Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

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Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

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... Nach dem vierfach oscarprämierten Thriller "No Country for old Men" geht "Burn after reading" nun eindeutig wieder mehr in Richtung Komödie. Wie üblich hielten es die Brüder Joel und Ethan Coen mit der Devise "geteilte Arbeit ist halbe Arbeit" und werkelten so in gewohnter Manier am Drehbuch ... Bericht lesen





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Doch daran denken die Fitnesstrainerin Linda
Litzke (Frances McDormand) und ihr gutaussehender,
aber etwas dümmlicher Kollege Chad Feldheimer
(Brad Pitt) natürlich nicht im Traum, als sie
zufällig eine CD mit dem offensichtlich brisanten
Manuskript in der Umkleidekabine ihres Clubs
finden. Die beiden wittern das ganz große Geschäft
mit den geheimen Staatsaffären. Dass aber
ausgerechnet die Liebesaffären des sexuell
umtriebigen Regierungsbeamten Harry Pfarrer
(George Clooney) die Erpressungsversuche behindern
würden, konnte natürlich niemand ahnen. Schon bald
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FSK: ab 12 Jahre, farbig, Spieldauer: 96 MinutenTon: DolbySprache: Deutsch, ... mehr
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Cox (John Malkovich) lauten. Doch daran denken die
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verwickelte Handlung damit, dass die CIA den
Analysten Osborne Cox (John Malkovich) auf die
Straße setzt. Cox weiß nichts davon, dass sich
seine Frau Katie (Tilda Swinton, die sich auf ihre
Rolle in Michael Clayton bezieht) mit dem
verheirateten US-Marshall Harry (George Clooney,
Swintons Co-Star aus Michael Clayton, der hier
spielt wie in Syriana) trifft. Um dem Geheimdienst
eins auszuwischen, arbeitet Cox an seinen
Memoiren. Durch einen Zufall geraten die
Fitnessclub-Angestellten Linda (Frances McDormand)
und Chad (Brad Pitt in einer Angeberrolle wie bei
Johnny Suede) in den Besitz der CD-ROM und
versuchen, den angenervten Alkoholiker damit zu
erpressen. Linda, die intensives Internet-Dating
betreibt, will das Geld für eine
Schönheitsoperation verwenden, weiß aber nicht,
dass ihr Chef Ted (Richard Jenkins aus The
Visitor) sie genau so mag, wie sie ist. Obwohl das
irgendwie nach einem eigenen Remake von The Big
Lebowski klingt, fokussieren die Coen-Brüder
dieses Mal ihre Energie auf die Unmengen an
Unsicherheiten der klassischen Midlife-Crisis  mit
der Ausnahme von Chad, der zu verkrampft ist, um
solche Befürchtungen zuzulassen, was zur
lustigsten Darstellung in Brad Pitts Karriere
bislang führt. Wenn Lebowski der Film war, mit dem
sich die Coen-Brüder an den Film Noir annäherten,
drücken sie bei Burn After Reading solchen
paranoiden Thrillern wie Der Staatsfeind Nr. 1
oder Die Bourne-Identität ihren unwiderstehlich
absurden Stempel auf. --Kathleen C. Fennessy
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1-6 von 14 Erfahrungsberichten    
> Alle 14 Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? Erfahrungsberichte anzeigen
You play with matches, you get burned
Erfahrungsbericht von MissVega über Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?
06.10.2008


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Grandioses Schauspieler - Ensemble .  .  .
Kontra: .  .  .  in einem nicht ganz typischen Coen - Film

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Mit Spannung wurde es erwartet, das nächste Werk der Coen-Brüder. Nach dem vierfach oscarprämierten Thriller "No Country for old Men" geht "Burn after reading" nun eindeutig wieder mehr in Richtung Komödie. Wie üblich hielten es die Brüder Joel und Ethan Coen mit der Devise "geteilte Arbeit ist halbe Arbeit" und werkelten so in gewohnter Manier am Drehbuch und hinter der Kamera rum. Vor die Kamera wurden unter anderem Joel's Frau, Frances McDormand ("Fargo"), mit der er nächstes Jahr silberne Hochzeit feiern kann, der Clooney Schorsch ("Ocean's Eleven), Angelina Jolie's Kinderträger Brad Pitt ("Troja"), John "Gefährliche Liebschaften" Malkovich und Tilda Swinton ("Michael Clayton"), die weit weg von Lala-Land eine fröhliche Ehe zu dritt mit zwei Kerlen praktiziert, geholt. Eine durchaus beachtliche Runde, die souverän bis chargierend zeigt, was sie aus dem Drehbuch der Coens machen kann… oder eben auch nicht.

Mit den Coen-Brüdern ist das so eine Sache… entweder man mag sie oder nicht. Ihre Filme polarisieren, man hat bei Coen-Filmen eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder man lässt sich bedingungslos auf ihre Erzählweise und ihre Geschichten ein, dann kann man den meisten ihrer Werke viel abgewinnen, oder aber man stellt nach wenigen Minuten fest, dass "solche seltsamen Filme" einfach nix für einen sind und sollte ihre Werke dann auch konsequent links liegen lassen. "Burn after reading" nun aber lässt selbst den bedingungslosesten Fan etwas verwirrt zurück. Es fällt schwer, die Meinung und das, was der Film bei einem auslöst, in Worte zu fassen, denn eigentlich haben sie alles richtig gemacht: verschrobene, eigenwillige und verrückte Charaktere, eine verästelte Handlung, die sich aber nach und nach zusammenfügt, großartige Schauspieler und natürlich eine überaus gekonnte Regie. Warum der Film trotzdem nur verhaltene Begeisterung bei mir ausgelöst hat, versuche ich gern, Euch zu erklären:

Der Film ist wie ein Puzzle, bei dem irgendwie am Ende immer noch ein paar Teile fehlen. Zwar kann man erkennen, welches Bild sich aus den vielen einzelnen Teilchen ergibt, aber es ist eben nicht ganz perfekt, weil ein paar kleine Stellen frei geblieben sind. Auch macht das Zusammensetzen des Puzzles nicht so viel Spaß wie erhofft, so dass man am Ende mit einem leeren Karton und auf der Suche nach den fehlenden Teilen zurückbleibt. Ok, ich setze Euch jetzt ins (lückenhafte) Bild:

CIA-Mann Osbourne (Malkovich) wird gefeuert. Das macht ihn sauer und rachsüchtig. Also macht er sich daran, seine Memoiren zu verfassen, in denen er einige pikante, wenn auch nicht den Weltfrieden gefährdende Informationen verarbeitet. Seine Frau Katie (Swinton) ist derweil damit beschäftigt, hinter Osbournes Rücken die Scheidung zu forcieren, da sie sowieso schon mit einem anderen (Clooney) schläft. Der wiederum schläft mit allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und somit irgendwann auch mit Fitnesstrainerin Linda (McDormand). Diese wiederum benötigt dringend Kohle für ein paar Schönheits-OP's, damit sie endlich den Mann ihrer Träume dingfest machen kann - sobald sie weiß, wer das ist. Herrlich grenzdebil steht ihr dabei Co-Trainer Chad (Pitt) zur Seite, der den kaugummikauenden, ständig tänzelnden Fitness-Nerd bis hin zur 80er-Jahre Fönfrisur mit blonden Strähnen formvollendet blöde gibt. Diese Beiden gelangen nun auf reichlich konstruiertem Weg an eine CD mit den Aufzeichnungen von Osbourne und wittern ihre große Chance auf Geld, da sie den Inhalt der Scheibe für hochbrisanten "Geheimdienst-Scheiß" halten, den man bestimmt versilbern kann. Da sich aber weder Osbourne noch die russische Botschaft gewillt oder interessiert zeigen, unseren beiden Anfänger-Erpressern Bares für die CD zu geben, sieht es schlecht aus mit Lindas Runderneuerung. Blöderweise ist nun auch noch die CIA auf das vermeintlich brisante Material aufmerksam geworden, so dass fortan jeder jedem misstraut, ihn beschattet, belügt oder gar umbringt.

Die Coens lassen uns hier für 95 Minuten teilhaben an dem von ihnen entworfenen Mikrokosmos, den sie versiert und detailverliebt in Szene gesetzt haben. Man hätte sich Brad Pitt noch dämlicher gewünscht, da die Rolle des Chad durchaus zum Lachen und Schmunzeln verleitet, aber meiner Ansicht nach nicht genug überzeichnet wurde. Clooney persifliert grandios sein Frauenschwarm-Image, McDormand hat einfach eine unvergleichliche Mimik und Malkovich immer noch eine immense Leinwandpräsenz. Die fast androgyn wirkende Swinton rundet dieses Schauspieler-Kaleidoskop hervorragend ab. Und trotzdem… so ganz will der Funke nicht überspringen, zu lang sind die Phasen zwischen den wirklich komischen Szenen, zu sehr fällt auf, wo noch mehr möglich gewesen wäre, wo das Timing der Geschichte ein wenig hinterher hinkt. Obwohl sich die Handlungsstränge immer mehr überschneiden und neue Verbindungen sichtbar machen (sowohl für den Zuschauer als auch für die Figuren auf der Leinwand), gewinnt die Story nicht an Tempo, Brisanz oder Witz. Es gibt ein paar Ausschläge nach oben, aber einem sich kontinuierlich aufbauenden Spannungsbogen folgt das Drehbuch nicht, im Gegenteil. Die Handlung plätschert so vor sich hin, durchaus kurzweilig, oft skurril, häufig humorvoll, aber mehr eben auch nicht. Man ist hier Gast, aber wirklich willkommen fühlt man sich nicht, dafür sind sowohl die Figuren der Geschichte als auch die Regisseure zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen. Schade, denn wer die Filme der Coens kennt ("The Big Lebowski", "O Brother, where art thou?"), weiß, dass sie hier nicht zur Höchstform aufgelaufen sind. Für das hier gesehene Tempo wäre eine weniger verzwickte Geschichte glaubwürdiger gewesen, umgekehrt hätte die hier gesehene Geschichte deutlich straffer erzählt werden müssen. Somit also sicherlich kein totaler Reinfall, keine Zeitverschwendung, aber eben auch keine perfekte Unterhaltung ohne Längen.

Also, dieses etwas wirre oder verwirrte Werk ist - trotz Staraufgebot und Könnern ihres Fachs hinter der Kamera - nicht rundum gelungen. Mal zu gemächlich, mal zu übertrieben, nicht durchgängig witzig und etwas befremdlich, fehlt hier einfach ein Stück weit die Coen-Seele. Gut, die fehlte gänzlich beim schwachen "The Ladykillers", dem ersten Komödienversuch der Coens, insofern ist "Burn after reading" eine unbedingte Steigerung der Beiden in diesem Genre, aber eben doch noch ein Stück weit entfernt von hundertprozentig gelungenen Filmen wie "The Big Lebowski" oder "Fargo". Für Fans ein "Kann, muss aber nicht", für Coen-Neulinge und -Nichtkenner ein "Nee, lass mal lieber". Fans sollten sich auf eine kleine filmische Enttäuschung gefasst machen, unverbesserliche Neulinge auf einen Film, der mehr Fragen aufwirft, als er beantworten kann. Somit drei von fünf Geheimnisträgern, die man schnell in der Manteltasche verschwinden lassen sollte.   
weitere Erfahrungsberichte
Dieser Film machte mich sprachlos
Bewertung für Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? von amanda

Pro: Brad Pitt, George Clooney
Kontra: verworrene Handlung, Sinn des Filmss schleierhaft

Nach ewig langer Zeit beschlossen mein Freund ich gestern Abend, endlich einmal wieder in ein Kino zu gehen, Die Filme, die angeboten wurden, sagten mir auf Anhieb zwar alle nichts, aber wozu hat man den einen Kinoführer in jeder guten Zeitschrift. Wir la ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

03.10.2008
Es fing so schön an
Bewertung für Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? von kasilein

Pro: vielleicht John Malkovich
Kontra: Leistungen, Dialoge und der ganze Rest

"Es fing so schön an:" Freitagabend. Das Kind bei Oma und Opa geparkt. Entspanntes und erfolgreiches Herbst-Shopping mit meiner Frau. Ich: "Wollen wir ins Kino?" Sie: " Ach eigentlich nicht." Ich: "Bitte. Es gibt einen toll besetzten Film. ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

29.10.2008
Erpressung, Betrug und die ganz große OP
Bewertung für Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? von Lady-Alexa

Pro: lustig, spannend, toller Cast
Kontra: Anfang

DATEN Originaltitel: Burn After Reading Produktionsland: USA, GB Produktionsjahr: 2008 Regie: Ethan und Joel Coen FSK: 12 Laufzeit: ca. 92 Minuten DARSTELLER George Clooney .. Harry Pfarrer Frances McDormand .. Linda Litzke Brad Pitt .. ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

29.05.2009
Der neueste Coen Streich
Bewertung für Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? von Xorn

Pro: super Cast, skurill, schwarzer Humor
Kontra: kann zu wirr erscheinen, plot kann konfus vorkommen

Da es in dem Film einige Überraschungen gibt, werde ich versuchen diese in diesem Erfahrungsbericht nicht zu spoilern. man kann also beruhigt weiterlesen - Es handelt sich bei "Burn After Reading" um den neuen Film der Coen Brüder, welche zuvor unter a ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

11.11.2008
Intelligente Komödie in Starbesetzung!
Bewertung für Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger? von Hahn1

Pro: wunderbarer, teils subtiler Humor in einer geschickten Geschichte
Kontra: schleppender Beginn, den es zu überstehen gilt.

Mittwoch Abend ging es mal wieder ins Kino und zwar in die Vorpremiere zu dem neuen Werk der Coen-Brüder in "Burn after Reading". Wie die meisten vermutlich schon mitbekommen haben, wartet dieser Film mit einer beeindruckenden Starbesetzung auf, wie man s ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

04.10.2008

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  • Blue in the face
    (+) wunderschöne interpretation des genres episodenfilm (-) keine (*)
  • Bad Company
    (+) spannend, witzig, gute Sprüche, Action (-) nichts neues, Inhalt (*)
  • Bloodsport (Film)
    (+) Kampfkunst in einzigartiger Form (-) --- (*)
  • Batman Begins
    (+) Nolan gelingt die Gratwanderung zwischen Blockbuster und ernsthafter Erzählung (-) Nichts (*)
  • Balto
    (+) schöne Zeichnungen, teilweise spannend, traurig, schön, Lerneffekt (-) voraussehbar (*)
  • Billy Elliot - I will dance
    (+) Gefühlvoll, tolle Story, einfach ein toller Film (-) halb offenes Ende mit verhältnismäßig wenig Gefühl (*)
  • Batman & Robin
    (+) Besetzung, Kulissen, Kostüme, lustig, actionreich (-) flache Story (*)
  • Bringing out the Dead
    (+) Übler, doch faszinierender Trip durch das New Yorker Nachtleben, wiedergegeben in skurrilen, aber wunderschönen Bildern, krasse Charaktere und ein tol (-) Keine leichte Kost und wie immer Geschmacksache. (*)
  • Blues Brothers (Film)
    (+) "Es sind 106 Meilen bis Chicago, der Tank ist voll, wir haben ein halbes Päckchen Zigaretten ... (-) ... es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!" (*)
  • Biene Maja, Die
    (+) Kinder können einiges lernen, einfach süß diese Biene und ihre Abenteuer (-) hab keins gefunden (*)
  • Big Mama's Haus
    (+) Situationskomik / Darsteller (-) Story von der Stange / nicht viel neues (*)
  • Battle Royale (Perfect Limited Edition)
    (+) Dieser Film ist ein einziges Pro!!! Der vielleicht beste Film aller Zeiten!!! (-) Nein nein NEIN!!! (*)
(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern


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