CDs brennen -Tipps & Tricks

CDs brennen -Tipps & Tricks

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... >>>Kurze Geschichte der beschreibbaren CDs und DVDs<<< Angefangen hat die ganze "Brenneritis" 1988 mit der Spezifikation der CD-R Norm durch CD-Erfinder Philips und den japanischen Chemiekonzern Taiyo Yuden. Von Serienreife und Bezahlbarkeit waren die damaligen Produkte aber noch weit ... Bericht lesen





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Der Rohling, das unbekannte Wesen
Erfahrungsbericht von thunderbird.elite über CDs brennen -Tipps & Tricks
14.09.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Erhöht die langfristige Datensicherheit, weniger Ausschuss
Kontra: Reduziert bei bewusstem Kauf die Auswahl enorm

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

An dieser Stelle möchte ich, nach meinem ersten Rohlings-Testbericht von gestern einige Details über CD- und DVD-Rohlinge näher vorstellen und die dazugehörigen Fachbegriffe erklären.

Gewappnet mit diesem Wissen gelingt es auch ohne konkrete Markenempfehlungen zu besseren Rohlingen zu greifen und so seinen Daten ein längeres Leben zu bescheren.

>>>Kurze Geschichte der beschreibbaren CDs und DVDs<<<

Angefangen hat die ganze "Brenneritis" 1988 mit der Spezifikation der CD-R Norm durch CD-Erfinder Philips und den japanischen Chemiekonzern Taiyo Yuden. Von Serienreife und Bezahlbarkeit waren die damaligen Produkte aber noch weit entfernt. Mitte der 90er waren CD-Brenner mit Preisen von rund 1000DM endlich bezahlbar, nur mit den Rohlingen haperte es noch was (10DM, streckenweise nachdem sich immer mehr Brenner verbreiteten sogar 20DM wegen Knappheit). Aber das sollte sich schnell ändern, als man die Serienfertigung in den Griff bekam und große Mengen qualitativer Rohlinge kurz darauf rapide billiger wurden.

>>>Formate<<<

Welche Formate an Rohlingen gibt es zur Zeit und wie sind diese aufgebaut?

- CD-R:
Die CD-R folgt im Aufbau der CD. Auf eine Polycarbonat (durchsichtiger Kunststoff) Scheibe befindet sich ein Reflektor aus Aluminium (Silber) oder Gold (sowohl bei der CD alsauch bei der CD-R).
Zwischen Polycarbonat und Reflektor befindet sich bei der CD-R ein Farbstoff (Fachbegriff Dye), in den Strukturen eingebrannt werden, die den gepressten Pits (Vertiefungen) und Lands (Erhebungen) auf einer normalen CD ähneln sollen.
Oben auf liegt über dem Reflektor nur noch eine dünne Schutzlack-Schicht, auf dieser möglicherweise noch ein Aufdruck oder eine Tintenstrahl-Druckbeschichtung. Daher sind auch Kratzer an der Oberseite (dringen sofort durch den dünnen Lack und beschädigen den Reflektor) um einiges gefährlicher als auf der Unterseite (stören in der Regel nicht und können notfalls mit Handydisplay-Politur auspoliert werden).
Die Daten werden auf einer CD in eine Spirale (Helix) aufgezeichnet, die von innen (Inhaltsverzeichnis) nach außen läuft. Die Breite der Helix sowie die Länge der Pits und Lands dürfen in gewissen Normen variieren (weiterer Helix und längere Pits/Lands bedeuten zwar bessere Lesbarkeit aber auch weniger Kapazität).
Die maximal addressierbare Datenmenge beträgt 80 Minuten (im Audio/Mode2 Betrieb) oder 700MB (Im Daten/Mode1 Betrieb). Da auch der "ATIP" genannte Informationsbereich des Rohlings, der Herstellercode und maximale Kapazität abspeichert, nicht mehr als 80 Minuten als Größe angeben kann, befinden sich größere Rohlinge (90 und 99 Minuten) in gleich zwei Sinnen außerhalb der Norm: Zum einen ist die Helix etwas zu eng (was in der Regel kein Problem darstellt), zum Anderen bewegt man sich nicht mehr in normal addressierbaren Kapazitäten (die ATIP vermeldet nur 80 Minuten Kapazität, der Brenner muss unter Missachtung der angegebenen Kapazität "überbrennen", und nicht jedes Lesegerät kann anschließend die Daten im äußeren Randbereich korrekt anspringen, insbesondere Autoradios oder ältere CD-Player zicken dort gerne). Die Haltbarkeit einer CD hängt vom verwendeten Farbstoff ab, da diese wie alles organische verwittern. Während eine gepresste CD quasi "für die Ewigkeit" ist (außer Sauerstoff dringt durch eine unsaubere Schutzlackierung ein und lässt den Alu-Reflektor oxydieren), halten CD-Rs je nach Farbstoff zwischen 10 und 100 Jahren (Herstellerangaban aus Simulationen in Klimakammern)

- CD-RW:
Die CD-RW ist im Grunde aufgebaut wie eine CD-R. Allerdings wird statt eines organischen Dyes eine Kristallstruktur verwendet, die je nach Temperatur ihren "Aggregatszwischenzustand" zwischen kristalliner und amorpher Phase ändert und nach dem Prinzip der Bistabilität in diesem Zustand auch verweilt. Lichtdurchlässigkeit und Kontrast sind wesentlich schlechter als bei der CD-R, weshalb viele CD-Player und ältere CD-ROM Laufwerke auch Probleme hatten, eine CD-RW zu lesen. Auch heutige Laufwerke drosseln manchmal noch ihr Lesetempo.

- DVD-RAM:
DVD-RAM hat eigentlich nichts mit der DVD zu tun. Der Name rührt von der Tatsache her, daß DVD-RAM Medien die gleiche Kapazität aufwiesen, wie einlagige DVD-ROMs, und DVD-RAM Laufwerke in der Regel fähig sind, DVDs zu lesen. Die DVD-RAM ist aufgrund ihrer Eigenschaften ein hoch angesehenes Backup-Medium. Das Phasechange-Schreibverfahren (wie bei CD-RW und DVD+/-RW) besitzt keine organischen Farbstoffe, die sich zersetzen können, und eine Cartridge schützt den Datenträger vor Beschädigung. Da es LG allerdings in seinen Super-Multiformat-Brennern (DVD-R(W), DVD+R(W), DVD-RAM) nicht schaffte, die Schublade auf Cartridge-Betrieb auszulegen, mussten Medien ohne oder mit abnehmbarer Cartridge her. Diese sind aber, genau wie normale Rohlinge, kratzanfällig. DVD-RAMs sind in der Regel nicht in normalen DVD-Playern und Laufwerken lesbar.
Zwar gäben auch die CD-RW (siehe oben) und die DVD+RW/-RW (siehe unten) mit dem gleichen Verfahren (sind auch Phase-Changer) hervorragende Backup-Medien ab, allerdings macht hier die Abwärts-Kompatibilität Probleme, weshalb die Rohlinge von Haus aus schon mit hohen Fehlerraten beginnen, da sie nur sehr schlecht lesbar sind. Bei der Entwicklung der DVD-RAM musste auf keine Lesekompatibilität geachtet werden, und so kommen DVD-RAM Laufwerke mit ihren Medien, die obendrein in der Cartridge gut geschützt sind, besser zurecht als CD- und DVD-Laufwerke mit ihren RW-Rohlingen.

- MO (Magneto Optisch): Hat mit CD und DVD eigentlich garnichts zu tun, ich will es aber trotzdem erwähnen, da MO und DVD-RAM gerne mal verwechselt werden. MO-Disks sind wie DVD-RAMs in einer Cartridge eingebaut (sehen den DVD-RAM Cartridges recht ähnlich). Das Schreibverfahren ist jedoch ein anderes. Während die DVD-RAM und die RW-Verfahren auf Phasechange (Kristalle die bei gewissen Temperaturen zwischen amorphen und kristallinen Zustand wechseln und auch nach dem Abkühlen darin verharren), werden MO-Discs magnetisch geschrieben und optisch gelesen. Wie funktioniert das? Bei Wechseldatenträgern gibt es das Problem, daß die Schreib-Leseköpfe nicht so nah an die Scheibe herankönnen wie bei einer Festplatte, da jedes Staubkorn sofort einen Headcrash verursachen würde. Unter den hohen Abständen leidet die Präzision. Also benutzt man bei MO Materialien, deren magnetische Beeinflussbarkeit sich erst bei mehreren 100° einstellt. Der zu schreibende Sektor wird von einem Laser "magnetisch aufgeweicht", heißt so lange erhitzt, bis er sich magnetisch schreiben lässt. Anschließend richtet der Magnetschreibkopf die Bits aus, wie er sie haben will. Nach dem Abkühlen sind die Bits fest und lassen sich nicht mehr ändern, bis man die Scheibe wieder entsprechend aufheizt. Daher braucht es, im Gegensatz zu Disketten, schon was mehr als nur einen Permanentmagneten um MO-Disks anzugreifen. Gelesen wird optisch, das heißt der Laser "sieht" das Magnetfeld. Magnetfeld sehen, wie geht das? Mit Hilfe des Kerr-Effekts (auch bekannt als Faraday-Effekt, besagt das gleiche). Laut diesem Effekt wird Licht beim Durchtreten eines Magnetfeldes polarisiert. Polarisiertes Licht hat die Eigenschaft, je nach Polarisationswinkel, einen zweiten Polarisator (auch Analysator genannt) mit voller Intensität, nur teilweise oder garnicht zu passieren. Das Licht des Lasers wird also beim Auftreffen auf die Datenschicht vom Magnetfeld polarisiert, passiert einen zweiten Polarisator und mit Hilfe der Intensität kann die Polarisationsrichtung (also der Winkel) und somit die Stärke des Magnetfeldes bestimmt werden. Und daraus werden dann die 0 und 1 Bits interpretiert.

DVD+/-R:
DVD-Rohlinge fürs einmalige Beschreiben. DVDs sind ähnlich wie CDs aus Polycarbonat, einem Reflektor und bei Rohlingen einem organischen Farbstoff aufgebaut. Der Unterschied: Das Polycarbonat ist dünner. Dafür werden zwei Hälften aufeinandergeklebt. Auch auf DVDs werden die Daten in einem Spiralhelix mit Hilfe von Pits und Lands abgelegt.
Bei Single Layer DVDs (genannt DVD5) ist die zweite Hälfte einfach nur eine zweite, durchsichtige Polycarbonat-Scheibe. Da diese deutlich dicker ist als der Schutzlack auf einer CD, entsteht beim Aufdruck ein leichter 3D-Effekt, da sich der Audruck am Reflektor spiegelt, der etwa einen halben Millimeter entfernt ist.
Bei Double Layer DVDs (genannt DVD9) befindet sich auf einem Träger der eine, halbtransparente, auf dem anderen der soilde Layer. Das ganze wird beim Zusammenkleben zusammengebracht.
Bei Double Sided Single Layer DVDs (genannt DVD10)sinds zwei solide Layer, und bei Double Sides Double Layer (genannt DVD18) wird der Herstellungsprozess besonders aufwendig.
Einmal beschreibbare DVD-Rohlinge gibt es in insgesamt 3 "Geschmacksrichtungen", DVD-R for Authoring Use, DVD-R for General Use und DVD+R. Mehr dazu unten.

- DVD-R for Authoring Use:
Die ersten DVD-Brenner und Rohlinge, die wie bei der CD-R auch lesekompatibel waren, erschienen nicht für den Heimgebrauch sondern für den Einsatz bei kleinen bis mittleren Transferdienstleistern. Die DVD-R(A) Rohlinge ermöglichten das Beschreiben der CSS-Datenspur und somit das Ablegen von Verschlüsselungs-Keys auf dem Rohling. Die Datenkapazität beträgt 4,7GB und 3,9GB, abhängig vom Rohling. Der Einsatzzweck ist die Auslieferung von Vorlagen ans Presswerk, auf den 4,7GB Rohlingen wurden Single-Layer DVDs und der erste Layer von Double Layer DVDs ausgeliefert, auf den 3,9GB Rohlingen der zweite Layer von Double Layer DVDs. Die zwei einzigen verfügbaren Brenner für DVD-R(A) stammen von Pioneer, brennen mit max. 2x Geschwindigkeit und kosten heute noch große 4-stellige Euro-Beträge. Auch die Rohlinge sind im hohen 2-stelligen Preisbereich nicht gerade ein Schnäppchen.

- DVD-R for General Use:
Die Rohlinge, die man überall als DVD-R kaufen kann. Der CSS-Bereich ist mit Nullen vorbeschrieben, was 1:1 Kopien inkl. CSS-Code und somit 1:1 Kopien kopiergeschützter CDs verhindern soll. Die Kapazität für DVD-R(G) Rohlinge ist auf 4,7GB für einen und 8,5GB für zwei Layer festgelegt, genau wie bei gepressten DVDs. Die Double Layer Rohlinge kamen jedoch erst später, da es anfangs nicht möglich war, halbtransparente Schreiblayer zu erstellen und die hochenergetischen Brennlaser auf ebensolche zu fokussieren (ohne den jeweils anderen Layer "mit zu brennen".
DVD-R(G) sind aufgrund der minimal anderen Brennlaser-Wellenlänge nicht schreibkompatibel zu DVD-R(A), und aufgrund des minimal anderen Aufbaus des Rohlings genauso nicht schreibkompatibel zur DVD+R (siehe unten). Bei allen drei Formaten kommen aber DVDs raus, die sich auch wie solche lesen.

- DVD+R:
Die DVD+R stammt von der +RW Allianz, die sich für ihre DVD-Brenner vor den überhöhten Lizenzzahlungen an das DVD-Konsortium drücken wollte. Während man anfangs tatsächlich nur wiederbeschreibbare DVD+RW Rohlinge hatte, kamen später auch DVD+R Rohlinge hinzu. Auch war die DVD+RW Allianz schneller bei der Entwicklung erster zweilagiger Rohlinge und passender Brenner.
Der Unterschied zwischen DVD+R und DVD-R liegt im Aufbau des Rohlings. Bei DVD+R wird der CSS-Bereich nicht im Werk vorbeschrieben, dies erledigt der Brenner ebenfalls mit dem festen Wert 0, außerdem verwendet man statt sogenannter Preland-Pits einen hochfrequenten Wobble (statt einer "runden" Spirale gehts hochfrequent nach links und rechts, ähnlich wie in der Rille einer Schallplatte), um dem Brenner eine Orientierungshilfe zu geben, wo die Sektoren anfangen und aufhören.
DVD+R Rohlinge haben eine andere Kennzeichnung (Booktype), was manche älteren DVD-Player irritieren kann. Dieses Booktype kann man jedoch bei vielen Brennern ändern. Mit Booktype DVD-ROM sind DVD+R Rohlinge genauso lesekompatibel wie DVD-R Rohlinge.

- DVD-RW:
Die wiederbeschreibbare Variante der DVD-R for General Use. Der Aufbau ist identisch (Polycarbonat, Reflektor, aber wie bei der CD-RW auch wieder eine Kristallstruktur statt eines organischen Farbstoffes, auch hier Preland-Pits zur Orientierung sowie ein vorbelegter CSS-Bereich). Eine zweilagige Version existiert nicht.

- DVD+RW:
Wie die DVD+R, nur wiederbeschreibbar - und es gab sie sogar schon etwas früher. Der physikalische Aufbau ist bis auf die Kristallstruktur statt des Dyes wieder identisch zur DVD+R. Eine zweilagige Version existiert nur in Forschungslabors und ist noch nicht serienreif.

>>>Die Reflektoren<<<

Als Reflektoren werden Aluminium (silber) und Gold (klar: Gold) eingesetzt. Gold galt gerade in der Anfangszeit der CD als haltbarer (als durch schlechte Schutzlackierungen noch Sauerstoff eindringen und das Aluminium korrodieren lassen konnte), ist aber inzwischen nur noch ein "Modegag". Da Gold im Vergleich zu Aluminium recht teuer ist, ist es trotzdem noch ein Markenzeichen für hochwertige Rohlinge (da wohl kaum ein Hersteller Schrottrohlinge unnötig teuer machen will).

>>>Die Farbstoffe - Entscheidend für Qualität und Haltbarkeit<<<

Ich erwähnte bereits, daß bei CDs und DVDs organische Farbstoffe verwendet werden, in die man dann die Pit- und Land-Strukturen einbrennt. Es gibt drei Sorten, die Farbvielfalt ist allerdings ungleich größer. Folgende Sorten gibt es, und folgende Farben resultieren daraus:

- Cyanin:
Cyanin ist der älteste Farbstoff. Cyanin ansich zerfällt rapide, daher müssen Stabilisatoren zugesetzt werden, der neben dem Reflektor für die charakteristische Färbung der Rohlinge verantwortlich ist. Cyanin ist sehr lichtempfindlich und lässt sich leicht brennen. Daher erzielten zur Anfangszeit der CD auch billige, schwachbrüstige Brenner auf Cyanin-Rohlingen hervorragend lesbare Ergebnisse. Das bedeutet allerdings neben dem schnellen Zerfall auch eine hohe Empfindlichkeit für Sonnenlicht, das seine ganz eigenen "Daten" nachbrennt und so die gebrannten Daten zerstört.
Resultierende Farben bei CD-Rs: Dunkelgrün (insbesonder bei goldenem Reflektor), Knallgrün (typisch für Fujifilm in den späten 90ern), Knallblau und helle Farbtöne im grünlich-bläulichen Bereich Cyanblau bis Türkisblau (insbesondere bei aktuellen Cyanin-CD-Rs wie denen von Taiyo Yuden).
Resultierende Farben bei DVD-R: Violett
Die Haltbarkeit alter Cyanin-Mischungen kann man vielleicht bei 10 Jahren ansetzen, moderne Mischungen halten laut Labortets mindestens 50 Jahre.

- Phthalocyanin:
Ebenfalls recht alt und etabliert. Der Farbstoff ist enorm stabil was den organischen Verfall angeht, benötigt aber auch enorm viel Energie beim Brennen. Der Brenner muss daher erst mal genug Power aufbringen, um darauf anständige Ergebnisse erzielen. Die sind dann aber auch angenehm langzeitstabil.
Da Phthalocyanin nahezu farblos ist, und nur einen leichten goldgrünen Schimmer verursacht, nennt man es auch Golden Dye (goldener Farbstoff).
Phthalocyanin ist heutzutage der verbreitetste Farbstoff bei CD-Rs überhaupt, spielt aber bei DVD-Rs keine Rolle (Mitsui hatte zur Zeit von DVD-R for Authoring und DVD-R for General mit 1x Brenngeschwindigkeit mal Phthalocyanin-Rohlinge)
Da Phthalocyanin farblos ist, gibt es auch genug Rohlinge mit Farbspielereien. Eingefärbte Rohlinge schimmern in den tollsten Neonfarben, gelb, grün, rot, blau, ... Auch bei den berühmten schwarzen "Playstation-Rohlingen" kommt Phthalocyanin zum Einsatz. Hier wurde das Polycarbonat auf spezielle Art und Weise eingefärbt, sodaß nur noch der Laser mit seiner charakteristischen Wellenlänge durchdringen kann. Billighersteller färben ihre Rohlinge nur ein, manche Hersteller verbinden dies direkt noch mit einem hocheffizienten UV-Schutz, der die Lebensdauer der ohnehin schon langlebigen Phthalocyanin-Rohlinge noch mal massiv erhöhen soll. Zudem kann sich die Schwarzfärbung auf die Lesbarkeit der Rohlinge sowohl positiv (Kontraststeigerung durch weniger Streulicht) alsauch negativ (schluckt einfach nur Laserlicht und verringert somit den Reflektionsgrad) auswirken. Während gute Hersteller wie MPO HiSpace mit ihren schwarzen Rohlingen tatsächlich Verbesserungen (oder zumindest keine Verschlechterungen) bestimmter Eigenschaften erzielen, sind andere möglicherweise deutlich weniger gut lesbar.
Resultierende Farben bei CD: Gold (bei goldenem Reflektor), Silber mit leichtem Grünstich (bei Alu-Reflektor)
Resultierende Farben bei DVD: Braun
Die Lebensdauer wird bei optimalen Bedingungen mit 100 Jahren angenommen.

- Azo:
Die Azo-Mischung stammt von Mitsubishi Chemicals, besser bekannt unter ihrem Datenträger-Markennamen Verbatim. Verbatim verwendet Azo recht exklusiv, Ausnahmen bestätigen die Regel (Moser Baer India, die auch für Verbatim fertigen, verwenden es auch für eigene Rohlinge). Azo klingt nicht umsonst nach Azurblau, denn Tiefblau ist die charakteristische Farbe des sehr zerfallsstabilen Farbstoffes, der sich obendrein noch exzellent brennen lässt, ohne dabei übermäßig lichtempfindlich zu sein. Durch eine leicht geänderte Mischung wurden die CD-Rohlinge allerdings später etwas heller.
Resultierende Farben bei CD: Tiefblau (Azo), Hellblau (Advanced Azo)
Resultierende Farben bei DVD: Tiefblau (Advanced Azo)
Die Haltbarkeit wird nicht in Zahlen spezifiziert, kann aber mit 50 Jahren und mehr angenommen werden, bei 10 Jahre alten Verbatim Azo CD-Rs ist noch keine Alterung in Form von gestiegenen Fehlerraten erkennbar.

>>>Spielzeit<<<

Bei CDs ist die Spielzeit an die Kapazität gekoppelt. Das liegt daran, daß nun mal ein Audiodatenstrom mit 2x (Stereo) 44100 Samples pro Sekunde mit einer Größe von 2 Byte pro Sample (weil 16 Bit) aufgenommen wird. Die Umrechnung zwischen Daten- und CD-Kapazität haut übrigens nicht ganz hin. Bei Daten-CDs werden mehr Fehlerkorrekturdaten gespeichert, weshalb ein 80 Minuten Rohling 700MB Daten fassen kann. Denn bei Texten ist es wichtig, daß nachher jeder Buchstabe auch wieder stimmt. Dieser Aufnahmemodus nennt sich Mode 1.
Bei Musik braucht man nicht so viel Fehlertoleranz. Ist irgendwo was nicht lesbar, nimmt man einfach die letzte lesbare Stelle und die nächste lesbare Stelle und interpoliert das dazwischen, heißt man erfindet "wie mag das klingen" anhand der drumherumliegenden reproduzierbaren Daten. Daher passt etwas mehr Kapazität, an der Zahl 730MB. Dieser Modus heißt Mode 2.

DVD-Rohlinge haben keine Spielzeit. Zwar liest man immer wieder "120 Minuten" auf 4.7GB Rohlingen, manche Hersteller tönen auch mit "240 Minuten (Long Play)", aber diese Werte sind nur graue Theorie. Auf DVDs werden komprimierte Videos im Verfahren MPEG2 gespeichert. Wie stark MPEG2 komprimieren soll, kann man einstellen. Wichtig ist nur dabei, bestimmte Grenzen bei der Gesamtdatenrate, in der alle Video- und Audiodatenströme inbegriffen sind (2Mbit/s unterste Grenze, 9.8Mbit/s - besser 9Mbit/s obere Grenze) einzuhalten. MPEG2 ist verlustbehaftet, daher gilt: Die Bildqualität hängt nicht vom Rohling ab (wenn der versagt gibts nur noch bunte Klötze) sondern von der eingestellten Datenrate. Je mehr draufpasst, umso schlechter sieht das Ergebnis aus.

>>>Die Brenngeschwindigkeit<<<

Hier gibt es zwei konkurrierende Philosophien: So langsam wie möglich und so schnell wie möglich. Die Wahrheit liegt jedoch irgendwo in der Mitte.

Brennt man Rohlinge langsam, ist der Laser recht lange auf die selbe Stelle gerichtet. Mit dementsprechend weniger Energie muss er arbeiten, da er mehr Zeit hat, die Daten einzubrennen. Dreht der Rohling schneller, hat der Brenner weniger Zeit zum brennen und muss einen dementsprechend hochenergetischeren Strahl aussenden. Dieser Tatsache müssen auch die Rohlingshersteller bei der Optimierung der Farbstoffe Rechnung tragen. Selbst "breitbandige" Rohlinge wie 1x-52x CD- oder 1x-16x DVD-Rohlinge haben eine optimale Geschwindigkeit, die aber nicht etwa im unteren, sondern im oberen Drittel liegt.

Die Gerüchte, man sollte die Medien möglichst langsam brennen, gibt es bei beiden, CD und DVD. Sie stammen jeweils aus der Anfangszeit der Technologie, als die Rohlinge und Brenner noch nicht sonderlich weit entwickelt waren und tatsächlich mit ihren Höchtgeschwindigkeiten selbst nicht mehr Schritt halten konnten, und bei langsameren Geschwindigkeiten aber niedrigerer Brennenergie tatsächlich besser ausgeprägte Pits und Lands erzeugen konnten. Allerdings waren 1x und 8x CD oder 1x und 4x DVD geschwindigkeitsmäßig auch noch nicht so weit auseinander wie heute 1x und 52x CD oder 1x und 16x DVD.

Wer noch einen alten Brenner, wie einen 4x DVD-Brenner, besitzt, sollte zu langsameren Rohlingen greifen (z.B. 8x), oder wenn diese nicht mehr verfügbar sind zu hochwertigen Rohlingen wie denen von Verbatim oder Taiyo Yuden, da deren Farbstoffe tatsächlich sehr breitbandig sind und über alle Geschwindigkeiten recht konstante Ergebnisse liefern. Ansonsten gilt, man sollte sich immer Pi*Daumen um die Höchstgeschwindigkeit bewegen, wo der Farbstoff und der Laser optimal arbeiten können. Etwas runtergehen schadet manchmal nicht, 16x für DVD oder 52x für CD sind schon enorm schnell, gerade bei billigeren Rohlingen oder Brennern kann sich tatsächlich eine Verbesserung einstellen, wenn man die CD nur bei 24x oder 32x, oder die DVD bei 12x brennt. Aber übertreiben und zu weit runtergehen sollte man auch hier nicht. Wie gut der Rohling wirklich geworden ist verrät nicht, ob er überhaupt lesbar ist - Totalausfälle einzelner Datenblöcke oder des ganzen Rohlings treten nur bei absolutem Billigschrott auf - sondern wie groß die Anzahl der korrigierbaren Fehler ist. Welche das bei CD und DVD sind, was sie bewirken und wie man sie misst erkläre ich im nächsten Kapitel.

>>>Qualitätsmerkmale<<<

In Ciao Testberichten lese ich oft auch bei Billigrohlingen "Ich hab sie gebrannt und konnte sie danach lesen". Klar, alles andere wäre auch dramatisch schlimm. Gut, mache, wirklich grottenschlechten, Rohlinge können tatsächlich direkt nach dem Brennen ausfallen, aber das ist selbst bei Billigware eher die Ausnahme als die Regel.

Das Problem bei digitalen Medien: Solange sie lesbar sind gibt es keinen Qualitätsindikator. Während Musikkassetten, Schallplatten, Videobänder, ... alle erst mal schlechter werden (Ton dumpf, Bild flau, Rauschen), merkt man bei CDs und DVDs erst mal garnicht mehr - bis sie irgendwann nicht mehr laufen, aber dann ists zu spät.

Die Qualität eines Rohlings lässt sich aber bei Qualitätsscans ermitteln. Dort werden auch die korrigierbaren Fehler ermittelt, die jeder Rohling aufweist, und von denen man im Alltag nichts merkt.

Die bekanntesten Laufwerke, die diese Scans vornehmen können sind die Plextor-Laufwerke mit dem mitgelieferten Plextools, sowie die Lite-On Laufwerke mit der Freeware K-Probe. Diese, insbesondere die Plextor (vorsicht, kann nicht jeder, da Plextor fürs Billigsegment fremde Brenner zukauft), liefern auch heute noch die verlässlichsten Ergebnisse. Einige andere Brenner, u.A. die von BenQ, beherrschen solche Fehlerscans auch mit dem CD-Speed Tool von Nero.

Bei CDs heißen die Fehler:
- C1 oder BLER: C1-Fehler sind die Anzahl der fehlerhaften Bytes pro Block vor der ersten Fehlerkorrekturstufe. Diese treten bei jedem Rohling auf und sind in gewissen Maßen absolut ungefährlich.
- C2 oder E22: C2-Fehler sind Fehler, die in der ersten Korrekturstufe nicht korrigiert werden konnten. Ein gewisses Maß darf sein, aber C2-Fehler sind ein untrügliches Zeichen, daß es der CD nicht sonderlich gut geht.
- CU oder E32: Sind nicht mehr korrigierbare Fehler, die garnicht mehr oder nur noch durch eine ausgeklügelte Laufwerkslogik abgefangen werden können. Bei Daten-CDs heißt das schlimmstenfalls Verlust, bei Musik-CDs Interpolation.
- Jitter: Schwankungen in der Länge der Pits und Lands. Der Wert hat indirekte Auswirkung auf die Lesbarkeit und sollte möglichst niedrig sein.

Bei DVDs heißen die Fehler:
- PIE (Parity Inner Error) oder PI SUM 8: Die Anzahl fehlerhafter Bytes pro Block vor der ersten Korrekturstufe. Sind bei jeder DVD vorhanden und in gewissen Maßen nicht weiter schlimm. Das Limit heißt 280 PIE sollte nicht über längeren Zeitraum hinweg auftreten, kurze Spitzen dürfen aber höher sein.
- PIF (Parity Inner Failure) oder PI SUM 1: Die Anzahl der Datenblöcke bei der die erste Korrekturstufe versagte. Bis zu einem gewissen Level normal und ungefährlich (über längeren Zeitraum dürfen nicht mehr als 4 PIFs dauerhaft auftreten)
- POE (Parity Outer Error): Parity Outer Errors treten immer zeitgleich mit einem PIF auf. Es ist die Anzahl der fehlerhaften Bytes, die vor der zweiten Korrekturstufe auftreten, sprich alles, was noch fehlerhaft durch die erste Stufe gerutscht ist. Auch dies ist, da ja PIFs erlaubt sind, noch normal.
- POF (Parity Outer Failure): Hier wirds kritisch: Tritt ein POF auf, haben beide Korrekturstufen versagt, die DVD ist an dieser Stelle nicht mehr lesbar.
- Beta: Trifft eine Aussage über die Asymmetrie und somit die Unterscheidbarkeit der Pits und Lands. Sollte eine gerade Linie ergeben, leichte Schwankungen sind normal.
- Jitter: Wie bei CD Schwankungen in der Länge der Pits und Lands.

Als Besonderheit kann man bei Plextor-Brennern zudem auch die Qualität des Rohlings vor dem Brennen testen. Dabei werden Focus Error und Tracking Error getestet. Focus Error heißt, wie gut der Laser seinen Brennpunkt auf die Schreiboberfläche richten kann, Tracking Error besagt, wie gut der Laser den Spiralhelix folgen kann. Diese Tests können nur auf leeren CD- und DVD-Rohlingen durchgeführt werden. Sind die Werte entsprechend niedrig gibt der Brenner grünes Licht für volle Brenngeschwindigkeit, ansonsten empfiehlt er eine niedrigere.

Zudem besitzen Plextor-Brenner noch einen Schnelltest, genannt TA-Test, der die Qualität gebrannter DVDs, wie beim Beta/Jitter anhand der Charakteristik der Pits/Lands auswertet. Die resultierende Grafik ist für einen Laien noch schwerer zu interpretieren als beim Beta/Jitter, dafür spricht Plextools danach auch klare Worte: Von Bad über Not Good, Good, Very Good bis Excellent lauten die Ergebnisse der Analyse.

Da Rohlinge durch eine Vielzahl von Faktoren altern können, empfiehlt sich, Markenrohling hin oder her, regelmäßig Scans der wichtigsten Daten zu machen.

>>>Die Beschriftung<<<

Ein Rohling nützt nix, wenn man nicht weiß, was drauf ist. Aber wie soll man sie beschriften? Vor allem wenn es schön aussehen soll?

- Stift:
Zur Beschriftung normaler Rohlinge sollten nur spezielle CD-Stifte benutzt werden, die garantiert keine chemischen Zusatzstoffe beinhalten, die die Oberfläche angreifen können. Mit Ausnahme von komplett ungelabelten Rohlingen, die man für die/den Liebste(n) mit ein paar Herzchen ind sonstigen Bilder verzieren kann, ist das Resultat einer Stiftbeschriftung meistens in Rohlingen mit Herstelleraufdruck, wo irgendwo ein Vermerk über den Inhalt zwischengekrakelt ist. Zwar funktionell, aber nicht schön, vor allem wenn man eine Firmenpräsentation oder ein Geschenk auf der CD/DVD gespeichert hat.

- Klebe-Label:
Eleganter gehts mit Klebeetiketten. Aber taugen die auch was? Diese Rohlingsverschönerer können für den Datentod mit verantwortlich sein. Unwuchten können dem Laufwerk das Lesen erschweren und wenns richtig dumm läuft dehnen sich Rohling und Label bei der Hitze unterschiedlich stark aus und ergeben eine schicke Biegung im Rohling, die jedes vernünftige Lesen verhindert. Und wenns noch mal ne Ecke dümmer läuft reißt dabei das Etikett die Schutzlackierung samt Reflektor ab oder der Klebstoff greift den Rohling an.

- Disc-T@2 (sprich: Disc-Tattoo):
Die Technologie, die Yamaha für seinen letzten CD-Brenner CRW-F1 baute, legte von der Idee her den Grundstein für Lightscribe und Labelflash. Die Idee dahinter: Muster in den Farbstoff einbrennen. Dafür kann natürlich nur leerer Bereich hinter Daten genutzt werden. Während man in diesem äußeren Randbereich auf den farb- und kontrastreichen Cyanin- und Azo-Rohlingen tatsächlich noch etwas mit Fantasie lesbares zaubern konnte, war auf den farblosen Phthalocyaninrohlingen fast nichts mehr zu holen. Spielerei ohne Zukunft also. Die kaum lesbare Beschriftung findet sich zudem unpraktischerweise auf der Datenseite, die Label-Seite bleibt unberührt.

- Tintenstrahldrucker:
Die erste praktikable Lösung für den Heimbereich. CD drauf auf den Träger, ab in den Drucker und der verspritzt dann seine Tinte auf der bedruckbaren, meist weißen Oberfläche. Einige wenige bedruckbare Rohlinge gibts auch mit milchig-transparenter Druckoberfläche (ungefähr wie Tintenstrahl Overheadfolien beschichtet), die dann durch den silbernen (Taiyo Yuden, MPO HiSpace) oder goldenen (MPO HiSpace) Reflektor einen besonderen Effekt erzielt.
Wie jeder Tintenstrahlausdruck kann auch dieser verschmieren (wobei das mit immer besseren Oberflächen wie Verbatim Photo Printable, Verbatim Glossy Printable oder Taiyo Yudens angeblich absolut wischfester Spezialoberfläche immer besser wird), zudem sollte man sicherstellen, daß die Tinte die Oberfläche nicht angreift (Originaltinte tut das sicher nicht, aber was ist mit Billig-Refills?). Für die Druckqualität ist nicht nur der Drucker sondern auch die Tinte auf so komplizierten Oberflächen wie Rohlingen absolut entscheidend.
Mit Druckzeiten von etwa 1 Minute pro Rohling angenehm schnell.

- Thermodruck:
Für Zuhause aufgrund der teuren (Profigeräte) oder schlechten (Heimgeräte, die nur einen Mini-Bereich drucken können) Drucker nicht praktikabel. Die absolut wischfesten und immer scharfen Ergebnisse unabhängig vom Rohling (insbesondere absolut ungelabelte, nur auf Tintenstrahl-Rohlingen hälts garnicht), sind insbesondere für Firmen, die Kleinserien produzieren, interessant, zumal die meisten teuren Thermodrucker auch in Produktionsstraßen (Spindel->Brenner->Drucker->Hülle alles mit Roboterarm gesteuert) geeignet sind.

- Lightscribe:
Konsequente Weiterentwicklung der Gedanken von Yamahas Disc-T@2. Hier wird auf die Labelseite des Rohlings, die wie die Datenseite mit einem speziellen (allerdings auf Bilder und nicht auf Daten optimierten) Farbstoff vorbereitet wird, ein Bild gebrannt. Auf das monochrome (nur in der einen Farbe in der der Rohling die Oberfläche anbietet), kontrastarme und unter Sonnenlicht innerhalb kürzester Zeit komplett verblasste Resultat muss man jedoch satte 40 Minuten warten.

- Labelflash:
(Natürlich inkompatible) junge Konkurrenz zu Lightscribe. Ebenfalls nur monochrom, etwas kontrastreicher, aber auch nicht unbedingt so das Wahre. Wenigstens ist die Brennzeit was kürzer. Insgesamt aber vergleichbar.

>>>Hersteller und Marken<<<

Zum Abschluss noch einige Hersteller und Marken. Denn nicht immer ist das drin, was draufsteht. Was wirklich für ein Hersteller hinter den Rohlingen steht, verrät der Herstellercode im ATIP. Diesen Code kann man unter Anderem mit dem Nero InfoTool auslesen. Manchmal etwas kryptisch, kann man aber ungefähr erkennen, wer gemeint ist.

Da bei einer TDK-Spindel schon mal echte TDK-Rohlinge, bei der nächsten aber CMC-Magnetics Rohlinge drin sein können (oder noch schlimmer: bei reinen Handelsmarken wie Tevion ständig wechselnde Zulieferer drin sein können), macht es immer Sinn, dazu zu schreiben, wer die Rohlinge wirklich hergestellt hat. Denn jeder Brenner reagiert auf bestimmte Rohlinge anders. Das hängt aber nicht von der Marke die draufsteht, sondern von der, die drinsteckt ab.

Marken, die ausschließlich selbst produzierte Rohlinge verkaufen (Beispiele, keine vollständige Liste):
- MAM-E (ehemals Mitsui)

Marken, die teils selbst produzierte, teils zugekaufte Ware verkaufen (Beispiele, keine vollständige Liste):
- Verbatim (Data Life: in der Regel zugekauft und nicht sonderlich hochwertig, Data Life Plus: In der Regel hochwertige, selbst produzierte Rohlinge mit Azo-Farbstoff, einzige Ausnahme: Die Pastel Disc DVD-Rohlinge, die von Taiyo Yuden stammten, alles mit Azo auf der Hülle ist Original Verbatim)
- MPO HiSpace (in der Regel Eigenproduktion, in ganz seltenen Fällen mal Fremdware)
- Philips
- Sony
- TDK
- Ricoh
- Maxell

Marken, die nur zugekaufte Ware verkaufen (Beispiele, keine vollständige Liste):
- Medion/Tevion
- Octron
- Intenso
- BestMedia
- Platinum
- Panasonic
- Plextor

(Panasonic und Plextor sind, zur Zeit mit Taiyo Yuden als Zulieferer, die einzigen reinen Handelsmarken ohne eigene Rohlingsproduktion, die für Qualität stehen. Etwas verlässlicher ist noch Plextor, die traditionell bei ihren CD- und DVD-Rohlingen nix anderes als Taiyo Yuden drin haben, Panasonic wechselt schon mal die Zulieferer)

Marken, die in Deutschland primär als Zuliefer-Hersteller im Hintergrund arbeiten, aber nicht (bzw. wenn überhaupt nur als ungelabelte Großhandelsware auf Spindel bei Spezialhändlern) unter eigener Marke hier verkaufen (Beispiele, keine vollständige Liste):
- Taiyo Yuden
- Ritek
- CMC Magnetics
- Moser Baer India (MBI)
- Prodisc

Besondere Markenkonstrukte (Beispiele, keine vollständige Liste):
- BenQ/Daxon (BenQ steht als Marke drauf, Rohlinge stammen von Tochterfirma Daxon, die zur BenQ Gruppe gehören und für BenQ und andere Marken Rohlinge liefern)

Als zuverlässigste Hersteller gelten Mitsubishi Chemicals (Verbatim), Taiyo Yuden, TDK, Maxell, MPO HiSpace und MAM-E/Mitsui. Diese lassen aus ihren Produktionen nur die A-Grade Rohlinge in den Handel, aber keine schlechteren Rohlinge für Handelsmarken.

Aber auch Ritek, CMC, Moser Baer und Prodisc müssen nicht zwangsweise für schlechte Rohlinge stehen. So stellt CMC auch einen Teil der Verbatim Rohlinge her, diese allerdings mit Verbatims eigenem Azo-Farbstoff und unter ständiger Qualitätskontrolle durch Verbatim-Ingenieure. Gleiches gilt für Moser Baer. Allerdings haben sich gerade CMC, Moser Baer und Ritek mit B-Grade Rohlingen, die an Label-Marken wie Medion, Intenso oder Platinum gingen, den Ruf reichlich ruiniert. Erlebnisse wie TDK-Spindeln mit CMC-Rohlingen (die vermutlich noch nicht mal so schlecht sind, wenn TDK mit seinem Namen dafür herhält), in denen die Rohlinge verkratzt und verschmutzt sind, tragen nicht gerade zur Wiederherstellung des guten Rufes bei.

Insgesamt ist es wichtig, nicht gerade die Billigspindel beim Lebensmitteldiscounter zu kaufen, da diese mit hoher Sicherheit die Rohlinge enthält, die den Premium-Marken nicht mehr genügen (z.B. gute CMC-Rohlinge zu TDK, schlechte zu Intenso). Der Rest ist nur noch eine Sache der Vorzugsmarken des Brenners.

Wenn man nicht gerade an ein paar Cents spart, können Daten auf CD- und DVD-Rohlingen also sehr lange halten. Für ein paar Cent weniger können sie aber auch schon nach wenigen Monaten unlesbar sein, und Brenner (Brennqualität) und Benutzer (schonender Umgang) können garnix dafür.

Einkaufstip: Einige Internetshops schreiben den Hersteller und Mediacode aus der ATIP dazu, oder brennen sogar in verschiedenen Brennern einige Exemplare einer Charge und erstellen davon Qualitätsscans, damit jeder weiß, daß er auch den passenden Rohling zum Brenner kauft. Dort bekommt man dann auch Exotenmarken wie Top-Hersteller Taiyo Yuden, den es bei "Geiz ist Blöd" nicht zu kaufen gibt, und der neben weißen Full Surface Printable auch Inkjet Printable Rohlinge mit silberner Druckoberfläche anbietet.   
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Einleitung ---------- Mit Erschrecken muss ich hier immer wieder beobachten, was für aussagelose Berichte hier viele Leute, nahezu täglich, über CD-Rohlinge posten.. Da wird willkürlich ein Produkt in den Himmel gelobt oder aber auch verteufelt, ... Bericht lesen

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Tief in die Trickkiste gegriffen
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Hallo zusammen, nachdem ich in letzter zeit immer mal wieder Probleme beim Brennen bestimmter Dateien hatte, habe ich hier bei den Tips & Tricks gesucht, aber nichts gefunden. Daher hab ich mich aufgerafft, selber einen Bericht zu schreiben, um die Erf ... Bericht lesen

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17.08.2001
(18.08.2001)
Licht und Schatten – aber nicht auf der CD
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Kontra: ...wenn man einige wichtige Punkte beachtet!

...: Inhalt ...: Vorwort ...: Zum brennen ......: Lesen & schreiben - geht das? ......: Simulanten ......: Höher, schneller, weiter, ... Nein! ...: Zur Pflege ......: CDs halten ewig... oder? ......: Kratz mich mal... ...: Fazit Vorwort ~~~~~~~ ... Bericht lesen

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09.08.2002
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26.09.2001

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