Rotkäppchen

1  10.01.2012

Pro:
?

Kontra:
!

Empfehlenswert: Nein 

dahmane

Über sich: Entwicklungshilfe ist der Transfer von Geldern von den armen Menschen in reichen Ländern zu den reic...

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Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der es nur ansah, am allerliebsten aber seine Großmutter, die wußte gar nicht, was sie dem Kind alles geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Samt, und weil ihm das so gut stand und es nichts anderes mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen. Da sagte einmal seine Mutter zu ihm:
„Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein und allerlei andere Geschenke. Das bring der Großmutter hinaus; sie ist krank und schwach und wird sich daran laben. Sei aber hübsch artig und grüße sie von mir, geh auch ordentlich und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas! Dann hat die kranke Großmutter nichts. Nimm auch den kleinen Karren aus dem Stall, da paßt alles gut hinein."
Rotkäppchen sagte: „Ich will schon alles gut ausrichten", und gab der Mutter die Hand darauf. Die Großmutter aber wohnte draußen im Wald, eine halbe Stunde vom Dorf.
Als nun Rotkäppchen in den Wald kam, begegnete ihm der Wolf. Rotkäppchen aber wußte nicht, was das für ein böses Tier war, und fürchtete sich nicht vor ihm.
„Guten Tag, Rotkäppchen", sprach er.
„Schönen Dank, Wolf."
„Wohin so früh des Weges, Rotkäppchen?"
„Zur Großmutter."
„Was trägst du unter der Schürze?"
„Kuchen und Wein; gestern haben wir gebacken, da soll sich die kranke und schwache Großmutter etwas zugute tun und sich damit stärken. Und allerlei Geschenke, die ich ihr versprochen habe. Aber wie ich dich so ansehe, Wolf, da wird es mir leid, den alten Karren zu ziehen, und du siehst groß und stark aus und ein bißchen dumm. Wenn du meinen Karren ziehst, sollst du auch etwas von den guten Sachen darin haben.“
Der Wolf überlegte nicht lange, denn er war noch gieriger als er böse war, und ließ sich von Rotkäppchen vor deren Karren spannen. So kamen beide noch schneller zur Großmutter, als sie gedacht hatten.
Die gute Großmutter, die ziemlich schwach danieder lag, freute sich sehr und beschloß, Rotkäppchen zu ihrer Lieblingsenkelin zu machen. Rotkäppchen erzählte ihr, wie schlau sie den Wolf gezähmt hatte und daß er noch viele Jahre ihren Karren ziehen würde.
Als aber die Großmutter sich an den schönen Sachen gütlich tun wollte, entdeckte sie zu ihrem Entsetzen, daß der Wolf alles, was Rotkäppchen ihr mitgebracht hatte, schon angefressen und daß er die Überreste beschmutzt hatte. Was immer auch sie anfaßte, stank nach Wolf. Sie erhob ein großes Geschrei.
Das hörte ein Jägersmann, der zufällig im Wald umherstreifte, wo er schon länger dem bösen Wolf auf der Fährte war. Als er die Großmutter schreien hörte, lief er eilig zu dem kleinen Haus, aber die alte Frau war gar nicht in Gefahr, sondern nur aufgebracht darüber, daß der Wolf sich an ihren Sachen vergriffen hatte.
„Soll ich ihn totschlagen, Großmutter?“ fragte der Jäger. Der Wolf jammerte, als er merkte, daß es ihm ans Leben ging, es täte ihm leid, daß sich alle so aufregten, und dann stellte er sich tot.
Die Großmutter war sich nicht sicher, was mit dem Wolf geschehen sollte, und bevor sie sich entscheiden konnte, ob er totgeschlagen oder erschossen werden müßte, hatte das liebe Rotkäppchen sich schon zwischen den Jäger und den Wolf gestellt.
„Laß ihn leben, Großmutter“, sagte sie, „er wird sich von jetzt an benehmen. Wir haben jetzt einen Hauswolf. Und überdies – wen sollte ich sonst künftig vor meinen Karren spannen?“
Nur der Jäger war nicht zufrieden. Er wandte sich um und verschwand im Wald, wo er vermutlich heute noch nach Beweisen für die Boshaftigkeit des Wolfes sucht. Rotkäppchen und Großmutter aber lebten glücklich bis an ihr seliges Ende.

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ceridwen66

ceridwen66

21.01.2012 17:14

*g*

target1312

target1312

16.01.2012 17:08

*LOL*

nadine1978

nadine1978

13.01.2012 14:46

Rotkäppchen ist wohl das am meisten parodierte Märchen - diese Version ist besonders gelungen. =)

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