Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

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Burn after Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?

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Erpressung, Betrug und die ganz große OP

4  29.05.2009

Pro:
lustig, spannend, toller Cast

Kontra:
Anfang

Empfehlenswert: Ja 

Lady-Alexa

Über sich: Mal da.. mal nicht.

Mitglied seit:24.08.2003

Erfahrungsberichte:745

Vertrauende:285

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 241 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

DATEN

Originaltitel: Burn After Reading
Produktionsland: USA, GB
Produktionsjahr: 2008
Regie: Ethan und Joel Coen
FSK: 12
Laufzeit: ca. 92 Minuten

DARSTELLER

George Clooney .. Harry Pfarrer
Frances McDormand .. Linda Litzke
Brad Pitt .. Chad Feldheimer
John Malkovich .. Osbourne Cox
Tilda Swinton .. Katie Cox
Richard Jenkins .. Ted Treffon
Elisabeth Marvel .. Sandy Pfarrer
Michael Countryman .. Alan

BURN AFTER READING

Osbourne Cox ist CIA-Agent. Als er gefeuert wird, beschließt er, seine Memoiren niederzuschreiben. Doch er verliert die CD in einem Fitnessstudio. Dort wird sie bald gefunden, und die beiden Angestellten Linda und Chad versuchen, Osbourne Cox zu erpressen. Doch sie scheitern hoffnungslos, ihre eigene Unfähigkeit ist ihnen im Weg. Aber sie wollen mit der CD Geld machen und wenden sich schließlich sogar an die Russen. Harry Pfarrer hat dagegen ganz andere Sorgen: Er ist zwar mit der bildschönen Kinderbuchautorin Sandy verheiratet, aber er kriegt nicht genug von anderen Frauen. Auch die Ehefrau von Osbourne Cox zählt zu seinen Eroberungen. Nicht ganz unproblematisch dabei ist, dass Harry an Verfolgungswahn leidet und allerlei Probleme hat, seine Leidenschaften und seine Ängste unter einen Hut zu bringen. Es verwundert nicht, dass schnell ein turbulentes Chaos entsteht, und dann gibt es plötzlich eine Leiche..

Burn after Reading ist ein Genremix, der von allem etwas hat, wenig Blut, aber viel Spaß mitbringt und dem Zuseher nach und nach immer mehr Details präsentiert, die sich am Ende zu einem großen Gesamtbild zusammenfügen. Gerade am Anfang ist das aber etwas problematisch, da man mit vielen Personen konfrontiert wird, viele Zusammenhänge gezeigt, aber nicht erklärt werden, und mehrere Handlungsstränge parallel und gleichwertig loslegen. So kommt man sich anfangs etwas verloren vor, weil es eine Weile dauert, bis klar wird, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Der Start wirkt dadurch etwas holprig, und es dauert eine Weile, bis so richtig Schwung in die Geschichte kommt. Aber man lernt dafür die Figuren schon einmal kennen, muss sich mit mehreren Situationen auseinandersetzen und die verschiedenen Charaktere einordnen. Nach einer Weile hat man sich eingeschaut und kommt dann ohne Probleme bis zum Ende mit. Und nach dem etwas lahmen Start geht es dann auch endlich zur Sache. Der restliche Film legt ein ganz schönes Tempo vor und bis zum Ende hat man kaum Zeit zum Luftholen. Es gibt unglaublich viel zu entdecken, herzliche Dialoge, kleine Details am Rande und Zusammenhänge, die so dermaßen an den Haaren herbeigezogen sind, dass sie schon wieder funktionieren.

Die Atmosphäre ist durchwegs positiv und der Film taugt allemal als gute Unterhaltung. Die Geschichte ist natürlich so zusammenkonstruiert, dass sich am Ende alles ordentlich auflösen kann, über die Glaubwürdigkeit des Konstrukts denkt man aber besser nicht nach. Dafür erfreut man sich an den Figuren, denn die Coen-Brüder haben Charaktere geschaffen, die so herrlich überzogen sind, dass man sie einfach lieb haben muss. Die Starbesetzung ist da nur noch I-Tüpfelchen. George Clooney gibt mit viel Selbstironie den untreuen Ehemann, den Frauenhelden aber nicht Frauenversteher, den Macho mit Verfolgungswahn. Die Darstellung ist einfach herzallerliebst und man kann sich an ihm gar nicht satt sehen. Passend dazu das Gegenstück, das von Brad Pitt gegeben wird. Der Fitnessmensch, der zwar schön, aber strohdumm ist, stolpert immer wieder über seine Naivität und überwältigt so geradezu mit dem kindlichen Charme eines leicht Zurückgebliebenen, den man einfach nur beschützen möchte. Ein Highlight ist auch John Malkovich, der als Ex-Spion eine tolle Figur macht. Die Rolle ringt ihm keine besondere Anstrengung ab, der Charakter ist einfach stimmig.

Burn after Reading ist gute Unterhaltung in 92 Minuten. Es gibt wahnsinnig viel zu lachen, die Figuren sind einfach zum Schreien komisch und insgesamt gibt sich ein Bild, das einfach gefällt. Man langweilt sich nie, auch wenn der Start etwas holprig ist, nachdem erst einmal Schwung in die Geschichte gekommen ist, ist der Film nicht mehr zu stoppen. Es folgt eine wahnwitzige Konstruktion auf die nächste, und man fühlt sich einfach gut unterhalten. Irgendwie musste ich beim Anschauen immer wieder an die alten Verwechslungskomödien denken, auch wenn Burn after Reading nicht ganz in diese Schiene passt. Der Film ist modern, macht Spaß und der Cast begeistert. Die Figuren sind stimmig und überzeugen vor allem durch die Überzeichnung. Weil der Start aber doch nicht ganz so supertoll ist, ziehe ich einen Stern ab. Es verbleiben aber 4 gute Sterne und eine Empfehlung für alle, die gerne Lachen. Es gibt viel zu entdecken, Rätsel und Überraschungen und somit hat Burn after Reading alles, was man sich nur wünschen kann.

GESAMTBEWERTUNG

4 Sterne und eine Empfehlung.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
imjustme

imjustme

04.06.2009 21:52

Prima geschrieben :) LG

Dr.Ed

Dr.Ed

04.06.2009 01:46

Ich fand den Film zwar sehr witzig, aber es war irgendwie nicht der ganz große Wurf!

Finetta12

Finetta12

30.05.2009 14:39

gut geschrieben

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