CDs brennen -Tipps & Tricks

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Tief in die Trickkiste gegriffen

5  13.04.2003

Pro:
Tips zum Brennen von  . bin - files & more

Kontra:
Teilweise etwas aufwendig

Empfehlenswert: Ja 

Mattha

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Mitglied seit:11.02.2003

Erfahrungsberichte:91

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 145 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo zusammen,

nachdem ich in letzter zeit immer mal wieder Probleme beim Brennen bestimmter Dateien hatte, habe ich hier bei den Tips & Tricks gesucht, aber nichts gefunden. Daher hab ich mich aufgerafft, selber einen Bericht zu schreiben, um die Erfahrungen und Lösungswege für die etwas "schwierigere Fälle" darzulegen.

Vorweg
In diesem Bericht gibts keine Informationen über Brenner, CD-Rohlinge, Einbau- oder Kaufempfehlungen, aus Internetseiten zusammengefasste Informationen oder sonstige Dinge, die in fast jeder Hilfefunktion von Brennprogrammen o.ä. zu finden sind. Auch das Kopieren von kopiergeschützten CDs zum Herstellen von Sicherheitskopien wird hier nicht beschrieben - diese Thema gehört eher zu den dazu benötigten Kopierprogrammen. Ich beschreibe hier nur Tips, wie ich selber problematische Daten unterschiedlicher Formate zu lauffähigen CDs brenne.

Mein Hauptproblem liegt darin, dass ich insb. Filmdateien in Formaten vorliegen hatte, die ein direktes Brennen zu VCD oder SVCD nicht zuliessen. In den letzten Monaten stiess ich dabei insbesondere auf folgende Probleme:

1. Ich hatte eine Datei mit dem Index .bin, aber kein .cue-Sheet (kurze Erklährung hierzu: .bin-Dateien sind sog. Images von CDs, enthalten also neben z.B. der eigendlichen Filmdatei auch die für VCDs oder SVCDs notwendigen Verzeichnisstrukturen. Ein .cue-Sheet ist die entsprechende "Brennvorschrift", die Brennprogramme wie Nero auswerten können, um eine VCD oder SVCD herstellen zu können).
Ein direktes Brennen solcher Imagedateien ging häufig schief, d.h. das Ergebnis war eine nichtlesbare CD.
Erster Trick, um an die begehrten Daten zu kommen, ist die Möglichkeit, ein anderes .cue-Sheet einzusetzen. Offenbar ist es so, dass die in diesen Sheets vorliegenden Brennvorschriften so allgemein sind, dass man sie (fast) universell einsetzen kann. Allerdings enthält ein .cue-Sheet auch den Namen der Datei, die während des Brennvorgangs angesprochen werden soll. Also muss man das .cue-Sheet öffnen (einfach rechter Mausklick - öffnen mit - Editor) und anstelle des dort enthaltenen Namens den Namen des .bin-Files eintragen. Das ganze einfach speichern und dann z.B. per Nero als Image brennen. Bei dieser Vorgehensweise hatte ich bisher noch keinen einzigen Fehlbrand.

2. Ich bekomme eine Image-Datei für CloneCD (.img), benötige also eine Brennvorschrift mit dem Index .CCD. Diese liegt natürlich nicht vor und ich habe auch keine .ccd-Datei vorliegen. In diesem Fall öffne ich das Image mit einem kleinen Zusatztool namens Isobuster. Isobuster wurde eigendlich als Recovery Tool konzipiert, welches CDs auch dann noch auslesen kann, wenn die Indexstruktur, welche z.B. der Windows Explorer zum Öffnen einer CD benötigt, zerstört ist. Dieses Tool liest völlig problemlos nahezu jedes Image aus und gibt dem User die Möglichkeit, einzelne Dateien aus einem Image zu extrahieren. Weitere Infos und Downloads gibts unter http://www.smart-projects.net/isobuster/. Mit Hilfe dieses Tools extrahiere ich also z.B. meine Filmdatei, die sich bei Filmimages immer im Verzeichnis MPEGAV befinden und speichere diese auf Festplatte. Gleichzeitig erkenne ich an der Verzeichnisstruktur des Images, ob ich eine VCD oder SVCD vorliegen habe: es befindet sich immer ein Verzeichnis mit VCD oder SVCD im Image. Diese Info benötige ich, um später den richtigen Filmtypen auszuwählen. Die Datei, die ich unter dem Verzeichnis MPEGAV finde, hat im Allgemeinen den Index .dat. Es handelt sich dabei um eine MPG-Datei. Vor dem Brennen muss ich das .dat-File also nur noch in .mpg umbennen. Jetzt hab ich ein brennfähiges MPG-File vorliegen, welches problemlos mit z.B. Nero gebrannt werden kann - fast. In einigen Fällen gibt mir Nero sowohl bei VCD wie auch bei SVCD eine Fehlermeldung aus. In solchen Fällen muss nur das Häkchen hinter "standartgemässe CD erzeugen" weggemacht werden und schon klappts mit dem Brennen.

3. Ich habe sowohl ein Image als auch das dazugehörige cue-Sheet vorliegen, aber beim Versuch, dieses zu Brennen, bekomme ich immer die Fehlermeldung, dass das .cue-Sheet "corrupt" sei. In diesem Fall hat irgendein "Scherzbold" den Namen der Imagedatei im .cue-Sheet verändert, so dass die Imagedatei nicht richtig angesprochen werden kann. Dann einfach wie oben beschrieben das .cue-Sheet öffnen und den richtigen Namen eintragen.

4. Ich kann das Image weder Brennen noch mit Isobuster öffen: Dann habt ihr verloren :-(. Wenn das Image nicht mit Isobuster angesprochen werden kann, ist es so gut wie ausgeschlossen, die sich im Image befindlichen Daten zu retten.

5. Nero sagt mir, dass die Daten zu gross für meine CD sind. Viele MPGs sind erheblich grösser als 700 MB. Trotzdem lassen sich diese Dateien im Allgemeinen problemlos brennen, da ein handelsüblicher Rohling wesendlich grösser als eben die angegebenen 700 MB ist. Hintergrund ist, dass z.B. bei Daten-CDs äusserst wichtig ist, dass jedes Bit sauber kopiert wird, damit z.B. Programmdateien auch hinterher noch lauffähig sind. Es wird daher nicht unerheblicher Platz zum Speichern von Prüfsummen etc. bereitgestellt, den man normalerweise beim Brennen nicht sieht und nicht nutzen kann. Brennt man einen Film, können diese Prüfmechanismen ausser Kraft gesetzt werden (Ein falsches Bit spielt bei einem Film keine Rolle) und der Platz zum Speichern freigegeben werden. Der eigendliche Vorgang wird "Überbrennen" genannt und befindet sich bei Nero in den sog. "Experteneinstellungen". Dort kann man die maximale Brenngrösse auf das erforderliche Mass einstellen. Den nach der Einstellung erscheinenden bildschirmfüllenden Warnhinweis, der bishin zu Hardwareschäden geht, kann man getrost ignorieren - das Einzige, was man dabei riskiert, ist ein Rohling, den man ggfs. verbrennt. Das Überbrennen wird von einer Reihe von älteren Brennern nicht unterstützt - einfach ausprobieren - kostet max. einen Rohling.

6. Copieren von Kopien: Hierbei tauchen regelmässige folgende Probleme auf:
  • Obwohl kein Kopierschutz auf der CD ist, gibts beim Kopieren immer einen Fehler.
  • Die zu kopierende CD lässt sich nicht einlesen.
  • Die zu kopierende CD wird immer wieder aus dem CDROM-Laufwerk ausgeworfen.
  • Die Kopie ist defekt, lässt sich also nicht abspielen, obwohl während des Brennens keine Fehlermeldung erschien.
    Bei diesen oder ähnlichen Fehlern liegt meist ein Problem bei den Indexen vor oder die zu kopierende CD wurde nicht abgeschlossen (das passiert desöfteren, wenn der Platz auf dem Rohling nur zum Teil genutzt wurde und der User beim Brennen den entsprechenden "Abschliessflag" nicht gesetzt hat). In den genannten Fällen geling es meistens, die CD mit Isobuster (s.o.) im Brennlaufwerk (nur ein Brenner kann eine nicht abgeschlossenen CD einlesen) auszulesen und auf die Platte zwischenzuspeichern.

Soviel hierzu. Ich werde diesen Bericht ergänzen, sobald ich wieder einmal auf derartige Probleme und Lösungen stossen sollte.

Mattha.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
TKCS

TKCS

23.09.2003 21:38

gut beschrieben...

truckerschmidt

truckerschmidt

13.05.2003 16:17

cooler tip,mfg

MOFFt

MOFFt

30.04.2003 20:03

hatte bisher eigentlich kaum probleme - verwende hier unter linux nur cdrecord & co (teilweise mit guis) -> frage mich ob solche tipps in zukunft auch so leicht erhältlich sind, vor allem wenn sogar schon das geben von tipps zum kopieren (von kopiergeschützen cds) lt. copyright-novelle strafbar wird/ist ... grüsse mOFFt

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