Alles zum Burn-Out-Syndrom
23.04.2009
Pro:
nichts
Kontra:
die Symptome
Empfehlenswert:
Nein
 mctweetybaby
Über sich:
Vielen lieben Dank für BESONDERE Bewertungen.......CIS ist momentan aus....ich lese sporadisch nach ...
Mitglied seit:18.03.2009
Erfahrungsberichte:101
Vertrauende:52
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Das Burnoutsyndrom – Symptome Das Burnout-Syndrom ist ein Zustand einer äußerst körperlichen und emotionalen Erschöpfung. Die Leistungsfähigkeit und der Antrieb sind stark vermindert. Erholungsphasen dazwischen sind nicht vorhanden. Die Erkrankten beachten ihre eigenen Bedürfnisse nicht und vernachlässigen auch ihren Partner, ihre Freunde, indem sie sich sozial extrem zurück ziehen.Sie sind chronisch müde, leiden aber unter Schlafstörungen und können sich schlecht konzentrieren. Meist kommen noch Angstzustände hinzu. Die Arbeit wird vernachlässigt, ihre persönliche Einstellung negativiert sich.Die Betroffenen stehen dieser Situation sehr hilflos gegenüber, geben sich die Schuld und teilweise macht sie das aggressiv. Diese richten sie gegen sich selbst, indem sie sich selbst verletzen, oder gegen andere. Bei der Arbeit zeigt sich die Erschöpfung durch fehlende Organisation, Unsicherheit, verringerte Motivation und Kreativität. Komplexe Aufgaben können schlecht gelöst werden.Das Ganze spiegelt sich auch in körperlichen Symptomen wider – die psychosomatische Reaktion. Das Immunsystem wird geschwächt und der Erkrankte bekommt häufiger Infekte. Die seelische Anspannung überträgt sich auf die Muskeln, es kommt zu Verspannungen. Es können Magen-Darm-Probleme entstehen, der Appetit kann vermindert oder gesteigert sein, Magengeschwüre auftreten.Viele flüchten sich in die Sucht, versuchen ihre Gefühle, Frust und Beschwerden mit Drogen (Alkohol, Medikamente, harte Drogen) zu besänftigen. Die Gefahr eines Missbrauches oder einer Abhängigkeit ist enorm groß. Durch die Niedergeschlagenheit, Antriebsarmut und Hilflosigkeit entstehen auch Depressionen, die so stark sein können, dass die Betroffenen suizidgefährdet sind.Das ist die Theorie, nun zur Praxis: Ich habe eine ganz miese Kindheit hinter mir, jahrelang konnte ich das kompensieren, habe zwei Berufe gelernt und noch eine Weiterbildung absolviert, hatte schon Leistungen erzielen können. Aber irgendwann war der Akku alle. Ich hatte 2005/2006 immer mehr Krankheitsausfälle, lauter psychosomatische Beschwerden ohne Ergebnis, ich litt unter Schmerzen im Magen Darm, hatte Luftnot, Herzprobleme, und heraus kam, alles gesund. Schon Jahre davor griff ich zum Alkohol, damit ich meine Spannungen abbauen konnte, Gefühle nicht mehr aushalten mußte und besser einschlafen konnte. Denn seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Schlafprobleme.Ich hatte keine Lust mehr auf meine Hobbys, vernachlässigte alles, selbst kleinste Hausarbeiten wie Abwaschen gingen nicht mehr, ich lag dann dauernd im Bett. 2006 war mein schlimmstes Jahr, mir wuchs alles über den Kopf, Arbeit, Familie, Kinder, Haushalt, meine eigene Pflege, alles. Ich unternahm einen Suizidversuch, Depressionen wurden diagnostiziert, ich fiel in ein absolutes Tief. Alkohol wurde zum Wunderheilmittel, ich rutschte in die Abhängigkeit, nur erkannte ich sie damals noch nicht, zahlreiche Klinikaufenthalte folgten. Und mit ihnen häuften sich sie psychischen Diagnosen. Das Burn-Out-Syndrom war dann keines mehr sondern Depression, Persönlichkeitsstörungvom Borderlinetyp, Alkoholabhängigkeit. Esstörungen folgten, und mit ihr die Tablettenabhängigkeit auf Abführmittel. Durch meine miese Kindheit (psychische und körperliche Gewalt, sexueller Mißbrauch, Vernachlässigung) kamen Symptome des posttraumatischen Belastungssyndromes dazu, mit Dissoziationen, Angstzuständen, erneuter Suizidversuch.2008 machte ich eine Alkoholentwöhnungstherapie, Psychotherapie, Nachsorge, besuche jetzt eine Selbsthilfegruppe, mache demnächst eine Umschulung (berufliche Reha). Und ich habe jetzt eine Aufgabe gefunden, damit mir während meiner Krankschreibung nicht die Decke auf den Kopf fällt, ich schreibe, Tagebuch, Artikel, Beiträge hier, das tut gut, ich habe eine Aufgabe und sehe wieder einen Sinn in meinem Leben. Ich habe noch viel zu tun, noch einiges an Therapie zu leisten, aber ich blicke jetzt zuversichtlich in die Zukunft.
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31.10.2011 11:16
sh von Dorothea und alles Liebe für Dich.
14.10.2011 14:56
Der Bestsellerautor Manfred Lütz führt uns in seinem Buch "Irre, wir behandeln die Falschen" in die außergewöhnliche Welt der rührend Demenzkranken, hochsensiblen Schizophrenen, erschütternd Depressiven, mitreißend Manischen und dünnhäutigen Süchtigen. Er holt die psychisch Kranken gleichsam aus dem professionellen Ghetto. Seine These: "Um die Normalen zu verstehen, muss man erst die Verrückten studiert haben." ---- Ist das nicht aufmuntern schön ? ------ Maria ------
12.10.2011 16:08
dieses Thema interressierte mich sehr, ich hoffe nicht, das ich mal in so eine Krankheit hineingerate! LG