Munteres Treiben im internationalen Café
03.02.2000
Pro:
leicht zu verstehen, lustig, tolle Grafik
Kontra:
Karten sind zinkbar
Empfehlenswert:
Ja
 Ariana
Über sich:
irgendwie Pause... weiß auch nicht
Mitglied seit:03.02.2000
Erfahrungsberichte:252
Vertrauende:62
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 4 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ein einfach zu verstehendes Spiel ohne großen Aufwand, ein Verschenk- und Mitbringspiel noch dazu, weil es vergleichsweise günstig ist. Ein Partyspiel, weil es kurzweilig ist und weil man sich nicht in den Haaren liegen wird. Allein die doch so treffend karikierten Landsleute sind es wert, sich das Spiel zu kaufen. Mit seiner robusten Ausstattung auch für Kids geeignet. Das einzige Manko aus meiner Sicht: Das Spiel schafft keine Atmosphäre wie andere Spiele, die Spiel des Jahres geworden sind. Es ist eher ein "Komm, lass uns noch eben was spielen"-Spiel und keine Philosophie. Spielbeschreibung: "Café International" hat eine bewegte Spielverlags-Vergangenheit und erscheint nun im Amigo-Verlag. Das Design hat sich im Laufe der Jahre jedoch nur unwesentlich geändert (aus der Sowjetunion ist Russland geworden), und auch der Spielspaß ist der alte geblieben. Im Caféhaus herrscht munteres multikulturelles Treiben. Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Ländern treffen sich zum Kaffeeklatsch. Doch nicht jeder darf dort sitzen, wo er möchte - jedem Land ist eine bestimmte Sitzgruppe zugeordnet, und natürlich sollte die Anzahl von Männern und Frauen gleich sein, es sei denn, es findet sich ein Stammtisch oder ein Kaffeekränzchen zusammen. Von jeder Nationalität gibt es jeweils vier Männer und Frauen. Doch die Plätze reichen nicht für alle! Deshalb heißt es geschickt taktieren. Jeder Spieler bekommt fünf Plättchen, die -je nach Spielvariante- offen oder verdeckt gehalten werden. Der erste darf einen oder zwei Menschen ins Café setzen, alle folgenden Spieler müssen entweder "anlegen", d.h. eine weitere Person mit an den Tisch setzen, oder sie bringen ein neues Pärchen an einen Tisch. Niemand darf allein sitzen, und auch das Verhältnis von Mann und Frau muss 1:1 oder 2:1 lauten. Drei Männer und eine Frau - verboten, zwei Frauen allein - auch verboten. Wenn eine Person quasi an zwei Tischen sitzt, ist dies ein Vorteil, denn alle Nasen der Tische, an denen man neue Personen platziert, werden gezählt und bringen Punkte. Jeder darf so pro Spielzug eine oder zwei Personen setzen und bekommt entsprechend Punkte. Irgendwann füllt sich das Café, und es bleiben Personen übrig, die nicht mehr an Tische gesetzt werden können. Die kommen an die Bar - erst gibt es dafür Punkte, später muss gezahlt werden. Praktisch sind die Joker mit ihren bunten Haaren, die für jede Nationalität einspringen können. Besonders viele Punkte gibt es für einen Nationalitätentisch, einen Stammtisch oder ein Kaffeekränzchen. Am Ende des Zuges zieht man Plättchen nach. Wenn man einen Nationalitätentisch geschafft hat, gibt's ein Plättchen weniger. Das Spiel ist zu Ende, wenn alle Tische oder die Bar besetzt sind oder alle Plättchen aufgebraucht sind oder jemand fünf Nationalitätentische geschafft hat. Die Plättchen, die jeder noch übrig hat, bringen Minuspunkte (besonders hohe leider die Joker), dann wird Bilanz gezogen: gewonnen hat natürlich der mit den meisten Punkten. Spielvariante: die Tische dürfen nur mit je zwei Nationalitäten besetzt werden (statt der an manchen Tischen möglichen drei) - dadurch können im Spielverlauf Stühle leer bleiben, und das Taktieren wird noch komplizierter. Autor: Rudi Hoffmann Spieler: 2-4 Spieler ab 10 Jahren Spieldauer: 45 Minuten Verlag: AMIGO (1999) Preis: ca. 40 DM
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