph Evolution 35 mm

Die 28er Räder sind ein perfektes Zusammenspiel verschiedenster hochwertiger Komponenten. Die Nabe natürlich eine XT von Shimano zusammengefügt mit einer WTB Felge und alles rollt auf einem schmalen Stollenreifen von Schwalbe mit dem lustigen Namen Ralph. Der Reifen ist war kein Straßenreifen, sondern mehr fürs sehr leichte Gelände gedacht, macht sich aber auf Asphalt trotz alle dem sehr gut.

DIE EXTRAS
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PEDALE

Irgendwie bringt mich das immer zum schmunzeln, da kauft man ein Fahrrad für ein Haufen Geld und kann keinen Meter damit fahren, geschweige denn es irgendwo abstellen, denn Pedale oder gar ein Ständer und Schutzbleche sind bei einem Sportbike nicht inklusive und kosten richtig extra. Wenn dann wollte ich auch gleich die richtigen Tretwerkzeuge. So entschied ich mich für ein paar Pedalen, die ich von der einen Seite mut normalen Schuhen besteigen kann, wenn ich aber sportlich unterwegs bin dreht man sie einfach um und kann nun die Fahrradschuhe an dem dort vorgesehenen Mechanismus einklinken.

Es ist echt spitze, wenn man beim schnellen Fahren direkt mit den Pedalen verbunden wird. Zu einem kann man so nicht von den Pedalen abrutschen, Zweitens kann man nun auch zur Tretkraft die Ziehkraft mit dem anderen Bein nutzen. Bei schnellen Sprints hat man so eine viel höhere Kraftumsetzung, das bringt wenn es nötig ist die entscheidenden Meter.

Kostenpunkt für die Pedalen wären es 42,99€ gewesen. Bezahlt hab ich für alles Zubehör 100€

DER STÄNDER

Ich Hasse es wenn ich mein Bike nicht ordentlich abstellen kann. Nicht überall gibt’s Fahrradständer. Der Verkäufer fragte mich schon skeptisch, wollen sie wirklich das Rad mit so was verschandeln. Natürlich wollte ich das. So kann man der Fahrrad auch mal ordentlich abstellen und muss es nicht immer und über all hinfallen lassen. Dafür war es mir echt zu teuer. Ich entschied mich für einen kleinen schwarzen Aliständer der hinten an die Schwinge geschraubt wird. Ich finde das sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus. Schaut doch mal auf den Bildern und bildet euch selbst eine Meinung.

DER KILOMETERZÄHLER

Hier habe ich echt keinen Wert auf irgendeinen Hightech gelegt. Er soll einfach und funktionell sein und natürlich gut ablesbar. Der Verkäufer riet mir auf ein kabelloses System zu verzichten, das sieht zwar besser aus, wäre aber störanfälliger. Er werden zwei Batterien benötig im Sender, genauso wie im Empfänger. Das Teil trägt den Namen 8B und kann die wichtigsten Funktionen. Kilometer zählen, Geschwindigkeit anzeigen, Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit speichern, genau so wie auch den Tageskilometerstand. Das reicht mir voll und ganz.

SCHUHE

Was soll ich sagen, sind eben Fahrradlatschen unter der Sohle sitz eine Metallschiene, wenn man einen abnehmbaren Streifen der Sohle entfernt, kann man an der Stelle die Klickhalterung für die Pedalen einschrauben. Laufen kann man damit nur sehr schlecht, es klappert beim Laufen wie mit Steppschuhen und wenn man nicht aufpasst rasten sie wo anders ein und man setzt sich morz mäßig auf den A…..! Praktisch ist ein großes Ritsch Ratsch Band am oberen Ende der Schnürsenkel. Hier kann man die gemachten Schleifen so justieren, dass sie beim fahren sich nicht mal versehentlich in der kette verhädern.

KOSTEN

Pedale 42.95€
Ständer 17,95€
Schuhe 79,95€
Kilometerzähler 13,95€

Das Macht zusammen nach Adam Riese 154,80 € Alles im allem kostete mich aber die ganzen Extras aber nur 100€ der Rest war der gewährte Rabatt für den Fahrradkauf.

DER ULIMATIVE HÄRTETEST
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Nun nenne ich das Bike schon einige Wochen mein Eigen und sehe mich nun auch in der Lage ein Urteil über die ganze Sache abgeben zu können. Als ich Anfang des Jahre intensiv mit dem Fahrrad fahren begonnen hab, konnte man in keinster Weise von Spaß am fahren reden. Es war eine einzige Qual. Begleitet von starken Rückenscherzen und Ausstrahlungen ins rechte Bein quälte ich mich über die Straßen, jedes noch so kleines Schlagloch umfahrend. Mit der Zeit merkte ich aber das mein plagen Früchte trug. Ich wurde immer schneller, meine Strecken immer anspruchsvoller und auch länger. Anfang Mai schaffte ich dann schon fast täglich meine 25 km. Es wurde Zeit für ein neues Bike.

Jetzt kam mein neues RS 1 ins Spiel und wurde mein stetiger Begleiter. Zu den abendlichen Runden kam dann auch noch die Fahrt zur Arbeit hinzu, was täglich auch 22 km waren. Zurzeit steht der Kilometerzähler bei knapp 2000km. Die Rückenschmerzen sind zwar noch nicht ganz vergessen aber nun auch ohne Schmerztablettchen zu ertragen, ich hoffe aber mal es wird noch besser. Das radeln ist aber mittlerweile kein muss sonder ein Hobby geworden.
Wenn es mich am Wochenende mal richtig juckt hol ich mein RS1 aus dem Stall und ziehe auch mal eine Runde bis knapp an die 80 km durchs hügliche Thüringen.

So nun geht’s ins Detail. Mit meinem 58er Rahmen und meiner 186 cm Körpergröße habe ich auf dem Rad eine recht entspannte Sitzposition, das liegt aber teilweise an dem sehr breiten Lenker. Der Sitz ist sportlich hart und verursachte in den ersten Tagen schon ganz schöne Sitzbeschwerden. An die hat man sich aber mit der Zeit gewöhnt. Die Shimano XT Schalthebel an den Griffen sind sehr gut zu erreichen und lassen sich leicht und präzise schalten. Beim alten Bike wurde noch genau der Gang angezeigt, bei der neuen Armatur gibt es leider keine Skalierung. Das macht aber nichts schon nach kurzer Zeit hat man das richtige Gefühl für die Gangwahl.

Das Herzstück des Rades, die 27 Gangschaltung ist ein reines Sahnestück, die Gänge flutschen mit einer Leichtigkeit, das ein fahren richtig Spaß macht. Ich persönlich fahre am liebste in relativ hohen Gängen. Von der vorderen 3 Gängen habe ich den kleinsten eigentlich noch nie benutzt genauso wie auch die hinteren ersten 3 des 9 Fach Schaltung blitzen noch wie am ersten Tag. Die Schalthebel sind ehr Handfreundlich und beim Unfassen des Lenkers alle samt gut zu erreichen, ein leichter Tipp mit Daumen oder Zeigefinger reicht für eine Umschaltung.

Mit den schmalen 28 Zoll Rädern ist man auf der Strasse sehr schnell unterwegs, da die Reibungsenergie viel geringer als bei meinem alten Bike ist. Das Stollenprofil erzeugt ein leises Surren auf der Strasse. Mit reiner Straßenbereifung wäre man zwar schneller unterwegs, würde aber das recht geländegängige Verhalten des Rades stark mindern. Manchmal muss man auch Kompromisse eingehen. Das Rad ist auch abseits Asphalt bedeckter Rennflächen zu Hause, schmale feine Schotterpisten wie auch sandige Strecken sind für das Rad kein Problem. Eins muss einem dabei aber klar sein, solche schmale Bereifung mit ordentlicher Luft hat fast keine Federwirkung mehr. Auch die kleinste Unebenheit wird so in Arm und Bein zurückgemeldet. Das schafft auch nicht das eigentlich spitzenmäßige Federbein von Suntour an der Vordergabel abzufangen. Für richtig harten Mountain Einsatz ist das Bike auch nicht gedacht.

Die stolligen Reifen sind aber auch bei sehr schneller Bergabfahrt mit Vorsicht zu genießen. Auf meiner Hausstrecke bei Jena fahre ich des Öfteren einen kurvige Bergab Strecke. Hier hatte ich schon fast 80km/h auf dem Tacho stehen. Eine zu große Schräglage wird hier mit einem sofortigen seitlichen wegdriften des Hinterreifens bestraft. Für mich als alten Biker aber kein Problem. Wenn man hier aber nicht richtig gegensteuert rutscht man eiskalt von der Strasse und holt sich sicherlich eine ordentliche Schotterflechte.

Wenn man mal so richtig in Fahrt ist, kann man sich stets sicher sein, dass die super Scheibenbremsanlage von Magura einen jederzeit schnell zum stehen bringt. Das sehr wartungsarme Hydrauliksystem ist mit mineralischen Ölen befüllt und so wartungsfrei, Flüssigkeitswechsel alle paar Jahre ist so nicht erforderlich. Die Bremse hat ein Zweikolben System was eine außerordentliche Bremswirkung erzielt.


KRITIK

Das muss leider auch mal sein, denn nicht alles was glänzt ist Gold!

Nun erst mal ein paar nicht so positive Worte. Ich sag ja nichts, wenn bei der Herstellung mal was vergessen wird, aber bei dem Preis sollte schon alles voll in Ordnung sein. Es begann eigentlich damit, dass ich mir einen Getränkehalter am Rahmen montieren wollte. Hierzu sind schon ein paar Befestigungsschrauben vormontiert. Ich versuchte erst mal mit der Hand die eingedrehten Schrauben mit der Hand zu lösen. Irgendwie war da aber was faul, sie ließen sich alle samt zwar ganz leicht drehen aber wirklich raus gingen sie nicht. Ich nahm den Fingernagel und zog mal an der Schaube. War ich Herkules oder was war das nun hatte ich Schraube samt eingepresster Halterung in der Hand. Wie geht denn das. Ich versuchte es bei weitern Schrauben am Rahmen. Keine der Presshülsen war fest.

Ich machte mich auf zurück zum Fahrradladen. Dort in der Werkstatt schaute man ganz verdutzt und meinte, „da haste wohl mit einem Riesen Inbusschlüssel die Hülsen abgewürgt“. Ich antwortete schon etwas ärgerlich „So viel Kraft habe ich aber nicht in meinen Fingern, denn Werkzeug hatte ich nicht mal in der Hand“. Schon nach kurzen kam der Mechaniker und entschuldigte sich lächelnd. Da wurde doch glatt das Pressen der Gewindehülsen beim zusammenbauen der Rades im Werk, schlicht und einfach vergessen. Die Reparatur war innerhalb von zwei Minuten erledigt. 2 neue Hülsen waren eingepresst Als Entschädigung für mein warten gab es einen kostenlosen Flaschenhalter dazu, Ein Rundum Check gab es auch gleich noch dazu.


Fazit

Was soll ich sagen, ich komme einfach nur ins schwärmen. Das RS 1 ist ein richtiges Fun Bike. Es macht einfach nur Spaß, damit durch die Natur zu rollen. Der Preis von 1299 € klingt zwar im ersten Moment recht teuer, schaut man aber genau auf die einzelnen Bauteile muss man sagen, hier ist nur das edelste und qualitativ hochwertigste an Elementen verschraubt was die Fahrrad Industrie so zu bieten hat. Schon das Kürzel Shimano Diore XT läst die Augen der meiste Fahrradfans zum glänzend werden.

Aber nicht nur die Teile sind edel, sondern sie wurden auch höchst qualitativ zusammengesetzt. Hier hat man echt was für die Dauer und muss nicht alle Nase lang in die Werkstatt flitzen. Das mit den nicht eingepressten Hülsen will ich hier jetzt nicht negativ anrechnen, die ganze Sache hat sich ja dann auch noch etwas positiv für mich ausgezahlt.

Mit dem RS1 ist man auf der Strasse genau auch wie im leichten Gelände immer sportlich unterwegs. Für alle die ein schnelles Bike für die Strasse suchen, aber nicht gebückt auf einem Rennrad sitzen wollen ist ein Cross Bike nur empfehlenswert, da man hier auf die bekanntlich guten Gene eines Mountain Bike nicht verzichten muss.

Der Preis, na ja darüber kann man streiten. Es wird wohl viele geben, die keine 1299€ für ein Fahrrad ausgeben wollen. Wie schon gesagt es geht auch billiger. Wenn ich in einer Großstadt leben würde und mein Bike des Öfteren mal in der Einkaufsstrasse abstellen müsste würde ich sicherlich nicht all zu langen Spaß an meinem Bike haben. Viel zu schnell wäre es vielleicht auf nimmer Wiedersehen verschwunden. Hier tut es dann auch was billigeres.

Für mich hingegen ist es ein Sportgerät, wird von mir aus der Garage gerollt, richtig getreten und danach gleich wieder dort sicher abgestellt.

Von mir gibt es hier eine Kaufempfehlung,

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Zilina

Zilina

22.06.2014 16:41

BH + LG Zilina

dummie1980

dummie1980

03.03.2014 15:57

bh

LustigerKunde

LustigerKunde

18.01.2014 16:43

läuft... fährt! :)

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